Todesglubsch hat geschrieben: ↑12.05.2020 16:15Ach, von den Zen Studios. *zu Operencia schielt*
Oh, hatte ich nicht auf dem Schirm. Habe Operenica aber eh wieder verdrängt. Klassischer Fall von "Aha, aber nicht meins"
Ich sehe da nen roten Faden. Vermutlich war ihr "professioneller Übersetzer" der Schwager von der Tochter des Onkels ihrer Mutter.
Weiß der Geier, was bei denen schief geht. Ich fürchte, die nehmen bei unklarer Deutung einen Würfel. Bei Dread Nautical war es "oblivious" zu "vergesslich" im Intro. Ist nicht inkorrekt, im Kontext des Satzes ist aber mehr "selbstvergessen" gemeint, in dem Sinne dass man seine Umgebung nicht mitbekommt.
Gut, ist ein Grenzfall, gebe ich zu, aber bei den "Schnittszenen", die man sich im Menü ansehen konnte, war ich raus. Das ist /r/de Level von mutwilliger Wort zu Wort Übersetzung.

Der Killer war dann aber halt, dass ich mein OS umstellen müsste. Naja und dass mich das Spiel halt in den ersten fünf Minuten nicht abgeholt hat. Hätte ich vielleicht nicht nach Chimera Squad angucken sollen.
Und das traue ich grundsätzlich eher einem professionellen Übersetzer zu, als einem Patchwork-Team von Fanübersetzern, wo man ggfs. im Spiel genau sieht, welche Passage von welchem Übersetzer übersetzt wurde, da man sich natürlich nicht auf einen einheitlichen Stil geeinigt hat.
Hach, deine Vorstellungen hätte ich auch gerne. Hilft halt nicht, dass ich mich mit Übersetzern um zwei Ecken herum herumschlagen muss.
Wobei man natürlich sagen muss, dass die Qualität der Übersetzung auch stark davon abhängt, wie weit einem der Entwickler durch Kontextinformation etc die Hand reicht.
Fast ausschließlich, würde ich sagen. Gut, vernünftiger Wortpreis hilft auch, aber hauptsächlich muss der Übersetzer wissen, was er da tut.
Gerade wenn man das auslagert und automatisiert, sieht so ein Übersetzer auf dem Schirm nur einzelne Fragmente, wenn er Pech hat sogar nur Fragmente eines Satzes, jenachdem, was die Vorstufe da rausgefiltert hat.
Jetzt hast du eine Herausforderung, gerade im Gaming. Wie stellt man dem Übersetzer jetzt den Kontext am einfachsten zur Verfügung? Das Spiel kann er ja nicht mal eben durchspielen, um die passende Stelle zu finden. Schon gar nicht wenn man bedenkt, dass man im Durchschnitt 1500 übersetzte Worte pro Tag annimmt. Da bleibt nicht mal zum Lesen viel Zeit.
Insofern kann es in diesem speziellen Fall schon sein, dass die FAN-Übersetzung das bessere Preis-Leistungs Verhältnis bietet. Dauert zwar deutlich länger, ist aber so gut wie für Umme. Der Fan kennt allerdings schon das Spiel.
Gut, wenn du eine KONSISTENTE Übersetzung willst, brauchst du einen Koordinator, der weiß, was er tut. Aber den brauchst du streng genommen auch bei professionellen Übersetzern. Mich überrascht z.B. Norwegisch fast jeden Tag aufs Neue. Da habe ich gerade für ein Deutsches Wort drei Übersetzungen. Weil Produktname ungleich Produktgruppe ungleich Fließtext...
Jetzt, wo ich das schrieb, ist "vergesslich" irgendwie kein Problem mehr.
