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Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Verfasst: 07.04.2017 22:13
von JackyRocks
Billie? hat geschrieben: 07.04.2017 22:02
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 21:56
Billie? hat geschrieben: 07.04.2017 21:53
Hahahaha Real Satire. Das könnte man sich nicht besser ausdenken. Super. Wieso keine homosexuelle Frau? Wieso ein homosexueller Mann? hahaha klasse
Na ist doch so. Der Hauptchar kann doch von mir aus homosexuell sein, aber wieso ist es wichtig, dass es ein schwuler Mann ist und keine lesbische Frau? Und wieso selbst eine Transgender Person vor einer lesbischen Frau? Hat Aimeé und Jaguar oder wie der Film hieß die deutsche Gesellschaft so verändert, dass Lesben jetzt so normal sind wie heterosexuelle Männer oder liegt es eher daran, dass lesbische Frauen akzeptabler sind weil heterosexuelle Männer sich davon nicht angeekelt und bedroht fühlen und sich potentiell dazu selber berühren können?
Es kam mir ein wenig so vor, als gäbe es dort eine Nahrungskette oder eine Rangfolge der Unterprivilegiertheit und da steht die homosexuelle Frau noch über dem homosexuellen Mann sprich ist noch mehr eine verfolgte Randgruppe oder wie auch immer.
Dieser verstockte, immer zu schwer beleidigte Uni-Feminismus ist mir einfach zu viel und belustigt mich einfach nur noch und dein Kommentar hat mich aus irgend einem Grund daran erinnert. "Erst die homosexuelle Frau dann der homo Mann" oder so ähnlich :lol:
Finde ich so oder so dämlich. Das war aber mein Punkt. Ich möchte wissen, wieso es so wichtig ist, dass es ein schwuler Mann ist. Für mich würde generell ein nicht änderbar homosexueller Hauptcharakter schon einen Fortschritt bedeuten und wenn, dann sollte man beide Möglichkeiten bieten bevor man dann noch Transgender oder Asexuelle Menschen oder was auch immer Q ist mit ins Boot holt.

Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Verfasst: 07.04.2017 22:13
von KalkGehirn
monotony hat geschrieben:ich verstehe, warum sie genötigt fühlen, sich bei einer minderheit entschuldigen zu müssen. in diesen aufgewühlten zeiten entwickelt sich aus der echauffiertheit weniger ganz schnell ein handfester shitstorm
Mit aufgewühlten zeiten hat das weniger zu tun. Mehr mit einer Kultur, an der sich nichts mehr ändern wird wenn weiterhin immer zu Kreuze gekrochen wird.

Jemand sollte es einfach mal eskalieren lassen und mit einem schönem befriedigenden "Ihr könnt euch mal ins Knie f ...." dem Stuss entgegnen.

Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Verfasst: 07.04.2017 22:28
von billy coen 80
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 21:21

Und wieso keine homosexuelle Frau? Ich stimmt dir ja sonst zu, aber ganz ehrlich?
Wenn man es einbringen will, um in der Story spezifische Benachteiligungen zu thematisieren, wäre die Konzentration auf Schwule tatsächlich deutlich gewinnbringender. Lesben sind schon immer eher ignoriert als diskriminiert worden. Schwule wurden per Gesetz gezielt unterdrückt; in der BRD noch bis in die frühen 90er des letzten Jahrhunderts. Auch die Nazis haben Schwule gezielt verfolgt; die standen da auf einer Stufe mit Kommunisten, Gewerkschaftern und Behinderten. Lesben wurden "nur" unter dem Passus "sexuell verwahrlost" subsummiert, was zwar bei Entdeckung ebenfalls zu Bekanntschaft mit der GeStaPo und unter Umständen Verfrachtung in ein KZ führen konnte, eine zielgerichtete und institutionalisierte Verfolgung wie die von Schwulen gab es jedoch nicht (was auch den feministischen Aufstand gegen ein Denkmal für die schwulen Opfer des NS-Regimes ziemlich widerlich wirken ließ).
Erstmal sollten wir von irgendwelchen stereotypen Frauen wegkommen, übersexualisierung und zu dem Punkt kommen wo weibliche Protagonisten nicht toleriert werden als tolle Entwicklung und Offenheit sondern schlichtweg die Norm werden (und dabei rede ich ausdrücklich von Spielen die eben keine Auswahlmöglichkeit des Hauptcharakters lassen).
Eigentlich waren wir da schon längst. Kann mich nicht erinnern, dass sich die Entwickler etwaiger Resis, von Silent Hill 3, von Beyond Good and Evil, von Heavenly Sword, etc. irgendwie jemals mit ihrer "Progessivität" gebrüstet hätten oder von anderen dafür speziell gelobt worden wären.

Frauen werden im Übrigen in Videospielen kein Stück stereotyper dargestellt als Männer. Und auch die Sache mit der Sexualisierung, von der nur Frauen betroffen wären, kommt eher daher, weil viele Leute nicht kapieren, dass auch sexuelle Attraktion einem Geschlechterdimorphismus unterliegt. Tatsächlich entsprechen fast alle männlichen Charaktere in stark überzeichneter Form dem, was schon seit Urzeiten als für das andere Geschlecht besonders anziehend empfunden worden ist (Kraft, Dominanz).
Vielleicht kümmern wir uns erstmal darum, dass in zig Ländern, inklusive Deutschland immer noch Gehaltsunterschiede zwischen Mann und Frau bestehen
Das ist wissenschaftlich belegt Nonsens; zumindest wenn man tatsächlich gleiche Tätigkeiten unter gleichen Bedingungen vergleicht und nicht einfach nur alle Männer in einen und alle Frauen in einen anderen Topf schmeißt.
...dass es immer noch Gehaltsunterschiede zwischen Ost und West in Bereichen wie dem öffentlichen Sektor gibt usw.


Das stimmt und gehört abgestellt, weil es keine faktischen Gründe mehr für eine Ost-West-Trennung gibt. In einer ostdeutschen Großstadt sind die Lebenshaltungskosten erheblich höher, als in einer westdeutschen Provinzgegend. Auch im Vergleich strukturell vergleichbarer Gegenden gibt es längst kein klar definierbares Ost-West-Gefälle mehr, sondern die Differenzen der Lebenshaltungskosten sind relativ willkürlich über das Land verstreut. Dass also unterschiedliche Gehälter in Ost und West gezahlt werden (teils sogar in Tarifverträgen verankert), ist eine hochgradige Ungerechtigkeit.

Dem Beheben solcher Ungerechtigkeiten steht der Mythos vom Gender Wage Gap (Gender Pay Gap ist Idiotenenglisch) aber fundamental im Wege, weil die damit einhergehende Skandalisierungswut beständig von den wirklichen Problemlagen des deutschen Arbeitsmarktes ablenkt.

