Shroud of the Avatar: Richard Garriott versucht die Crowdfunding-Kampagne bei SeedInvest anzufeuern
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Shroud of the Avatar: Richard Garriott versucht die Crowdfunding-Kampagne bei SeedInvest anzufeuern
Richard "Lord British" Garriott versucht im Forum von Shroud of the Avatar die Crowdfunding-Kampagne bei SeedInvest für Portalarium (Entwickler) weiter anzufeuern, da die bisherige Resonanz allem Anschein nach zu dürftig war (ca. knapp 100.000 Dollar wurden zusagt; das Ziel liegt bei zwei Mio. Dollar). Das zusätzliche Geld soll in die Entwicklung des Spiels als auch in den Aufbau einer Publishing-...
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- Todesglubsch
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Re: Shroud of the Avatar: Richard Garriott versucht die Crowdfunding-Kampagne bei SeedInvest anzufeuern
Tjoah.
Was für eine interessante Phase ist das denn?
Garriot: "Wir befinden uns in einer sehr interessanten Phase, denn wir haben alle Gelder der ersten Crowdfunding-Kampagne und des EAs bereits aufgebraucht und keine Bank will uns Geld geben und da ich seit Jahren nichts mehr vernünftiges in der Spielebranche gepackt habe, hab ich auch keinerlei weiteren Kontakte und Möglichkeiten als mich, erneut, an euch Trottel da draußen zu wenden. Gebt mir bitte euer Geld, denn ich habe vor vielen Jahrzehnten mal Ultima gemacht, sowie weitere Spiele wie ääh... Ultima Underworld und äh Ultima Online und ... hab ich schon Ultima erwähnt?!"
Was für eine interessante Phase ist das denn?
Garriot: "Wir befinden uns in einer sehr interessanten Phase, denn wir haben alle Gelder der ersten Crowdfunding-Kampagne und des EAs bereits aufgebraucht und keine Bank will uns Geld geben und da ich seit Jahren nichts mehr vernünftiges in der Spielebranche gepackt habe, hab ich auch keinerlei weiteren Kontakte und Möglichkeiten als mich, erneut, an euch Trottel da draußen zu wenden. Gebt mir bitte euer Geld, denn ich habe vor vielen Jahrzehnten mal Ultima gemacht, sowie weitere Spiele wie ääh... Ultima Underworld und äh Ultima Online und ... hab ich schon Ultima erwähnt?!"
Re: Shroud of the Avatar: Richard Garriott versucht die Crowdfunding-Kampagne bei SeedInvest anzufeuern
Ich bin froh, hierfür keinen müden Cent investiert zu haben. Als alter Sack und Ultima-Fan bin ich komischerweise kein Garriott-Fan, der jemandem Geld hinterher wirft, nur weil dieser Jemand vor 20 Jahren mal was Geiles gemacht hat. Garriott hat schon bei Tabvula Rasa zu sehr die "Schaut her, ich bin der Erfinder des MMORPGs, ich bin der Erfinder von Ultima Online!"-Masche bis zum Fremdschämen strapaziert.
Wobei ... grundsätzlich habe ich gar nix gegen Shroud of the Avatar. Könnte ja was werden. Aber wie schon bei Tabula Rasa, so leidet auch dieses Projekt unter der Unentschiedenheit der Projektleitung. Was soll das eigentlich werden? Ein Multiplayer-Immobilienmakler-Simulator? Ein klassisches MMORPG? Ein SP-Spiel mit optionalen MP-Elementen? Ein MP-Spiel, welches man auch offline zocken kann?
Und als ich mir im Frühjahr den aktuellen Stand angeschaut habe ... ein uninspirierter Versuch eines Everquest 1 (!) - Klons mit dem prähistorischen Dialog-System früher Origin-Spiele. Ich musste ständig auf den Kalender schauen, um mich zu vergewissern, dass wir das Jahr 2017 und nicht etwa 1999 schreiben. Und damit meine ich nicht die Optik oder das Art Design, sondern das krude, altertümliche User Interface. Was nix mit Alpha- und Early Access zu tun hat, sondern mit VERALTET!!!
Ein Projekt ohne klar erkennbaren Fokus und elementaren Schwächen in der Umsetzung. Und das nach einer Entwicklungszeit von vier Jahren. Hier liegt es nicht am Geld, sondern an der Projektleitung!
