Paradox Interactive: Viele Spieler kritisieren Preiserhöhungen, DLC-Politik, Erweiterungen und Patches

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Usul
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Re: Paradox Interactive: Viele Spieler kritisieren Preiserhöhungen, DLC-Politik, Erweiterungen und Patches

Beitrag von Usul »

Wulgaru hat geschrieben: 19.06.2017 22:19Nun...außerhalb von Sales bei Steam was kaufen halte ich jetzt generell eher für unklug, unabhängig von DLCs oder Paradox.
Bei eher teureren Spielen stimme ich dir da grundsätzlich zu. Aber bei sowieso schon günstigen Titeln kann man das schon machen... oder z.B. wenn man ein Spiel tatsächlich sofort spielen will, weil man gerade davon mitbekommen hat und Lust darauf hat (also nicht unbedingt sofort nach Release, sondern unabhängig davon und abhängig vom Zeitpunkt, an dem man davon erfährt).
Ich erwähne hin und wieder eines meiner Lieblingsspiele: Hexcells Infinite - und die ganzen anderen *cells-Spiele vom selben Entwickler. Die sind für mich günstig genug, daß ich da nicht auf Sales warten muß/mußte.
Mag aber natürlich auch jeder anders sehen. Generell von "unklug" würde ich aber vielleicht nicht sprechen.
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SethSteiner
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Re: Paradox Interactive: Viele Spieler kritisieren Preiserhöhungen, DLC-Politik, Erweiterungen und Patches

Beitrag von SethSteiner »

Senseo1990 hat geschrieben: 19.06.2017 23:42
SethSteiner hat geschrieben: 19.06.2017 21:26Ich kenn die DLCs zu Fallout 4 nicht aber ein Season Pass ist auch kein DLC, sondern ein PreOrder für etwas zumeist noch völlig unbekanntes. Dass da die reviews mostly negative sind, finde ich jetzt recht nachvollziehbar.
Nein, es ist kein Preorder, man kann es aber zu einem machen, wenn man denn will. Man kann den Season Pass auch kaufen, sobald klar ist, was erscheinen wird, oder sogar, wenn es bereits erschienen ist.
Stimmt schon aber bis alles erschienen ist, ist es eben ein PreOrder. Ein Season Pass selbst ist halt kein Inhalt, sondern wie der Begriff ja auch sagt, der Pass diesen garantiert entweder zu Release oder später gebündelt zu erhalten. Für letzteres allerdings kaum notwendig, da die Bündelung früher wie heute ja auch auf anderen Wegen funktioniert. Der Hauptzweck ist schon der PreOrder unbekannter oder semi-bekannter Inhalte. Dass der Season Pass nicht mehr sonderlich problematisch ist, wenn man weiß was man kriegt ist klar aber das macht ihn ja im Vorstadium nicht besser. Von demher sehe ich kein Problem damit, wenn man ihn schlecht bewertet. Zwingt ja keiner Bethesda solche Methoden anzuwenden.
Sindri hat geschrieben: 19.06.2017 22:52 Unsinn. Viele erfolgreiche Spiele basieren auf simplen mods. Wenn der Entwickler clever ist nutzt er die mod-community um sein Spiel erfolgreicher zu machen.
Mods sind toll. Solange Spieler offizielle neue Inhalte aber weiterhin wegen kostenlosen mods so anprangern, wird eines von beiden irgendwann gestrichen. Und das, was danach kommt ist für die Spieler, zumindest bisher, immer schlechter gewesen.
Ich bezweifle, dass man irgendwas von beiden unweigerlich streicht. Warum auch? Man kann Mods natürlich nicht zulassen, dafür gibt es aber keinen Hinweis, denn die Option ist (auf dem PC) fast immer irgendwie vorhanden, es sei denn man will sein Spiel extrem abschirmen und der Aufwand dafür lohnt für die Masse einfach nicht, da erhält man ja keinen Gegenwert für. Keine DLCs rauszubringen ist auf der anderen Seite auch wieder nicht praktikabel, schließlich gibts ja doch immer wieder genug die sie kaufen, nicht jede, immer aber in der Menge. Wenn überhaupt, dürfte die Kritik eher dazu führen, die Art der DLCs zu überdenken. Die Argumentation zielt ja auf das Preisleistungsverhältnis ab, am beliebtesten macht man sich mit großen DLCs (das sehe ich auch durchaus bei Paradox). Die Reaktion auf Kleinscheiß-DLCs wird ja nicht besser, wenn man irgendwelche Mechanismen schafft, um sein Spiel vor dem Zugriff abzuschließen. Auf Konsole ist die Kritik schließlich auch nicht sonderlich anders, die sowas wie eine Mod-Community quasi nicht kennt. Entsprechend ist es eine Win-Win Situation, wenn man Arbeitskraft lieber für umfangreichere Inhaltserweiterungen bündelt und diese kleinen DLCs wie Skins den Käufern lieber als Aufmerksamkeit umsonst mitgibt (wie auch bei Witcher 3). Darüber hinaus wirkt die Mod-Community natürlich als kostenlose Werbung. Bestes Beispiel Bethesda, deren Mod-Community ihre Spiele auf dem PC ja regelmäßig aufwertet und allen voran gerade zu Release ihre Fehler beseitigt.
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Beitrag von bird.gif »