Ein wunderbares Beispiel für diesen Wirkmechanismus war die Klage einer Mitarbeiterin gegen das ZDF. Sie gab an, deutlich weniger für gleiche Arbeit zu bekommen, als männliche Kollegen. Dies wurde vor Gericht durchexerziert und sie verlor grandios. Der Grund: die unterschiedliche Bezahlung entstand durch ein grundsätzlich anderes Beschäftigungsverhältnis. Die Männer mit denen sie sich verglich waren feste Angestellte, sie hatte jedoch ein Vertragskonstrukt einer "freien" Mitarbeiterin; hätte sie sich mal ein wenig länger beschäftigt, hätte sie auch Frauen gefunden, die genauso viel wie diese Männer und entsprechend mehr als sie verdienten. Die Crux: Sie war dadurch nicht freischaffend. Sie war wie alle Angestellten an redaktionelle Vorgaben gebunden. Aber dafür ersparte sich der Arbeitgeber etwa soziale Leistungen, die allen fest Angestellten zustehen, unter anderem sogar bezahlter Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Dass solche an Lohnsklavenhaltung grenzenden Arbeitsverhältnisse überhaupt möglich sind, da hat sich in der ganzen Berichterstattung niemand dran gestoßen. Alle Medien hofften nur sichtbar, endlich mal ein Beweisbeispiel für den ominösen Gender Wage Gap zu erhalten und als das Gericht da nicht mitziehen wollte, wurde dies nur als weiterer Beweis patriarchaler Unterdrückung von Frauen abgehakt und ad acta gelegt. Dies war eines von vielen aber ein ganz besonders plakatives Beispiel, wie dieses ständige "Frauen-sind-immer-und-überall-benachteiligt"-Gejammere den Blick auf reale Probleme, von denen ALLE Arbeitnehmer betroffen sind, vernebelt. Wollte man gemein sein, könnte man sagen, hätte es all diese Jammer-Mythen nicht schon lange gegeben, Arbeitgeber und Neoliberalisten hätten sie gewiss früher oder später erfunden; macht ihnen die gesellschaftliche Lobbyarbeit bei wirklich relevaten Themen nämlich sehr viel leichter... :wink:

Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Verfasst: 07.04.2017 22:33
von billy coen 80
Billie? hat geschrieben: 07.04.2017 22:02Es kam mir ein wenig so vor, als gäbe es dort eine Nahrungskette oder eine Rangfolge der Unterprivilegiertheit und da steht die homosexuelle Frau noch über dem homosexuellen Mann sprich ist noch mehr eine verfolgte Randgruppe oder wie auch immer.
Dieser verstockte, immer zu schwer beleidigte Uni-Feminismus ist mir einfach zu viel und belustigt mich einfach nur noch und dein Kommentar hat mich aus irgend einem Grund daran erinnert. "Erst die homosexuelle Frau dann der homo Mann" oder so ähnlich :lol:
Du wirst lachen, aber diese Rangfolge gibt es in gewissen ideologischen Kreisen tatsächlich. Und ja, Frau sticht da prinzipiell immer männlich aus.

Innerhalb dieser Zirkel beginnt man sich auch mehr und mehr gegenseitig zu zerfleischen, weil immer wieder irgendwo jemand daher kommt, der bei sich einen Aspekt entdeckt, wodurch er (oder besser sie) noch unterprivilegierter ist als alle anderen und aus dieser "subversiven" Postition das Recht ableitet, den anderen erst einmal das Maul zu verbieten und umfängliches Gehör zu erhalten.

Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Verfasst: 07.04.2017 22:53
von Funkee
ME:A ist ja nun schon genug gestraft, schaut man sich die Wertungen an, aber: Welche Überraschung, die Netzcommunity empört sich mal wieder wegen irgendeinem Blödsinn. Das Problem am Internet ist nicht, dass jeder Depp seine ach so wichtige und hörenswerte Meinung per Twitter und Facebook in die Welt hinausposaunen kann, sondern dass sie auch von Leuten wie den Verantwortlichen bei Bioware ernst genommen wird.

Apropos: Warum werden in den Spielen von Bioware Beziehungen eigentlich immer nur zwischen humanoiden Spezies thematisiert? Wo bleibt da das arme Amöben-Alien, dass sich harten Amöbensex mit den Zwitterdämonen von Beteigeuze als Inhalt wünscht? Hmmm? HMMMMM???

Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Verfasst: 07.04.2017 22:57
von JackyRocks
billy coen 80 hat geschrieben: 07.04.2017 22:28
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 21:21

Und wieso keine homosexuelle Frau? Ich stimmt dir ja sonst zu, aber ganz ehrlich?
Wenn man es einbringen will, um in der Story spezifische Benachteiligungen zu thematisieren, wäre die Konzentration auf Schwule tatsächlich deutlich gewinnbringender. Lesben sind schon immer eher ignoriert als diskriminiert worden. Schwule wurden per Gesetz gezielt unterdrückt; in der BRD noch bis in die frühen 90er des letzten Jahrhunderts. Auch die Nazis haben Schwule gezielt verfolgt; die standen da auf einer Stufe mit Kommunisten, Gewerkschaftern und Behinderten. Lesben wurden "nur" unter dem Passus "sexuell verwahrlost" subsummiert, was zwar bei Entdeckung ebenfalls zu Bekanntschaft mit der GeStaPo und unter Umständen Verfrachtung in ein KZ führen konnte, eine zielgerichtete und institutionalisierte Verfolgung wie die von Schwulen gab es jedoch nicht (was auch den feministischen Aufstand gegen ein Denkmal für die schwulen Opfer des NS-Regimes ziemlich widerlich wirken ließ).
Erstmal sollten wir von irgendwelchen stereotypen Frauen wegkommen, übersexualisierung und zu dem Punkt kommen wo weibliche Protagonisten nicht toleriert werden als tolle Entwicklung und Offenheit sondern schlichtweg die Norm werden (und dabei rede ich ausdrücklich von Spielen die eben keine Auswahlmöglichkeit des Hauptcharakters lassen).
Eigentlich waren wir da schon längst. Kann mich nicht erinnern, dass sich die Entwickler etwaiger Resis, von Silent Hill 3, von Beyond Good and Evil, von Heavenly Sword, etc. irgendwie jemals mit ihrer "Progessivität" gebrüstet hätten oder von anderen dafür speziell gelobt worden wären.

