Es ist mir schleierhaft, warum eine Geschichte im Wilden Westen plötzlich nicht mehr "authentisch" wäre, wenn Frauen darin vorkommen würden. Die Serie Deadwood beispielsweise klappt auch mit Frauen ganz gut. Mir ist klar, dass der Großteil der männlichen Spieler jedes Mal unwiderruflichen Schaden am ePeen nimmt, wenn eine Nicht-Sexobjekt-Frau, ein homosexueller Mann oder gar eine transsexuelle Figur auftaucht, aber damit zu argumentieren, dass die Spielwelt in ihrer Authentizität leiden würde, wenn ab und an mal eine Frau als ganz gewöhnlicher Charakter auftauchen würde, ist schon sehr weit hergeholt.Raksoris hat geschrieben:Das Wort ist Authentisch.
Nehmen wir das andere Zugpferd von Rockstar: GTA.
Ist ein Spiel, dass einen Spieler nach zahllosen Massenmord an Passanten für eine handvoll Dollar aus dem Knast lässt realistisch?
Auf keinen Fall.
Ist die Geschichte um Kriminelle authentisch, in der Hinsicht wie sie in den Geschichten agieren, artikulieren und leben?
Auf jeden Fall.
Gleches gilt für den Western hier: Wer kann hier , ohne einen Buzzfeed Artikel zu zitieren, sich an irgendeine weibliche Person aus der Western Zeit erinnern? Die wenigstens.
Aber den meisten sind Billy the Kid, jesse james und die Daltons bekannt.
Das haben die Autoren von Rockstar auf alle Fälle mit einfließen lassen und eine Geschichte gesponnen, die eben Wert legt auf authentische Figuren.
Wobei natürlich diese "Studie" an einem einminütigen Trailer wohl auch eher als Attention-Whorism einzustufen ist. Aber interessant, wie gleich aus den Büschen gesprungen und proklamiert wird, dass es in einem Computerspiel im Wilden Westen NATÜRLICH keine Frauen geben dürfe.


