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Re: USK-Beirat beschließt erweiterte Leitkriterien zur Sozialadäquanz (Hakenkreuze in Spielen)

Verfasst: 06.08.2019 13:43
von SethSteiner
Kajetan hat geschrieben: 06.08.2019 13:25
SethSteiner hat geschrieben: 06.08.2019 13:20 Und was ist dann mit jemanden wie Hans Münch? Ist das wirklich sinnvoll, wenn man das Schwarz-Weiß Muster nicht nur auf die Organisation fokuzssiert, sondern einfach sagt, historisch war das ALLES AUSNAHMSLOS Schwarz-Weiß und JEDER der die Uniform trug war ein ausnahmslos unmenschliches Monster?
Ich verstehe Dein Problem nicht. Du interpretierst einen vollkommen harmlosen Satz auf ziemlich extreme Art und fährst dann auf Deine eigene extreme Auslegung ab. Halte Dich doch einfach an den Kontext, in dem dieser Satz stattfindet.

"Zu vermeiden ist in jedem Fall eine Identifikation mit den Spielfiguren, die Hakenkreuze und andere verbotene Symbole aufweisen. Daher ist die Rolle und der Spielauftrag von entscheidender Bedeutung - die USK spricht hier von einem 'Gut-Böse-Schema'. Insbesondere Kinder und jüngere Jugendliche verfügten häufig noch nicht über ein ausreichendes gesellschaftliches und politisches Wissen, um fiktionale Inhalte gegenüber historischen Ereignissen einordnen zu können."

Nicht einfach diesen Satz weglassen und sich dann ein Argument konstruieren :)
Ich lasse den Satz absichtlich weg, damit der Kommentar nicht aufgebläht wird und nehme bewusst Bezug auf das was folgt, siehe Gut-Böse Schema. Ich konstruiere mir gar nichts zu Recht. Ich interpretiere nicht auf extreme Art, sondern genau das steht da und habe ich zitiert. "Zu vermeiden ist in jedem Fall eine Identifikation mit den Spielfiguren, die Hakenkreuze und andere verbotene Symbole aufweisen.". Der Satz ist ziemlich eindeutig, ich weiß gar nicht wie ich das anders interpretieren sollte als dass es ein Problem mit fiktiven oder historischen Personen, die womöglich trotz einem Hakenkreuz auf der Uniform am Ende eben doch keine Monster sind. Und das halte ich für ein Problem. Das halte ich sogar für eine gefährliche Politik, weil es entmenschlichend ist.

@Abroxas
Minusmensch? Wirklich? Wow und da sag noch mal einer, die Entmenschlichung von der ich gerade eben noch sprach sei nur hypothetisch...

Re: USK-Beirat beschließt erweiterte Leitkriterien zur Sozialadäquanz (Hakenkreuze in Spielen)

Verfasst: 06.08.2019 13:49
von Kajetan
SethSteiner hat geschrieben: 06.08.2019 13:43 Ich lasse den Satz absichtlich weg, damit der Kommentar nicht aufgebläht wird und nehme bewusst Bezug auf das was folgt, siehe Gut-Böse Schema. Ich konstruiere mir gar nichts zu Recht. Ich interpretiere nicht auf extreme Art, sondern genau das steht da und habe ich zitiert. "Zu vermeiden ist in jedem Fall eine Identifikation mit den Spielfiguren, die Hakenkreuze und andere verbotene Symbole aufweisen.". Der Satz ist ziemlich eindeutig,
Hoffnungslos ...

Re: USK-Beirat beschließt erweiterte Leitkriterien zur Sozialadäquanz (Hakenkreuze in Spielen)

Verfasst: 06.08.2019 13:52
von Mentiri
Bei der Geschwindigkeit wie der Staat in die Gänge kommt, können wir schon 2028 mit Regelungen gegen Lootboxen erwarten.