Frauen werden im Übrigen in Videospielen kein Stück stereotyper dargestellt als Männer. Und auch die Sache mit der Sexualisierung, von der nur Frauen betroffen wären, kommt eher daher, weil viele Leute nicht kapieren, dass auch sexuelle Attraktion einem Geschlechterdimorphismus unterliegt. Tatsächlich entsprechen fast alle männlichen Charaktere in stark überzeichneter Form dem, was schon seit Urzeiten als für das andere Geschlecht besonders anziehend empfunden worden ist (Kraft, Dominanz).
Vielleicht kümmern wir uns erstmal darum, dass in zig Ländern, inklusive Deutschland immer noch Gehaltsunterschiede zwischen Mann und Frau bestehen
Das ist wissenschaftlich belegt Nonsens; zumindest wenn man tatsächlich gleiche Tätigkeiten unter gleichen Bedingungen vergleicht und nicht einfach nur alle Männer in einen und alle Frauen in einen anderen Topf schmeißt.
...dass es immer noch Gehaltsunterschiede zwischen Ost und West in Bereichen wie dem öffentlichen Sektor gibt usw.


Das stimmt und gehört abgestellt, weil es keine faktischen Gründe mehr für eine Ost-West-Trennung gibt. In einer ostdeutschen Großstadt sind die Lebenshaltungskosten erheblich höher, als in einer westdeutschen Provinzgegend. Auch im Vergleich strukturell vergleichbarer Gegenden gibt es längst kein klar definierbares Ost-West-Gefälle mehr, sondern die Differenzen der Lebenshaltungskosten sind relativ willkürlich über das Land verstreut. Dass also unterschiedliche Gehälter in Ost und West gezahlt werden (teils sogar in Tarifverträgen verankert), ist eine hochgradige Ungerechtigkeit.

Dem Beheben solcher Ungerechtigkeiten steht der Mythos vom Gender Wage Gap (Gender Pay Gap ist Idiotenenglisch) aber fundamental im Wege, weil die damit einhergehende Skandalisierungswut beständig von den wirklichen Problemlagen des deutschen Arbeitsmarktes ablenkt.

Ein wunderbares Beispiel für diesen Wirkmechanismus war die Klage einer Mitarbeiterin gegen das ZDF. Sie gab an, deutlich weniger für gleiche Arbeit zu bekommen, als männliche Kollegen. Dies wurde vor Gericht durchexerziert und sie verlor grandios. Der Grund: die unterschiedliche Bezahlung entstand durch ein grundsätzlich anderes Beschäftigungsverhältnis. Die Männer mit denen sie sich verglich waren feste Angestellte, sie hatte jedoch ein Vertragskonstrukt einer "freien" Mitarbeiterin; hätte sie sich mal ein wenig länger beschäftigt, hätte sie auch Frauen gefunden, die genauso viel wie diese Männer und entsprechend mehr als sie verdienten. Die Crux: Sie war dadurch nicht freischaffend. Sie war wie alle Angestellten an redaktionelle Vorgaben gebunden. Aber dafür ersparte sich der Arbeitgeber etwa soziale Leistungen, die allen fest Angestellten zustehen, unter anderem sogar bezahlter Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Dass solche an Lohnsklavenhaltung grenzenden Arbeitsverhältnisse überhaupt möglich sind, da hat sich in der ganzen Berichterstattung niemand dran gestoßen. Alle Medien hofften nur sichtbar, endlich mal ein Beweisbeispiel für den ominösen Gender Wage Gap zu erhalten und als das Gericht da nicht mitziehen wollte, wurde dies nur als weiterer Beweis patriarchaler Unterdrückung von Frauen abgehakt und ad acta gelegt. Dies war eines von vielen aber ein ganz besonders plakatives Beispiel, wie dieses ständige "Frauen-sind-immer-und-überall-benachteiligt"-Gejammere den Blick auf reale Probleme, von denen ALLE Arbeitnehmer betroffen sind, vernebelt. Wollte man gemein sein, könnte man sagen, hätte es all diese Jammer-Mythen nicht schon lange gegeben, Arbeitgeber und Neoliberalisten hätten sie gewiss früher oder später erfunden; macht ihnen die gesellschaftliche Lobbyarbeit bei wirklich relevaten Themen nämlich sehr viel leichter... :wink:
Das mit dem Gender Wage Gap hast du jetzt aber sehr spezifisch auf Deutschland bezogen. Es gibt genug westliche Länder in denen das noch der Fall ist. Das war eher ein allgemeines Beispiel, genau wie der nach wie vor existierende und teilweise immer noch institutionalisierte Rassismus in den USA zum Beispiel.

Es mag durchaus sein, dass schwule Männer stärker verfolgt wurden, ich finde das aber ehrlich gesagt eher sinnlos Leiden und Gesellschaftliche Ausgrenzung zu vergleichen. Homosexualität ist für beide Geschlechter nach wie gesellschaftlich nicht komplett akzeptiert, führt nach wie vor beim Coming Out zu Anfeindungen, traumatischen oder emotional zutiefst verstörenden Ereignissen innerhalb der Familie und des Freundeskreises und das trifft für Lesben und Schwule gleichermaßen zu. Das ist für mich ein wenig wie der Vergleich zwischen Sinti und Roma und Juden im Dritten Reich. Am Ende sind beide Parteien im KZ gelandet und wurden vergast und nur weil das bei der einen Gruppe auf industriellen Niveau geschehen ist und bei der anderen mehr so "nebenher" kann man am Ende keine Skala des Leidens anlegen. Unrecht bleibt Unrecht und gesellschaftliche Ausgrenzung bleibt gesellschaftliche Ausgrenzung. Es wäre schlicht und ergreifend ein Zeichen generell einen Hauptcharakter homosexuell zu definieren, egal ob er ein Mann oder eine Frau ist oder potentiell eine Auswahlmöglichkeit besteht.

Hinsichtlich der sexualisierten Darstellung der Frau muss ich dir allerdings widersprechen aus dem einfachen Grund weil gemeinhin bestimmte Körperteile bei einem Mann nicht annähernd eine solche Behaftung haben ihn zu einem Sexualobjekt zu degradieren wie bei Frauen. Da mag es sicherlich unterschiedliche Meinungen dazu geben, aber das ist meine persönliche Erfahrung als Spielerin und das ist ja bei Weitem nicht nur ein Problem das Spiele betrifft. Erst neulich gesehen im Baumarktkatalog: Eine Sonnenliege. Jeder weiß was es ist, wie sie funktioniert usw. aber es ist wichtig, dass man da eine Frau im knappsten Bikini drauf setzt die lasziv in die Kamera grinst damit jeder wirklich weiß wie man die Liege benutzt. Ich liebe TW3 aber bei aller Lore habe ich nie verstanden wie eine ausgebildete Killerin wie Ciri die ständig auf der Flucht ist 1. in Highheels rumrennen muss 2. selbst in Skellige dem kalten Norden nur einen Fellkragen um ihre dünne und bis zum Nabel offene Bluse tragen muss und 3. komischer Weise immer Zeit und Muse findet sich Augenschatten zu verpassen. Leuchtet mir nicht ein, macht keinen Sinn, auch nicht, dass Triss Merigold trotz inkognito sein mit Kapuze mit nem Dekoltee rumrennen muss wo jeder hinstarrt und das aussieht als ob der Fleischer seine Montagsauslage präsentiert. Das sind für mich mehr als genug Belege, dass das eben immer noch da ist.