Wobei ... grundsätzlich habe ich gar nix gegen Shroud of the Avatar. Könnte ja was werden. Aber wie schon bei Tabula Rasa, so leidet auch dieses Projekt unter der Unentschiedenheit der Projektleitung. Was soll das eigentlich werden? Ein Multiplayer-Immobilienmakler-Simulator? Ein klassisches MMORPG? Ein SP-Spiel mit optionalen MP-Elementen? Ein MP-Spiel, welches man auch offline zocken kann?
Und als ich mir im Frühjahr den aktuellen Stand angeschaut habe ... ein uninspirierter Versuch eines Everquest 1 (!) - Klons mit dem prähistorischen Dialog-System früher Origin-Spiele. Ich musste ständig auf den Kalender schauen, um mich zu vergewissern, dass wir das Jahr 2017 und nicht etwa 1999 schreiben. Und damit meine ich nicht die Optik oder das Art Design, sondern das krude, altertümliche User Interface. Was nix mit Alpha- und Early Access zu tun hat, sondern mit VERALTET!!!
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Re: Shroud of the Avatar: Richard Garriott versucht die Crowdfunding-Kampagne bei SeedInvest anzufeuern
Gibt es überhaupt einen der alten Garde die wie Phoenix aus der Asche kam und ein gutes Spiel geliefert hat?Kajetan hat geschrieben: ↑18.06.2017 18:14 Ich bin froh, hierfür keinen müden Cent investiert zu haben. Als alter Sack und Ultima-Fan bin ich komischerweise kein Garriott-Fan, der jemandem Geld hinterher wirft, nur weil dieser Jemand vor 20 Jahren mal was Geiles gemacht hat. Garriott hat schon bei Tabvula Rasa zu sehr die "Schaut her, ich bin der Erfinder des MMORPGs, ich bin der Erfinder von Ultima Online!"-Masche bis zum Fremdschämen strapaziert.
Das waren viele Versprechungen und Vorstellungen die fast nie gehalten werden konnten. Die Kerle überschätzen sich extrem.
Chris Roberts ist da evtl eine Ausnahme, aber der wurde auch mit Geld zugeschissen.
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Re: Shroud of the Avatar: Richard Garriott versucht die Crowdfunding-Kampagne bei SeedInvest anzufeuern
Tim Schafer. Ist zwar ein leichter Chaot, aber mit Double Fine hat er was von Bestand aufgebaut.Stalkingwolf hat geschrieben: ↑18.06.2017 18:42 Gibt es überhaupt einen der alten Garde die wie Phoenix aus der Asche kam und ein gutes Spiel geliefert hat?
Das waren viele Versprechungen und Vorstellungen die fast nie gehalten werden konnten. Die Kerle überschätzen sich extrem.
Chris Roberts ist da evtl eine Ausnahme, aber der wurde auch mit Geld zugeschissen.
John Romero hatte letztes Jahr eine Doom-Map veröffentlicht, wo man wieder sehen konnte, dass der gute Mann es noch drauf hat. Seine Kernkompetenz ist Leveldesign. DAS kann er, da ist er ein Naturtalent. Schade, dass er seine Zeit stattdessen mit Projektleitung vergeudet hat.
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LittleRose
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Re: Shroud of the Avatar: Richard Garriott versucht die Crowdfunding-Kampagne bei SeedInvest anzufeuern
Todesglubsch hat geschrieben: ↑18.06.2017 16:49 Tjoah.
Was für eine interessante Phase ist das denn?
Garriot: "Wir befinden uns in einer sehr interessanten Phase, denn wir haben alle Gelder der ersten Crowdfunding-Kampagne und des EAs bereits aufgebraucht und keine Bank will uns Geld geben und da ich seit Jahren nichts mehr vernünftiges in der Spielebranche gepackt habe, hab ich auch keinerlei weiteren Kontakte und Möglichkeiten als mich, erneut, an euch Trottel da draußen zu wenden. Gebt mir bitte euer Geld, denn ich habe vor vielen Jahrzehnten mal Ultima gemacht, sowie weitere Spiele wie ääh... Ultima Underworld und äh Ultima Online und ... hab ich schon Ultima erwähnt?!"
Ich muss dir aber leider widersprechen: Mit Ultima Underworld hatte der gute Mann nichts zu tun. Das kam von Looking Glass, und der Publisher hat da nur Ultima draufgepappt, weil die Reihe so gut lief.