Re: USK-Beirat beschließt erweiterte Leitkriterien zur Sozialadäquanz (Hakenkreuze in Spielen)

Verfasst: 06.08.2019 14:04
von borammstein
Dann sind alle Spieler die Usa mögen Menschen die gerne in andere Ländern einfallen mit Lügen?

Re: USK-Beirat beschließt erweiterte Leitkriterien zur Sozialadäquanz (Hakenkreuze in Spielen)

Verfasst: 06.08.2019 14:13
von just_Edu
SethSteiner hat geschrieben: 06.08.2019 12:46 "Zu vermeiden ist in jedem Fall eine Identifikation mit den Spielfiguren, die Hakenkreuze und andere verbotene Symbole aufweisen."

Klingt für mich aber eher unmenschlich oder waren alle Deutsche in der Wehrmacht oder Waffen-SS böse Nazis?
Na klar! :mrgreen: So wird es jedenfalls gerne immer wieder mittels Klischee vermittelt.

Re: USK-Beirat beschließt erweiterte Leitkriterien zur Sozialadäquanz (Hakenkreuze in Spielen)

Verfasst: 06.08.2019 14:14
von LeKwas
Insbesondere Kinder und jüngere Jugendliche verfügten häufig noch nicht über ein ausreichendes gesellschaftliches und politisches Wissen, um fiktionale Inhalte gegenüber historischen Ereignissen einordnen zu können. Berücksichtigt wird obendrein, ob die Verwendung von Kennzeichen gerade auf Jugendliche anziehend wirken könnte, weil Hakenkreuze und SS-Runen womöglich als vermeintlicher Tabubruch interpretiert werden könnten.
Gibt es genau dafür nicht eigentlich dieses rote Siegelchen (keine Jugendfreigabe)? :Kratz:

Re: USK-Beirat beschließt erweiterte Leitkriterien zur Sozialadäquanz (Hakenkreuze in Spielen)

Verfasst: 06.08.2019 14:25
von Kajetan
LePie hat geschrieben: 06.08.2019 14:14 Gibt es genau dafür nicht eigentlich dieses rote Siegelchen (keine Jugendfreigabe)? :Kratz:
Jepp. Spiele, wo man diese historische Einordnung vornehmen muss, bekommen dann ein Ab18. Andere, wo es klar ist, brauchen dies nicht.

Re: USK-Beirat beschließt erweiterte Leitkriterien zur Sozialadäquanz (Hakenkreuze in Spielen)

Verfasst: 06.08.2019 14:48
von Melcor
Zu vermeiden ist in jedem Fall eine Identifikation mit den Spielfiguren, die Hakenkreuze und andere verbotene Symbole aufweisen. Daher ist die Rolle und der Spielauftrag von entscheidender Bedeutung - die USK spricht hier von einem 'Gut-Böse-Schema'. Insbesondere Kinder und jüngere Jugendliche verfügten häufig noch nicht über ein ausreichendes gesellschaftliches und politisches Wissen, um fiktionale Inhalte gegenüber historischen Ereignissen einordnen zu können.
Ach super, dann gibts ja kein Problem, die meisten dieser Titel sind schließlich ohne Jugendfreigabe. Aber halt, interessiert den Jugendschutz ja nie. Sonst müsste man ja auch zugegeben das Indizierungen und Beschlagnahmungen eigentlich so keinen Sinn machen.

Re: USK-Beirat beschließt erweiterte Leitkriterien zur Sozialadäquanz (Hakenkreuze in Spielen)

Verfasst: 06.08.2019 14:55
von johndoe1794441
Bizarr, daß man 2019, also 74 Jahre nach dem abschließenden Ende des Nationalsozialismus, eine ersatzreligiös überhöhte Angst vor Hakenkreuzen hat. Der Dämon muß im Symbol stecken, besser, man kippt Weihwasser drauf und bekreuzigt sich drei Mal.

