Borderlands 3: "Review-Bombing" als Protest gegen die Zeitexklusivität im Epic Games Store

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Skabus
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Re: Borderlands 3: "Review-Bombing" als Protest gegen die Zeitexklusivität im Epic Games Store

Beitrag von Skabus » 09.04.2019 20:46

Hokurn hat geschrieben:
09.04.2019 16:33
Diese Aussage ist natürlich völlig aus dem Zusammenhang gerissen, aber mich interessiert es gerade.
Wenn ich das richtig überflogen habe, hast du Informatik studiert?
Richtig.


Hokurn hat geschrieben:
09.04.2019 16:33
Möglicherweise habe ich das auch falsch verstanden, weil mich die Aussage wundert, dass die Empathie bei einem studierten Menschen ausgeprägter sein soll.
Ja das hast du falsch verstanden. Also zumindest im Bezug auf meine Aussage. Es wäre irrig anzunehmen, dass studierte Menschen empathischer sind, als nicht studierte Menschen.

Was ich sagte war: Wissenschaft fußt auf dem Prinzip von Fakten und Beweisen und der Suche nach der Wahrheit. Das beinhaltet die Notwendigkeit von Einsicht. Das heißt nicht, dass jeder diese Einsicht hat, nur das es deutlich häufig vorkommt, dass Wissenschaftler Fehler und Fehlinterpretationen als solche einsehen und akzeptieren. Eine Beobachtung die ich auch privat gemacht habe: Studierte Menschen sind eher bereit, falsche Haltung zu korrigieren, als Menschen anderer Gesellschaftsschichten. Auch das kann man nicht natürlich verallgemeinern, aber es gibt eine gewisse Häufung von Wahrscheinlichkeiten.
Hokurn hat geschrieben:
09.04.2019 16:33
Empathie, emotionale Intelligenz, Akzeptanz anderer Meinungen kann nur schwer geschult werden. Bzw erreicht einfach nicht jeden.
Mit Fachwissen ist es einfacher und im besten Fall fachbezogene Transferleistungen. Das fängt aber nicht beim Studium an sondern auch bei niedrigeren Bildungswegen.
Stimme ich dir absolut zu. Ich hatte zum Glück zumindest einen Professor, dem die soziale Ausbildung seiner Studenten wichtig war. Gibts als auch durchaus in der Informatik :)

MfG Ska
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Bachstail
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Re: Borderlands 3: "Review-Bombing" als Protest gegen die Zeitexklusivität im Epic Games Store

Beitrag von Bachstail » 09.04.2019 21:27

Skabus hat geschrieben:
09.04.2019 20:46
Eine Beobachtung die ich auch privat gemacht habe: Studierte Menschen sind eher bereit, falsche Haltung zu korrigieren, als Menschen anderer Gesellschaftsschichten. Auch das kann man nicht natürlich verallgemeinern, aber es gibt eine gewisse Häufung von Wahrscheinlichkeiten.
Das ist keine Häufung von Wahrscheinlichkeit, das ist schlicht und ergreifend ein subjektiver Erfahrungsbericht, denn ich habe lustiger Weise genau die gegenteilige Erfahrung gemacht.

Ich habe einige Studenten innerhalb meines Freundes- und Bekanntenkreises und wenn die eines meist NICHT können, dann Fehler eingestehen, ich habe da einen ganz besonderen Spezialisten (ein BWL-Student), der immer alle anderen für seine Fehler verantwortlich macht und da kommt es dann des Öfteren vor, dass er sich mal widerspricht und wenn man ihn dann darauf aufmerksam macht, kommt meist nicht mehr viel.

Man kann hier, wie Du ja schon selbst schriebst, also nichts verallgemeinern, weder sind studierte Menschen empathischer als andere, noch sehen sie ihre Fehler eher ein.