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Re: Shroud of the Avatar: Richard Garriott versucht die Crowdfunding-Kampagne bei SeedInvest anzufeuern
Schafer zählt hier IMO nicht wirklich, da er nie wirklich versunken war.
Vielleicht schon eher Gilbert, sofern man Thimbleweed Park als gutes Spiel anerkennt.
Garriot war bei UU immerhin "Director" und wird sich selbst sicherlich ein paar Lorbeeren zuschreibenLittleRose hat geschrieben: ↑18.06.2017 20:43![]()
Ich muss dir aber leider widersprechen: Mit Ultima Underworld hatte der gute Mann nichts zu tun. Das kam von Looking Glass, und der Publisher hat da nur Ultima draufgepappt, weil die Reihe so gut lief.
Re: Shroud of the Avatar: Richard Garriott versucht die Crowdfunding-Kampagne bei SeedInvest anzufeuern
Gilbert war eigentlich auch nie "weg". Seine Kinderspiele sind ziemlich klasse, zwei Deathspank-Titel und "The Cave" via Double Fine haben gezeigt, dass er seinen charakteristischen Humor und Charme nicht verloren hat.Todesglubsch hat geschrieben: ↑18.06.2017 20:50 Vielleicht schon eher Gilbert, sofern man Thimbleweed Park als gutes Spiel anerkennt.
Gespannt ich darauf, ob Warren Spector mit Underworld Ascendant und System Shock 3 seine an sich sehr guten Design-Philosophien adäquat umsetzen kann.
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Re: Shroud of the Avatar: Richard Garriott versucht die Crowdfunding-Kampagne bei SeedInvest anzufeuern
Wir haben wohl unterschiedliche Definitionen von "da sein"
Gilbert war doch eigentlich nur regelmäßig in der Presse, weil er betonen musste wie scheiße er den aktuellen Spielemarkt findet und was er alles an Monkey Island ändern würde, bekäme er jemals wieder die Lizenz (hoffentlich nicht). Durch ein Spiel isser ja erst wieder richtig mit Thimbleweed aufgetaucht.
Re: Shroud of the Avatar: Richard Garriott versucht die Crowdfunding-Kampagne bei SeedInvest anzufeuern
Was würde Gilbert denn ändern wollen?
Re: Shroud of the Avatar: Richard Garriott versucht die Crowdfunding-Kampagne bei SeedInvest anzufeuern
Da siehste mal wieder den Unterschied, den Presseberichte ausmachen können. Gilbert war nie weg, es würde halt kaum darüber berichtet, was er die ganze Zeit über getan hat, an welchen Spielen er gearbeitet hat.Todesglubsch hat geschrieben: ↑18.06.2017 23:09 Durch ein Spiel isser ja erst wieder richtig mit Thimbleweed aufgetaucht.
Bei Garriott ist aber das Feuer aus. Schon seit ner Weile. Ausgestattet mit viel Geld aus den Origin-Tagen und dem anschliessenden Verkauf von Origin an EA musste er nicht mehr an Spielen arbeiten. Er musste überhaupt nicht mehr arbeiten. Und dieser Zustand ist der Feind jedweder Kreativität. Wenn man keine Spiele mehr machen muss, um Rechnungen bezahlen zu können, spielt es auch keine Rolle, ob das Spiel etwas wird oder nicht. Man wurschtelt halt so rum, damit einem zwischen Ausbau des Familienschlosses (Garriott ist über seine Frau nun tatsächlich adelig) und einem Ausflug zur Mir-Station nicht langweilig wird.
Ich neide ihm seine Kohle nicht. Die hat er sich verdient. Aber er sollte besser erkennen, wann Schluß ist, anstatt weiter das Geld Dritter in den Wind zu blasen und mit dem Leben der Angestellten zu spielen. Sid Meier war weise genug seine aktive Karriere auf ihrem Höhepunkt zu beenden und dann nur noch ein paar Jahre lang seinen Namen zu verleihen. So manch einer sollte sich hier ein Beispiel nennen.
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Re: Shroud of the Avatar: Richard Garriott versucht die Crowdfunding-Kampagne bei SeedInvest anzufeuern
So sehe ich das ebenfalls. Einige kommen zum Glück nicht durch Kickstarter. Wie diese traurige Versuch von Guide Henkel.Kajetan hat geschrieben: ↑19.06.2017 07:32 Ich neide ihm seine Kohle nicht. Die hat er sich verdient. Aber er sollte besser erkennen, wann Schluß ist, anstatt weiter das Geld Dritter in den Wind zu blasen und mit dem Leben der Angestellten zu spielen. Sid Meier war weise genug seine aktive Karriere auf ihrem Höhepunkt zu beenden und dann nur noch ein paar Jahre lang seinen Namen zu verleihen. So manch einer sollte sich hier ein Beispiel nennen.