Ich muss sagen als jemand der schon sehr sehr sehr sehr viel Zeit in Paradox Spiele investiert hat (alleine 2700h in Eu4) , die meisten DLC´s für EU4 waren sehr gut , aber meiner Meinung nach zu teuer.Wären die Unitpacks inbegriffen gewesen, wäre der Preis vollkommen ok.Trotzdem konnte ich damit leben.
Nur mittlerweile hat in EU4 die Qualität schon sehr abgenommen und es wurden Mechaniken eingebaut die man ohne DLC nicht mehr so gut steuern kann. (ja blah man kann zurücksetzten).Daher ist mir mittlerweile die Lust vergangen die DLC´s zu kaufen.
ABER das neue HOI4 DlC ist für mich ein trauiger Höhepunkt der mich mittlerweile zweifeln lässt ob ich mir jemals wieder ein Paradox-Spiel kaufen möchte.
Das Spiel ist 1Jahr nach Release immer noch de facto unspielbar (zumindest im SP/2Mann Coop) weil es, abgesehen von sehr fragwürdigen und seltsamen Mechaniken , immer noch ab dem späten Midgame bis zur Unspielbarkeit zu ruckeln beginnt (Divisiondesigner/Combatwidth überarbeiten damit die KI nicht 500Divisionen spamt wäre ja zu viel Arbeit).
Und dann traut sich Paradox ernsthaft ein DLC um 10€ mit 4!!! Focustrees - die meiner Meinung nach schon seit Release drinn sein könnten oder zumindest mit einen Patch hätten kommen sollen. - und einem halbgaren Feature , das im Grunde ingame komplett überflüssig ist ,zu bringen?
Tut mir leid aber dafür habe ich keinerlei Verständnis , das nimmt schlimmere Züge als zu EA´s Hochzeiten an und ist in etwa auf einem Level mit der Deluxe Edition Verarsche von Civ6.
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LP 90
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Re: Paradox Interactive: Viele Spieler kritisieren Preiserhöhungen, DLC-Politik, Erweiterungen und Patches

Beitrag von LP 90 »

2k+ Stunden in EU4 und CK"....1k+ Stunden in VIC2, ....mehrere hundert in Stellaris und HoI4.....habe die meisten DLC immer gekauft (rede nichtmal über EU3 etc.)
Erstmal das letzte was ich von denen kaufe für absehbare Zeit.
Damit verdienen die nur eins.....AUF DIE FRESSE ZU FALLEN.
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Usul
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Re: Paradox Interactive: Viele Spieler kritisieren Preiserhöhungen, DLC-Politik, Erweiterungen und Patches

Beitrag von Usul »

Ist doch net schlecht... dann hast du langsam Zeit für andere Spiele... oder Dinge. ;)
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LP 90
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Re: Paradox Interactive: Viele Spieler kritisieren Preiserhöhungen, DLC-Politik, Erweiterungen und Patches