Auch Hauptdarstellerinnen die quasi eine tatsächlich eher weibliche Lebeneinstellung an den Tag legen sind selten genug. Ja du hast natürlich in Bioware Spielen und anderen die Möglichkeit einen weiblichen Charakter zu spielen, aber effektiv ist die Story eher Unisex genau wie in anderen RPGs und definiert eher weniger die weibliche Perspektive oder wie man als Frau diese Umwelt wahrnehmen würde. Tomb Raider in seinen neuesten Iterationen ist da ein guter Schritt, Clem aus the Walking Dead eher nicht, Max aus Life is Strange und die Dame aus Beyond Good and Evil sind die einzigen "Großen" Namen die mir da wirklich einfallen. Du hast teilweise starke Nebencharaktere, Leliana und Cassandra aus Dragon Age genau wie Morrigan, Ashley aus ME genau wie Jack usw. aber die volle Breitseite abseits davon als Hauptcharakter hast du selten bis gar nicht.

Aber das sind eben auch wieder Stereotypen auf ihre eigene Art und Weise. Die Kickass Mädels Fraktion, Selbstbewusst, knallhart, cool, so gut wie die Jungs. Nicht alle Frauen sind so und ich muss als Frau auch nicht so sein um von Männer akzeptiert zu werden. Deswegen fand ich Max in Life is Strange so gut und so einen Kontrast wünsche ich mir sicherlich genau so wie die lesbischen Frauen nicht immer die "typische" Lesbe sehen wollen: hart, oftmals ungehobelt und leicht eklig im Sinne von keine "Manieren" und halb männlich und fast nur auf One Night Stands aus oder mit Bindungsstörungen genau so wenig wie schwule Männer sicherlich weiterhin ständig den leicht tuckisch-weiblichen Schwulen sehen wollen, der unter seinem vorgetäuschten Humor und Selbstbewusstsein eine total zerbrechliche Blüte mit Traumata auf Grund von familiärer Ablehnung hat.

Es gab da bei Bioware in den alten Foren mal einen ellenlangen Thread drüber "The Gay Knight in Shining Armor" hieß der glaube ich wo es genau darum ging, dass sich die schwule Community mal einen tatsächlich selbstbewussten, selbstsicheren und selbstbestimmten heroischen, starken und maskulinen schwulen Charakter wünscht.

Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Verfasst: 07.04.2017 23:00
von JackyRocks
Funkee hat geschrieben: 07.04.2017 22:53 ME:A ist ja nun schon genug gestraft, schaut man sich die Wertungen an, aber: Welche Überraschung, die Netzcommunity empört sich mal wieder wegen irgendeinem Blödsinn. Das Problem am Internet ist nicht, dass jeder Depp seine ach so wichtige und hörenswerte Meinung per Twitter und Facebook in die Welt hinausposaunen kann, sondern dass sie auch von Leuten wie den Verantwortlichen bei Bioware ernst genommen wird.

Apropos: Warum werden in den Spielen von Bioware Beziehungen eigentlich immer nur zwischen humanoiden Spezies thematisiert? Wo bleibt da das arme Amöben-Alien, dass sich harten Amöbensex mit den Zwitterdämonen von Beteigeuze als Inhalt wünscht? Hmmm? HMMMMM???
Und genau wegen Klappspaten wie dir kann man über so ein Thema nicht normal reden. Nochmal: es ging den Transsexuellen nicht darum, dass sie in das Spiel wollen oder noch mehr Transsexuelle darin haben wollen. Sie wollten schlicht und ergreifend vernünftig und stilvoll dargestellt werden und nicht als politisches Accessoire missbraucht werden und das ist ihr gutes Recht.

Würdest du auch son Aufstand machen, wenn Schwarze sich darüber beschweren würden, dass Bioware sie eingebaut hat aber als dumme und faule Neger dargestellt hat? Sicherlich nicht. Hier ging es gerade darum, dass die Transsexuellen das absolut daneben fanden, dass es dem Spieler so absolut ungefragt und so absolut unnötig auf die Nase gebunden wurde nur um daraus Kapital zu schlagen und sich als sonst wie progressiv darzustellen, gerade weil die Darstellung eines Transsexuellen in DA:I wesentlich gelungener war.

Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Verfasst: 07.04.2017 23:21
von Funkee
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 23:00
Funkee hat geschrieben: 07.04.2017 22:53 ME:A ist ja nun schon genug gestraft, schaut man sich die Wertungen an, aber: Welche Überraschung, die Netzcommunity empört sich mal wieder wegen irgendeinem Blödsinn. Das Problem am Internet ist nicht, dass jeder Depp seine ach so wichtige und hörenswerte Meinung per Twitter und Facebook in die Welt hinausposaunen kann, sondern dass sie auch von Leuten wie den Verantwortlichen bei Bioware ernst genommen wird.

Apropos: Warum werden in den Spielen von Bioware Beziehungen eigentlich immer nur zwischen humanoiden Spezies thematisiert? Wo bleibt da das arme Amöben-Alien, dass sich harten Amöbensex mit den Zwitterdämonen von Beteigeuze als Inhalt wünscht? Hmmm? HMMMMM???
Und genau wegen Klappspaten wie dir kann man über so ein Thema nicht normal reden. Nochmal: es ging den Transsexuellen nicht darum, dass sie in das Spiel wollen oder noch mehr Transsexuelle darin haben wollen. Sie wollten schlicht und ergreifend vernünftig und stilvoll dargestellt werden und nicht als politisches Accessoire missbraucht werden und das ist ihr gutes Recht.

Würdest du auch son Aufstand machen, wenn Schwarze sich darüber beschweren würden, dass Bioware sie eingebaut hat aber als dumme und faule Neger dargestellt hat? Sicherlich nicht. Hier ging es gerade darum, dass die Transsexuellen das absolut daneben fanden, dass es dem Spieler so absolut ungefragt und so absolut unnötig auf die Nase gebunden wurde nur um daraus Kapital zu schlagen und sich als sonst wie progressiv darzustellen, gerade weil die Darstellung eines Transsexuellen in DA:I wesentlich gelungener war.
Offensichtlich hast du meinen Beitrag missverstanden. Kein Grund, gleich persönlich zu werden. Habe ich irgendwo Bioware verteidigt? Nein. Ich habe auch nichts gegen berechtigte Kritik gesagt. Ich habe etwas dagegen, dass aus jedem Käse mittlerweile gleich ein Shitstorm generiert wird. In China fällt ein Sack Reis um, und ein Haufen Kasper auf Twitter empört sich, bis sich irgendwer irgendwo dafür entschuldigt. Hier wird ein Charakter in einem mittelmäßigen Spiel kritisiert, das von einem Studio entwickelt wurde, das offensichtlich nur noch ein Schatten seines früheren Selbst ist. Ist das irgendwie wichtig? Bringt es die Akzeptanz der LBGT-Gemeinde irgendwie weiter, wenn man hier ein Exempel statuiert? Natürlich hat Bioware es irgendwo "verdient", wenn sie aus Quotengründen einen unglaubwürdigen Charakter einbauen, aber auf der anderen Seite finde ich es eben auch affig, wenn man sich hierbei so echauffiert.

Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Verfasst: 07.04.2017 23:25
von KalkGehirn
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 23:00
Funkee hat geschrieben: 07.04.2017 22:53 ME:A ist ja nun schon genug gestraft, schaut man sich die Wertungen an, aber: Welche Überraschung, die Netzcommunity empört sich mal wieder wegen irgendeinem Blödsinn. Das Problem am Internet ist nicht, dass jeder Depp seine ach so wichtige und hörenswerte Meinung per Twitter und Facebook in die Welt hinausposaunen kann, sondern dass sie auch von Leuten wie den Verantwortlichen bei Bioware ernst genommen wird.

Apropos: Warum werden in den Spielen von Bioware Beziehungen eigentlich immer nur zwischen humanoiden Spezies thematisiert? Wo bleibt da das arme Amöben-Alien, dass sich harten Amöbensex mit den Zwitterdämonen von Beteigeuze als Inhalt wünscht? Hmmm? HMMMMM???
Und genau wegen Klappspaten wie dir kann man über so ein Thema nicht normal reden. Nochmal: es ging den Transsexuellen nicht darum, dass sie in das Spiel wollen oder noch mehr Transsexuelle darin haben wollen. Sie wollten schlicht und ergreifend vernünftig und stilvoll dargestellt werden und nicht als politisches Accessoire missbraucht werden und das ist ihr gutes Recht.

Würdest du auch son Aufstand machen, wenn Schwarze sich darüber beschweren würden, dass Bioware sie eingebaut hat aber als dumme und faule Neger dargestellt hat? Sicherlich nicht. Hier ging es gerade darum, dass die Transsexuellen das absolut daneben fanden, dass es dem Spieler so absolut ungefragt und so absolut unnötig auf die Nase gebunden wurde nur um daraus Kapital zu schlagen und sich als sonst wie progressiv darzustellen, gerade weil die Darstellung eines Transsexuellen in DA:I wesentlich gelungener war.
Ach, wollen die das? Ich hab das Spiel da, nächstes mal wenn mein Onkel zu Besuch ist, zeig ich ihm die Stelle. Der würde mim Kopf schütteln und Lachen. Wenn ich ihm dann erörtern würde, was für ein Aufstand deswegen gemacht wurde, würde er sich wohl vermutlich für diese Gruppe schämen und wenig Verständnis aufbringen.
Was du nicht verstanden hast, der quatsch sorgt für mehr Ressentiments als er abbaut.
Was Stilvoll ist liegt übrigens immer im Auge des Betrachters.
Dein Neger Vergleich ist zudem mal richtig daneben. Ist der Schwarze zu Beginn des Spiels nicht ziemlich dümmlich? Wo ist der Aufschrei?

Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Verfasst: 07.04.2017 23:34
von billy coen 80
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 22:57Das mit dem Gender Wage Gap hast du jetzt aber sehr spezifisch auf Deutschland bezogen. Es gibt genug westliche Länder in denen das noch der Fall ist. Das war eher ein allgemeines Beispiel, genau wie der nach wie vor existierende und teilweise immer noch institutionalisierte Rassismus in den USA zum Beispiel.
Der Gender Wage Gap ist auch in anderen westlichen Ländern durch wissenschaftliche Studien weitgehend widerlegt (USA, UK, Österreich, Schweiz...).
Hinsichtlich der sexualisierten Darstellung der Frau muss ich dir allerdings widersprechen aus dem einfachen Grund weil gemeinhin bestimmte Körperteile bei einem Mann nicht annähernd eine solche Behaftung haben ihn zu einem Sexualobjekt zu degradieren wie bei Frauen. Da mag es sicherlich unterschiedliche Meinungen dazu geben, aber das ist meine persönliche Erfahrung als Spielerin und das ist ja bei Weitem nicht nur ein Problem das Spiele betrifft. Erst neulich gesehen im Baumarktkatalog: Eine Sonnenliege. Jeder weiß was es ist, wie sie funktioniert usw. aber es ist wichtig, dass man da eine Frau im knappsten Bikini drauf setzt die lasziv in die Kamera grinst damit jeder wirklich weiß wie man die Liege benutzt. Ich liebe TW3 aber bei aller Lore habe ich nie verstanden wie eine ausgebildete Killerin wie Ciri die ständig auf der Flucht ist 1. in Highheels rumrennen muss 2. selbst in Skellige dem kalten Norden nur einen Fellkragen um ihre dünne und bis zum Nabel offene Bluse tragen muss und 3. komischer Weise immer Zeit und Muse findet sich Augenschatten zu verpassen. Leuchtet mir nicht ein, macht keinen Sinn, auch nicht, dass Triss Merigold trotz inkognito sein mit Kapuze mit nem Dekoltee rumrennen muss wo jeder hinstarrt und das aussieht als ob der Fleischer seine Montagsauslage präsentiert. Das sind für mich mehr als genug Belege, dass das eben immer noch da ist.
Hier begehst du den Fehler, den ich meinte. Sexualisierung beschränkt sich nicht nur auf primäre oder sekundäre Geschlechtsmerkmale, sondern auf die Betonung von Aspekten, die jemanden für das andere Geschlecht sexuell attraktiv werden lassen. Kratos ist z. B. geradezu eine Art Pinupfigur in Videospielcharakterform, auch ohne dass ständig sein (natürlich gewiss gigantischer) Schwengel unter dem Lendenschurz hervorlugt. Dabei muss aber ein männlicher Charakter noch nicht einmal halb nackt sein. Schon freiliegende, kräftige Oberarme sind Indikatoren. Bei männlichen Gesichtern kamen auch schon immer (nicht zu stark entstellende) Narben sehr gut, weil sie für bereits zahlreiche bestrittene und (dadurch, dass er noch lebt) offensichtlich gewonnene Kämpfe sprechen. Wie gesagt: Geschlechterdimorphismus. Männer schauen (völlig unterbewusst) bei Frauen auf ganz andere Dinge in Bezug auf einen möglichen sexuellen Kontakt und (biologistisch) damit einhergehender Fortpflanzung, als es Frauen bei Männern tun.

