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Windows 10 - "Game Monitor": Potenzielles Anti-Cheat-System entdeckt
Verfasst: 05.06.2017 13:11
von 4P|BOT2
Microsoft scheint an einem Anti-Cheat-System zu arbeiten, das direkt in das Betriebssystem Windows 10 integriert sein könnte. Bei der "Windows Insider Preview Build 16199" ist der "Game Monitor" bei den Spiele-Einstellungen (Windows-Einstellungen -> Spielen) erstmalig aufgetaucht. Gemäß der Beschreibung sollen bestimmte "System-Informationen mit Spielen geteilt" werden, die den "Game Monitor" nutz...
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Windows 10 - "Game Monitor": Potenzielles Anti-Cheat-System entdeckt
Re: Windows 10 - "Game Monitor": Potenzielles Anti-Cheat-System entdeckt
Verfasst: 05.06.2017 17:36
von unknown_18
Also das wäre mal ein Feature das mich irgendwann doch dazu bringen könnte auf Win10 zu wechseln bzw. am PC wieder mehr online zu spielen, wenn er denn so funktioniert. Ein gutes Anti-Cheat-System kann eigentlich nur funktionieren, wenn es extrem mit dem Betriebssystem verschachtelt ist und das kann der Hersteller des selben immer noch am Besten tun, Dritthersteller sind da deutlich eingeschränkter.
Re: Windows 10 - "Game Monitor": Potenzielles Anti-Cheat-System entdeckt
Verfasst: 05.06.2017 17:43
von Trimipramin
Solange es optional bleibt, solls mir egal sein. Denn ja; Ich cheate durchaus das eine oder andere Mal. Aber nur in Singleplayer Spielen! Und das lasse ich mir auch nicht nehmen.
Re: Windows 10 - "Game Monitor": Potenzielles Anti-Cheat-System entdeckt
Verfasst: 05.06.2017 17:53
von Warsu
Jaein. Also ordentlich Potenzial hat so ein im OS verankertes System schon. Eine vollumfängliche Vermeidung von cheats wird es aber auch bestenfalls für eine kurze Weile bieten. Da habe ich zu viele super sichere Systeme kommen und gehen gesehen um hier wirklich den heiligen Gral zu erwarten. :>
Sehr problematisch finde ich aber die Aspekte Privatsphäre und Datenschutz. So ein System ist im best case nochmal ein weiterer hebel für Microsoft um Daten zu sammeln und bringt mehr User zu win10. Im worst case wird es zudem zu einem weiteren DRM-System entwickelt, das außerdem nur bei Software aus dem Microsoft store richtig funktioniert, weshalb Publisher steam, gog & co links liegen lassen und ihr Zeug lieber bei MS zum Verkauf anbieten. Ambitionen in die Richtung hatte die sympathische kalifornische Firma mal angedeutet...
Mag ein wenig schwarzmalerei sein, aber MS entwickelt so was nicht weil sie so freundliche Menschen sind. Die wollen mit dem Feature Geld verdienen.
Re: Windows 10 - "Game Monitor": Potenzielles Anti-Cheat-System entdeckt
Verfasst: 05.06.2017 20:45
von DonDonat
Als Spieler, den Cheater/ Hacker & Co. doch sehr nerven, befürworte ich ein gutes Anti-Cheat-System, was wie von MS hier vorgesehen direkt im BS untergebracht wird.
Als Medieninformatiker hingegen sehe ich das Ganze doch eher skeptisch: Performance, Privatsphäre und Sicherheit sind da die Probleme, die ich auf den ersten Blick sehe (Sicherheit im Sinne von weiteren Einfallstoren im Rechner).
Re: Windows 10 - "Game Monitor": Potenzielles Anti-Cheat-System entdeckt
Verfasst: 05.06.2017 23:51
von seppiro
Trimipramin hat geschrieben: ↑05.06.2017 17:43
Solange es optional bleibt, solls mir egal sein. Denn ja; Ich cheate durchaus das eine oder andere Mal. Aber nur in Singleplayer Spielen! Und das lasse ich mir auch nicht nehmen.
ähm ja ich denke das es hier sicher nicht um cheats im singleplayer geht sondern ausschließlich für multiplayer spiele
Re: Windows 10 - "Game Monitor": Potenzielles Anti-Cheat-System entdeckt
Verfasst: 06.06.2017 08:11
von adventureFAN
Jeder Trainer manipuliert den Speicher bzw. den Code eines Spieles. Wie soll Windows merken, ob es jetzt ein Trainer für ein Single- oder Multiplayer-Spiel ist? Microsoft müsste ja dann für JEDES Online-Spiel eine Blacklist anlegen. Man wird ja diesen Game Monitor sicherlich nicht ausschalten können.
Re: Windows 10 - "Game Monitor": Potenzielles Anti-Cheat-System entdeckt
Verfasst: 06.06.2017 08:20
von Rufus1247
Bin überzeugter Singelplayer Cheater ... aber für Onlinespiele mit Sicherheit sinnvoll, aber wie schon erwähnt Datenschutz und Privatsphäre dürfen nicht leiden, werden es aber wahrscheinlich auf die eine oder andere Art.
Solange das Ding optional ist, soll es mir latte sein. Aber wenn es optional ist, ist es eigentlich schon wieder obsolete. Außer Hersteller von Onlinespielen lassen sich hinreißen und prüfen ob der Kram läuft und starten erst dann das Spiel ...
