Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern

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Astorek86
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern

Beitrag von Astorek86 » 21.06.2019 15:21

Was die ganze Diskussion insbesondere bei digitalen Gütern nicht vergessen werden darf: Egal wie "wertig" etwas für den Käufer ist, für die Gegenstelle entstehen keine Kosten. Es wird einfach nur ein Häckchen auf dem Server des Anbieters aktiviert, das wars. Der Aufwand der Gegenstelle - von einmaligen Herstellungskosten abgesehen - ist praktisch nicht gegeben.

Das macht die ganze Sache perfide, wenn es ins Extreme ausgenutzt wird. Der Hersteller hat absolut keinen Nachteil, ihre "Ware" so aggressiv wie möglich anzubieten und jede noch so hohe Nachfrage zu befriedigen, im Gegenteil will der Hersteller den Nachfragewert diese "Ware" so hoch wie möglich halten. Macht ja nix, schließlich ist der Aufwand zur Lieferung und Herstellung der "Ware" gleich Null. (Und da liegt auch ein entscheidender Unterschied zu Ü-Eiern und Sammelkarten...)

Und wenn dabei Kinder, Jugendliche und Suchtkranke über die Klippe springen? Wenn Exklusivverträge dazu führen, dass man alleiniger Anbieter dieser ganz speziellen Lootboxen wird (so wie es bei den Star Wars-Marken der Fall wäre)? Dann kann der Hersteller alleine den Preis bestimmen... Spätestens an der Stelle müssten selbst Lootbox-Befürworter merken, dass hier etwas nicht stimmt...

Dass das gesamte Öko-System rund um Lootboxen einem nicht erlaubt, die Dinger für einen selbst gewählten Preis weiterzuverkaufen oder Duplikate automatisch zu "Scrap" umgewandelt wird, ist da noch ein Sahnehäubchen...

PixelMurder
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern

Beitrag von PixelMurder » 21.06.2019 15:26

Überraschung, Überraschung, es ist ein Stück Hundekacke drin.

Anyway, die Gaming-Community kriegt genau die Hundekacke-Produzenten, die sie verdient. Ich meine, würden wir Gamer wie vernünftige Verbraucher ticken, z.B. von Elektronikgeräten, statt wie fucking Nerds, würden diese Mistkerle schnell aussterben. Aber Gamer sind sowas wie Impf-Verweigerer. Das ist der Grund, wieso mich meine Mit-Gamer inzwischen mehr verdriessen, als diese Zecken, die nur ihrem natürlichen Artverhalten folgen.

Anyway, leider muss scheinbar die Politik eingreifen, damit sich was tut. Und das ist ein Problem, weil diese Leute zum einen geschmiert werden können, zum anderen ihre eigenen Agenden mit diesem notwendigen Schritt verknüpfen könnten, zuerst die Kinder vor der Spielsucht schützen, dann die Erwachsenen vor nicht genehmen Game-Prinzipien.
Man fragt sich sowieso, wieso die Politik solche Leute überhaupt vorladen oder gar mitreden lassen sollte. Ist ja dass selbe wie dass die Auto-Industrie mitreden kann bei Klimazielen. Dabei möchte ich nichts anders als Ja und Amen von denen hören, von mir aus auch noch ein grosses Weinen und Klagen über all die Ferraris und Puffbesuche, die sie sich nicht mehr leisten können.
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Hiri
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern

Beitrag von Hiri » 21.06.2019 16:54

Lootboxen sind ein Haufen Schei*e die nichts in Vollpreistiteln zu suchen haben.

Kolelaser
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern

Beitrag von Kolelaser » 21.06.2019 16:58

Wieso ? Solang es Leute gibt die dafür zahlen hat es darin auch was zu suchen. EA ist nicht die Wohlfahrt die wollen Geld verdienen und nichts anderes.

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Nero Angelo
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern

Beitrag von Nero Angelo » 21.06.2019 17:01

Es gibt einen großen Unterschied zwischen (EA) Lootboxen und Überraschungseiern:

Überraschungseier enthalten eine Sammelfigur, ein kleines Spielzeug, ein Minipuzzle oder etwas anderes, das eine kleine zusätzliche überraschung zu der Schokolade drumrum bietet. By Sammelfiguren die man in Blindbags kaufen kann verhält es sich ebenso. diese haben keine schokolade und sind oft überteuert, aber wenn man sie nicht braucht, weil man kein Interesse an Sammelfiguren hat oder weil einem das ganze Zufallsgedöns auf den Nerv geht, dann kauft man sie eben nicht. man hat dadurch keine Vor- und keine Nachteile, eben nur eine Figur auf seinem Schränkchen oder nicht.