Auch das Gebaren männlicher Charaktere in Spielen ist entsprechend stereotyp. Dass sie dann eben immer irgendwie aktiver und durchsetzungsstärker rüberkommen, als die weiblichen Figuren... tja, auch da folgt man urtümlichsten Vorstellungen, wie man es eben tut, wenn man stereotypisiert. Aber ich empfinde die Darstellung des Mannes als ewig "coole", Oneliner kloppende und abseits davon doch ziemlich plump und oberflächlich bleibende Kampf- und Tötungsmaschine auch nicht wirklich schmeichelhafter, als die Darstellung von Frauen als "Sexual Interest" mit potentieller Belohnungsfunktion, wenn der Mann seinen Pflichten, alle bösen abzuschlachten, erfolgreich nachgekommen ist.

Zu dem Thema mit den Schwulen und Lesben wollte ich auch nicht damit begründen, man sollte so vorgehen und derlei Abwägungen vornehmen. Ist mir nur als möglicher Grund eingefallen, vor allem wo du ja auch in einem früheren Post es als Motiv herangezogen hast, das schwule Charaktere in den Scripts schon wesentlich stärker auf ihre Sexualität ausgelegt sind, als Heten (also dass diese nun mal von speziellen Problemen betroffen sind und man diese so thematisiert). Auch wenn, meines Wissens, die spezifischen rechtlichen Benachteiligung Schwuler den Lesben gegenüber beseitigt sind (Dinge wie Adoptionsrecht gelten, so wie ich informiert bin, für beide), so ist die grundsätzliche gesellschaftliche Diskriminierung meines Erachtens deutlich schwerwiegender. Simpelstes Alltagsbeispiel: Händchenhaltende und sich öffentlich küssende Frauen stört kaum jemanden; oft wird sich noch nicht mal dabei was gedacht. Männer die sich so öffentlich verhalten ernten verlässlich amüsierte bis angewiderte Blicke. Gesellschaftlich wird Homesexualität von Männern doch deutlich mehr als "Igitt!" angesehen, als die von Frauen.

Ohne dass ich hiermit ein Race to the Bottom starten will. Diskriminierung ist immer scheiße, egal wie ausgeprägt. Will man sie aber medial thematisieren, würde ich als Drehbuchautor wahrscheinlich beim Thema Homosexualität aber auch auf Männer konzentrieren, weil sie dort einfach deutlicher in glaubwürdiger und alltagsgerechter Form abzubilden ist.

Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Verfasst: 07.04.2017 23:38
von Ziegelstein12
Eh, kp was Leute hier sagen, aber ich finde solange charaktere gut designed wurden ist e smir vollkommen egal, was sie sind. Aber auch noch rumzuheulen, weil es den Ansprüchen nicht genügt ist auch bescheuert. Die LGBT community + die ganzen SJW´s die es seit neuestem gibt, heulen doch immer und überall rum, weil sie nicht so oft in den Medien vetreten sind. Jetzt sind sie´s und heulen rum. Ich mein, ich schätze nicht, dass die Leute jetzt Lust hatten 1:1 die Gefühlsbasis von sowas zu übernehmen.

Auch wenn es Bioware ist, auch wenn es wahrscheinlich nur dazu diente um "SJW´s" anzusprechen oder was auch immer. Freut euch dass es da ist und haltet euer Maul.

Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Verfasst: 07.04.2017 23:48
von JackyRocks
Funkee hat geschrieben: 07.04.2017 23:21
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 23:00
Funkee hat geschrieben: 07.04.2017 22:53 ME:A ist ja nun schon genug gestraft, schaut man sich die Wertungen an, aber: Welche Überraschung, die Netzcommunity empört sich mal wieder wegen irgendeinem Blödsinn. Das Problem am Internet ist nicht, dass jeder Depp seine ach so wichtige und hörenswerte Meinung per Twitter und Facebook in die Welt hinausposaunen kann, sondern dass sie auch von Leuten wie den Verantwortlichen bei Bioware ernst genommen wird.

Apropos: Warum werden in den Spielen von Bioware Beziehungen eigentlich immer nur zwischen humanoiden Spezies thematisiert? Wo bleibt da das arme Amöben-Alien, dass sich harten Amöbensex mit den Zwitterdämonen von Beteigeuze als Inhalt wünscht? Hmmm? HMMMMM???
Und genau wegen Klappspaten wie dir kann man über so ein Thema nicht normal reden. Nochmal: es ging den Transsexuellen nicht darum, dass sie in das Spiel wollen oder noch mehr Transsexuelle darin haben wollen. Sie wollten schlicht und ergreifend vernünftig und stilvoll dargestellt werden und nicht als politisches Accessoire missbraucht werden und das ist ihr gutes Recht.

Würdest du auch son Aufstand machen, wenn Schwarze sich darüber beschweren würden, dass Bioware sie eingebaut hat aber als dumme und faule Neger dargestellt hat? Sicherlich nicht. Hier ging es gerade darum, dass die Transsexuellen das absolut daneben fanden, dass es dem Spieler so absolut ungefragt und so absolut unnötig auf die Nase gebunden wurde nur um daraus Kapital zu schlagen und sich als sonst wie progressiv darzustellen, gerade weil die Darstellung eines Transsexuellen in DA:I wesentlich gelungener war.
Offensichtlich hast du meinen Beitrag missverstanden. Kein Grund, gleich persönlich zu werden. Habe ich irgendwo Bioware verteidigt? Nein. Ich habe auch nichts gegen berechtigte Kritik gesagt. Ich habe etwas dagegen, dass aus jedem Käse mittlerweile gleich ein Shitstorm generiert wird. In China fällt ein Sack Reis um, und ein Haufen Kasper auf Twitter empört sich, bis sich irgendwer irgendwo dafür entschuldigt. Hier wird ein Charakter in einem mittelmäßigen Spiel kritisiert, das von einem Studio entwickelt wurde, das offensichtlich nur noch ein Schatten seines früheren Selbst ist. Ist das irgendwie wichtig? Bringt es die Akzeptanz der LBGT-Gemeinde irgendwie weiter, wenn man hier ein Exempel statuiert? Natürlich hat Bioware es irgendwo "verdient", wenn sie aus Quotengründen einen unglaubwürdigen Charakter einbauen, aber auf der anderen Seite finde ich es eben auch affig, wenn man sich hierbei so echauffiert.
Für dich und Kalkhirn: Wenn sich keiner beschwert ändert sich auch nix. Das ist das was ihr Beide vollkommen außer acht lasst. Auf der einen Seite regt ihr euch auf, dass daraus ein Shitstorm gemacht wird, sagt dann, dass das Problem an sich irgendwo aber verständlich ist. Guck dir doch die großen Firmen an. Ohne Shitstorm zuckt sich da Niemand. Denkst du ernsthaft da würde sich was ändern, wenn ein paar LGBTQ Vereine einen netten Brief schreiben und sagen "Könnt ihr das bitte ändern oder nächstes Mal besser machen?" Das Ding wird unter ferner liefen abgeheftet und gut.