Beitrag von LP 90 »

Usul hat geschrieben: 20.06.2017 00:59 Ist doch net schlecht... dann hast du langsam Zeit für andere Spiele... oder Dinge. ;)
Um ehrlich zu sein sind das Spiele welche man super minimiert auf dem PC nebenbei laufen lassen kann xD....
Hab gehört Fighter sind grade ganz stark....Glaub ich hol mir Guilty GEar endlich.
PS: Auf dem offiziellen Forum gibts nicht wenige mit 5k oder 10k Stunden.
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sphinx2k
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Re: Paradox Interactive: Viele Spieler kritisieren Preiserhöhungen, DLC-Politik, Erweiterungen und Patches

Beitrag von sphinx2k »

Cloonix hat geschrieben: 19.06.2017 22:29
Wulgaru hat geschrieben: 19.06.2017 22:19 Nun...außerhalb von Sales bei Steam was kaufen halte ich jetzt generell eher für unklug, unabhängig von DLCs oder Paradox.
Bei solchen Aussagen bekomme ich Ausschläge. Egal was man heute kauft, man ist immer der Blöde, wenn man nicht gerade das super tolle Angebot erwischt hat. Was soll das denn? Geiz ist eine Krankheit. Ich kaufe mir manchmal Sachen ungeachten des Preises, einfach weil es mir Spaß macht was zu kaufen. Ich tue mir doch nicht den Stress an ständig auf den nächsten Sale zu warten nur damit ich ein bisschen Geld spare. Ich bestimme mein Leben und nicht irgendein Affe, der jetzt einen Sale veranstaltet.
Ich sehe das heute ehr unabhängig vom Geld. Wenn man direkt kauft hat man nicht gerade selten mit irgendwas zu tun das irgendwelche Fehler drin hat. Meine letzten Spiele die ich zum Vollpreis gekauft hab, hab ich alle auf die eine oder andere Art bereut. Irgendwo hat es entweder geklemmt, oder selbst wenn mal nicht wurden Kostenlose Patches nachgereicht die das Spiel noch mal ein gutes Stück aufgewertet haben. Da ich viele Spiele 1x durchspiele und dann sehr selten ein zweites mal (zumindest Story spiele -> Civ, Stellaris fällt nicht darunter) ist es für mich schlau auf die Perfekteste Version eines Spieles zu warten die ich bekommen kann.

Ich mache mir auch gar keinen Stress bei Spielen, die sind auf meiner Wunschliste und es gibt ne Mail wenn eins der Spiele darauf im Sale ist. Und nicht mal dann kaufe ich es unbedingt sondern nur wenn ich Lust drauf hab in absehbarer Zeit zu spielen.
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Re: Paradox Interactive: Viele Spieler kritisieren Preiserhöhungen, DLC-Politik, Erweiterungen und Patches

Beitrag von Liesel Weppen »

LP 90 hat geschrieben: 20.06.2017 01:07 PS: Auf dem offiziellen Forum gibts nicht wenige mit 5k oder 10k Stunden.
Solche Spielstundenzahlen glaube ich nicht. Mag sein, dass das Spiel solange gelaufen ist, aber gespielt wurde es nicht durchgängig. (Leute die ihren PC 24/7 laufen lassen und das Spiel dann nur auf Pause lassen, oder im Hauptmenü laufen lassen, wenn sie ins Bett gehen. Sowas solls ja geben).
10.000 Stunden, das sind 416 Tage. Wenn man JEDEN Tag (inkl. Wochenende) 8h spielen würde, und selbst das wäre schon der blanke Irrsinn, weil wir hier ja immernoch nur von einem einzigen Spiel reden, wäre man knapp 3,5 Jahre voll beschäftigt.

Selbst wenn man das ganze pro Tag halbiert, was immernoch verdammt saumäßig viel wäre, denn wir reden hier ja immernoch von nur einem Spiel, also nicht die Zeit, die man allgemein mit spielen verbringt, sondern nur die Zeit, in der man nur dieses eine Spiel gespielt hat, bräuchte man 7 Jahre um auf solche Summen zu kommen. Das kann man also höchstens in einem Spiel haben, dass es schon 10 Jahre gibt. Das wäre dann also ein Spiel von FRÜHESTENS 2010.