ANDERS aber verhält es sich mit Lootboxen. Diese sind oft, vorallem bei EA, NOTWENDIG um im Spiel voran zu kommen! Du brauchst Upgrades für dein Auto um mit den Gegnern auf einem harten Kurs mithalten zu können oder um Online nicht ab zu stinkern? Kauf dir ein Booster Pack mit zufällig generierten Upgrades die dir vielleicht noch nicht mal was bringen! Du möchtest Darth Vader in Star Wars Battlefront und möchtest nicht 2000 Stunden grinden? Kauf dir Lootboxen und erhalte ihn VIELLEICHT oder zumindest Währung um das grinden zu reduzieren. Oder eben nichts als nutzlose Upgrades die du schonmal gezogen hast da du ja auch doppelt alles bekommen kannst.
Du brauhst eine neue Waffe weil dein alter Revolver nichts gegen die Vollautomatischen Maschinengewehre und Miniguns der Gegner ausrichten kann?
Ich denke jeder versteht wo das hin geht...

Man kann nicht einfach etwas mit etwas anderem vergleichen, nur weil es ÄHNLICH aufgebaut ist, aber wenn es doch einem völlig anderen Zweck dient! EA blamiert sich wieder aufs vollste!

Doc Angelo
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern

Beitrag von Doc Angelo » 21.06.2019 17:05

Astorek86 hat geschrieben:
21.06.2019 15:21
Was die ganze Diskussion insbesondere bei digitalen Gütern nicht vergessen werden darf: Egal wie "wertig" etwas für den Käufer ist, für die Gegenstelle entstehen keine Kosten. Es wird einfach nur ein Häckchen auf dem Server des Anbieters aktiviert, das wars. Der Aufwand der Gegenstelle - von einmaligen Herstellungskosten abgesehen - ist praktisch nicht gegeben.
Da hast Du zu 100% recht. Aber man muss auch erwähnen, das dies für sämtliche digitalen Güter zutrifft. Musik, Filme, Ebooks, Spiele, Bilder... alles, was digital verbreitet werden kann. Die Erstellung kostet einmal, und die Verbreitung ist (mehr oder weniger) kostenlos.
Astorek86 hat geschrieben:
21.06.2019 15:21
Dass das gesamte Öko-System rund um Lootboxen einem nicht erlaubt, die Dinger für einen selbst gewählten Preis weiterzuverkaufen oder Duplikate automatisch zu "Scrap" umgewandelt wird, ist da noch ein Sahnehäubchen...
Da hast Du recht. Es gibt zwar Spiele, wo das geht (Steam Marktplatz), aber der Trend geht sicherlich dahin, das man das nicht mehr kann. PUBG hat es vorgemacht: Erst ging es, dann haben sie es deaktiviert.
PixelMurder hat geschrieben:
21.06.2019 15:26
Ich meine, würden wir Gamer wie vernünftige Verbraucher ticken, z.B. von Elektronikgeräten
Naaaaja... der Großteil der Endverbraucher-Elektronik ist schon seit einer ganzen Weile auf einer üblen Talfahrt. Versuch mal in einem mittleren oder großen Elektronikmarkt einen Berater zu finden, der mehr kann als die Packung vorlesen. Versuch mal einen Hersteller zu finden, der seine Geräte nicht mit bestenfalls theoretischen Messwerten bewirbt (dynamischer Kontrast oder WiFi-Übertragung um Vakuum in nur eine Richtung). Das ist eher selten anzutreffen, und die meisten Kunden wollen auch nicht mehr wissen als das Bullshit-Bingo was auf den Werbeflyern steht. Oder Endkunden-KFZ. Oder Nahrungsmittel. Oder Software. Oder "Fachwebseiten", auch bekannt als Werbeflächen mit gefährlichem Halbwissen.

