blueisorange hat geschrieben:videospiele sind aktiv, man begeht selbst den mord,[...]
Darf ich das in meine Signatur übernehmen?
Dass es etwas anderes ist, ob man in Medien interaktiv an Gewalt, Sex oder was auch immer teilnimmt, oder bloß zuschaut ist ein Unterschied, da gebe ich Dir recht. Man kann aber auch genau so argumentieren, dass ich in einem Spiel die Distanz stärker wahrnehme, weil ich nebenbei mit Steuerung, Combos, Menüs und Inventarbildschirmen beschäftigt bin.
Wer Resident Evil 4 kennt, weiß, wovon ich rede. Das ständige Kramen in den Menüs um die Waffe zu wechseln unterbricht den Spielfluss und schafft Distanz zum Spiel, weil ich in dem Moment, indem ich ins Menü wechsele aus der Atmosphäre und Handlung austrete.
In einem Film habe ich die Möglichkeit nicht. Ich erinnere mich da spontan an die Gerüchte, dass Kindergruppen die ersten 10 Minuten von Saw gesehen haben, weil der falsche Film gezeigt wurde.
Im Grunde hängt alles von demjenigen ab, der sich mit dem Medium unterhalten lassen möchte: Bin ich ein psychisch stabiler Mensch, kann ich es verarbeiten und Distanz wahren, bin ich psychisch labil, gelingt mir das vielleicht nicht.
Jeder Mensch ist da individuell, dem Einen ist Akte X zu gruselig, der Andere guckt sich Hostel zum Frühstück an.
Zu: Monster wie Hannibal Lecter sind in die Geschichte eingebettet und werden verurteilt..
Freitag, der 13.
Halloween
Nightmare in Elmstreet
Texas Chainsaw Massacre
Haus der 1000 Leichen
The Devil's Rejects
Hostel
The Hills have Eyes
Alien 1-4
Predator
Soll ich weitermachen?
Klar kann man, wenn man will eine ähnliche Spieleliste aufstellen.
Aber auch dort gibt es Spiele, die Moralische Werte vermitteln (möchten), da fielen mir Bioshock ein, oder Shadow of the Colossus, sogar ein God of War (1) verurteilt die Taten seines Protagonisten.
Man muss überall differenzieren, das trifft auf Filme zu, auf Bücher, Radiosendungen, Fernsehnachrichten, Videospiele und sogar die Kriegsgeschichten, die mein Opa vielleicht erzählen würde,
wenn er noch am Leben wäre.
Die Welt ist leider nicht Schwarz/Weiß.
Und weil das so ist, sind Schwarz/Weiß-Gesetze nicht geeignet, um sich mit so einem Sachverhalt zu befassen.
Altersgrenzen sind da schon eines der besseren Mittel und diese sollten dann auch eingehalten werden.
Wer erwachsen ist, soll selbst entscheiden können, was er spielen will, denn bei Filmen und Büchern darf und kann ich das auch.
mfg, saxxon, psychisch stabil
EDIT: Die Diskussion gibts übrigens schon länger:
Dokumentation Mama, Papa, Zombie
Fernsehdokumentation zum Thema.
btw: Ist das Elke Monssen-Eberding in der Szene mit der BPjS?
Übrigens bin ich jetzt 25 und habe mit 12 zum ersten Mal DOOM gespielt, Duke Nukem, Hexen und so weiter folgten.
Wirke ich wie ein realitätsfremder Anarchist?