Red Dead Redemption 2: Rockstar-Mitarbeiter leisteten mehrere 100-Stunden-Wochen in diesem Jahr

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4P|BOT2
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Red Dead Redemption 2: Rockstar-Mitarbeiter leisteten mehrere 100-Stunden-Wochen in diesem Jahr

Beitrag von 4P|BOT2 »

Dan Houser (Mitbegründer von Rockstar Games) erklärte in einem Interview, dass es in diesem Jahr schon mehrere 100-Stunden-Wochen gegeben hätte, um das Spiel zum angepeilten Releasetermin am 26. Oktober 2018 fertig zu bekommen. Houser meinte, dass es das bisher schwerste Projekt des Studios war. Sein Bruder Sam sagte: "Wir haben alles, was wir haben, in [Red Dead Redemption 2] gesteckt. Wir haben ...

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Stalkingwolf
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Re: Red Dead Redemption 2: Rockstar-Mitarbeiter leisteten mehrere 100-Stunden-Wochen in diesem Jahr

Beitrag von Stalkingwolf »

60h kenne ich auch. Vor großen Projekten oder danach kann das mal passieren und sehe ich nicht als so kritisch an, wenn es mal 1-2 Wochen sind. Auch 12h Tage kann man verkraften.
Problematisch wird es, wenn es mehrere Wochen am Stück sind oder man immer wieder in die Crunchtimes kommt, weil das ist Misswirtschaft des Unternehmens auf Kosten der Arbeitnehmer.
100h ist dann extrem.
Eine Woche hat 168h. Das wären 14h am Tag. Da geht irgendwann auch die Produktivität flöhten.
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Ryan2k6
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Re: Red Dead Redemption 2: Rockstar-Mitarbeiter leisteten mehrere 100-Stunden-Wochen in diesem Jahr

Beitrag von Ryan2k6 »

Ach was, bei R* arbeiten nur echte Herzblut Menschen, die machen das doch gerne und außerdem ist es R*, da kann nichts schlecht sein.

Aber hey, ein glück müssen die nicht noch Synchronisationen machen, man stelle sich nur vor was dann erst für Arbeitszeiten dabei rumkämen.

:roll: ...

Edit: Da sie von Samstagen, aber nicht von Sonntagen sprechen, dürften es eher 6 Tage sein, bei 100h also dann ~16h
.
Evil0ne
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Re: Red Dead Redemption 2: Rockstar-Mitarbeiter leisteten mehrere 100-Stunden-Wochen in diesem Jahr

Beitrag von Evil0ne »

Gott sei dank passiert solche Menschen verachtenden fast schon an Sklaverei grenzenden Arbeitsbedingungen sonst nirgends, wahrscheinlich kriegen sie es auch noch bezahlt, was dem Fass den Boden ausschlagen würde oder bekommen eine Gewinnbeteiligung ab einem Gewissen erfolg. GRAUSAM!
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SaperioN
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Re: Red Dead Redemption 2: Rockstar-Mitarbeiter leisteten mehrere 100-Stunden-Wochen in diesem Jahr

Beitrag von SaperioN »

Wo kein Betriebsrat, da kein Henker.

Die Spieler bedanken sich bei Veröffentlichung nicht für Arbeitsbedingungen, sondern rein das Endprodukt.
Ziemlich heuchlerisch von Gamern in Foren da den Propheten zu spielen.
Zu unterscheiden sehe ich auch anspruchslose Arbeit "Fließbandarbeit" (dazu gehört schon Bankkaufmann :lol:) und bei einem AAA+ Titel entwickeln, erschaffen, mitwirken zu "dürfen".
Als kreativer Spieleentwickler würde ich auch aus Prinzip mehr arbeiten als nötig, weil ich vermutlich auch Lust dazu hätte "mehr" zu schaffen als verlangt.
Zuletzt geändert von SaperioN am 15.10.2018 18:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Doc Angelo
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Re: Red Dead Redemption 2: Rockstar-Mitarbeiter leisteten mehrere 100-Stunden-Wochen in diesem Jahr

Beitrag von Doc Angelo »

Ich finde man sollte "Crunch Time" anders benennen. Wie wärs mit "We fucked up Time"? Es ist ja nicht so, als wären das Einzelfälle. Gerade bei AAA-Titel sind Crunch Times über Monate hinweg keine Seltenheit. Vielleicht nicht 14h-Crunches, aber mit Sicherheit 10h-Crunches. Auf der ganzen Welt beweisen Studien immer wieder, das die 4-Tage-Woche mit 32 Stunden produktiver für die Firma und besser für den Mitarbeiter sind. Warum ist das bei Spiele-Entwicklern immer so dermaßen heftig? Hat das damit zu tun, das es genug junges Frischfleisch gibt was auf den Entwicklermarkt drängt weil alle vom großen Nummer-1-Hit träumen und noch immer dem Irrglauben anhängen, das die Vorgesetzten das positiv vermekren und das Mitwirken bei so einem Titel ihre Karrierechancen verbessert - oder dem noch viel schlimmeren Irrglauben, das Crunch-Times nur ungesund für faule oder schwache Menschen sind?

