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Re: Steam: Europäische Kommission untersucht, ob Ländersperren (Geo-Lock) gegen die EU-Wettbewerbsvorschriften verstoßen

Verfasst: 03.02.2017 14:21
von Liesel Weppen
EvilGabriel hat geschrieben: Nichts davon?
Einfach mal konsequent sein und in einem ohnehin maßlos übersättigten Markt auch mal auf Spiele verzichten?
Aber nein, das geht ja nicht.
Dann muss man aber auf nahezu ALLE Spiele verzichten, denn es gibt kaum mehr was, was nicht über Origin, uPlay oder Steam läuft. Die "Retails" haben ja auch nur noch nen Steamcode drin, oder nur einen Installer der dann über Steam lädt.

Wenn das genug Leute durchziehen, dann wird die Folge sicherlich nicht sein, dass sich die Publisher von diesen Platformen abwenden, sondern dann wird die Folge sein, dass sich die Publisher vom PC abwenden und dann wirklich nur noch für Konsolen entwickeln.
EvilGabriel hat geschrieben: Es wird permanent über die verschiedenen Vertriebsplattformen gemault und geheult, aber immer fleissig weiter gekauft.
Kein Wunder also, dass sich immer wieder neue Pattformen mit beschissenen System etablieren können, die hohle Spielerschaft kauft es ja trotzdem.
Ich fühle mich da nicht angesprochen. Ich mag Steam sogar. Allerdings boykottiere ich uPlay und Origin, schlicht und einfach weil ich nicht drölfzehn Platformen haben will.
EvilGabriel hat geschrieben: Dann wird wieder schön geheult und nach Boykott geschrien, wegen Serverproblemen, Accountbindung, Geo-Lock etc.
Gerade wegen Serverproblemen lege ich sehr viel Wert darauf, dass Spiele offline funktionieren. Mit Steam alleine ist das kein Problem, es sind die Spiele selbst, die nur mit Onlineverbindung funktionieren.
Und gerade auch deswegen finde ich es immer ein riesen Plus, wenn Spiele selbst hostbar sind. Ich will selbst einen Server starten können, entweder aus dem Spiel raus, oder im idealfall sogar einen Dedicated Server laufen lassen können. Das hat auch alles nichts mit Steam, Origin oder uPlay zu tun, das hängt rein vom Spiel selbst ab.
EvilGabriel hat geschrieben: Eine Woche später erscheint dann supertolles Spiel XYZ und es wird blind zugeschlagen, zähneknirschend die neue Distributionsplattform auf dem Rechner installiert, die erwarteten Probleme treten auf und man heult sich wieder in den Foren aus.
Tja, siehste, genau das mache ich nicht. Wegen einem Spiel fange ich mir keine neue Platform ein. Da verzichte ich dann auch auf dieses eine Spiel, bzw Spielereihe. Deswegen habe ich schon kein Diablo 3 (braucht battle.net und hat onlinezwang), kann leider kein Battlefield spielen (braucht Origin) und seit die Anno-Reihe nur noch mit uPlay geht, spiele ich halt auch kein Anno mehr.

Aber noch viel schlimmer als diverse Platformmeckerer, finde ich die lernresistenten Leute, die Spiele immernoch vorbestellen und dann ganz groß rumschreien, wenn das teuer vorbestellte Spiel doch sch...lecht ist.

Re: Steam: Europäische Kommission untersucht, ob Ländersperren (Geo-Lock) gegen die EU-Wettbewerbsvorschriften verstoßen

Verfasst: 03.02.2017 14:40
von Alter Sack
Kajetan hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:Da sag mal einer die EU wäre für nichts gut.
Als Deutscher lässt sich das viel einfacher sagen :biggrin:
Komisch. Wenn jeder denkt, dass die EU nur für die anderen gut ist, aber nicht für einen selbst, ist dann die EU grundsätzlich gut für alle oder doch eine Katastrophe für jeden? :)
Also ich finde die EU geil. Klar gibt es noch viel zu tun aber immer noch besser als das was früher war. Den Euro finde ich übrigens auch geil.

Re: Steam: Europäische Kommission untersucht, ob Ländersperren (Geo-Lock) gegen die EU-Wettbewerbsvorschriften verstoßen

Verfasst: 03.02.2017 14:54
von Kajetan
Alter Sack hat geschrieben: Also ich finde die EU geil. Klar gibt es noch viel zu tun aber immer noch besser als das was früher war. Den Euro finde ich übrigens auch geil.
Dito.

Ich finde es immer nur lustig, wie zum Beispiel Deutsche die EU als Geldbeschaffungsbehörde für z.B. die faulen Griechen beschimpfen und die Griechen in der EU nur den Erfüllungsgehilfen für die Deutschen sehen. Entweder, oder. Aber nicht beides zusammen.

