Bachstail hat geschrieben: ↑14.05.2020 13:40Ich verstehe vollkommen, was Du meinst und beginne langsam, Dir zuzustimmen.
Meiner Korinthenkackerei und dem beharren auf Strukturierter Terminologie? Vorsicht, das ist ein steiniger Pfad.
Innerhalb der Beziehung zwischen Urheber und Firma ist das Urheberrecht noch mal ein wenig komplexer und verdient hier vermutlich Überarbeitung, hier läuft man in der Tat Gefahr, am Ende ausgebeutet zu werden,
[...]
Das Urheberrecht für Selbstständige ist eine sehr gute Sache aber für Angestellte eher nicht.
Jain.
Das sind zwei paar Schuhe. In einem Angestelltenverhältnis hast du halt ein... Angestelltenverhältnis. Du bist für den Laden kreativ, dafür gibt er dir regelmäßig Geld und übernimmt andere lästige Dinge, wie Vertrieb, Marketing, etc. pp.
Für diese Zusammenarbeit wäre es tödlich, wenn du beim Weggang die Rechte an all dem mitnehmen könntest, was du in der Zeit erstellt hast.
(Wobei, in DE, Urheberrecht haste immer, aber halt per Vertrag die in dem Zusammenhang wichtigeren Rechte abgegeben. Plus die Streitfrage, ob das jetzt im Sinne des UrhG Kunst ist, aber es geht ums Prinzip)
Auch wenn ich glaube, dass Miyamoto nicht leer ausgeht, da man ja immer wieder hört, dass er allgemein sehr viele Freiheiten bei Nintendo genießt
Ja, weil Nintendo nicht doof ist. Die wissen, dass sie mit Miyamotos Ideen viel Geld machen können und er hat wohl auch schon diverse Projekte gerettet, die sonst einen Haufen Kohle gekostet haben. Diese Freiheiten hat er sich aber sicherlich hart erarbeiten müssen.
vielleicht gehen diese Anwälte ja sogar auf seine Kappe
Nö, das glaube ich nicht.
So sehe ich definitiv die Gefahr und den möglichen Schaden für Personen, die eben keine Größe wie Miyamoto sind.
Da wären wir dann beim interessanten Punkt, an dem unsere Ansichten ein wenig auseinandergehen.
Welcher Schaden denn, wenn der Kreative in diesem Umfeld ein geregeltes Einkommen hat und es ihm freisteht, zu kündigen und einen Vertrag mit einem anderen Arbeitgeber einzugehen?
Ich bleibe dabei, dass Nintendo rechtlich auf der sicheren Seite steht aber moralisch komme ich ehrlich gesagt ein wenig ins Wanken.
Niemand bei klarem Verstand würde anzeifeln, dass Nintendo das Recht hat. Und ich würde das auch nicht aus moralischem Standpunkt betrachten wollen. (Sollte man eh nicht, Firmen haben keine Moral!)
(Es sei denn, in dieser Aussage ist "Moralisch" und "Nett" ungefähr dasselbe.

)
Das Urheberrecht für Selbstständige ist eine sehr gute Sache aber für Angestellte eher nicht.
Für Angestellte ist das Urheberrecht halt praktisch egal. Aber dafür sind es ja auch Angestellte. Das ist halt der Unterschied. Die leben halt anders von ihrer Kunst.
Ist eine eigentlich unzulässige Verallgemeinerung, aber im Prinzip läuft es darauf hinaus. UrhG schützt deine Leistung, damit kein anderer ohne deinen Willen davon profitiert, berührt aber nicht, dass du diesen Umstand willentlich zulassen kannst - z.B. indem du dich in ein Angestelltenverhältnis begibst. (Und dann kommt es immer noch auf den Vertrag an. Gibt ja auch Geschichten von Entwicklerstudios, die Rechte an ihren IPs behalten haben, als der Publisher nicht mehr wollte)
Es ist in meinen Augen eben ein Vorteil, sich rechtlich durchsetzen zu können,
Ich erhöhe um "Es ist verdammt wichtig, nein, das Mindeste, die Möglichkeit zu haben, sich rechtlich durchsetzen zu können!
Das alles gesagt, was ist eigentlich aus dem Piraten/Künstler ihm sein Versuch geworden eine Verwertungsgesellschaft neben der GEMA aufzubauen?