Ganz ehrlich... wenn die Entwickler das nicht anders hinkriegen, dann will ich solche Spiele gar nicht mehr haben. Bei solchen Projekten arbeiten ja über Jahre hinweg mehrere Hundert Leute, und trotzdem gibt es so heftige Crunch Times. Ich möchte gar nicht wissen wie viele Existenzen bei so einem Titel durch Burnout ruiniert wurden.

Muss sowas echt sein? Spiele sind wirklich ein tolles Medium - aber muss dafür konstant die Gesundheit und Lebensfreude von Mitmenschen aufs Spiel gesetzt werden?
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.
Kolelaser
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Re: Red Dead Redemption 2: Rockstar-Mitarbeiter leisteten mehrere 100-Stunden-Wochen in diesem Jahr

Beitrag von Kolelaser »

Wenn man sich mal die Trailer anschaut.. Das war es wert !! Lieber hundert Stunden an so einen Meisterwerk arbeiten als 20 Stunden an einen Assassins Schrott oder Fifa Müll
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JunkieXXL
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Re: Red Dead Redemption 2: Rockstar-Mitarbeiter leisteten mehrere 100-Stunden-Wochen in diesem Jahr

Beitrag von JunkieXXL »

100-Stunden-Woche? Das bedeutet 6 Stunden Schlaf am Tag und sonst nur Arbeit. Das ist schon heavy.
Doc Angelo
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Re: Red Dead Redemption 2: Rockstar-Mitarbeiter leisteten mehrere 100-Stunden-Wochen in diesem Jahr

Beitrag von Doc Angelo »

Kolelaser hat geschrieben: 15.10.2018 18:46 Wenn man sich mal die Trailer anschaut.. Das war es wert !! Lieber hundert Stunden an so einen Meisterwerk arbeiten als 20 Stunden an einen Assassins Schrott oder Fifa Müll
100 Stunden bedeutet von Montag bis Sonntag 14 Stunden arbeiten. Es gibt ja sicher Leute die wollen das so. Aber für Menschen mit einem Privatleben und/oder sozialen Kreis und/oder einer Familie ist das der Tod dieser 1-3 Dinge. In den restlichen 10 Stunden darf man dann noch nach Hause fahrn (in den US sind die Strecken durchschnittlich noch mal deutlich länger), schnell irgendeinen Fast-Food reinwürgen und dann schnell schlafen gehen.
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.
Hardy30680
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Re: Red Dead Redemption 2: Rockstar-Mitarbeiter leisteten mehrere 100-Stunden-Wochen in diesem Jahr

Beitrag von Hardy30680 »

Und das Spiel wurde ja sogar noch um ein halbes Jahr verschoben. Wie konnten die nur auf Ende April für die Veröffentlichung kommen?
Kolelaser
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Re: Red Dead Redemption 2: Rockstar-Mitarbeiter leisteten mehrere 100-Stunden-Wochen in diesem Jahr

Beitrag von Kolelaser »

Doc Angelo hat geschrieben: 15.10.2018 18:57
Kolelaser hat geschrieben: 15.10.2018 18:46 Wenn man sich mal die Trailer anschaut.. Das war es wert !! Lieber hundert Stunden an so einen Meisterwerk arbeiten als 20 Stunden an einen Assassins Schrott oder Fifa Müll
100 Stunden bedeutet von Montag bis Sonntag 14 Stunden arbeiten. Es gibt ja sicher Leute die wollen das so. Aber für Menschen mit einem Privatleben und/oder sozialen Kreis und/oder einer Familie ist das der Tod dieser 1-3 Dinge. In den restlichen 10 Stunden darf man dann noch nach Hause fahrn (in den US sind die Strecken durchschnittlich noch mal deutlich länger), schnell irgendeinen Fast-Food reinwürgen und dann schnell schlafen gehen.
Das es in der Videospiel Branche extreme Crunch Times gibt es jeden bekannt sogar wenn man überhaupt nicht in der Branche arbeitet wer das nicht will kann sich ja auch einen anderen Job suchen. Denke wenn man sowas macht bringt viele auch Leidenschaft für sowas mit und macht es unheimlich Spaß kreativ zu arbeiten. Sicherlich besser als 10 Stunden beim Penny am Fließband.
Black Stone
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Re: Red Dead Redemption 2: Rockstar-Mitarbeiter leisteten mehrere 100-Stunden-Wochen in diesem Jahr