Re: USK-Beirat beschließt erweiterte Leitkriterien zur Sozialadäquanz (Hakenkreuze in Spielen)

Verfasst: 06.08.2019 15:18
von Usul
Grunz Grunz hat geschrieben: 06.08.2019 14:55 Bizarr, daß man 2019, also 74 Jahre nach dem abschließenden Ende des Nationalsozialismus, eine ersatzreligiös überhöhte Angst vor Hakenkreuzen hat. Der Dämon muß im Symbol stecken, besser, man kippt Weihwasser drauf und bekreuzigt sich drei Mal.
*grunz*grunz*

Kajetan hat geschrieben: 06.08.2019 13:49Hoffnungslos ...
Man sieht, manchmal schreibst du auch was Wahres. :)

Re: USK-Beirat beschließt erweiterte Leitkriterien zur Sozialadäquanz (Hakenkreuze in Spielen)

Verfasst: 06.08.2019 15:21
von Kajetan
Usul hat geschrieben: 06.08.2019 15:18 Man sieht, manchmal schreibst du auch was Wahres. :)
Wird nie wieder vorkommen. Doppelschwör!

Re: USK-Beirat beschließt erweiterte Leitkriterien zur Sozialadäquanz (Hakenkreuze in Spielen)

Verfasst: 06.08.2019 15:26
von Melcor
Kajetan hat geschrieben: 06.08.2019 14:25
LePie hat geschrieben: 06.08.2019 14:14 Gibt es genau dafür nicht eigentlich dieses rote Siegelchen (keine Jugendfreigabe)? :Kratz:
Jepp. Spiele, wo man diese historische Einordnung vornehmen muss, bekommen dann ein Ab18. Andere, wo es klar ist, brauchen dies nicht.
Na, dass bezweifle ich doch stark. Die Rede ist hier natürlich von MP-Shootern, bei denen man auch die Achsenmächte spielt. Die sind meist sowieso ab 18. Unter der Klausel wird man aber trotzdem eine Freigabe verweigern.

Re: USK-Beirat beschließt erweiterte Leitkriterien zur Sozialadäquanz (Hakenkreuze in Spielen)

Verfasst: 06.08.2019 15:27
von Eisenherz
Oha, wie man dann wohl ein Game einstufen würde, das die Schlacht um Schloss Itter thematisiert? Seinerzeit kämpften Wehrmachtssoldaten zusammen mit Amerikanern und Waffen-SS gegen eine andere Truppe anstürmender Waffen-SS.

Hmm ... :Blauesauge:

Re: USK-Beirat beschließt erweiterte Leitkriterien zur Sozialadäquanz (Hakenkreuze in Spielen)

Verfasst: 06.08.2019 15:28
von Swar
LePie hat geschrieben: 06.08.2019 14:14
Insbesondere Kinder und jüngere Jugendliche verfügten häufig noch nicht über ein ausreichendes gesellschaftliches und politisches Wissen, um fiktionale Inhalte gegenüber historischen Ereignissen einordnen zu können. Berücksichtigt wird obendrein, ob die Verwendung von Kennzeichen gerade auf Jugendliche anziehend wirken könnte, weil Hakenkreuze und SS-Runen womöglich als vermeintlicher Tabubruch interpretiert werden könnten.
Gibt es genau dafür nicht eigentlich dieses rote Siegelchen (keine Jugendfreigabe)? :Kratz:
Nicht gleich alles auf die goldene Waagschale legen, das haben sie nur reingeschreiben, damit das auch jeder (Depp) versteht.

Re: USK-Beirat beschließt erweiterte Leitkriterien zur Sozialadäquanz (Hakenkreuze in Spielen)

Verfasst: 06.08.2019 15:30
von SethSteiner
Eisenherz hat geschrieben: 06.08.2019 15:27 Oha, wie man dann wohl ein Game einstufen würde, das die Schlacht um Schloss Itter thematisiert? Seinerzeit kämpften Wehrmachtssoldaten zusammen mit Amerikanern und Waffen-SS gegen eine andere Truppe anstürmender Waffen-SS.

Hmm ... :Blauesauge:
Oder was ist mit sowas wie Das Boot?