Sie unterscheiden sich nicht sonderlich von nicht studierten Menschen, einzig das angeeignete Wissen bezüglich des studierten Themenkomplexes ist anders aber selbst DAS muss nicht zwangsläufig gegeben sein, es gibt auch Menschen, welche nicht studiert haben und mehr Ahnung von einem Themenkomplex haben als jene, welche diesen Themenkomplex studiert haben.

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Sarkasmus
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Re: Borderlands 3: "Review-Bombing" als Protest gegen die Zeitexklusivität im Epic Games Store

Beitrag von Sarkasmus » 09.04.2019 21:37

Beste Unterhaltung für mich als "ungebildeter" Mensch ist, wenn sich die ach so "gebildeten" Menschen gegenseitig an den Karren fahren.

Reiche man mir das Popkorn oder Chips :ugly: :cheer:
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Skabus
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Re: Borderlands 3: "Review-Bombing" als Protest gegen die Zeitexklusivität im Epic Games Store

Beitrag von Skabus » 09.04.2019 21:53

Bachstail hat geschrieben:
09.04.2019 21:27
Das ist keine Häufung von Wahrscheinlichkeit, das ist schlicht und ergreifend ein subjektiver Erfahrungsbericht, denn ich habe lustiger Weise genau die gegenteilige Erfahrung gemacht.
Das ist durchaus möglich. Trotzdem bleibt der Punkt bestehen, dass es in der subjektiven Diskussion keinen Maßstab gibt, anhand dessen man irgendetwas messen könnte. Wenn Menschen aber einen Maßstab akzeptiert haben, ist es einfacher, mit ihnen auf einer Ebene zu diskutieren, die standardisiert oder zumindest strukturiert ist. Das ist eben der Maßstab den man akzeptiert hat, als man sich dafür entschied in irgendeiner Form akademisch oder wissenschaftlich zu arbeiten.

Es kann also gut sein, dass mein Erfahrungsbericht nur mein subjektiver Eindruck ist. Meine Deduktion ist es aber nicht. Es sei denn du hast eine logische, nachvollziehbare Gegenerklärung anzubieten. :)
Bachstail hat geschrieben:
09.04.2019 21:27
Sie unterscheiden sich nicht sonderlich von nicht studierten Menschen, einzig das angeeignete Wissen bezüglich des studierten Themenkomplexes ist anders aber selbst DAS muss nicht zwangsläufig gegeben sein, es gibt auch Menschen, welche nicht studiert haben und mehr Ahnung von einem Themenkomplex haben als jene, welche diesen Themenkomplex studiert haben.
Naja, dem würde ich absolut nicht zustimmen. Ich hab als Kind und Jugendlicher die unterschiedlichsten Bildungseinrichtungen besucht. Ich war an einer Haupt/Realschule, an einem Gymnasium, an einer Fachhochschule und einer Universität. Es gibt krasse Unterschiede im Verhalten, Problembewältigung, etc. Man kann nichts verallgemeiner, aber man kann Trends und Häufungen durchaus beobachten, sofern man denn wirklich aufmerksam hinschaut.

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Hokurn
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Re: Borderlands 3: "Review-Bombing" als Protest gegen die Zeitexklusivität im Epic Games Store

Beitrag von Hokurn » 09.04.2019 23:36

Skabus hat geschrieben:
09.04.2019 20:46
Hokurn hat geschrieben:
09.04.2019 16:33
Möglicherweise habe ich das auch falsch verstanden, weil mich die Aussage wundert, dass die Empathie bei einem studierten Menschen ausgeprägter sein soll.
Ja das hast du falsch verstanden. Also zumindest im Bezug auf meine Aussage. Es wäre irrig anzunehmen, dass studierte Menschen empathischer sind, als nicht studierte Menschen.