Aber bei einigen Namen haben einige das Geld leider sehr locker sitzen.
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Re: Shroud of the Avatar: Richard Garriott versucht die Crowdfunding-Kampagne bei SeedInvest anzufeuern
Und muss auch erst noch liefern, bevor er nicht Asche bleibt.Stalkingwolf hat geschrieben: ↑18.06.2017 18:42 Chris Roberts ist da evtl eine Ausnahme, aber der wurde auch mit Geld zugeschissen.
Ich habe auch das Gefühl, SOTA wird nichts mehr.
...but you do as you wish.
Re: Shroud of the Avatar: Richard Garriott versucht die Crowdfunding-Kampagne bei SeedInvest anzufeuern
Richtig. Nur war alleine schon die Kickstarter-Kampagne von SC deutlich professioneller als das, was Portalarium hingelegt haben. Roberts wird zudem immer noch von seiner ganz konkreten Vision einer vollständig aus Egosicht spiellbaren Space-Sim getrieben, die er ums Verrecken und ohne Kompromisse umsetzen will.ZappZarapp69 hat geschrieben: ↑19.06.2017 12:26Und muss auch erst noch liefern, bevor er nicht Asche bleibt.Stalkingwolf hat geschrieben: ↑18.06.2017 18:42 Chris Roberts ist da evtl eine Ausnahme, aber der wurde auch mit Geld zugeschissen.
Bei Garriott ist mir hingegen nicht wirklich klar, was er eigentlich noch erreichen will. Ist Shroud für ihn nur noch ein Hobby, weil er noch keinen Bock aufs Rentendasein hat?
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Re: Shroud of the Avatar: Richard Garriott versucht die Crowdfunding-Kampagne bei SeedInvest anzufeuern
Ja, Rockstar-Designer sind hinsichtlich des Alterns tatsächlich wie Rockstars. Einige kriegen zwar auf ihre alten Tagen nochmal was gescheites hin, aber generell neigen sie doch recht stark dazu in die Peinlichkeit abzudriften, während sie sich am Ruhm alter Tage festklammern.
In Richard Garriot sehe ich dazu noch soetwas wie den Notch der 80er. Akalabeth ist aus heutiger Sicht sich ein schlechter Witz. Es ist spielerisch oberprimitiv, generiert Dungeons, die oft nicht aufgehen, und hat das schlechteste Balancing was ich je in einem Spiel gesehen habe. Damals war es aber noch ein Novum als Held eine Welt im eigenen Computer zu erforschen und darauf Garriot immer weiter aufgebaut, erst mit einer halbwegs gescheiten Oberwelt, mit immer mehr Features, dann ein richtiges Kampfsystem, und dann die berühmte Ethik-Komponente in Ultima 4, etc.. Minecraft hat als recht schlichter Legobaukasten angefangen, Pixeln in 3D, was es irgendwie noch nicht so richtig gab,und hat dann diese Welten als Setting für ein Survival Spiel genutzt, auf welchem er ebenfalls immer weiter iteriert hat. Minecraft ist kein doll durchdachtes Survivalspiel, sondern ist gut, weil er einem schlichten, aber prinzipiell feinen, Spielsprinzip alle möglichen Features, die ihm halt gerade so eingefallen sind, hinzugefügt, was letztendlich zu einem so vielseitigen und langlebigen Ergebnis geführt. Notch hatte viele klasse Ideen, sie auch zumeist ädequat umgesetzt, wie Garriot auch, ich würde ihm aber nicht unbedingt zutrauen in zwei Jahren professionell ein komplett neues und erfolgreiches Spiel (kein MC2 oder so) aus dem Bodem zustampfen. Aus Mojangs anderen Projekten ist ja auch nicht viel geworden. Und so ähnlich hat Richard Garriot auch gearbeitet, auch wenn er regelmäßig die Engine aus dem Fenster geschmissen hat und natürlich ein viel größeres Ego besitzt.