Wer WIRKLICH solche Spielzeiten zusammenkriegt, der hat wirklich ein Problem und sollte dringendst einen Psychologen aufsuchen.
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BigEl_nobody
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Re: Paradox Interactive: Viele Spieler kritisieren Preiserhöhungen, DLC-Politik, Erweiterungen und Patches

Beitrag von BigEl_nobody »

Kobba hat geschrieben: 19.06.2017 19:59 Für Spiele von Paradox braucht man nunmal die richtige Strategie um am Ende günstig bei weg zukommen.
Das Spiel fängt also schon beim Kauf auf der Shopseite von Steam an? :lol:
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Usul
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Re: Paradox Interactive: Viele Spieler kritisieren Preiserhöhungen, DLC-Politik, Erweiterungen und Patches

Beitrag von Usul »

LP 90 hat geschrieben: 20.06.2017 01:07Um ehrlich zu sein sind das Spiele welche man super minimiert auf dem PC nebenbei laufen lassen kann xD....
Du sagst es (Liesel Weppen auch)... und deswegen halte ich nichts von solchen Statistiken. Aber ohne geht es ja nicht mehr. :)
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Re: Paradox Interactive: Viele Spieler kritisieren Preiserhöhungen, DLC-Politik, Erweiterungen und Patches

Beitrag von tormente »

Jaja. Nimmt man ihnen ihren billigen Fix werden sie gleich rabbiat. Wie Junkies auf Entzug.
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NewRaven
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Re: Paradox Interactive: Viele Spieler kritisieren Preiserhöhungen, DLC-Politik, Erweiterungen und Patches

Beitrag von NewRaven »

Mods in eine solche Diskussion überhaupt mit einzubeziehen, halte ich für äußerst unklug. Mods sind toll, viele Mods stehen offiziellem Content qualitativ in nichts nach - aber Mods entstehen in erster Linie nicht um Geld zu erwirtschaften. Ein Hersteller hingegen kann keinen Content für "nichts" entwickeln. Dieser Content "muss" aber quasi entwickelt werden, weil mittlerweile eine ziemliche "Geiz ist geil"-Mentalität bei den Spielern hervorgetreten ist, während Produktionskosten immer weiter steigern. Irgendwie versucht man halt die fehlenden Einnahmen auszugleichen. Wirtschaftlich völlig verständlich. DLCs haben für den Entwickler mehrere Vorteile: sie gleichen ein Stück weit die "Sale"-Käufer aus, sie sorgen dafür, dass das Spiel länger interessant bleibt (und damit: sich eben auch länger verkauft) und sie werden nicht selten zu Zeiten programmiert, wo das Entwicklerteam eh sonst nicht wirklich etwas zu tun hätte. Ich bin mir sicher, jedesmal wenn ich in nem dummen Steam-Review nen Daumen nach unten sehe und der einzige Kommentar ist: "hab ich schon lange, dank Mods" denkt sich irgendwo ein BWLer beim Publisher "mhm... diese Mod-Plage müssen wir echt langsam los werden". Eins ist sicher: DLC-Conent wird nicht mehr verschwinden, dafür haben die Spieler selbst zu einem guten Teil gesorgt. Wenn man jetzt den Firmen so "in die Fresse haut" das Mods eine gute Alternative sind, werden diese also ganz sicher nicht anfangen, weniger oder bessere oder preislich passendere DLCs zu veröffentlichen - nein, sie werden das Modding unterbinden. Und neutral betrachtet kann niemand ihnen das eigentlich verübeln. Am Ende ergänzen sich beide Dinge... offizieller DLC-Content und eben Mods... und das ist auch gut so, insbesondere für den Spieler, aber so lang der Kauf von DLCs völlig freiwillig ist, sollte niemand den schlafenden Hund wecken und Publisher auf die Idee bringen, dass Mods ihnen (DLC-)Einnahmen kosten könnten, selbst wenn es natürlich Fälle gibt, wo das durchaus wahr ist.

