greenelve hat geschrieben: ↑18.06.2017 16:06D2 hat keinen richtigen End Game Content. Die Runs sind die Bosse aus dem Spiel, kann man mit den Aktbossen und anderen in D3 auch machen. Zeitweilig war das für die legendären Materialien notwendig, zum Beispiel Maghda in A2.
Stimmt, wenn man genau darüber nachdenkt, hat Diablo eigentlich keinen wirklichen End Game Content, da es ja allein schon seine Weile gebraucht hat, um überhaupt auf Level 99 zu gelangen.
Das ist das Ding in D3 mit den GRifts: Es gibt kein Ende in der Schwierigkeit. Letztlich geht es nur um die allerbesten der besten Skills+Items. Die Builds werden aber auch nur aufgezwängt, wenn man die höchsten GRifts mitmachen und oder in den Leaderboards mitkämpfen will.
Auch hier hast du recht, genau das macht für mich die GRs aber auch aus :
So weit wie es eben geht und das ist bei mir immer der Versuch, mindestens die 70 oder 80 zu erreichen aber das schaffen bestimmte Builds teils schon gar nicht mehr.
Abgesehen von den legendären Edelsteinen und dem Rezept dazu, Items mit Mainstats zu verzaubern, ist es eigentlich egal, ob GRift 50 oder 80. Die höheren Belohnungen kann man durch mehr Runs ausgleichen - Spaß ist ja bekanntlich alles.
Spaß ist alles, das ist auch meine Philosophie und prinzipiell stimme ich dir hier vollkommen zu, dennoch ist es irgendwie schade, dass bestimmte Builds ab einem bestimmen GR-Level einfach nicht mehr mithalten können, dabei sollte das in einem ARPG eigentlich der Maßstab sein.
Die Leaderboards sind mir vollkommen egal aber dennoch hat man einfach das Gefühl, unter den eigenen Möglichkeiten zu spielen (ich hoffe, das klingt jetzt nicht arrogant, denn das soll es definitiv nicht), auch wenn es vielleicht gar nicht so ist.
Es ist nicht möglich einen Großteil der Builds zu balancen.
Ich glaube schon, alle definitiv nicht aber ein Großteil kann durchaus spielbar gebalanced werden, man könnte ja einfach diese teils wirklich übertrieben großen Multiplier auf Items entfernen oder anpassen, welche die Items in OP oder miseeabel schlecht unterteilen und viele, legendäre Gegenstände anpassen, sodass diese mit Set-Items mithalten können.
Das Problem ist hier, dass man dafür das komplette Spiel umkrempeln müsste und das würde Blizzard niemals tun und sei es nur deswegen, um sich nicht eingestehen zu müssen, dass in D3 durchaus Fehler begangen wurden, zudem würde das eine Menge Arbeit erfordern und das Dev-Team von Diablo 3 soll momentan ja nicht sonderlich groß sein.
Es ist ein Kreislauf. Ich sehe darin schon das Problem, solche Action-RPG's auf "höhere Zahlen gleich besser, Charakterentwicklung, mehr Spaß" zu reduzieren. Diese Betrachtung sehe ich sowohl bei den Spielern, wie den Programmierern.
Genauso sehe ich das auch und man merkt es eben deutlich.
Die Vorgabe ist kleine Voraussetzungen für alle schaffen. Paragon, Items, Gegner, Levellayout, Pylone. In GRift ist Paragonfarmen und Glück für das perfekte GRift zu wichtig. Die sind vom Aufbau her wie Set Rifts, nur das die Spieler wirklich 100% gleich sind. In den Set Rifts sind zumindest Gegner und Layout gleich.
Bei den Challenge Rifts kommt es auf das Können des Spielers an. GRifts werden natürlich hauptsächlich gemacht, da man hier seinen Char verbessern kann, legendäre Edelsteine usw. Challenge Rifts sind rein für Ranking und Vergleichbarkeit des Könnens. Der Wettbewerb wird nicht alle ansprechen, bei den GRift Rankings haben auch nicht alle mitgemacht.
Den Reiz für andere erkenne ich durchaus und ich möchte CRs auch nicht per se schlechtreden, nur mein Fall sind sie nicht, da sie für mich nichts neues beitragen.
Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass es auch viele Spieler geben wird, welche diese CRs durchaus mögen, deswegen bin ich auch keiner dieser CR-Kritiker, welche sie kritisieren und fordern, dass sie wieder aus dem Spiel entfernt und die verwendeten Ressourcen für etwas anderes verwendet werden.
Mehr Möglichkeiten sind immer gut, mich stört nur oder ich find es zumindest schade, dass es für meinen Spielertypen nichts neues gibt aber damit muss ich leben.
Ja, das Spiel hat arge Designprobleme. Es war in meinen Augen von Release an ein Flickenteppich, der im Laufe der Jahre nur geflickt werden konnte. Ein wirklich gutes Produkt wird daraus nicht, aber es hat an Qualität gewonnen. Das Dropsystem war lange Zeit kompletter Murks und wurde mit dem System 2.0 gut verbessert. Das Grunddesign, die Wichtigkeit der Zahlen, ist aber geblieben. Und so geht es munter weiter, Items mit +30.000% Schaden auf einen Skill.
Auch wenn als Abwechslung zu Sets die Ringe der Alpträume eingführt wurden. Ändert aber wenig daran, dass die Zahlen absurd steigen und es immer absurde Zahlen braucht.
Auch hier stimme ich zu.
Ich kann für mich sagen, dass D3 mit dem RoS-Add On auf einem richtig guten Weg war, ich hatte extrem viel Spaß mit den neuen Bounties und den normalen Rifts und auch mit den GRs hatte ich anfangs viel Spaß, nur irgendwann war die Luft dann raus und das für sehr lange Zeit, ich bin vor kurzem mit Season 10 wieder eingestiegen und habe dann gemerkt, dass sich am Spielprinzip kaum etwas geändert hat, man farmt immer nich Paragonlevel umd möglichst hohe GR-Stufen zu erreichen.
Das von dir Geschriebene bezüglich des Spaßes unabhängig des GR-Levels hat mich aber gerade ziemlich nachdenklich gemacht und ich denke, ich werde dem Spiel noch einmal eine Chance geben und dann tatsächlich einfach das Spielen, worauf ich lust habe, ich denke mir dann irgend etwas aus und schaue, wie weit ich komme, denn wie bereits erwähnt, sind mir die Leaderboards ziemlich egal und vom Gameplay her ist D3 ja immer noch ein gutes Spiel.