Wir kennen die Gaming-Branche sehr gut, weil der durchschnittliche Kommentarschreiber sich regelmäßig damit befasst. Leider sieht es in anderen Branchen auch nicht besser aus.
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

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artmanphil
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern

Beitrag von artmanphil » 21.06.2019 17:24

Gebt einfach nicht dem Verbraucher die Schuld. Ich bin es Leid, langsame Gerichte und Regierungen zu entschuldigen, indem man dem Konsumenten vorwirft, er konsumiere falsch. Weshalb ich das für kontrovers halte, erörterte ich in meinem letzten Posting.
Well done. Here come the test results:
You are a horrible person. That's what it says.
We weren't even testing for that.

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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern

Beitrag von Triadfish » 21.06.2019 17:26

Arkatrex hat geschrieben:
21.06.2019 06:17
war einer der glücklichen der den Black Lotus drin hatte und ihn für 300DM quitt geworden bin).
Du bist glücklich darüber nen Black Lotus für 300DM quitt geworden zu sein??? Ich würde mir an Deiner Stelle heute gehörig in den A**** beißen. :lol: :lol: :lol:

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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern

Beitrag von -=Ramirez=- » 21.06.2019 17:47

Klemmer hat geschrieben:
20.06.2019 16:42
-=Ramirez=- hat geschrieben:
20.06.2019 16:20
Wie jemand anderes schon gesagt hat, wer das kauft ist selbst drann Schuld und darf sich nicht beschweren.
Das Problem daran sind auch eher die Leute die sich nicht beschweren, weil sie nicht verstehen was sie da tun. Stichwort Kinder und Jugendliche...und Menschen die Anfällig auf Glückspiel jeglicher Art sind...

Und genau das ist das richtig räudige an der ganzen Lootboxmasche.
Aber wenn man weis das man anfällig für Glücksspiel ist, kann man sich ja vom ganzen Spielmodus fernhalten. Es gibt ja in FIFA auch noch was anderes als Ultimate Team. Auch wenn EA das wohl nicht sonderlich mag

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Serious Lee
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern

Beitrag von Serious Lee » 21.06.2019 17:50

Kolelaser hat geschrieben:
21.06.2019 16:58
Wieso ? Solang es Leute gibt die dafür zahlen hat es darin auch was zu suchen. EA ist nicht die Wohlfahrt die wollen Geld verdienen und nichts anderes.
Psychologen auch. Frag mal wegen Stockholm Syndrom. Als Privatpatient sollte das kein Problem sein.
Stay calm and kick ass

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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern

Beitrag von Astorek86 » 21.06.2019 17:58

Mich würde wirklich das Durchschnittsalter der Leute interessieren, die Lootboxen und generell Glücksspielmechanismen verteidigen...

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Der Chris
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern

Beitrag von Der Chris » 21.06.2019 18:29

artmanphil hat geschrieben:
21.06.2019 13:04
Es ist die Pflicht der Gesetzgebung, die Menschen vor sich selbst zu schützen und für Ordnung zu sorgen. Es gäbe keine Lootboxen, wenn sie keiner kaufen würde? Es gibt keine Lootboxen, wenn man sie nicht in Spiele packt. Das ist VIEL einfacher.
Puh, dünnes Eis. Grundsätzlich kann man das so unterstreichen. Dafür hat sich ein Mensch ja auch mal die Soziale Marktwirtschaft ausgedacht. Der Markt reguliert halt nicht alles im Sinne des Menschen. Ich denke das sollte Konsens sein. Da ist es schon sinnvoll ein Regelwerk zu haben, weil wir sonst irgendwann ein echtes Problem haben, wenn der Markt mal alles so umgebaut hat wie es für das Geld am gemütlichsten ist. Hierzulande reizen wir die Grenzen schon ganz gut aus, denke ich.

Aber jetzt kollektiv alle von ihrer eigenen Verantwortung freizusprechen halte ich für komplett kontraproduktiv. Es führt auch zu einer staatlichen Bevormundung, die kurz- und langfristig einer großen Mehrheit nicht gefallen wird. Die Leute gehen übrigens auch schon für Tempolimit 130 auf die Barrikaden, obwohl verhindert werden könnte, dass sich Menschen gegenseitig totfahren. Aber nun gut, das ist nochmal ein anderes Thema. Irgendwo scheint staatliche Reglementierung aber dann doch nicht so populär zu sein.