@Kalkhirn: Nein ist der Vergleich nicht. Er ist genau richtig. Nur weil Jemand irgendwie repräsentiert wird muss man das heutzutage nicht mehr feiern als ob Steppin Fetchin in den 1920ern der erste Schwarze war der On Screen Credits in einem Film bekommen hat dafür, dass er den stereotypischen faulen "Neger" gespielt hat. Wie etwas dargestellt wird spielt eine Rolle und es sei denn, dein Onkel ist Transsexuell würde ich mich ernsthaft fragen was er für eine Rolle spielt. Mal abgesehen davon, dass das auch wieder ein sinnloser Vergleich ist. Wenn er keine 20 ist wird er mit Allem zufrieden sein was besser ist als in den 60ern und 70ern. Klar sagt er dann: was ein Quatsch, genau wie das sicherlich einige Afroamerikaner sagen, das hängt aber eher damit zusammen, dass er und diese Leute gegen ganz andere Probleme zu kämpfen hatten. Das macht es doch nicht besser oder irgendwie weniger wichtig.

Wann bitte kommt man denn an einen Punkt wo eine marginalisierte Gruppe die Fresse halten soll damit wir euch Durchschnittsmenschen nicht mehr auf den Kranz gehen mit unseren "Forderungen" und "Ansprüchen" weil wir für uns die selben Rechte einfordern die ihr habt sobald ihr bei eurer Mutter zwischen den Beinen raus rutscht weil ihr zufällig männlich, weiß und heterosexuell geboren wurdet. Wenn dus nicht bist musst du dich nicht angesprochen fühlen, aber mir geht es auf den Kranz, dass man sich ständig dafür verteidigen muss nach dem Motto "Was wollt ihr denn? Ihr dürft wählen und wir müssen eure Andersartigkeit ertragen ohne euch mit Steinen bewerfen zu dürfen. Jetzt haltet die Fresse und akzeptiert was ihr habt." Ne Danke. Es ging hier darum, dass man nicht stereotypisch und vor Allem aus scheinbar typisch normal-gesellschaftlicher Sicht dargestellt wird. Scheinbar ist es für euch ja alle Realität, dass euch jeder begrüßt mit "Hi ich bin Johannes, heterosexuell, als Mann geboren und fühle mich toll in meiner Haut" oder "Hi, ich bin Stefanie, früher hieß ich Marc, hatte nen Penis, hab irgendwas gemacht was ich nicht mochte und deswegen hab ich mir meinen Schniedel abschneiden lassen und bin in eine andere Galaxis gezogen damit ich nem wildfremden Menschen jetzt erzählen kann, dass ich mal Marc war obwohl ich das und meine alte Identität und hoffentliche meine vielen Traumata psychischer Natur und meine Selbstzweifel in ner anderen Galaxis zurück gelassen habe." Na wunderbar, wenn das eure Lebenserfahrung ist. Das wirst du aber von nem Transsexuellen Menschen nicht zu hören bekommen und schon gar nicht nach 2 Minuten Gespräch.

Ich weiß auch nicht wer bei dir der dumme Schwarze am Anfang ist. Ich kann mir Namen merken und für mich sieht nicht jder Schwarze gleich aus.

@Leuenkönig halt doch selber das Maul. Das ist genau der Punkt. Freut euch das es da ist und haltet die Fresse auch wenn die Darstellung das Letzte oder vielleicht sogar verletzend ist. Na genau. So ists richtig. Wir Frauen, Minoritäten, Schwule, Lesben, Transen und anderes Kroppzeug haben euch guten braven weißen heten schon genug Spielzeug weggenommen.

Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Verfasst: 08.04.2017 00:00
von NewRaven
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 22:57 Hinsichtlich der sexualisierten Darstellung der Frau muss ich dir allerdings widersprechen aus dem einfachen Grund weil gemeinhin bestimmte Körperteile bei einem Mann nicht annähernd eine solche Behaftung haben ihn zu einem Sexualobjekt zu degradieren wie bei Frauen. Da mag es sicherlich unterschiedliche Meinungen dazu geben, aber das ist meine persönliche Erfahrung als Spielerin und das ist ja bei Weitem nicht nur ein Problem das Spiele betrifft.
Und die will dir sicher hier auch keiner nehmen, aber meiner Meinung nach machst du dir das da vielleicht ein bisschen zu einfach. Zu dem "klassischen (männlichen) Idealbild" einer Frau gehören Brüste, die haben Männer halt nicht. So weit, so richtig. Aber das ändert ja nichts daran, dass auch männliche Spielcharaktere was die Körper angeht nicht minder nach einem solchen "klassischem (weiblichen) Idealbild" in Spielen abgebildet werden. Das ist nämlich durchaus der Fall. Der Unterschied ist eben einzig, dass ein Teil bei der Frau eben zu diesem Bild gehört, beim Mann nicht. Frau hat eben Oberweite, Mann einen perfekt durchtrainierten Oberkörper. Das das eine sexistischer wahrgenommen wird als das andere liegt meiner Meinung mehr daran, dass Mann meist anfälliger für solche optischen Reize ist und das - nicht selten auf primitivste Art und Weise - kund tut, während Frauen eher selten ausflippen, wenn sie einen attraktiven Männeroberkörper sehen.

Zum Thema:

Es ist im Prinzip die harmlosere Variante von "Siege Of Dragonspear", Es ist toll solche Charaktere zu haben, aber sie sollten eben nicht nur deshalb existieren, um eine "Quote" zu erfüllen. Ich kann die Kritik der Community hier also voll verstehen. Sie sollten gut ausgearbeitet sein und vor allem sollten sie auch einen Grund haben, warum sie mit dem Spielercharakter überhaupt über ihre Sexualität oder ihr Geschlecht sprechen - und das dann auch in einer angemessenen Art und Weise tun. Das ist schließlich im Regelfall nicht das übliche Begrüßungsthema, wenn man jemanden kennenlernt. Ich will Diversität in Spielen, gerade in Rollenspielen - und wie "realistisch" die Quote dabei im Vergleich zur echten Welt ist, ist mir völlig egal. Gern kann jede nur denkbare Minderheit ihren Auftritt bekommen - aber ich will diese Charaktere nicht nur zum Selbstzweck, sondern ich will diese Charaktere genauso gut ausgearbeitet haben wie jeden anderen.