Re: Steam: Europäische Kommission untersucht, ob Ländersperren (Geo-Lock) gegen die EU-Wettbewerbsvorschriften verstoßen

Verfasst: 03.02.2017 15:12
von danke15jahre4p
Kajetan hat geschrieben:Ich finde es immer nur lustig, wie zum Beispiel Deutsche die EU als Geldbeschaffungsbehörde für z.B. die faulen Griechen beschimpfen und die Griechen in der EU nur den Erfüllungsgehilfen für die Deutschen sehen. Entweder, oder. Aber nicht beides zusammen.
na das eine schließt das andere doch nicht aus. ;)

den griechen geld leihen damit sie deutsche waren davon kaufen können, die deutsche wirtschafts freuts und die geopolitische interessen der eu bleiben gewahrt.

win/win, nur nicht für den steuerzahler, sofern er mal für das gelddrucken der eu haften muss.

aber egal, die eu ist einfach ein gigantisches wirtschaftspaket für alle länder und wovon alle profitieren und letztendlich erhält es den frieden, dafür sollte man auch bereit sein dann mal weniger zu meckern.

bin auch fan der eu.

greetingz

Re: Steam: Europäische Kommission untersucht, ob Ländersperren (Geo-Lock) gegen die EU-Wettbewerbsvorschriften verstoßen

Verfasst: 03.02.2017 16:01
von Temeter 
Kajetan hat geschrieben:Hier geht es um Ländersperren INNERHALB der EU. Wenn ein Publisher Russen-Keys auf Steam nur mit Russen-Accounts und Russen-IP aktiviert haben möchte, kümmert das die EU-Kommision nicht.

Es sei denn Rußland möchte der EU beitreten :-P
Bleibt die Frage, ob osteuropäische Ländern billigere Keys haben. Zumindest Polen hat afaik oft fast die gleichen Preise wie der Rest der EU.

Für D-Land ist natürlich schön, angesichts des Schwachsinns um Wolfenstein.

Re: Steam: Europäische Kommission untersucht, ob Ländersperren (Geo-Lock) gegen die EU-Wettbewerbsvorschriften verstoßen

Verfasst: 03.02.2017 16:37
von Trumperator
Dann bin ich jetz einfach mal Anti-EU - weil mir das hier alles viel zu positiv is. :evil:

Re: Steam: Europäische Kommission untersucht, ob Ländersperren (Geo-Lock) gegen die EU-Wettbewerbsvorschriften verstoßen

Verfasst: 03.02.2017 16:39
von Kajetan
Trumperator hat geschrieben:Dann bin ich jetz einfach mal Anti-EU - weil mir das hier alles viel zu positiv is. :evil:
Dagegen aus Prinzip zählt net :P

Re: Steam: Europäische Kommission untersucht, ob Ländersperren (Geo-Lock) gegen die EU-Wettbewerbsvorschriften verstoßen

Verfasst: 03.02.2017 16:49
von 4lpak4
Todesglubsch hat geschrieben:Die Spiele die tatsächlich per GeoLock uns vorenthalten werden, kann man ja grundsätzlich an einer Hand abzählen. Meist betrifft das auch nur Publisher (wie z.B. Square) die keine Ahnung vom dt. Jugendschutz haben und meinen, sie MÜSSTEN das tun.
Spoiler
Show
Aber jetzt ne ernstgemeinte Frage: Verstößt das Nichtlisten von indizierten Spielen in Deutschland nicht auch gegen den freien Markt?
Oh ja, erinnere mich noch an damals als die definitive edition von Sleeping Dogs nicht im deutschen Store aktiviert werden konnte, obwohl legal gekauft.

Da bin ich jeden Tag gerne ins Square-Forum gegangen nur um den Thread zu lesen in dem Deutsche versucht haben Square zu erklären wie das mit Index-Titeln hier abläuft und immer haben sie Antworten á la "Wir hier in Übersee haben einen Anwalt, der hat mehr Ahnung von dem deutschen Jugendschutz als alle Deutschen zusammen und der sagt es ist ILLEGAL" bekommen.
Das war so witzig. :lol:

Re: Steam: Europäische Kommission untersucht, ob Ländersperren (Geo-Lock) gegen die EU-Wettbewerbsvorschriften verstoßen

Verfasst: 04.02.2017 08:17
von an_druid
Dann sollten innerhalb der EUzone die Preise gleichbleiben :) . Namco verlangt für Steam 75€ für T7 DE (also normale Vollversion) wenn es in allen EULänder so läuft, wird die anzahl an Raubkopien wieder steigen oder der Russenkey's .

Wenn das ein DDownload ist, wofür keine Matrosen herhalten müssen ...? Die Preise werden wieder unverschämter.

Re: Steam: Europäische Kommission untersucht, ob Ländersperren (Geo-Lock) gegen die EU-Wettbewerbsvorschriften verstoßen

Verfasst: 04.02.2017 12:14
von Konata1337
Die vorauseilende Sperrung bzw. das Anbieten zensierter Versionen in Deutschland ist mir ein Dorn im Auge.
Da ist man erwachsen, kauft sich völlig legal ein Spiel - und kann es nur unter widrigen Umständen installieren und niemand garantiert, dass es auch dauerhaft "legal" ist und funktioniert - also kaufe ich es nicht. Das betrifft zwar nur Wolfenstein und ältere indizierte Titel, aber immerhin. Und da sehen wir wieder die Segnungen des DRM; Früher habe ich einfach in Österreich eingekauft, das Spiel installiert, das Spiel lief. Seit Steamzwang und offensichtlichem Geoblock nicht mehr garantiert. GOG macht übrigens dasselbe (nur da ist es egal, da kein DRM) - doch tatsächlich kann ich mit deutscher IP ein bestimmtes Unreal Tournament nicht kaufen.