Was ich sagte war: Wissenschaft fußt auf dem Prinzip von Fakten und Beweisen und der Suche nach der Wahrheit. Das beinhaltet die Notwendigkeit von Einsicht. Das heißt nicht, dass jeder diese Einsicht hat, nur das es deutlich häufig vorkommt, dass Wissenschaftler Fehler und Fehlinterpretationen als solche einsehen und akzeptieren. Eine Beobachtung die ich auch privat gemacht habe: Studierte Menschen sind eher bereit, falsche Haltung zu korrigieren, als Menschen anderer Gesellschaftsschichten. Auch das kann man nicht natürlich verallgemeinern, aber es gibt eine gewisse Häufung von Wahrscheinlichkeiten.
Ich würde mich da wohl ebenfalls meinem Mitposter bzw euch beiden anschließen oder ablehnen. Ich umgebe mich privat und beruflich mit allen „Schichten“. Grundlegend sind es meine Kollegen oder Freunde etc.
An beiden Enden, was böser klingt als es soll, sind richtige Idioten bei, aber auch Menschen , die einen dazu bringen sich gelegentlich selbst zu hinterfragen.
Ich sehe, da eigentlich keinen generellen Fakt bzw nehme diese Häufung nicht wahr.
Es ist für viele schwer sich Fehler einzugestehen und das auch noch zu zeigen.
Bei meiner Tätigkeit bin ich auf ein bisschen soziale Kompetenz angewiesen und versuche eigentlich jedem mitzugeben, dass man gemeinsam für die Sache arbeitet und es nie darum gehen sollte einen Schuldigen zu finden sondern eine Lösung.
Da beobachte ich eigentlich, dass jeder Mensch sich diese Fähigkeit erarbeiten muss. Hat aber auch immer ein bisschen damit zu tun wie man im Leben und Beruf steht. Sicherheit ist da durchaus ein Faktor.
Im besten Fall weiß natürlich jeder in seinem Fachbereich etwas und man bringt sich zusammen. Da ist studiertes Fachwissen genauso wertvoll wie Erfahrung und andersrum. Da hat man natürlich häufiger ein „gegeneinander“ anstatt, dass man gemeinsam schlauer wird.

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Skabus
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Re: Borderlands 3: "Review-Bombing" als Protest gegen die Zeitexklusivität im Epic Games Store

Beitrag von Skabus » 10.04.2019 08:30

Hokurn hat geschrieben:
09.04.2019 23:36
Da beobachte ich eigentlich, dass jeder Mensch sich diese Fähigkeit erarbeiten muss.
Und das ist der entscheidende Punkt. Menschen neigen leider dazu, auf ihren Vorteil bedacht zu sein. Das heißt, der Mensch ist zwar unheimlich anpassungsfähig, aber warum eine Fähigkeit erlernen, die einem dann ggf. keine Vorteile verschafft? Nein danke, denken sich die meisten Menschen. Es muss einen Vorteil geben oder zumindest eine Motivation, warum man solche Fähigkeiten entwickeln oder ausbilden sollte.

Empathie ist so ein Punkt. Hochstudierte Menschen können z.B. absolut unempathisch sein, wenn sie etwa Physiker, Mathematiker, Informatiker oder dergleichen sind. Also Fachrichtungen, bei denen Empathie eher so ein "nice-to-have" ist, als eine notwendige Anforderung. Es ist zwar durchaus behindernd, wenn man zu wenig Empathie als solcher hat. Aber man würde auch so durchs Leben kommen und das sogar erfolgreich. Darum kommt es vor, dass es absolut unempathische Menschen gibt, die aber dennoch absolut erfolgreich im Berufsleben sind und darum für sich schlussfolgern, dass sie diese Fähigkeiten gar nicht brauchen, denn sie kommen ja auch so durch. Menschen sind eben faul.