Und wenn ich hier lese, dass ernsthaft Leute nur DLC-Preise proportional zum Content und Preis des Hauptspiels als angemessen ansehen, dann fass ich mich ein wenig an den Kopf. Bei 800 Stunden Skyrim für 50 EUR, wie viel sollte Bethesda denn dann für Dawnguard "verlangen dürfen"? 0,2 Cent? Der Sache fehlt einfach jegliche Logik. DLCs sind eben für die Leute interessant, die nicht genug vom Hauptspiel bekommen können. Da sie selbiges offenbar mögen (sonst würden sie über einen DLC-Kauf ja gar nicht erst nachdenken) ist der einzige Maßstab in der Tat, wie hier schon von jemand gesagt, was der neue Content ihnen persönlich wert ist und ob dieser Wert für sie selbst im Verhältnis zum Preis steht. Da kann man nicht einfach den Preis des Hauptspiels durch die gespielten Stunden teilen und das Ergebnis mit den geschätzten Spielstunden des DLC multiplizieren und hat dann einen "passenden Preis". Das hat so noch nie funktioniert (selbst im goldenen Zeitalter der richtigen Expansion Packs/AddOns bis auf eine knappe handvoll Ausnahmen nicht) und wird es auch nie so wirklich. Das Spiel selbst soll auch für die breite Masse (preislich) attraktiv sein, der DLC-Content ist letztendlich zusätzlicher Luxus-Inhalt für Fans des Produkts. Und die sind halt durchaus bereits, dafür etwas mehr zu zahlen, wenn der Inhalt sie eben anspricht (und nicht, wie hier bei Paradox, nicht nur der Preis oft nicht stimmt, sondern DLCs oft sogar als Bugfixes herhalten müssen).
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SethSteiner
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Re: Paradox Interactive: Viele Spieler kritisieren Preiserhöhungen, DLC-Politik, Erweiterungen und Patches

Beitrag von SethSteiner »

Ich fasse mir dagegen an den Kopf, wenn man von einer "Geiz ist geil" Mentalität spricht, während man gleichzeitig - auch bei Paradox - Verkaufsrekorde bricht. Das ist realitätsfremd. Genauso sieht es mit diesem Märchen ständig steigernder Kosten aus, wohlbemerkt steigende Kosten und nicht etwa steigende Investitionen, das sind zwei unterschiedliche Baustellen. Wie sehr also Produktionskosten tatsächlich steigen und nicht durch Spielverkäufe reingeholt werden können, ist wohl keine Frage die man allzu leicht beantworten kann, ohne einen umfassenden Einblick in die Bilanzen zu haben. Entsprechend vorsichtig sollte man mit solchen Äußerungen sein.
Übrigens gibt es ja sehr wohl Vorkommnisse, wo man lieber umfangreiche Addons zu anständigen Preisen anbietet: The Witcher 3, wie auch schon gesagt. Ist also keineswegs so als würden Firmen nicht erkennen, dass es anders geht und es auch anders machen.

Ich stimme zu, dass man nicht 1:1 das Verhältnis Content und Preis von DLC und Ursprungsspiel betrachten muss, immerhin sollte man ja bedenken, dass nicht 100 Prozent der Käufer des Spiels den DLC kaufen. Es ist aber zumindest eine richtige herangehensweise, den Content zu betrachten und das Preisleistungsverhältnis. Gefühle haben in Preisdiskussionen nichts zusuchen. Erwachsene können frei entscheiden, aus welchen Grund sie wieviel Geld für welches Produkt ausgeben wollen, darüber brauchen wir nicht diskutieren. Wenn Erwachsene aber einem Kind gleich, meint ein Preis sei in Ordnung weil er/sie halt "fühlt" dass ihm/ihr das wert ist, ist das kein Argument. Man bringt einem Kind ja auch nicht bei, es solle nicht auf den Preis (und Leistung) schauen, sondern auf sein Gefühl achten. Jedenfalls, wenn man ihm ganz grundsätzlich beibringen will mit Geld umzugehen (was ja nicht gleichbedeutend damit ist, dass man nicht mit Geld umgehen kann, weil man mal mehr ausgibt als nötig oder "fair" wäre).
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NewRaven
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Re: Paradox Interactive: Viele Spieler kritisieren Preiserhöhungen, DLC-Politik, Erweiterungen und Patches

