Es ist auch nicht mein Ziel, eine bloße Aufrechnerei zu machen. Wenn man in diesem "Diskurs" der in der gerade medialen aber auch politischen Form eigentlich nie wirklich einer war, zum Zwecke eben der Diversität Beispiele anführen will, welche verlässlich unterm Radar bleiben, muss man automatisch eben diese von mir gewählten ziehen. Denn machen wir uns nix vor: heißt das Thema Sexismus und / oder Stereotype dann ist doch eigentlich schon vor dem Lesen jedem klar, um welches Geschlecht es sich ununterbrochen drehen wird. Mit meinen Beispielen will ich keinen Wettstreit starten sondern nur darauf verweisen, dass diese ewige Reduzierung dem Thema weder gerecht wird noch irgendwie hilfreich ist, weil es tendenziell durch die erkennbare Einseitigkeit und Unterkomplexität nervt und eher abschreckt.Sharkie hat geschrieben: ↑08.04.2017 00:56Allerdings sehe ich jetzt nicht so den Sinn darin, da irgendwelche Vergleiche anzustellen nach dem Schema "Männerklischees werden ebenso stark bedient wie Frauenklischees". Was soll denn diese Aufwiegerei? Ob klischeehafte bzw. aufs Sexuelle reduzierende Figurenzeichnung bei männlichen Figuren jetzt ebenso stark, mehr, weniger oder einfach komplett anders geschieht als bei weiblichen Figuren, ist doch abseits von irgendwelchen "Maskulinisten vs. Feministen"-Grabenkämpfen eine eher unwichtige Frage. Wenn man eindeutig auf beiden Seiten ein Problem sieht, dann muss man da nichts aufwiegen, es sei denn, man will unbedingt den eigenen ideologischen Standpunkt pushen (auf welcher der beiden Seiten dieser auch liegen mag). Keine Unterstellung, wohlgemerkt. Mir erschließt sich lediglich der Sinn solcher Vergleiche nicht im Geringsten.
Dass nicht alle Frauen auf Typen wie Kratos stehen geschenkt. Es stehen auch beileibe nicht alle Männer auf Plastikpüppchen mit Titten, die größer sind als der Kopf, die sich ununterbrochen nur von einer lasziven Pose zu nächsten bewegen, dennoch werden diese gerne als Musterbeispiel für die Sexualisierung von Frauen herangezogen. Kratos ist schon durchaus ein Charakter, der sehr viele evolutionäre Präferenzkriterien in sich vereint. Dass er dann auch noch ständig halb nackt rumrennt (was gerade beim Kämpfen gegen bewaffnet Soldaten / Dämonenschergen und haufenweise Monster eine selbstredend sehr kluge Idee ist), macht es nur noch weit plakativer.
BTW: Es heißt Maskulisten. Maskulinisten ist ein Terminus, der bevorzugt in den Journaillen verwendet wird, meist zusammen mit beständigen Zuschreibungen wie "rechtsnationalistisch", "rassistisch", "frauenfeindlich", "islamo- und / oder homophob", etc.; das volle Programm des "Igittigitts" halt. Innnerhalb der Männerrechtsbewegung bezeichnet sich eigentlich keiner selbst als Maskulinist. Selbst Maskulist wird nicht so oft benutzt.
Und bei Themen wie diesem finden derlei Grabenkämpfe zwischen Maskulisten und Feministen eigentlich nicht statt. Aufgrund der rechtlichen und sozialen Gegebenheiten haben Männerrechtler leider nicht das Luxusproblem, sich lang und breit um Dinge wie die Darstellung von Männern in Videospielen zu sorgen...



