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Re: Blizzard Entertainment: Rechtsstreit gegen Bossland (Bot-Entwickler) gewonnen
Verfasst: 05.02.2017 16:19
von Falagar
Naja ist ja auch irgendwo auch klar bei einem Spiel was Anfangs mehere Millionen Abonnenten hatte.... Das hier dann verhältnissmäßig mehr Deppen als in einem DAoC unterwegs sind, was weiß ich vielleicht ne 6stellige Abozahl hatte ist doch irgendwo eh erwartbar. Dennoch grad im Vergleich zu so "Möchtegernerwachsenenspielen" wie Age of Conan war WoW nach meiner persönlichen Erfahrung total harmlos.
Re: Blizzard Entertainment: Rechtsstreit gegen Bossland (Bot-Entwickler) gewonnen
Verfasst: 05.02.2017 16:24
von unknown_18
Klar, je erwachsener ein Spiel wirkt desto mehr Kleinkinder treiben sich darin rum, darum ist GTA (5) Online auf dem PC ja auch unspielbar, Kleinkinder Cheater unterwegs in Massen. ^^
Aber so ist das halt mit solchen Spielen, die hatten auf mich damals genauso eine Wirkung. Rückblickend schon beängstigend wie naiv und dumm man in dem Alter doch sehr oft ist und damit so weit weg von erwachsen sein wie man nur kann.
Aber nicht das das auch nur irgendwas entschuldigen würde.
Re: Blizzard Entertainment: Rechtsstreit gegen Bossland (Bot-Entwickler) gewonnen
Verfasst: 05.02.2017 16:33
von Hamurator
Balmung hat geschrieben:Hamu-Sumo hat geschrieben:Die wie vielte Klage ist das nun, die Bossland verloren hat? Mich wundert es, dass es die Firma überhaupt noch gibt.
Da sieht du eben wie gut so eine Firma an Cheatern verdient...
Fürwahr. Das ist faszinierend und traurig zugleich.
Re: Blizzard Entertainment: Rechtsstreit gegen Bossland (Bot-Entwickler) gewonnen
Verfasst: 05.02.2017 16:45
von unknown_18
Ja, es lässt erahnen wie viele zahlende Kunden die Firma hat... alles Cheater und das sind ganz sicher nicht alle Cheater, gibt ja noch andere Firmen und manche Cheater beschaffen sich auch die Cheat Tools als Kopie.
Aber was will man auch erwarten? Das Internet existiert nun seit über 20 Jahren und nie wurde wirklich richtig etwas gegen Cheater getan, immer nur gerade so das nötigste und die Internet Generation wächst mit online cheaten quasi auf. Cheater reden sich ja sowieso immer ganz gerne damit raus "die Anderen cheaten ja auch!". Lemminge ohne eigenen Verstand eben, wenn Andere von der Klippe springen, springen sie hinterher. Und von dieser Dummheit profitieren eben so Firmen wie Bossland ganz gewaltig.
Vielleicht wird ja jetzt etwas offensichtlicher wieso ich sage, dass Cheater nie zu den besonders hellen Leuchten auf dem Planeten gehören. Wobei diese Aussage eher auf meine direkten Kontakte mit Cheatern zurück zu führen sind, selbst wenn es dabei nicht um cheaten geht, deren generelle Denkweise ist meist sehr merkwürdig und sie haben extrem seltsame Moralvorstellungen.
Re: Blizzard Entertainment: Rechtsstreit gegen Bossland (Bot-Entwickler) gewonnen
Verfasst: 05.02.2017 19:11
von CritsJumper
Balmung hat geschrieben:ChrisJumper hat geschrieben:Hätte diese Ingame-Wirtschaft einfach nicht mehr die Möglichkeit einer Wirtschaft, jeder nur sein eigenes Konto und keine Möglichkeit einer Transaktion. Gäbe es das Problem gar nicht.
Und damit killst du auch einen großen Teil des zusammen spielens. Black Desert Online macht genau das und u.a. deswegen fühlt es sich wie ein Solo Online RPG an und nicht wie ein MMO, das es sein will... wobei es auch ausgerechnet Sandbox sein will, wo das noch mehr widerspricht.