Beitrag von NewRaven »

SethSteiner hat geschrieben: 20.06.2017 15:46 Ich fasse mir dagegen an den Kopf, wenn man von einer "Geiz ist geil" Mentalität spricht, während man gleichzeitig - auch bei Paradox - Verkaufsrekorde bricht. Das ist realitätsfremd. Genauso sieht es mit diesem Märchen ständig steigernder Kosten aus, wohlbemerkt steigende Kosten und nicht etwa steigende Investitionen, das sind zwei unterschiedliche Baustellen. Wie sehr also Produktionskosten tatsächlich steigen und nicht durch Spielverkäufe reingeholt werden können, ist wohl keine Frage die man allzu leicht beantworten kann, ohne einen umfassenden Einblick in die Bilanzen zu haben. Entsprechend vorsichtig sollte man mit solchen Äußerungen sein.
Übrigens gibt es ja sehr wohl Vorkommnisse, wo man lieber umfangreiche Addons zu anständigen Preisen anbietet: The Witcher 3, wie auch schon gesagt. Ist also keineswegs so als würden Firmen nicht erkennen, dass es anders geht und es auch anders machen.

Ich stimme zu, dass man nicht 1:1 das Verhältnis Content und Preis von DLC und Ursprungsspiel betrachten muss, immerhin sollte man ja bedenken, dass nicht 100 Prozent der Käufer des Spiels den DLC kaufen. Es ist aber zumindest eine richtige herangehensweise, den Content zu betrachten und das Preisleistungsverhältnis. Gefühle haben in Preisdiskussionen nichts zusuchen. Erwachsene können frei entscheiden, aus welchen Grund sie wieviel Geld für welches Produkt ausgeben wollen, darüber brauchen wir nicht diskutieren. Wenn Erwachsene aber einem Kind gleich, meint ein Preis sei in Ordnung weil er/sie halt "fühlt" dass ihm/ihr das wert ist, ist das kein Argument. Man bringt einem Kind ja auch nicht bei, es solle nicht auf den Preis (und Leistung) schauen, sondern auf sein Gefühl achten. Jedenfalls, wenn man ihm ganz grundsätzlich beibringen will mit Geld umzugehen (was ja nicht gleichbedeutend damit ist, dass man nicht mit Geld umgehen kann, weil man mal mehr ausgibt als nötig oder "fair" wäre).
Und wenn man Verkaufsrekorde bricht, spricht das wohl für eine gewissen Qualität der Produkte und man möchte gern als Publisher auch Umsatzrekorde brechen. Das ist, wenn ein Großteil der Spieler aber nur auf Sales wartet und DLCs verdammt, weil die ja eh - wenns es nicht gerade wie bei CDPR läuft, ihr Geld nicht wert sind, etwas schwierig. Hoffentlich irgendwie nachvollziehbar?! Und Investionen und Kosten sind immer eine unterschiedliche Baustelle - die allerdings zusammen gehören. Wenn also die Investitionen steigen, tun es die Gesamtkosten logischerweise ebenfalls - sonst wären erstere in der Höhe ja nicht nötig. Und das es heute letztlich teurer ist, ein Spiel zu entwickeln als es das vor 15 Jahren war, wirst du nicht wirklich anzweifeln.

Edit: Oder beziehst du den Teil jetzt auf "unnütze PR"? Da stimme ich sogar zu, wobei es natürlich dabei bleibt, dass die reinen "Investitionen" in das eigentliche Produkt ebenfalls deutlich gestiegen sind. Was die PR angeht... wegen mir kann man die auf fast 0 reduzieren, aber ich bin nicht sicher, ob das auch für den gesamten Markt gilt. Und solange die nunmal da sind, will man die natürlich ebenfalls wieder rein bekommen.

