Mc K. hat geschrieben: ↑15.10.2018 14:54
Hi in die Runde,
weiß nicht recht warum, aber seit längerem werde ich immer wieder hellhörig, wenn von P5 berichtet wird (oder auch von Nier: Automata), obwohl ich noch nie etwas Japanisches (außer westlicher designter Titel à la Dark Souls oder Shadow of the Colossus) gespielt habe. Ich stelle mir P5 allerdings immer auch etwas "anstrengend" vor, so als müsste man quasi "zwei Alltagsleben" führen (Schulbesuch inklusive Klausuren etc., obwohl ich damit nur noch indirekt zu tun habe

).
Brauche vermutlich einfach einen motivierenden Impuls... hat den jemand?
1. Du hast im Alltagsleben Zeit in Form von Runden. Nur nennt man es nicht Runden, sondern Tag und Nacht. Du kannst eine "Event"-Aktion für beide Tageszeiten ausführen, die darin besteht, dich mit jemandem zu treffen, deine Skills zu steigern, ein Minispiel zu spielen und ... im wesentlichen wars das. Es läuft aber kein Zeitlimit. So lange du keine Event-Aktion ausführst, kannst du so viel rumlaufen, kaufen etc, wie du willst. Hört sich unspektakulär an, isses aber nicht, weil du durch die Events an Dinge rankommst, die du sonst nicht bekommen würdest, Waffen zB.
Nehmen wir die Sympathieleiste: Die gibt es bei besonderen Event-NPCs und je weiter die steigt, desto mehr Skills bekommst du für deine Kämpfe. ZB gibt dir eine Person einen passiven Skill, mit dem du per Zufall am Beginn des Kampfes alle Monster sofort killst.
Eine andere stärkt deine Verhandlungskills, mit denen du die wichtigen Monster auf deine Seite ziehst. Durch andere wiederum schaltest du spezielle Monsterfusionen frei.
2. Die Dungeons. In Ihnen hast du ähnlich wie im Alltag zwar ewig Zeit, was aber zumindest durch deine Mana- und Munitionsvorräte begrenzt wird. Gehen dir die aus, wirst du es schwer haben, selbst normale Monster zu killen. Du musst also abwägen, wie oft du kämpfst und gegen wen. Das erfordert geschicktes Ressourcenmanagement. Denn du MUSST auch kämpfen, um stärker zu werden.
Wenn dir die Vorräte ausgehen und du in die reale Welt zurückkehrst, kostet dich das einen ganzen Tag, also nicht wie bei den Events nur einen halben.
Theoretisch kannst du das Alltagsleben komplett ignorieren, von Pflichtevents mal abgesehen. D.h., die Zeit, die du für dein "Socializing" verwenden kannst, könntest du komplett ins Powerleveling stecken. Du hast also auf eine bestimmte Art große Freiheit in Unfreiheit.
Der Vergleich hinkt, weil genreübergreifend, aber spiele mal Civilization oder schau es dir an. Was das Rundenprinzip betrifft, ist das hier dasselbe. Es sieht nicht revolutionär aus, aber du wirst süchtig, weil du das Gefühl hast, langsam voranzukommen und dann spielst du noch eine Runde und noch eine und noch eine...weil du weist, dass der nächste Skill und die nächste Waffe gleich hinter der Ecke liegen. Es ist schon eine Art Strategie-RPG...du musst auf lange Sicht deine Züge (Aktionen) planen.
3. Die Monster an sich: Stell dir Pokemon vor. Nur, dass du die Tierchen miteinander verschmilzt. Du kannst von über 200 Viechern alles mit allem kreuzen und jedes mal kommt was anderes dabei raus. Du bist ständig auf der Suche nach besseren, stärkeren Fusionen. Auch hier kannst du süchtig werden. Später wirst du bereits erhaltene Monster nochmal für Geld beschwören, weil das einfacher ist als sie nochmal zu rekrutieren. Dann überlegst du lange, welche "Fusionsroute" du nimmst. Denn Geld muss verdient werden, was wiederum Kämpfe kostet, die dein Mana mehr oder weniger aufbrauchen und irgendwann musst du wieder "an die Oberfläche", was dich einen Tag kostet.
Ist nicht so kompliziert, wie es sich anhört.
Wie gesagt, du wirst das Gefühl haben, ständig zu viel tun zu können und zu wenig Runden zu haben, was dich dazu zwingt, dich zu spezialisieren. Und ja, innerhalb eines Durchlaufs schaffst du es nicht, alles freizuschalten. Das Spiel ist so angelegt. In einem zweiten geht es aber; vorausgesetzt, du willst 2x 110 Stunden zocken :wink: