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Re: Tropes vs. Women: The Lady Sidekick: Frauen als hilflose Last, Ego-Booster und zu beschützende Gefährten
Verfasst: 05.05.2017 18:21
von Antimuffin
Wollte die Frau nicht eigentlich Ende 2013 mit der Serie fertig werden?
Da hat man die Deadline wohl etwas verpasst.
Re: Tropes vs. Women: The Lady Sidekick: Frauen als hilflose Last, Ego-Booster und zu beschützende Gefährten
Verfasst: 05.05.2017 19:31
von Veldrin
Elli ist aber ein sehr unglücklich gewähltes Beispiel. Das Mädchen ist zu keiner Sekunde eine Last. Und selbst wenn sie anfangs eine gewesen wäre, Joel kümmerte sich gerne um sie, zumindest mit der Zeit und später passen sie gemeinsam aufeinander auf als wäre sie seine echte Tochter. Wie kann man überhaupt irgendwas an den Charakterzeichnungen von TLOU kritisieren? Tickt die noch richtig?
Habe aber nur das Cover dieses Themas angeschaut, vllt. kommt das ja als Positivbeispiel in dem Video vor, falls ja nehm ich das mit dem Richtigticken wieder zurück (oder so ähnlich)

Re: Tropes vs. Women: The Lady Sidekick: Frauen als hilflose Last, Ego-Booster und zu beschützende Gefährten
Verfasst: 05.05.2017 20:08
von Veldrin
burlesford hat geschrieben: ↑01.05.2017 00:06
Ich wollte dir nur mal danke sagen für den Nachweis, dass es hier tatsächlich zumindest eine Person gibt, die in der Lage ist, kritisch mit der Frau umzugehen.
Wieso ist es so schwer für Männer, sich diese Videos anzusehen und
a) einfach zu überlegen und zu akzeptieren, wo die Frau Recht hat (was sie in vielen Fällen durchaus tut) und
b) dort, wo sie einseitig oder sogar fehlerhaft berichtet (was durchaus vorkommt), diesen Fehler sachlich zu kommentieren, ohne ein ad hominem Gegenargument zu bringen?
Ja, die heutige Gesellschaft ist nicht mehr so sexistisch wie noch vor fünfzig Jahren. Bravo, sehr geil!
Ja, es gibt immer mehr Videospiele, die keine plumpen, sexistischen Klischees mehr verbreiten. Bravo, sehr geil!
Aber eben auch ja, viele Videospiele (und lange Zeit die Mehrheit) verbreiten schädliche, sexistische Tropen über Frauen (und wesentlich weniger über Männer). Bis heute. Und das ist schlecht und sollte sich ändern.
Was ist so furchtbar daran, das zu akzeptieren?
Und wenn die Frau dabei auch nicht hundertprozentig sachlich oder sauber arbeitet, bietet das uns Männern das doch lediglich eine Gelegenheit, umso sachlicher, liebevoller und verständiger auf diese Fehler zu reagieren, um Frauen davon zu überzeugen, dass wir nicht (mehr) so furchtbar sind wie damals. You know, anstatt sie zu hassen. Hass hat noch niemandem geholfen.
Am Ende könnte sich ja sogar noch was zum Guten hin bewegen.
Stimme deinem Post prinzipiell zu. Allerdings finde ich Damsels in Videospielen per se nicht verteufelbar. Das gehört für mich in den Bereich der Künstlerischen Freiheit. Auch wenn ich selber lieber Weibliche Charaktere in Spielen sehen möchte die nicht klischeehaft, die ambivalent und sowohl stark als auch schwach sein können. Generell finde ich, dass Charaktere häufig nicht vielschichtig genug dargestellt werden, egal ob mit Pimmel oder Mumu. Ich will interessante Charaktere. Wenn ein Entwickler es schafft eine Damsel interessant darzustellen, dann warum nicht. Und wenn ein Entwickler es schafft eine Heldin stark und glaubwürdig darzustellen, dann go for it. Künstlerische Freiheit. Und was ist so falsch daran in einem Computerspiel der Mittelpunkt von allem zu sein? Es gibt genug Spiele wo es nicht so ist und auch das ist gut so.
Re: Tropes vs. Women: The Lady Sidekick: Frauen als hilflose Last, Ego-Booster und zu beschützende Gefährten
Verfasst: 05.05.2017 20:30
von Veldrin
Sharkie hat geschrieben: ↑02.05.2017 17:10
Imperator Palpatine hat geschrieben: ↑02.05.2017 11:48
Wie passend dass im kommenden Call of Duty WW2 nun auch weibliche Charaktere im Multiplayer gespielt werden können.... :wink:
Ja spinnen die denn? Wer soll denn so den
historisch-pazifistischen Bildungsauftrag des neuen CoD noch ansatzweise ernst nehmen?

Re: Tropes vs. Women: The Lady Sidekick: Frauen als hilflose Last, Ego-Booster und zu beschützende Gefährten
Verfasst: 05.05.2017 20:32
von SethSteiner
Sharkie hat geschrieben: ↑05.05.2017 17:09
SethSteiner hat geschrieben: ↑04.05.2017 22:59
Wenn für dich ein Zweiter Weltkrieg bspw. auch mit Samurai und Dinosauriern ausgefochten werden kann, solang sie nur nicht strafen und hüpfen, fein.
Was soll die grobe Übertreibung? Wir reden darüber, wie bei der Inszenierung der beiden Weltkriege in Computerspielen Schwarze und Frauen eingebaut werden, nicht Samurai und Dinosaurier. Du bist doch wohl nicht ernsthaft der Meinung, dass das in Sachen Absurdität vergleichbar wäre? Schwarze haben in beiden Weltkriegen gekämpft, Frauen zumindest im Zweiten. Und ja, da mögen sie einerseits eine Minderheit dargestellt (die Frauen hierbei sicherlich deutlich marginaler als die Schwarzen) und zugestandenermaßen nicht auf allen Seiten gekämpft haben - dennoch gab es sie. Dinosaurier und Samurai nicht. Bleib doch mal beim tatsächlich diskutierten Sachverhalt - es ist weder konstruktiv noch überzeugend, den Standpunkt des Gegenübers ins komplett Absurde zu überspitzen, nur um dessen Position besser kritisieren zu können.
Zumal Du da im Grunde einen Strohmann aufbaust: Eigentlichegal sagte ja nicht, dass ihm das Szenario gegenüber dem Gameplay egal wäre, sondern dass es für ihn der größte Immersionskiller ist, wenn das Gameplay nicht zum Szenario passt. Das sind ja nun schon zwei sehr unterschiedliche Aussagen, wobei ich mich zweiterer vollkommen anschließe. Ein Arma jedenfalls ist (für mich!) nicht primär wegen der authentischeren Darstellung von Militärgerät und Armeepersonal immersiver, sondern weil die Gefechte darin sich authentischer anfühlen (bedingt durch Faktoren wie Waffenwirkung, aber auch durch die gameplaytechnische Relevanz von militärischer Taktik). Bei CoD könnte, wenn ich an einem anspruchslosen Tag mein Gehirn in den Pubertätsmodus versetze und mich zusätzlich betrinke, eine krachend inszenierte, serientypische Singleplayerkampagne auf immersiver Ebene sicherlich ebenfalls bei mir ankommen. Aber im Multiplayer? Nee, da sind so viele vom Szenario ablenkende Meta-Faktoren (Chat, Voicechat, Spawning, Punktelisten, Mapcycle, besagtes unkontrollierbares Spielerverhalten, etc.) vorhanden, als dass ich mich da ansatzweise immersiv ins Szenario versetzt fühlen könnte.
Das ist keine grobe Übertreibung. Wo ist der Unterschied zwischen Samurai und Dinosauriern und Frauen und Schwarzen? Sind doch nur Äußerlichkeiten oder etwa nicht? Wieso findest du ein Samurai seie übertrieben in einem Szenario in dem es keine Samurai gibt aber einen Schwarzen/Frau nicht, die da genauso unpassend sind? Ich und andere haben schon geschrieben, wo und inwieweit die Implementierung Sinn machen würde aber nein, das kann man ja nicht akzeptieren. Ich mein, noch mal, es gab einen Völkermord an Schwarzen, vor dem 1. Weltkrieg und dann haben die im Verhältnis 50/50 mit den weißen in Europa gekämpft? Wie gesagt, ein Alternativszenario ist kein problem aber ein Spiel das angeblich das Szenario historischer 1. Weltkrieg hat betreibt damit Geschichtsrevisionismus. Dasselbe bei Frauen, die waren nun Mal nicht gleichberechtigt als dass sie 50/50 auf allen Seiten mit den Männern in den Krieg gezogen wären.
Der Standpunkt des Gegenübers ist einfach nur "das ist alles total okay, interessiert mich nicht", Gameplay ist ja viel wichtiger". Ja.. in einem Spiel, das schon aufgrunddessen dass es ein Spiel ist eben Spielregeln hat und daher nicht 100%ig akkurat die physikalische Wirklichkeit wiedergibt. An anderen Stellen funktioniert das aber wunderbar und wenn man nicht will, wie gesagt Alternativszenario. Ich verstehe die Ignoranz darüber überhaupt nicht, noch viel weniger überhaupt das Verständnis dass Präsentation und Gameplay nicht austauschbar sind. Ich vermute daher schlußendlich hier einfach Trollerei.
Re: Tropes vs. Women: The Lady Sidekick: Frauen als hilflose Last, Ego-Booster und zu beschützende Gefährten
Verfasst: 05.05.2017 20:34
von Veldrin
SethSteiner hat geschrieben: ↑04.05.2017 18:57
Ich kann immer nur auf den Unterschied zwischen Spiel und Szenario verweisen. Wenn ich ein Szenario bekomme wie 2. Weltkrieg erwarte ich eben was ich kenne und auf russischer Seite darf das dann auch gerne mal eine Frau sein, auf französischer genauso in einem Szenario mit der Resistance und in Stories darf man auch mal kreativer sein aber allgemeine Schlachten auf allen Seiten total divers? Ist halt genauso unauthentisch wie eine Regenbogen Hakenkreuzflagge. Und ich verstehe da nicht, was so verkehrt an einem Alternativszenario ist funzt bei Wolfenstein ja auch prima.
Jin-Roh.
Ich bin für künstlerische Freiheit. Wenn man aber mit Authentizität wirbt, dies im Spiel aber ignoriert, braucht man sich über den Shitstorm nicht wundern. Hierbei kritisiere ich nur das verlogene Marketing. Dass man es nicht so genau nimmt mit der Historie kritisiere ich jedoch nicht, man hätte es nur nicht unehrlich vermarkten sollen.
Re: Tropes vs. Women: The Lady Sidekick: Frauen als hilflose Last, Ego-Booster und zu beschützende Gefährten
Verfasst: 05.05.2017 21:15
von Imperator Palpatine
@ SethSteiner
Oder man baut eine Ostafrika Mission ein um zumindest die Existenz von Schwarzen in der kaiserlichen Armee darzustellen. Deren Rolle bzw wie jene behandelt wurden würde man wohl trotz allem nicht thematisieren.
Ich bin demgegenüber mehr als interessiert an einem Titel wie Iron Harvest da jener direkt und ohne Umschweife ein Alternativszenario aufbaut. Und das Artwork des polnischen Künstlers halte ich für eine gute und ästhetisch ansprechende Vorlage.
Ach ja Elli empfinde ich ebenfalls als ziemlich unglückliches Beispiel aber dies zieht sich ja durch Saarkesians komplette Reihe.
Man wird bisweilen einfach das Gefühl nicht los dass sie die Titel wenn überhaupt nur kurz angespielt hat und sich ansonsten nur selektive Youtubevideos zu Gemüte geführt hat. Wenn überhaupt.
Re: Tropes vs. Women: The Lady Sidekick: Frauen als hilflose Last, Ego-Booster und zu beschützende Gefährten
Verfasst: 07.05.2017 03:37
von Veldrin
Imperator Palpatine hat geschrieben: ↑05.05.2017 21:15
@ SethSteiner
Oder man baut eine Ostafrika Mission ein um zumindest die Existenz von Schwarzen in der kaiserlichen Armee darzustellen. Deren Rolle bzw wie jene behandelt wurden würde man wohl trotz allem nicht thematisieren.
Ich bin demgegenüber mehr als interessiert an einem Titel wie Iron Harvest da jener direkt und ohne Umschweife ein Alternativszenario aufbaut. Und das Artwork des polnischen Künstlers halte ich für eine gute und ästhetisch ansprechende Vorlage.
Ach ja Elli empfinde ich ebenfalls als ziemlich unglückliches Beispiel aber dies zieht sich ja durch Saarkesians komplette Reihe.
Man wird bisweilen einfach das Gefühl nicht los dass sie die Titel
wenn überhaupt nur kurz angespielt hat und sich ansonsten nur selektive Youtubevideos zu Gemüte geführt hat. Wenn überhaupt.
Wenn überhaupt kurz anspielen lassen. Glaube kaum, dass sie wirklich selbst Recherche betreibt.
Re: Tropes vs. Women: The Lady Sidekick: Frauen als hilflose Last, Ego-Booster und zu beschützende Gefährten
Verfasst: 09.05.2017 15:09
von |Chris|
Grundsätzlich stimmts.
Ich erinnere mich immer noch an Ellie aus Dead Space, welche im zweiten Teil Ihr eigener Character war und den Kerl der Ihr das Auge ausgestochen hat kurzerhand ausknipst. Im dritten Teil wurde der Character damm zum default Bimbo runtergeschrieben der ohne den Stecher keine drei Meter laufen kann und selbst auf der -50 Grad kalten Oberfläche eines Eisplaneten Dekollete zeigt. Das ist dann auch für mich als männlichen Spieler irgendwo beleidigend.
Aber auch der damsel-in-distress trope hat seinen Platz und ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte das solche Geschichten mehr aus Budget und Zeitgründen aufgegriffen werden als aus Frauenhass. Im Endeffekt wird genau das gemacht was für die Zielgruppe zufriedenstellend ist und keinen Deut mehr denn das kostet Geld. Und 15 jährige Jungs kümmert das nunmal nicht - 15 jährige Mädchen vermutlich auch nicht.
Wie die anderen Tropes vs. Women Videos hat auch dieses ein Thema das es Wert ist das man darüber diskutiert, wird aber ertränkt in fragwürdigen Beispielen, schlechter Recherche und künstlich aufgeblasener Kontroverse.