Doc Angelo hat geschrieben: ↑25.03.2018 03:12
Ich finds schade das dein Beitrag hier auf so heftigen und giftigen Gegenwind gestoßen ist.
Gegenwind ist das eine, sinnvolle Diskussion das andere.
Doc Angelo hat geschrieben: ↑25.03.2018 03:12
Das scheint so eine Art Beißreflex der Gaming-Community zu sein. Wer nicht bei 3 aufm Baum ist und aussagt, das kein Medium jemals und irgendwann auch nur den aller kleinsten Einfluss auf irgendwas haben kann, wird ziemlich schnell zum "Gegner" deklariert. Vernünftige Diskussion und Klärung der Definition der Dinge die man sagt ist dann schon im Keim erstickt.
Hier wurde gar nichts erstickt. Hier wurde niemand persönlich für seine Meinung beleidigt, hier wurden bisher nur Meinungen relativ objektiv ausgetauscht. Hier ist das aktuell noch relativ neutral, anderswo driftet das viel schneller ab und wird "persönlich".
Doc Angelo hat geschrieben: ↑25.03.2018 03:12Mir persönlich fällt auf, das sich in Computerspielen die Mechanik des Tötens von Widersachern dermaßen durchgesetzt hat, das es selbst in Spielen für kleine Kinder "wie selbstverständlich" eingebaut wird (damit ist jetzt nicht Fortnite gemeint). Gibt es denn da keine anderen Mechaniken, die man nehmen kann?
Der Sinn jedes Spiels besteht darin gewinnen zu wollen. Egal wie man es dreht und wendet, das Ziel jedes Spiels ist den Gegner in irgendeiner Form und Weise "auszuschalten". Nenne halt mal Beispiele, bei denen das nicht so ist?!
Wenn dir nicht viel dazu einfällt, sollte das Grund zum Nachdenken sein. Selbst bei Uno "schlägt" man den Gegner. Das hat ungefähr genausoviel mit "töten" zu tun, als eine virtuelle Pixelfigur am Monitor zur richtigen Zeit anzuklicken.
Doc Angelo hat geschrieben: ↑25.03.2018 03:12
Ich finde es einfach schade, das Tod und Krieg so eine Art von Normalfall in vielen Medien geworden ist. Ich schaue schon länger kein Fernsehen mehr, aber ich war mal zu Besuch bei einer Familie mit 2 Kindern (12 und 15 zu der Zeit). Es waren Krimi-Fans. Da wurde beim Abendessen zugeschaut, wie eine Frau von einem psychopathischen Massenmörder vergewaltigt wurde. Dieser Anblick war für die Familie scheinbar ein alter Hut, und man hat fröhlich auf dem Brot rumgekaut während die Dame um ihr Leben kämpfte. Ich denke man kann hier ganz frei von Wertung und Beurteilung erstmal sagen, das eine gewisse Abstumpfung stattgefunden hat.
Ja, aber bei WEM? Wer ist denn Schuld, wenn sowas Schule macht? Die Eltern oder das Kind?
Mir scheint da eher der Trend in die Richtung zu gehen, dass man das lästige Balg halt an der Kita abgibt, statt sich darum zu kümmern. Mal etwas übertrieben und nicht unbedingt verallgemeinernd ausgedrückt.
Dann müssen sich Eltern halt mal darum kümmern, WAS ihre Kinder so konsumieren und sich nicht stur darauf verlassen, dass wenn die USK "ab 12" sagt, das schon irgendwie passen wird.
Ich habe zwar keine Kinder, aber wenn ich welche hätte, würde ich denen MEINE Werte beibringen wollen, nicht IRGENDWELCHE Werte. Dazu gehört auch sowas wie Fortnite, wo ich gar nicht vermittlen würde, dass man einen Gegner TÖTET, sondern ihn lediglilch wettkampftechnisch schlägt.
Auch wenn du mich dafür hassen wirst, aber wenn ich mir das angucke, haben Zappelfillipe früher Strafen gekriegt, nicht zuletzt auch Ohrfeigen, bis sie ihren Arsch mal ruhig auf dem Stuhl sitzen lassen konnten. Heutzutage kann das Kind ja nichts dafür, weil es ja ADHS hat... Ich wage daher mal anzunehmen, dass ich auch mal ADHS hatte aber ich wurde geheilt.