Aber beim Thema Einsicht von Fehlinterpretation und Akzeptanz von Fakten, gilt das eben nicht. Darum sagte ich ja: Studierte Menschen sind genauso fehlerbehaftet und haben die selben Charakterschwächen wie alle andere Menschen auch. Der Unterschied ist aber eben: Man MUSS bestimmte Fähigkeiten und mentale Denkprozesse erlernen und verinnerlichen, sonst kann man als studierter Mensch nicht erfolgreich sein. Wie gesagt, gut möglich das z.B. BWL-Absolventen da andere Erfahrungen machen. Nicht jede akademische Ausbildung ist gleich. Aber akademische Menschen mit denen ich zu tun habe, sind wie gesagt oft schreckliche Klugscheißer und oft geht das auch mit fehlender Empathie einher. Keine Frage. Aber wie gesagt, selbst der nervigste Klugscheißer, lässt sich durch klare Argumente und Fakten in seine Schranken weisen. Das muss er auch, weil seine Arbeit sonst nicht funktioniert. Man muss bestimmte Dinge als faktisch bestimmt ansehen, würde man das nicht, wüsste ich gar nicht wie man überhaupt sein Studium schaffen soll oder später in entsprechenden Berufen arbeitet.

Erst neulich hatte ich mit einem Kollegen ein Streitgespräch, der sehr sehr agressiv und uneinsichtig war, was Religionen angeht. Ich bin ja auch kein Fan von Religionen, aber dieser war der Meinung, Religionen gehören komplett abgeschafft, weil diese ja eh keinen Nutzen haben, etc. Er diskutierte eine Weile mit mir und stellte mir dann etwas angenervt die Frage: "Na was soll den überhaupt sinnvoll an Religionen sein?" Darauf nannte ich ihm klare Argumente und Fakten. Und obwohl er natürlich nicht magisch plötzlich eine andere Meinung annahm musste er zugestehen, dass er meine Argumente nicht einfach beiseite wischen kann ohne sich selbst zu wiedersprechen und gab mir dann Recht, dass Religionen für manche Menschen sehr wichtige Funktionen hat, obwohl er kurz zuvor noch 100% vom Gegenteil überzeugt war. Das ist übrigens ganz anders als hier im Forum, bzw. allgemein im Netz, wo man 1000 gute Argumente bringt und trotzdem dumm gemacht wird. Sagt eben viel über das Niveau und die geistige Reife vieler Menschen aus.

Der Punkt ist also: Kein Studierter Mensch hat durch irgendeine göttliche Fügung oder gar dadurch das diese angeblich "bessere Menschen" wären, es leichter ihre natürlichen Fehler zu überwinden. Auch akademisch graduierte Menschen können egoistisch, launisch, unsichtig, unempathisch, etc. sein. Aber sie haben sich der Wissenschaft verschrieben und akzeptiert, dass es objektivierbare Verhältnismäßigkeiten gibt. Denn sie wissen aus Erfahrung, dass Wissenschaft und auch alles was darauf basiert, also auch angewandte Wissenschaften etwa in IT-Unternehmen, das der Erfolg ihrer Vorgehensweise von diesem grundlenden Prinzip abhängt. Ansonsten bricht das ganze Konstrukt zusammen. Darum wissen die meisten wissenschaftlich arbeitenden Menschen auch, dass sie nicht einfach alles mit alternativen Fakten, Meinungen und Subjektivitätsargumente wegdiskutieren können, sondern das man z.B. wissenschaftliche Erkenntisse, was Klimawandel, etc. angeht, anerkennen muss, auch wenn man persönlich vllt. anderer Meinung ist.

Das ist eben leider etwas, das bei anderen Gesellschaftschichten eben nicht so oft der Fall ist. Studien belegen das. Es gibt etwa einen klar beweisbaren Zusammenhang zwischen dem Bildungsgrad und der Frage ob man den Klimawandel anerkennt oder ihn leugnet. Das selbe gilt etwa für Verschwörungstheorien oder auch Dinge wie Rassismus, etc. Das lässt sich niemals verallgemeinern, ganz klar. Auch ein studierter Mensch kann den Klimawandeln leugnen, rassistisch sein oder an absurden Verschwörungstheorien glauben. Nur wie gesagt, es ist nachweisbar, dass die Tendenzen nunmal entsprechend. Das lässt sich eben auch klar nachweisen und subjektive Beobachtungen ändern an dieser Tatsache nur wenig.