Beitrag von Black Stone »

Tja, Augen auf bei der Berufswahl. Dieses ständige Crunch-TimeMimimi...
Will gar nicht wissen, für wie viele unterbezahlte Kellner, Bauarbeiter, Nachtwächter, etc. zum Teil mit 2.- oder 3.-Jobs "60-Stunden-Wochen - 12-Stunden-Tage, einschließlich Samstage" und mehr völlig normal sind, nur um über die Runden zu kommen. Ein (Über-)Leben in dauerhafter Crunch-Time...
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C64Delta
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Re: Red Dead Redemption 2: Rockstar-Mitarbeiter leisteten mehrere 100-Stunden-Wochen in diesem Jahr

Beitrag von C64Delta »

Also Rockstar San Diego sitzt in Kalifornien. Da sollte es doch entsprechende Arbeitsgestze geben, um sich gegen solche Arbeitsbedingungen wehren zu können.
Wenn die Leute da mit Herzblut dabei sind und das freiwillig machen, ok. Aber nicht unter Androhung von "Disziplinarmaßnahmen".
Davon abgesehen kann man doch, wenn man die langen Verschiebungen des Titels (über ein Jahr) bedenkt und dann immer noch derartige Crunchtimes auftreten, von ziemlich heftiger Fehlplanung sprechen.
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drfontaine92
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Re: Red Dead Redemption 2: Rockstar-Mitarbeiter leisteten mehrere 100-Stunden-Wochen in diesem Jahr

Beitrag von drfontaine92 »

Black Stone hat geschrieben: 15.10.2018 19:03 Tja, Augen auf bei der Berufswahl. Dieses ständige Crunch-TimeMimimi...
Will gar nicht wissen, für wie viele unterbezahlte Kellner, Bauarbeiter, Nachtwächter, etc. zum Teil mit 2.- oder 3.-Jobs "60-Stunden-Wochen - 12-Stunden-Tage, einschließlich Samstage" und mehr völlig normal sind, nur um über die Runden zu kommen. Ein (Über-)Leben in dauerhafter Crunch-Time...
Weil es in vielen Jobs üblich ist, legitimiert das die Situation also? Es ist generell nicht in Ordnung, wenn es die Gesundheit und das geistliche Wohl gefährdet. :roll: Dazu sind Arbeitsgesetze da.

Vor allem in Branchen, in denen man kreative und projektorientierte Arbeit leistet ist es zudem nicht förderlich für die Qualität des Endprodukts. Nicht umsonst haben bereits große Firmen wie Siemens die 35h-Woche eingeführt. :!:
Doc Angelo
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Re: Red Dead Redemption 2: Rockstar-Mitarbeiter leisteten mehrere 100-Stunden-Wochen in diesem Jahr

Beitrag von Doc Angelo »

Ich hab das noch nie so recht verstanden, das man den Stand der Dinge als Argument gebraucht. Sorry, aber das geht echt gar nicht. "Is halt so" beschützt eine Sache nicht vor Kritik. Ebenso der Verweis das andere Menschen es ähnlich schlecht haben. Das machts schlimmer, nicht besser.

Bei einem kleinen Team von 1-10 Leute kann es noch gut passieren, das alle mit Herzblut an der Sache hängen. Bei AAA-Titeln allerdings, wo mehrere hundert Leute über Jahr arbeiten, geht es ganz anders zu. Es ist schlicht und ergreifend nicht möglich, das jeder Mitarbeiter freie Kreativität ausleben kann. Gerade im graphischen Bereich ist das mittlerweile ziemliche Fließband-Arbeit. Es gibt tausende Dinge zu modellieren und dann müssen Texturen drauf.

Die Leute scheinen sich die Spielebranche wie "das goldene Los" vorzustellen. Ich glaube gerade das führt dazu, das man Frischfleisch bis auf die Knochen zerreiben kann, bevor die merken das es doch etwas anders ist.
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