Jaja: Globalisierung darf sich nur für Konzerne lohnen, nicht für den Konsumenten.

Gut, dass die Zeit der coolen indizierten Spiele sowieso vorbei ist, ich verpasse also nicht viel. Trotzdem dürfte das nicht für neue Heranwachsene gelten, für die die neuen Spiele eventuell der Oberkracher sind.

Re: Steam: Europäische Kommission untersucht, ob Ländersperren (Geo-Lock) gegen die EU-Wettbewerbsvorschriften verstoßen

Verfasst: 06.02.2017 13:52
von $tranger
Konata1337 hat geschrieben:Die vorauseilende Sperrung bzw. das Anbieten zensierter Versionen in Deutschland ist mir ein Dorn im Auge.
Da ist man erwachsen, kauft sich völlig legal ein Spiel - und kann es nur unter widrigen Umständen installieren und niemand garantiert, dass es auch dauerhaft "legal" ist und funktioniert - also kaufe ich es nicht. Das betrifft zwar nur Wolfenstein und ältere indizierte Titel, aber immerhin.
Genau meine Meinung.
Wenn ich mich bei nem legal gekauften Spiel wie ein verbrecher verhalten muss, nur um es spielen zu können, dann eben nicht!
Wäre klasse, wenn Geolock abgeschafft wird.

Re: Steam: Europäische Kommission untersucht, ob Ländersperren (Geo-Lock) gegen die EU-Wettbewerbsvorschriften verstoßen

Verfasst: 06.02.2017 16:57
von schockbock
Ich geh mal davon aus, dass Wolfenstein und alle anderen Games, die verfassungswidrige Symbole beinhalten, in Deutschland nicht indiziert, sondern beschlagnahmt sind, weswegen ein Wegfall des Geolocks nichts an der Tatsache ändern würde, dass sie nicht besessen werden dürfen.
Davon abgesehen wird es höchste Zeit, nachweislich erwachsenen Käufern den Kauf indizierter Titel nicht unnötig schwer zu machen bzw. überhaupt zu ermöglichen.

Re: Steam: Europäische Kommission untersucht, ob Ländersperren (Geo-Lock) gegen die EU-Wettbewerbsvorschriften verstoßen

Verfasst: 06.02.2017 17:11
von SethSteiner
Sie dürfen aber besessen dürfen. Du darfst auch Hakenkreuzarmbänder besitzen oder eine Swastika Tapete in deinem Schlafzimmer an die Wand tapezieren. Ansonsten sehe ich keinen Grund warum man immer das erwachsen sein so hervorhebt. Auch Minderjährige sollten das Recht haben zu konsumieren was sie wollen, Eltern sind die einzig legitime Kontrollinstanz und nicht Kassierer.

Re: Steam: Europäische Kommission untersucht, ob Ländersperren (Geo-Lock) gegen die EU-Wettbewerbsvorschriften verstoßen

Verfasst: 06.02.2017 17:31
von schockbock
Guck mal an. Solange Kauf und Besitz nicht der öffentlichen Verbreitung u.ä. dienen, ist beides legal. Wieder was gelernt.

Re: Steam: Europäische Kommission untersucht, ob Ländersperren (Geo-Lock) gegen die EU-Wettbewerbsvorschriften verstoßen

Verfasst: 06.02.2017 17:39
von Heliosxy
an_druid hat geschrieben:Dann sollten innerhalb der EUzone die Preise gleichbleiben :) . Namco verlangt für Steam 75€ für T7 DE (also normale Vollversion) wenn es in allen EULänder so läuft, wird die anzahl an Raubkopien wieder steigen oder der Russenkey's .

Wenn das ein DDownload ist, wofür keine Matrosen herhalten müssen ...? Die Preise werden wieder unverschämter.
Nach meiner Erfahrung gibt es kein preisstabileres Hobby, als Computerspiele. Bereits vor 10 Jahren hast du für ein Retail 40 Euro hingelegt, daran hat sich bis heute kaum was geändert. Der gut genährte Markt, zusammen mit globaler Konkurrenz, auch durch steam, hat dafür gesorgt, dass unser Hobby eher günstiger als teurer geworden ist. Im dir genannten Fall bestätigt die Ausnahme nur die Regel ;)
schockbock hat geschrieben:Guck mal an. Solange Kauf und Besitz nicht der öffentlichen Verbreitung u.ä. dienen, ist beides legal. Wieder was gelernt.
Ja, der Verkauf allerdings ist auch privat strafbar.