MfG Ska
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Re: Borderlands 3: "Review-Bombing" als Protest gegen die Zeitexklusivität im Epic Games Store

Beitrag von Gummirakete » 10.04.2019 10:15

Kajetan, die Grenzen sind fließend und das weißt Du ganz genau. Du willst also keinen Widerspruch sehen, wenn jemand Rund um die Welt reist und dann vor Publikum Vorträge darüber hält, wie wichtig Umweltschutz sei? Deine Sache, nur glaube ich es Dir nicht ganz. ;)
Protest kann man nur ernst nehmen, wenn derjenige das Vorlebt was er von anderen verlangt. Wasser predigen und Wein saufen kam schon in der Antike nicht gut an.

SethSteiner hat geschrieben:
09.04.2019 16:10
Es geht doch darum, dass die Politik mehr für Nachhaltigkeit und Umweltschutz tut, denn mit dem Kreuzfahrtschiff (woher kommt eigentlich dauernd das Kreuzfahrtschiff? Kein normaler Mensch kann sich sowas leisten..), irgendwohin fahren, mit dem Flugzeug fliegen, ein Plastikstrohhalm benutzen, das ist einfach mal absurd irrelevant für Umwelt und Klima, wohingegen es bedeutend wichtiger ist Geld in Forschung zu investieren und regulierend in den Markt einzugreifen, denn die größten Umweltsünder sind und bleiben Unternehmen.
Unternehmen produzieren den Dreck und geben Milliarden für Lobbyismus aus, damit die Gesetze nicht zu streng werden, bzw. gehen ins Ausland. Alles richtig.
Trotzdem schiebst auch Du Deine Verantwortung zur Seite. Denn würden die Verbraucher keine Klamotten aus Bangladesch, Gadgets aus China, oder Billigfleisch aus Osteuropa kaufen, sähe die Welt anders aus.
In der Realität aber muss „man“ jedes Jahr die neue Mode im Schrank haben, nach 2 Jahren kommt das neue Handy und das Fleisch im Supermarkt schmeckt auch ok. Hier schließt sich der Kreis wieder. Keine Kunden, kein Steam/Epic.

Für Taten, die einem eigentlich nicht gefallen, sind schnell Ausreden gefunden: „Mein Boykott bringt eh nichts, Parteien sind alle gleich“ usw. usf. Und schwupp ist Epic etabliert und die CXU stellt weiterhin Kandidaten wie Voss, Zensursula oder Scheuer...
Ist das menschlich? Ja. Muss ich es mögen? Nein.

Ich weiß, niemand bekommt gerne unter die Nase gerieben, dass er unterm Strich verantwortlich ist. Ich habe auch Zeit gebraucht zu kapieren, dass nicht der böse Großkonzern, sondern ich das egoistische Arschloch bin, was durch seine Art zu leben den ganzen Scheiß am Laufen hält. Wie jeder hier.

Übrigens, Karibik-Kreuzfahrten gibt es für unter 1000€. Die Branche ist auch längst Massentourismus.

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Kajetan
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Re: Borderlands 3: "Review-Bombing" als Protest gegen die Zeitexklusivität im Epic Games Store

Beitrag von Kajetan » 10.04.2019 11:03

Gummirakete hat geschrieben:
10.04.2019 10:15
Kajetan, die Grenzen sind fließend und das weißt Du ganz genau. Du willst also keinen Widerspruch sehen, wenn jemand Rund um die Welt reist und dann vor Publikum Vorträge darüber hält, wie wichtig Umweltschutz sei?
Ich leugne keinen Widerspruch. Ich sehe nur keinen Bezug zum Thema, da es hier um Klimaschutz geht und nicht um eine eventuelle Unglaubwürdigkeit einer bestimmten Person. Denn das individuelle Handeln von Personen macht bestimmte Forderungen und Argumente ja nicht irrelevant. Würde ich sie wählen? Nö. Aber sie stellt sich ja auch nicht zur Wahl :)