Es ist toll, wie bei solchen Diskussionen immer der absolute Einzelfall der letzten Jahre The Witcher 3 ausgegraben wird. Als ob der als eben solcher Einzelfall ein Maßstab in Bezug auf Kosten/Umfang für DLC wäre oder sein könnte, genauso wie Bethesdas Oblivion Pferderüstungen es im umgekehrten Fall nicht sind. Im übrigen: die Rechnung mit den Kosten und den Spielstunden des Hauptspiels geht übrigens auch in dem Fall für die allermeisten Spieler nicht auf, nicht bei Blood & Wine und noch viel weniger bei Hearts of Stone...

Ähm... nein... Spiele sind ein Luxusgut, etwas zum Entertainment, ein Hobby. Und solche Luxusgüter haben nicht wirklich einen objektiv ermessbaren Wert. Sie sind so viel wert, wie der Kunde bereit ist, dafür auszugeben. Der ganze "gefühlte Wert" hat also nicht nur viel in einer Preisdiskussion zu suchen, es ist quasi die Basis einer Diskussion über Preise von derartigen Artikeln. Das gilt übrigens nicht nur für Spiele. Aber okay... ignorieren wir das mal kurz... was macht man denn sonst noch so zur Luxusunterhaltung... Kino? Preis pro 90 Minuten etwa 10 EUR. Konzert? 2 Stunden, 70 EUR. Fußball? Barbesuch? Fast nichts ist in dieser Hinsicht ein so günstiges Hobby wie Gaming, selbst der mitunter hohe Einstiegspreis negiert sich recht schnell wieder. Also wo nimmst du jetzt das Wissen her, was ein objektiv "richtiger" Preis für ein Spiel - oder eine Erweiterung/ ein DLC, wobei das nochmal die gesteigerte Form des Luxusguts ist - darstellen soll? Wie kommt deine vermeintlich "objektive" Messlatte zustande? Das die Preis/Spielstunde-Sache nicht hin haut, ohne völlig subjektive Faktoren wie Spaß, Interesse und so weiter zu integrieren, hatte ich ja bereits weiter oben ausgeführt. Vergleiche mit anderen Unterhaltungsformen oder Hobbies sehen auch eher schlecht aus.

Du kannst natürlich für dich gern solche Formeln und Regeln aufstellen und damit definieren, was du kaufst und was halt nicht - manch andere machen das mit dem Meta-Critic-Schnitt oder sonst irgendwelchen Bewertungskriterien. Aber ein objektiver Maßstab, der für jeden gelten kann oder sollte ist das halt letztlich dennoch nicht. Hersteller versuchen den Sweet-Spot zu treffen, also genau die Stelle, von denen sie glauben, dass es ihr Produkt den meisten Spielern noch wert ist und mit dem sie die höchsten Einnahmen zu erzielen erwarten. Das klappt nicht immer, klar - besonders bei DLC-Content - aber eine wirkliche Alternative haben sie nicht. Da muss man notfalls nachbessern oder damit leben, dass es halt niemand kauft oder im Sale zugeschlagen wird.

Das heißt keineswegs, dass ich solche tollen Angebote wie bei TW3 nicht zu schätzen weiß, dass tue ich absolut, aber "fair" waren für mich auch die DLCs von Fallout 4, von Skyrim und - und jetzt kommts - sogar von Cities: Skylines bisher (wobei mir da das letzte DLC noch fehlt). Und ich glaube, "fair" sollte man da eher als einigermaßen realistische Messlatte nehmen, als so ein "Quasi-Geschenk" von CDPR, dass halt, wie schon gesagt, in der heutigen Zeit eher einzigartig ist und selbst in der guten alten Zeit damals eher die Ausnahme dargestellt hätte, was P/L angeht. "Fair" ist in diesem Zusammenhang aber eben auch wieder für jeden subjektiv.
Zuletzt geändert von NewRaven am 20.06.2017 19:27, insgesamt 10-mal geändert.
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Jazzdude
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Re: Paradox Interactive: Viele Spieler kritisieren Preiserhöhungen, DLC-Politik, Erweiterungen und Patches

Beitrag von Jazzdude »

Leute, bitte mehr Umbrüche in den Texten, sonst ist das echt anstrengend zu lesen.

Ansonsten stimme ich Seth Steiner absolut zu.
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