Ob ich einen homosexuellen weiblichen/männlichen Spielcharakter haben möchte? Na sicher, zumindest, wenn seine Sexualität für das Spiel auch eine Rolle spielt. Auch hier wäre ich eher dagegen, diesen Charakter nur zu haben, damit er halt einfach da ist und irgendwas in seiner "Biografie" steht. Aber wenn es einen spielerischen Kontext gibt: immer her damit. Leider geben die meisten Spiele diesbezüglich nicht wirklich etwas her... in 99% der Fälle hat man entweder bereits eine (zumindest rudimentäre) Wahlmöglichkeit oder die sexuelle Orientierung wird gar nicht thematisiert, weil Sex eben im Spielcontent nicht relevant ist.

Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Verfasst: 08.04.2017 00:02
von Ryan2k6(Danke für 20 Jahre 4p)
Am Besten werden bei ME Themen keine Kommentare mehr zugelassen, ist ja furchtbar was hier für weltumspannende Fässer aufgemacht werden WEGEN EINES SPIELS!

Meine Güte, habt ihr keine anderen Beschäftigungen, dass hier um die Wette interpretiert und sich dabei verrannt wird?

Ich kann mich nicht erinnern, dass bei Filmen oder Büchern dermaßen viel rumgestritten wird weil eine Figur falsch, richtig oder zu wenig oder zu viel oder was weiß ich dargestellt wird.

Bitte alle mal 3 Gänge zurück und wieder einkriegen. Die Sprünge hier sind ein wenig heftig.

Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Verfasst: 08.04.2017 00:07
von JackyRocks
NewRaven hat geschrieben: 08.04.2017 00:00
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 22:57 Hinsichtlich der sexualisierten Darstellung der Frau muss ich dir allerdings widersprechen aus dem einfachen Grund weil gemeinhin bestimmte Körperteile bei einem Mann nicht annähernd eine solche Behaftung haben ihn zu einem Sexualobjekt zu degradieren wie bei Frauen. Da mag es sicherlich unterschiedliche Meinungen dazu geben, aber das ist meine persönliche Erfahrung als Spielerin und das ist ja bei Weitem nicht nur ein Problem das Spiele betrifft.
Und die will dir sicher hier auch keiner nehmen, aber meiner Meinung nach machst du dir das da vielleicht ein bisschen zu einfach. Zu dem "klassischen (männlichen) Idealbild" einer Frau gehören Brüste, die haben Männer halt nicht. So weit, so richtig. Aber das ändert ja nichts daran, dass auch männliche Spielcharaktere was die Körper angeht nicht minder nach einem solchen "klassischem (weiblichen) Idealbild" in Spielen abgebildet werden. Das ist nämlich durchaus der Fall. Der Unterschied ist eben einzig, dass ein Teil bei der Frau eben zu diesem Bild gehört, beim Mann nicht. Frau hat eben Oberweite, Mann einen perfekt durchtrainierten Oberkörper. Das das eine sexistischer wahrgenommen wird als das andere liegt meiner Meinung mehr daran, dass Mann meist anfälliger für solche optischen Reize ist und das - nicht selten auf primitivste Art und Weise - kund tut, während Frauen eher selten ausflippen, wenn sie einen attraktiven Männeroberkörper sehen.

Zum Thema:

Es ist im Prinzip die harmlosere Variante von "Siege Of Dragonspear", Es ist toll solche Charaktere zu haben, aber sie sollten eben nicht nur deshalb existieren, um eine "Quote" zu erfüllen. Ich kann die Kritik der Community hier also voll verstehen. Sie sollten gut ausgearbeitet sein und vor allem sollten sie auch einen Grund haben, warum sie mit dem Spielercharakter überhaupt über ihre Sexualität oder ihr Geschlecht sprechen. Das ist schließlich im Regelfall nicht das übliche Begrüßungsthema, wenn man jemanden kennenlernt. Ich will Diversität in Spielen, gerade in Rollenspielen - und wie "realistisch" die Quote dabei im Vergleich zur echten Welt ist, ist mir völlig egal. Gern kann jede nur denkbare Minderheit ihren Auftritt bekommen - aber ich will diese Charaktere nicht nur zum Selbstzweck, sondern ich will diese Charaktere genauso gut ausgearbeitet haben wie jeden anderen.

Ob ich einen homosexuellen weiblichen/männlichen Spielcharakter haben möchte? Na sicher, zumindest, wenn seine Sexualität für das Spiel auch eine Rolle spielt. Auch hier wäre ich eher dagegen, diesen Charakter nur zu haben, damit er halt einfach da ist und irgendwas in seiner "Biografie" steht. Aber wenn es einen spielerischen Kontext gibt: immer her damit. Leider geben die meisten Spiele diesbezüglich nicht wirklich etwas her... in 99% der Fälle hat man entweder bereits eine (zumindest rudimentäre) Wahlmöglichkeit oder die sexuelle Orientierung wird gar nicht thematisiert, weil Sex eben im Spielcontent nicht relevant ist.
Das stimmt. Natürlich ist das auch eine Sexualisierung des Mannes. Ihr lasst aber irgendwo die Machtverhältnisse außen vor und auch die Konsumentenverhältnisse. Zu Wieviel Prozent werden die Charaktermodelle und die Rollen von Frauen und dementsprechend auch ihr Aussehen und Outfit von Männer bestimmt, nicht nur beim erstellen sondern eben auch auf der obersten Ebene des Developement und der Publisher? Zu Wieviel Prozent sind diese Spiele von Männern und die anvisierte Zielgruppe sind 15-25 jährige Männer? Die Designentscheidung wie Männer aussehen wird meiner Ansicht nach gerade deshalb oftmals weniger an Hand von Sexualisierung entschieden (also daran ob das Frauen ansprechen würde) und mehr an Hand eines Idealbilds, dass Männer von sich selber bzw. ihrem Geschlecht haben und wie sie in einem Spiel dargestellt werden wollen, während Frauen hier zum riesigen Teil in der absoluten Minderheit sind und daher so dargestellt werden wie Männer sie wollen, nicht wie Frauen sich selbst sehen oder gerne sehen würden. Das macht für mich immer noch einen großen Unterschied aus inwiefern ich etwas als sexualisiert betrachte oder nicht.

Ob das richtig oder falsch ist weiß ich nicht, das ist meine subjektive Sicht der Dinge.

Hinsichtlich der anderen Thematik: Da wird man wohl auf ein Moonlight ähnliches Spiel warten müssen, dass sich exklusiv dieser Thematik annimmt bis man an einem Punkt ankommt, an dem man sagen kann: okay ab jetzt lassen wir die Spieler wieder entscheiden was sie sein wollen. Es geht ja darum bestimmte Barrieren zu brechen und teilweise auch, so böse das klingt, bestimmten Menschen einfach mal bestimmte Sichtweisen aufzuzwingen, damit sie endlich mal bestimmte Vorurteile ablegen bzw. die Augen öffnen.