Subtra hat geschrieben: ↑04.10.2017 15:44
Wenn du eine komplette Serverstruktur daran aufbaust was dir erwartest und die Erwartungen übertroffen werden, dann ja muss die Architektur tatsächlich überdacht werden.
Nicht wenn die Architektur von vornherein so ausgelegt war, dass sie skalieren kann.
Subtra hat geschrieben: ↑04.10.2017 15:44
Sie können nicht einfach mal einen Servercluster hinzufügen, da dieser an die Architektur herangebaut werden muss, was nicht einfach ist.
Mir scheint es, du kennst den Unterschied zwischen Architektur und Infrastruktur nicht.
Architektur ist ein konzeptioneller Aufbau, Infrastruktur ist das was tatsächlich da ist.
Das hängt nur bedingt zusammen. Die Infrastruktur baut auf die Architektur auf, kann deren Limits aber nicht übertreffen.
Einfaches (vielleicht blödes, mir fällt gerade nichts besseres ein) Beispiel, wenn du eine Serverkomponente so aufbaust das sie hardcoded nur 5 Clients bedienen kann, dann ist die Architektur scheiße, weil der Server kann dann nur 5 Clients bedienen, dann ist absolut Ende, egal ob der Server 2, 20 oder 200 GB RAM hat auch wenn der Server für 5 Clients nur 8GB RAM benötigt.
Wenn du dagegen die Architektur von vorherein so aufbaust, dass eben nicht FÜNF fix drinsteht, sondern auf eine Liste mit beliebiger Länge setzt, mag das zwar ein Overhead sein, wenn du wirklich nur 5 Clients bedienen musst, aber es skaliert praktisch nach oben offen. Wenn du dann auf einmal 100 statt 5 Clients hast, musst du nur RAM dazustecken, aber an der Architektur ändert sich dadurch nichts.
Subtra hat geschrieben: ↑04.10.2017 15:44
Leichter ist es wenn die Architektur überarbeitet wird und als ein ganzes übernommen wird. Es hat nichts mit Mist zu tun sondern einfach damit wie Programme auf Server einwirken. Wenn der eigene Spielerclient schon 10 Gigs Arbeitsspeicher benötigt, will ich mir nicht vorstellen wieviel Arbeitsspeicher bei 1,6 Millionen Spielern dividiert durch 100 benötigen.
Bei Serverinfrastruktur die 1Mio Spieler bedient, sind 10GB Arbeitsspeicher Peanuts. Da verwendet man Geräte wo ein einzelner Server gerne mal 512 bis 1024GB RAM hat. Und das ist nur ein einzelner Server, davon hat man dann aber eher 1000e. Wenn die Architektur passt, verteilt sich das über viele Server.
Subtra hat geschrieben: ↑04.10.2017 15:44
Die Server gehen ein weil ihr Arbeitspeicher gesprengt wird. Bedeutet sie müssten literal das doppelte nachreichen an Arbeitspeicher nur um zukünftige Probleme vorerst aus dem Weg zu schaffen aber auf längere Sicht müssen sie das ganze System aufwerten.
Aha, woher hast du die Information, dass die Server an Arbeitsspeichermangel leiden?
Wenn man sich schon nichtmal mehr einloggen kann und es dann sogar noch zu Problemen führt, wenn sie weitere Cloudserver dazuschalten, gehe ich eher mal schwer davon aus, dass deren LoadBalancer nicht mit dem Ansturm klar kommen. Also mit nichten die Server, auf denen dann auch wirklich die Spiele laufen.
Subtra hat geschrieben: ↑04.10.2017 15:44
Ist einfach so. Es ist auch nicht so als würde jede Spielefirma in Geld schwimmen. Sowas ist teuer.
Teuer ja, Geld dürften sie aber mittlerweile haben. Offensichtlich rechnet es sich aber, sonst würde keiner sowas betreiben.
Und da sind wir wieder beim Unterschied zwischen Infrastruktur und Architektur. Wenn die Architektur passt und entsprechend skaliert, dann kann man mit genug Geld einfach Server dazuschalten. Wenn die Architektur NICHT passt, kannst du eine Trillion Megadollar haben und rein gar nichts damit anfangen um eine Lastspitze abzufangen, denn nur Server dazukaufen/mieten funktioniert dann aus Architekturgründen einfach nicht, selbst wenn du die ganze Amazoncloud aufkaufst. Dann muss man eben erst die Architektur überarbeiten.