Doc Angelo hat geschrieben: ↑15.10.2018 23:35
Die Situation bei dir damals war ja richtig chillig. Wenn man immer wieder Luft hat, dann geht es natürlich deutlich besser. Besonders wenn diese Pausen ganz offiziell sind und man nicht so tun muss als hätte man was zu tun. So kann ich mir die 15 Stunden dann doch vorstellen. Besonders wenn man ein paar gute Arbeitskumpels hat.
Deshalb sollte die Diskussion meiner Meinung nach weniger um die Arbeitszeiten an sich gehen, sondern um den Stress, dem man während dieser Zeit ausgesetzt ist.
Es waren zwar keine "offiziellen" Pausen, aber dem Chef hat war es egal, was man während dessen gemacht hat.
Die Arbeit sollte halt fertig werden. Wann und wie war unser Bier ^^
So ließen sich 15 Stunden am Tag, die ganze Woche durch, schon aushalten.
Auch wenn man immer noch ein Mensch war, irgendwann hatte man die Schnauze natürlich voll, weil man den Laden schlicht und einfach nicht mehr sehen konnte.
Raskir hat geschrieben: ↑16.10.2018 12:16
@casanoffi
Irgendwie geht sich das bei mir nicht aus was du da sagst.
2 Monate 7tage a 14h machen pro woche 96 stunden aus, also 2,5x mehr als eine reguläre woche. Bezieht man dann noch ein dass der sonntag doppelt gerechnet werden muss, kommen nochmals 14h dazu, dann sind wir schon fast bei faktor 3. Bei 2 monaten arbeiten auf der basis hättest du Minimum 3,5 monate am Stück frei bekommen müssen und dazu noch noch 1,5 monate Lohn, damit man darüber anfangen kann zu reden ob es sich gelohnt hat. Weniger als das aber keineswegs, da hat nur dein chef profitiert
Mach es Dir nicht so kompliziert.
Nach den "2 Monaten Dauer-Schicht" gab es immer 2 Monate am Stück frei.
Von diesen 8 Wochen wurden 3 Wochen Urlaub genommen, 5 Wochen von den Überstunden abgezogen.
Wochenden, Spätschichten, Feiertage - dafür gab es sogar noch richtig gute Zuschläge.
Das, was unterm Strich an Überstunden noch übrig blieb, wurde ausgezahlt.
Und das war immer ein schönes Sümmchen. Da kamen nicht selten auf einen Schlag 10.000 D-Mark an Prämie rüber.
(Das war damals sehr viel Geld ^^)
Netto blieben davon zwar erstmal nur 40% übrig, weil sich bei Sonderzahlungen Vater Staat 60% nimmt - aber das bekam man in der Regel beim Lohnsteuerausgleich komplett wieder.
Ausnahmslos ALLE sind damals finanziell gut weggekommen.
Der Kunde, der Dienstleister, die Mitarbeiter.
Daher sprechen wir in der Branche heute noch gerne von den "goldenen Zeiten".
Das Unternehmen sowieso, keine Frage - aber damals gab der Chef auch ordentlich was an seine Angestellten weiter.
Nicht wenige dieser hatten sich in den 10-20 Jahren dumm und dämlich verdient.
Deswegen wiederhole ich mich gerne:
Wenn es unterm Strich passt und die Arbeitnehmer damit zufrieden sind, ist "alles" in Ordnung.
Auch wenn Vater Staat was anderes sagt.