Re: Windows 10 - "Game Monitor": Potenzielles Anti-Cheat-System entdeckt
Verfasst: 06.06.2017 08:23
von adventureFAN
Evtl. ist es ja auch ein Tool für Entwickler. Also entscheidet der Entwickler ob es genutzt wird oder nicht. Wie halt bei den ganzen anderen Anti-Cheat-Systemen auch. Kling für mich jetzt logischer.
Re: Windows 10 - "Game Monitor": Potenzielles Anti-Cheat-System entdeckt
Verfasst: 06.06.2017 10:56
von Twycross448
Ein im Betriebssystem eingebetteter Anti-Cheat? Schön tief verwurzelt, immer aktiv und fleissig mit den Redmond-Servern am kommunizieren? Hach, ein Traum wird war.
Man stelle sich das mal vor: endlich kann man als Publisher im großen Stil Mikrotransaktionen in Single-Player-Spielen einbauen, und die Leute können dann keine Cheats mehr benutzen, um die Sachen kostenlos zu bekommen, sondern müssen immer schön löhnen.
1 Stunde Unverwundbarkeit in Elder Scrolls 8: Hammerfell? 5 Euro, bitte. Ach, auch gleich noch 1 Million Dust für Endless Space 5? Gern, macht dann bitte 9,95 Euro.
Oder bin ich da der einzige, der skeptisch ist? o_O? Zugegeben, da ich reiner PC-Single-Player bin, hab ich mich mit Cheats in MP-Games nie wirklich auseinandergesetzt. Wohl weiß ich, das die Sch**** sind, aber Cheats in SP-Games hab ich immer gern benutzt, vor allem wenn ich ein Spiel zum wiederholten male spiele. Na, mal schauen. Aber das Misstrauen bleibt.
Re: Windows 10 - "Game Monitor": Potenzielles Anti-Cheat-System entdeckt
Verfasst: 06.06.2017 11:44
von sourcOr
Twycross448 hat geschrieben: ↑06.06.2017 10:56Man stelle sich das mal vor: endlich kann man als Publisher im großen Stil Mikrotransaktionen in Single-Player-Spielen einbauen, und die Leute können dann keine Cheats mehr benutzen, um die Sachen kostenlos zu bekommen, sondern müssen immer schön löhnen.
1 Stunde Unverwundbarkeit in Elder Scrolls 8: Hammerfell? 5 Euro, bitte. Ach, auch gleich noch 1 Million Dust für Endless Space 5? Gern, macht dann bitte 9,95 Euro.
Das klingt zwar absurd, wäre aber wahrscheinlich sogar möglich?

Re: Windows 10 - "Game Monitor": Potenzielles Anti-Cheat-System entdeckt
Verfasst: 06.06.2017 13:01
von Kajetan
sourcOr hat geschrieben: ↑06.06.2017 11:44
Twycross448 hat geschrieben: ↑06.06.2017 10:56Man stelle sich das mal vor: endlich kann man als Publisher im großen Stil Mikrotransaktionen in Single-Player-Spielen einbauen, und die Leute können dann keine Cheats mehr benutzen, um die Sachen kostenlos zu bekommen, sondern müssen immer schön löhnen.
1 Stunde Unverwundbarkeit in Elder Scrolls 8: Hammerfell? 5 Euro, bitte. Ach, auch gleich noch 1 Million Dust für Endless Space 5? Gern, macht dann bitte 9,95 Euro.
Das klingt zwar absurd, wäre aber wahrscheinlich sogar möglich?
Absurd? Schon Codemasters hat in den späten 90ern Cheats offiziell per 0190-Hotline "verkauft"
Und genau wie von Euch beschrieben, wird das so kommen. Warum? Weil es genug Leute gibt, die dafür Geld ausgeben wollen. Ich selbst kenne jemanden, der Shooter nur mit Godmode und ein RTS nur mit Trainer spielt. RPGs sind ihm zu kompliziert zum Cheaten. Warum macht er das? Weil er einfach nur entspannt in bunter Knallbummpeng-Graphik rumklicken will. Weil er sich nichts "beweisen" muss. Weil ihm das so Spass macht. Weil Spiele für ihn nur eine harmlose Freizeitbeschäftigung sind und kein Full-Time-Hobby.
Wir Super-Hardcore-Nerds hier, wir sind im Vergleich dazu eigentlich eine verschwindend kleine Minderheit

Re: Windows 10 - "Game Monitor": Potenzielles Anti-Cheat-System entdeckt
Verfasst: 06.06.2017 13:46
von Peter__Piper
sourcOr hat geschrieben: ↑06.06.2017 11:44
Twycross448 hat geschrieben: ↑06.06.2017 10:56Man stelle sich das mal vor: endlich kann man als Publisher im großen Stil Mikrotransaktionen in Single-Player-Spielen einbauen, und die Leute können dann keine Cheats mehr benutzen, um die Sachen kostenlos zu bekommen, sondern müssen immer schön löhnen.
1 Stunde Unverwundbarkeit in Elder Scrolls 8: Hammerfell? 5 Euro, bitte. Ach, auch gleich noch 1 Million Dust für Endless Space 5? Gern, macht dann bitte 9,95 Euro.
Das klingt zwar absurd, wäre aber wahrscheinlich sogar möglich?
Naja, ich fand es vor einigen Jahren auch noch absurd das ich mal ein Betriebssystem mit eingedongelten Shopsystem bekomme.
Oder das man für Onlinemultiplayer mal abseits der Gebühren beim Kabel/Internetdienstleister noch zusätzlich zur Kasse gebeten wird.
Oder das in Fußballspielen Sammelaspekte eingebaut werden die mittels DLC den Leuten hunderte von Euronen aus der Tasche leihern.
Aber es ist real - und die Leute feiern es auch noch ab.
Das nenne ich absurd