Abgesehen davon ... Menschen können sich ändern, vorherige Verhaltensweisen können als falsch erkannt werden. Ich halte zum Beispiel nicht viel davon in der Vergangenheit von Politikern herumzugraben, bis man irgendeinen kleinen Makel entdeckt hat. Es ist zwar wichtig bei entsprechenden Positionen sich wirklich ALLES anzuschauen, aber nicht alles, was man findet, sollte Grund sein eine Person von einer Position auszuschliessen. Es kommt immer darauf an, was man in welchem Kontext findet.

In dem Kontext auch witzig zu beobachten, dass bei all der Schlammschlacht um neu zu besetzende Positionen im Supreme Court der USA der Wunschkandidat der Konservativen sich bislang nicht als das entpuppt hat, was sich die Konservativen eigentlich gewünscht haben. Was die Erfahrung bestätigt, dass Richter am Supreme Court dazu neigen sich manchmal von vorherigen ideologischen Positionen zu lösen und sich tatsächlich mit der Sache an sich beschäftigen.
Protest kann man nur ernst nehmen, wenn derjenige das Vorlebt was er von anderen verlangt. Wasser predigen und Wein saufen kam schon in der Antike nicht gut an.
Und DAS HIER ist das übliche Totschlagargument, wenn jemand keine Lust hat sich mit der Sache auseinanderzusetzen und auf die Person ausweicht, das Persönliche angreift.
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Re: Borderlands 3: "Review-Bombing" als Protest gegen die Zeitexklusivität im Epic Games Store

Beitrag von El Spacko » 10.04.2019 12:58

Ich finde die Diskussionen, die sich bei dem Thema seit geraumer Zeit meist mit den gleichen Teilnehmern über x-Seiten im Kreis drehen, durchaus unterhaltsam.

Grundsätzlich ist es doch als Konsument ganz einfach: Gefällt mir etwas nicht, dann lasse ich die Finger weg.
So mache ich es bei Epic selbst und da in der heutigen Zeit viel zu viele Spiele pro Jahr rauskommen, die ich gerne spielen würde, wird hier die Auswahl ein bisschen erleichtert.

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Re: Borderlands 3: "Review-Bombing" als Protest gegen die Zeitexklusivität im Epic Games Store

Beitrag von flo-rida86 » 10.04.2019 13:12

als ob das soviel bringt auf die Vorgänger los zu gehen die sollen lieber take two direkt zu müllen so bringt das rein gar nix.
ich war auch angepisst aber auf vergangene titel eindreschen weil der publisher seine seele verkauft hat naja.(take two ist eh wie ea lernresistent man meint nach evolve haben die gelernt)
ich hol einfach bl3 auf der ps4 und die pc version in der goty version reduziert auf steam fertig.
ich denk mal eh das sony mehr steamnutzer abbekommt als epic. :lol:

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Re: Borderlands 3: "Review-Bombing" als Protest gegen die Zeitexklusivität im Epic Games Store

Beitrag von johndoe1904612 » 10.04.2019 13:41

flo-rida86 hat geschrieben:
10.04.2019 13:12
ich hol einfach bl3 auf der ps4 und die pc version in der goty version reduziert auf steam fertig.
Na da zeigst du es Take Two aber so richtig. :Hüpf:

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Re: Borderlands 3: "Review-Bombing" als Protest gegen die Zeitexklusivität im Epic Games Store

Beitrag von Gummirakete » 10.04.2019 14:45

Kajetan hat geschrieben:
10.04.2019 11:03
Und DAS HIER ist das übliche Totschlagargument, wenn jemand keine Lust hat sich mit der Sache auseinanderzusetzen und auf die Person ausweicht, das Persönliche angreift.
Natürlich greife ich eine Person persönlich an, wenn sie von „mir“ (der Gesellschaft) etwas verlangt, aber selber entgegengesetzt handelt. Du nennst es Totschlagargument, für mich ist das logisch und bedeutet noch lange nicht, dass man sich mit der Sache nicht auseinandersetzen will.