Na gut, das stimmt. Dann lass mich revidieren: Ein Onlinegame in dem eine kleine Gemeinschaft selber Konten führen darf und gegenseitig Handeln. Vielleicht der Art einer Bit-Coin Chain, aber nur das Bekannte und Freunde, lediglich erworbenes Geld in der Zeit der Freundschaft und des zusammen Spielens tauschen dürfen.
Damit würde das Geld zwar zum Teil einen Sinn verlieren und wird ein wenig zur Lokal-Währung. Aber auch da ist das Problem das Bot-Spieler dann eigene Banken eröffnen könnten und zum Beispiel einen Spieler hat, mit dem jeder dauerhaft befreundet ist.
Aber hey, wenn schon so viel simuliert werden kann, dann eigentlich auch KI-Markt Teilnehmer und eine Art "Ingame-Wirtschaft" mit Angebot und Nachfrage und eigenen Preisen.
Braucht man in einem Spiel wirklich einen Welthandel oder reicht es wenn es wie bei einem damaligen Wirtschafts-System eine gescriptete oder Simulierte Wirtschaft hat?
Ganz ehrlich ich denke die Probleme sind wirklich Hausgemacht und zwar nur weil die MMO-Betreiber echtes Geld verdienen wollen oder eben an die Ressource "Spielzeit" der Spieler. Das hat in den meisten fällen wie ich finde lediglich mit einem Status-Symbol der Spieler zu tun.
Aber ich bin da kein guter Ratgeber, auch wenn mich MMOs reizen, empfinde ich sie viel zu oft als Zeitverschwendung. Wenn man so viel Energie steckt um geliehene virtuelle Güter zu erschaffen, kann man das auch gleich in der echten Welt machen. Wobei Eve ja auch ein Beispiel ist wo beides mehr oder weniger vorhanden ist, aber dann ist es auch nicht mehr wirklich ein zwangloses Spiel oder?
Wobei wenn die Ingamebank unter Spielerverwaltung wäre.. aber ich zweifle einfach daran das es ein System gibt das fair und unabhängig geführt werden könnte.
Re: Blizzard Entertainment: Rechtsstreit gegen Bossland (Bot-Entwickler) gewonnen
Verfasst: 05.02.2017 21:16
von unknown_18
Bei den heutigen MMOs stimme ich dir auch zu, diese sind Zeitverschwendung. Früher musste man zwar noch mehr Zeit investieren (bzw. man konnte, müssen hat man auch damals nichts), aber man bekam von den MMORPGs auch wesentlich mehr zurück.
Und so ist es doch mit allem mit was wir uns in unserer Freizeit beschäftigen, bekommen wir für die investierte Zeit keinen ausreichenden Gegenwert, empfinden wir es als Zeitverschwendung. Und genau dieser Gegenwert stimmt bei MMORPGs schon lange nicht mehr.
Was du halt als Verbesserung vorschlägst ist halt ein Feature deutlich uninteressanter für die Spieler zu machen nur in der Hoffnung Bot Nutzer fern zu halten. Du bestrafst als die ehrlichen Spieler mit einem simpleren Gameplay, als wären diese Spieler mit den Cheatern allein nicht schon gestraft genug.
Aber im Grunde machen das genau die Entwickler schon länger und besonders extrem eben das erwähnte Black Desert Online. Und die sind auch noch so dreist das den Spielern als Feature zu verkaufen. ^^
Naja, "NextGen" sagt halt absolut nichts aus... Nächste Generation kann auch bedeuten, dass man einen gewaltigen Schritt zurück und nicht vorwärts macht. Wobei zurück im negativen Sinn, nicht im Sinne zurück zu den guten alten Zeiten.
Re: Blizzard Entertainment: Rechtsstreit gegen Bossland (Bot-Entwickler) gewonnen
Verfasst: 06.02.2017 08:57
von LordBen
Falagar hat geschrieben:Naja ist ja auch irgendwo auch klar bei einem Spiel was Anfangs mehere Millionen Abonnenten hatte.... Das hier dann verhältnissmäßig mehr Deppen als in einem DAoC unterwegs sind, was weiß ich vielleicht ne 6stellige Abozahl hatte ist doch irgendwo eh erwartbar.
Das hat nur bedingt Auswirkungen. Natürlich hatte WoW im Vergleich zu DAoC ein Vielfaches an Abonnenten. Runtergerechnet auf "echte Mitspieler" pro Server war der Unterschied aber nicht so gewaltig. Ein WoW hatte meines Wissens nach 2-3 mal so viel Kapazität wie ein DAoC Server.
