Achtung, jetzt komm ich wieder und schwimme gegen den Foren-Strom, wenn es um dieses Thema geht
Ich streame am PC schon seit einigen Monaten.
Allerdings nutze ich keinen Abo-Dienst wie PS Now oder Xbox Gamepass, sondern einen Abo-Dienst, bei dem ich mir einen PC miete, nicht die Spiele.
Dieser PC bzw. Server steht derzeit in Paris und läuft, obwohl einer Entfernung von fast 1.000 km und einem Ping von ca. 30-40 ms überraschend gut. Nicht immer reibungslos, keine Frage, aber besser, als man vermuten möchte.
Der Zugriff geschieht mittels eines Clients (ähnlich wie TeamViewer oder Remote Desktop).
Den Client gibt es aktuell für Windows, Mac OS, Android und iOS. Linux wird folgen.
Man kann sich auch eine Streaming-Box mieten/kaufen.
Windows 10, 8 Kerne 3,6 GHz, 12 GB RAM, GTX 1080 - und die Hardware wird regelmäßig aufgerüstet.
Dafür zahle ich 30 Euro im Monat und habe immer einen leistungsfähigen Rechner zur Verfügung, auf dem ich mich genau so austoben kann, wie auf dem heimischen PC.
Klar, eine stabile Internet-Verbindung (mind. 15 Mbit/s) ist Voraussetzung und idealerweise sollte der Ping unter 20ms bleiben, um ein lagfreies Ergebnis zu bekommen. Aktuell stehen die Server-Zentren in Frankreich, UK und USA. Das nächste entsteht gerade in Amsterdam - ist, im Vergleich zu Paris, nur noch die halbe Entfernung, dann sollte auch der Ping unter 20 kein Problem mehr sein - derzeit mit knapp 30-40 ms spüre ich hin und wieder schon eine winzige Verzögerung.
Klar, für eSports und kompetitive Spieler, denen jede Millisekunde heilig ist, ist das System noch nicht bereit, keine Frage.
Aber das steckt auch noch in Kinderschuhen.
Lange Rede, kurzer Sinn - unmöglich oder unbrauchbar ist Streaming bei Videospielen bereits jetzt schon nicht mehr.
Man benötigt auch keine Super-Duper-Verbindung, um mit 1080p und 60fps zocken zu können.