Nun hat er aber Shroud of the Avater als sein "ultimate RPG" angekündigt und ich kann da Gott weiß keine stabile Vision drin erkennen, halt ultimativ irgendwie, muss alles drin sein, ohne Basis, völlig aus der Luft gegriffen, weil Garriot ja ein Visionär ist, schlimmer als der Molyneux. Dazu kommt jetzt dieses eklige Investmentsprech (und ich meine hiermit nicht mal den SeedInvest-Pitch wo das angemessen ist), mit seiner undendlich hohlen Phrasendrescherei, dass heiße Luft mit wenig Erfolg als nie dagewesene Innovation verkaufen will. "Selective Multiplayer", also wie Guild Wars?
Und dieses Spiel ist so Außerirdisch, anstatt alte Tugenden auf die moderne Spielewelt zu übertragen, oder wenigstenst eine Kopie zu produzieren, kombiniert Shroud of the Avatar alte Sünden, mit etwas weniger alten Sünden. Unzugänglichkeiten der 80er und 90er mit dem Grind der 00er MMOs und völlig aus dem Ruder gelaufenen Mikrotransaktionen, eine Art History of Bullshit in Video Games. Richard Garriot wird hiemit mächtig sein Erbe beschmutzen. Vielleicht das peinlichste Comeback was ich je gesehen habe.
In Richard Garriot sehe ich dazu noch soetwas wie den Notch der 80er. Akalabeth ist aus heutiger Sicht sich ein schlechter Witz. Es ist spielerisch oberprimitiv, generiert Dungeons, die oft nicht aufgehen, und hat das schlechteste Balancing was ich je in einem Spiel gesehen habe. Damals war es aber noch ein Novum als Held eine Welt im eigenen Computer zu erforschen und darauf Garriot immer weiter aufgebaut, erst mit einer halbwegs gescheiten Oberwelt, mit immer mehr Features, dann ein richtiges Kampfsystem, und dann die berühmte Ethik-Komponente in Ultima 4, etc.. Minecraft hat als recht schlichter Legobaukasten angefangen, Pixeln in 3D, was es irgendwie noch nicht so richtig gab,und hat dann diese Welten als Setting für ein Survival Spiel genutzt, auf welchem er ebenfalls immer weiter iteriert hat. Minecraft ist kein doll durchdachtes Survivalspiel, sondern ist gut, weil er einem schlichten, aber prinzipiell feinen, Spielsprinzip alle möglichen Features, die ihm halt gerade so eingefallen sind, hinzugefügt, was letztendlich zu einem so vielseitigen und langlebigen Ergebnis geführt. Notch hatte viele klasse Ideen, sie auch zumeist ädequat umgesetzt, wie Garriot auch, ich würde ihm aber nicht unbedingt zutrauen in zwei Jahren professionell ein komplett neues und erfolgreiches Spiel (kein MC2 oder so) aus dem Bodem zustampfen. Aus Mojangs anderen Projekten ist ja auch nicht viel geworden. Und so ähnlich hat Richard Garriot auch gearbeitet, auch wenn er regelmäßig die Engine aus dem Fenster geschmissen hat und natürlich ein viel größeres Ego besitzt.
Nun hat er aber Shroud of the Avater als sein "ultimate RPG" angekündigt und ich kann da Gott weiß keine stabile Vision drin erkennen, halt ultimativ irgendwie, muss alles drin sein, ohne Basis, völlig aus der Luft gegriffen, weil Garriot ja ein Visionär ist, schlimmer als der Molyneux. Dazu kommt jetzt dieses eklige Investmentsprech (und ich meine hiermit nicht mal den SeedInvest-Pitch wo das angemessen ist), mit seiner undendlich hohlen Phrasendrescherei, dass heiße Luft mit wenig Erfolg als nie dagewesene Innovation verkaufen will. "Selective Multiplayer", also wie Guild Wars?
Und dieses Spiel ist so Außerirdisch, anstatt alte Tugenden auf die moderne Spielewelt zu übertragen, oder wenigstenst eine Kopie zu produzieren, kombiniert Shroud of the Avatar alte Sünden, mit etwas weniger alten Sünden. Unzugänglichkeiten der 80er und 90er mit dem Grind der 00er MMOs und völlig aus dem Ruder gelaufenen Mikrotransaktionen, eine Art History of Bullshit in Video Games. Richard Garriot wird hiemit mächtig sein Erbe beschmutzen. Vielleicht das peinlichste Comeback was ich je gesehen habe.