Die größere Auswirkung hatte der Releasezeitpunkt. 2001 (bzw. 2002 in Europa) waren MMORPGs noch ein Nischengenre und vielerorts gab es keine Internetflatrates. MMORPGs waren damals ein teures Hobby.
Q4 2004 als WoW released wurde war WC3 einer der Multiplayertitel. Vieler Spieler aus der kompetitiv toxischen WC3 Community wechselten zu WoW. Zu diesem Zeitpunkt waren Internetflatrates auch der Standard. Es hat daher gereicht ~15 Euro vom Taschengeld abzudrücken um ein WoW Abonnement abzuschließen.
Ich kann mich noch gut daran erinnern wie überraschend schlecht die Community plötzlich war als ich zu WoW wechselte.
Re: Blizzard Entertainment: Rechtsstreit gegen Bossland (Bot-Entwickler) gewonnen
Verfasst: 06.02.2017 09:44
von Falagar
Meine kompetetiv toxische Gilde kam ja auch komplett aus Warcraft 3 auf WoW rüber

. Ich mein hey fast alle Leute waren zu dem Zeitpunkt auch schon älter als 20, vom Taschengeld hast dir zu der Zeit keine spiele wie SC1 + WC3 online leisten können. Bei uns hat auch praktisch jeder schon eigenes Geld verdient.
Vielleicht habens wir daher auch nicht so schlimm empfunden, weil man aus den RTSspielen schon ein dickeres Fell hatte.
Alle danach versuchten Ausflüge in Spiele gleichen Genres empfand ich von der Community als weitaus schlimmer....
Eins muß man Blizzard halt auch lassen, für mich ist WoW das Beispiel überhaupt für den Spruch "zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort".
Re: Blizzard Entertainment: Rechtsstreit gegen Bossland (Bot-Entwickler) gewonnen
Verfasst: 08.02.2017 18:26
von Heruwath
Kajetan hat geschrieben:
Gerade in einer virtuellen Wirtschaft, wo Waren und Währung auf Knopfdruck geschaffen und gelöscht werden können, können Leute mit BWL- und VWL-Kenntnissen entsprechende Zusammenhänge zwischen Angebot und Nachfrage kinderleicht manipulieren.
Man kann zum Beispiel den Wert einer Ware senken, in dem man die Menge der Ware erhöht. Man kann Gebühren auf Auktionshausgeschäfte ab einer gewissen Goldhöhe erheben, so dass sich die Bildung eines Monopols nicht mehr richtig lohnt. Oder man erhöht die Goldmenge, so dass sich Goldfarmen nicht mehr rentiert. Hat Blizzard zum Beispiel bei WoW getan. Leider hat man jetzt mit den Marken ein Realwelt-Item eingeführt und den Goldfarmern wieder einen Grund gegeben das Spiel mit Bots zu zuwerfen.
Wer ein MMO betreibt, kann JEDEN Aspekt der Ingame-Wirtschaft beeinflussen. Jeden! Wenn er denn möchte. Das Argument, man müsse Spieler schützen, ist daher nur ein Ausdruck des eigenen Unwillens die Ingame-Wirtschaft mit entsprechenden Stellschrauben zu versehen und jemanden mit Ahnung hinzusetzen, um Goldfarmern schon im Ansatz jeden Grund zu nehmen, sich in diesem Spiel zu engagieren.
Also quasi aktive Manipulation der Wirtschaft im eigenen Spiel, eventuell zum Nachteil des Kunden und auf jeden Fall zu eigenem Nutzen?
Ich bin mir sicher, dass meine Bedenken unberechtigt sind. Ich stelle mir gerade die Frage, ob du dir die Zeit genommen hast, ganz genau über, dass was du gesagt hast nachzudenken und es mal mit dem was Bossland macht verglichen hast.
Natürlich kann ein Betreiber jeden Aspekt des Spiels beeinflussen, allerdings gibt es gewisse Grenzen, was davon auf Grund von Moral und Vorstellungen von der Gesellschaft akzeptiert wird. Verstehe ich dich also richtig, dass Blizzard auf diese moralischen Vorstellungen der Spieler, und der Gesellschaft nicht achten soll und sogar aktiv das Risiko eines Verstoßes gegen ein Gesetzt ignorieren soll?