Ich weiß, dass ADHS medizinisch nachweißbar ist, aber der Anteil der Erziehung macht da mMn trotzdem einen Löwenanteil aus.
Doc Angelo hat geschrieben: ↑25.03.2018 03:12
Ich habe keine Probleme bei PUBG andere Spieler mit dem Dacia durch die Luft zu schleudern und mit ner Schrotze ein ganzes Squad auf der Treppe zu zermetzeln. Das macht mir einen Heidenspaß. Allerdings hab ich genau so wenig Probleme damit, mich kritisch mit dieser Tatsache auseinander zu setzen und genau hinzusehen, was genau mir daran eigentlich Spaß macht oder Spiel-Mechaniken zu hinterfragen. Wenn mich zum Beispiel jemand besuchen würde der keine Video-Spiele spielt, der könnte sich auch über die eine oder andere Art von Spiel wundern, die ich in meiner Freizeit spiele. Ich könnte es nachvollziehen - mir gehts beim Krimi ja genau so.
Du machst dir also schonmal Gedanken dazu. Das ist gut und soll ja auch so sein. Aber wo genau willst du denn eine Grenze ziehen?
Du hast gerade das Beispiel "Krimi" genannt. Bei Krimis geht es idR definitiv um Mord. Im Gegensatz zu einem Videospiel "tut" man das da zwar nicht selbst, sondern guckt "nur" zu, aber es geht trotzdem um Mord. Ist das dann nicht auch "schlecht"? Oder ist ein Krimi nur nicht "schlecht" weil Mord da als "böse" dargestellt wird?
Wenn ein Krimi nicht "schlecht" ist, weil das da nicht als "böse" dargestellt wird, dann sind wir aber objektiv wieder bei der Frage: Liegt es vielleicht nur an der Darstellung?!
Und daraus sollte sich wiederrum die Frage ergeben, wie wird denn das ausschalten von Gegnern in Fortnite wahrgenommen? Wird der Gegner denn dort "brutal ausgeschlachtet" oder "schlägt"/wirft man ihn nur, wie man das auch beim Schachspiel tun würde?
Doc Angelo hat geschrieben: ↑25.03.2018 03:12
Es steht jedem frei sich solchen Diskussionen zu verweigern. Ich will das nicht - gerade
wegen meiner Liebe zum Video-Spiel.
Ähm, wer sich hier an dem Thread beteiligt, verweigert sich ja offensichtlich nicht der Diskussion, sonst würde er ja nichts schreiben. Oder willst du damit jetzt alle "verurteilen" die hier nichts kommentieren?
Doc Angelo hat geschrieben: ↑25.03.2018 03:12
Zum Skinner-Box-Design in manchen Spielen gibt es ja auch eine gesunde Diskussion, ohne das sofort alle ihr Lieblings-Hobby in Gefahr sehen. Ich finde das sollte bei diesem Aspekt genau so angegangen werden.
Skinner-Box-Design sagt mir leider nichts, daher keine Ahnung was du damit meinst.
Mir scheint aber, du hast den Sinn einer "gesunden Diskussion" nicht verstanden, oder verzerrst das zugunsten deiner Meinung, und das hat wiederrum gar nichts mit einer "gesunden Diskussion" zu tun.
Das eine Diskussion aber nur dann "gesund" scheint, wenn sie der eigenen Meinung entspricht und damit per Definition überflüssig ist, weil ja dann sowieso alle der gleichen Meinung sind, scheint mir neuerdings im Zeitalter der überzogenen "Political Correctness" ohnehin eher eine Volkskrankheit zu sein.
Man fühlt sich ja heutzutage schon in der Ehre zu Tode verletzte, wenn man in der deutschen Sprache das seit Jahrhunderten übliche generische Maskulin verwendet, statt etwas absolut genderneutral auszudrücken...
Man darf also wohl die Frage auch mal umdrehen. Statt das man es so sieht, dass die Gesellschaft "verroht", werfe ich jetzt mal ganz neutral in den Raum, dass man darüber nachdenken sollte, ob die Gesellschaft nicht vielleicht sogar verweichlicht, wenn Frau heutzutage schon beleidigt ist, weil im Kreditvertrag "rotzfrech" DER Kunde steht.