Wir brauchen definitiv Regelwerke, aber wir brauchen auch denkende, mündige Bürger, die in der Lage sind die Reichweite ihres eigenen Handelns zu überblicken. Sonst haben wir irgendwann ein Land das von Volltrotteln bevölkert ist, die simpelste Zusammenhänge nicht mehr herstellen können. Die Gefahr ist durchaus gegeben, aber die Verantwortung muss man den Leuten zutrauen bzw. auch einfach auferlegen. Es wird nicht besser wenn man alle entmündigt. Da passt dein Beispiel der Massentierhaltung vor allem auch sehr schön, weil das ganz gut greifbar ist. Gerade da hast du doch eine Situation in der der Konsument auch aktiv einen immensen Druck auf die Industrie ausübt. Jeder will sein billiges Fleisch haben und das am besten die komplette Woche hindurch. Wie soll das ohne Massentierhaltung machbar sein? Die Industrie hat sich nur diesem Bedarf angepasst...was auch da keinen von seiner Verantwortung entbindet. Aber es zeigt auch, dass der Konsument sehr wohl in der Rolle ist etwas ändern zu müssen. Da einfach nur die Keule des Gesetzes gegen die Konzerne heraufzubeschwören finde ich an der Stelle zu stark vereinfachend.

Btw...Argumentationen mit Suchtkranken, Kindern und den Vergleich zum Rauchen würd ich am liebsten unkommentiert lassen. An der Stelle macht man sich dezent lächerlich, auch wenn das natürlich gerade die Menschen sind, die vor der Willkür des Markts geschützt werden müssen. Auch dazu ist Soziale Marktwirtschaft gedacht gewesen. Aber EA fährt den Löwenanteil der Gewinne nicht mit Suchtkranken oder Kindern ein...man muss so ehrlich sein zu sagen, dass das zum allergrößten Teil Menschen sind, denen man selbständiges Denken noch zutrauen darf. Wer Handlungsfreiheit will muss leider schon in gewissem Maße mit der Verantwortung klarkommen die damit einhergeht. Das sind eigentlich die Basics mit denen man aus der Schule in diese Gesellschaft entlassen werden sollte, so leid es mir tut.
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern

Beitrag von Freya Nakamichi-47 » 21.06.2019 18:33

utagai hat geschrieben:
20.06.2019 16:18

Ansonsten ... :roll: Denen ist wohl nichts zu peinlich.
Ist doch klar, daß die PR-Abteilung von der Rechtsabteilung gebrieft wurde. Es geht hier um die juristische Frage, ob Lootboxen in Deutschland rechtlich als Glücksspiel zu bewerten sind. Daß diese Kisten moralisch so mitteldings sind, darüber herrscht hier im Forum wohl weitgehend Einigkeit, aber der Vergleich mit Ü-Eiern oder Panini-Bildchen ist gar nicht mal so dumm und liegt auf der Hand. Nun liegt der Ball bei den Gerichten. Und ich vermute in der Tat, da hier kein Geld zu gewinnen ist, werden deutsche Richter diese Beutekisten nicht verbieten. Ein Blick in Sarumans Palantír gibt mir recht, aber was weiß ich, ich bin ja zum Glück kein Jurist.

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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern

Beitrag von Freya Nakamichi-47 » 21.06.2019 19:14

Der Chris hat geschrieben:
21.06.2019 18:29
Wer Handlungsfreiheit will muss leider schon in gewissem Maße mit der Verantwortung klarkommen die damit einhergeht. Das sind eigentlich die Basics mit denen man aus der Schule in diese Gesellschaft entlassen werden sollte, so leid es mir tut.
Sorry für Doppelpost, aber ich krieg das mit dem Zitieren immer nicht so gut hin. Was Du da beschreibst, ist eben der totale Ansatz der Eigenverantwortung. Nun ist es aber ein Kennzeichen von suchtkranken Menschen, daß sie nicht eigenverantwortlich handeln können. Ihr Intellekt hat längst begriffen, daß sie auf dem falschen Dampfer sind, sie müssen auch gar nicht dumm sein, stellen sich aber trotzdem immer wieder selbst ein Bein. Das sage ich als Betroffener, dem Suchtproblematiken nicht fremd sind. Ich finde schon, daß die Schwächeren, hier Suchtkranke, ein Recht darauf haben, ein Stück weit von der Gesellschaft vor sich selbst geschützt zu werden. Da geht es ja eben nicht um Gängelung, sondern um aktive Hilfe.

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ICHI-
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern

Beitrag von ICHI- » 21.06.2019 19:16

EA sollte sich mal lieber ein paar Eier auf den Kopf schlagen.

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