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Re: Borderlands 3: "Review-Bombing" als Protest gegen die Zeitexklusivität im Epic Games Store

Beitrag von Kajetan » 10.04.2019 15:01

Gummirakete hat geschrieben:
10.04.2019 14:45
Natürlich greife ich eine Person persönlich an, wenn sie von „mir“ (der Gesellschaft) etwas verlangt, aber selber entgegengesetzt handelt. Du nennst es Totschlagargument, für mich ist das logisch und bedeutet noch lange nicht, dass man sich mit der Sache nicht auseinandersetzen will.
Das ist nicht logisch, sondern ein antrainiertes Totschlagargument, weches so tief in Dir drin steckt, dass es Dir gar nicht mehr auffällt.

Weisste, wenn die gute Frau sich z.B. für ein politisches Amt bewerben würde, wenn es UM IHRE PERSON gehen würde, dann wäre Dein Argument relevant.

So aber geht es doch gar nicht um sie als Person. Und auch nicht um Dich als Person. Sondern um ganz einfache Dinge wie z.B. das Einhalten bereits beschlossener Grenzwerte und bereits vereinbarter Klimaziele. Und das weitere Nachsetzen in Sachen Klima- und Umweltschutz. Da sind persönliche Animositäten, wie sie Dir über die Leber laufen, nicht wirklich hilfreich, um es mal ganz höflich auszudrücken.

Und wer weiß, vielleicht wird sie ja nicht mehr nach Hongkong jetten? Vielleicht ist auch bei ihr ein Bewusstseinswandel eingetreten? Frag sie doch einfach mal ...
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Re: Borderlands 3: "Review-Bombing" als Protest gegen die Zeitexklusivität im Epic Games Store

Beitrag von Sindri » 10.04.2019 15:51

Gummirakete hat geschrieben:
10.04.2019 14:45
Natürlich greife ich eine Person persönlich an, wenn sie von „mir“ (der Gesellschaft) etwas verlangt, aber selber entgegengesetzt handelt. Du nennst es Totschlagargument, für mich ist das logisch und bedeutet noch lange nicht, dass man sich mit der Sache nicht auseinandersetzen will.
Gummirakete hat geschrieben:
10.04.2019 10:15
Ich weiß, niemand bekommt gerne unter die Nase gerieben, dass er unterm Strich verantwortlich ist. Ich habe auch Zeit gebraucht zu kapieren, dass nicht der böse Großkonzern, sondern ich das egoistische Arschloch bin, was durch seine Art zu leben den ganzen Scheiß am Laufen hält. Wie jeder hier.
Irgendwie klingt das leicht Schizophren.

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Re: Borderlands 3: "Review-Bombing" als Protest gegen die Zeitexklusivität im Epic Games Store

Beitrag von Gummirakete » 11.04.2019 12:23

Du kritisierst also den Widerspruch zwischen Handeln und Taten also nur, wenn sich jemand für ein politisches Amt bewirbt?! Zugegeben, da liegt meine Toleranzschwelle Meilen tiefer. Vor allem, wenn Kritik an der Scheinheiligkeit so begegnet wird:

„Ich fliege so wenig wie möglich – und nur dann, wenn der erwartete Nutzen einer Reise für mich größer ist als der ökologische Preis.“
„Die lautesten Kritiker sind ältere Männer, bei denen spielt sicherlich auch noch mit rein, dass ich eine Frau bin.“

Kajetan, wir kommen hier nicht zusammen. Mir sind und bleiben solche Menschen einfach zuwider, unabhängig ob privat oder politisch und ob sie in der Sache recht haben oder nicht.

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