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Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Verfasst: 04.10.2016 06:17
von 4P|BOT2
Den Haag, hat den Entwickler von Pokèmon GO, Niantic Labs, verklagt, um zu verhindern, dass Spieler auf geschützten Dünen nach Pokémon suchen. Laut The Guardian hatte die Hauptstadt der Niederlande seit Mitte August erfolglos versucht Niantic zu erreichen - die Klage bliebe somit als einziger Weg. Die Behörden wollen verhinden, dass auf den geschützten Teilen des Strandes im Den Haager Stadtteil K...

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Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Verfasst: 04.10.2016 08:03
von Kibato
Pokemon Go ist immer noch ein Ding? Erstaunlich 8O

Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Verfasst: 04.10.2016 09:11
von Skabus
Kibato hat geschrieben:Pokemon Go ist immer noch ein Ding? Erstaunlich 8O
Für manche Menschen scheint es ja neben Hypes und "the newest shit" nix mehr zu geben. :wink:

MfG Ska

Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Verfasst: 04.10.2016 10:00
von sphinx2k
Ja hat mich auch überrascht das da einige immer noch mit beschäftigt sind. Aber gut jedem das seine, meins ist es nicht.

Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Verfasst: 04.10.2016 10:37
von Trumperator
Pffffff

2 Monate noch, dann isses Free 2 Play. :Häschen:

Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Verfasst: 04.10.2016 10:58
von Ziegelstein12
Nur, weil am anfang jeder gehyped war und man jetzt nicht mehr die timeline vollgeflutet bekommt heißt das noch lange nicht, dass es niemand mehr spielt..

Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Verfasst: 04.10.2016 11:01
von Marobod
Den Haag, hat den Entwickler von Pokèmon GO, Niantic Labs, verklagt, um zu verhindern, dass Spieler auf geschützten Dünen nach Pokémon suchen. Laut The Guardian hatte die Hauptstadt der Niederlande seit Mitte August erfolglos versucht Niantic zu erreichen - die Klage bliebe somit als einziger Weg.
Meines Wissens ist Amsterdam die Hauptstadt der Niederlande, Den Haag ist nur der Regierungssitz :)

Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Verfasst: 04.10.2016 11:02
von Temeter 
Marobod hat geschrieben:
Den Haag, hat den Entwickler von Pokèmon GO, Niantic Labs, verklagt, um zu verhindern, dass Spieler auf geschützten Dünen nach Pokémon suchen. Laut The Guardian hatte die Hauptstadt der Niederlande seit Mitte August erfolglos versucht Niantic zu erreichen - die Klage bliebe somit als einziger Weg.
Meines Wissens ist Amsterdam die Hauptstadt der Niederlande, Den Haag ist nur der Regierungssitz :)
Aber das wäre kein so guter Klickbait ;)

Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Verfasst: 04.10.2016 11:28
von Paulaner
Im KZ ist ja nicht irgendein Pokemon aufgetaucht, sondern Smogmog. Das birgt schon eine gewisse Ironie. Geht natürlich trotzdem nicht....

Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Verfasst: 04.10.2016 11:38
von Skabus
ronny_83 hat geschrieben:Für mich ist es unverschämt, dass ein Entwickler ein Spiel auf den Markt schmeißt, dass Umgebungen mit einbezieht ohne aber wirklich zu differenzieren, in welchen Umgebungen man das Spiel spielen kann. Das nicht mal Holokaust-Denkmale und Konzentrationslager ausgeschlossen wurden, zeigt doch, dass daran nicht ein Gedanke verschwendet wurde. Das man nebenbei auch durch geschützte Naturbereiche trampelt, ist ein zusätzliches Übel.
Ich finde das persönlich Blödsinn. Natürlich sind bestimmte Orte sensibel und da sollte auch nachgebessert werden. Vor allem Holocaust-Denkmäler, Naturschutzgebiete oder andere besonders sensible Orte(Friedhöfe, Militärgelände) etc.

Diese "Empörung" ist aber, bei allem Verständnis, rein menschgemacht. Die Entwickler haben sich ja nicht explizit solche sensiblen Orten ausgesucht, sondern lediglich ihr global funktionierendes System verwendet um so ein Geo-Caching-Spiel zu realisieren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man gar nicht daran gedacht hat, dass das Fangen von Pokemon an sensiblen Orten, soviel Empörung auslösen würde.

Ich weiß auch zudem nicht, was man hätte besser machen können. Die Orte wurden ja nicht von Hand ausgewählt. Wie sollte man hier eine "Vorab-Auswahl" treffen können? Ich denke das ist technisch kaum machbar, bzw. mit einem nicht vertretbaren Aufwand verbunden. Wir reden ja hier nicht von einer Stadt oder von ein paar Landstrichen, sondern mal so eben von dem gesamten Planet Erde(zumindest den bewohnten Teil). Und ich weiß auch nicht, ob es angebracht ist, sich über ein Spiel aufzuregen, dessen einziges "Verbrechen" es ist, "interessante" Hotspots auf der Karte zu verwendetn um damit bestimmte Augmented-Reality-Inhalte anzuzeigen.

Klar, natürlich ist es problematisch wenn sowas dann bei Denkmälern wie Ausschwitz oder in Naturschutzgebieten oder auf Militärgelände funktioniert, aber die Interpretation, dass sowas ehtisch, moralisch oder sonstwie bedenklich ist, ist rein menschgemacht und ich finde es nicht sinnvoll, einen App-Hersteller indirekt den Vorwurf zu machen, dass sie bewusst solche ethisch und moralisch fragwürdigen Orte ausgewählt haben. Ich denke, dass sich die Frage gar nicht stellte, bzw. es auch nicht so trivial ist, zu sagen, man schließt Holocaust-Denkmäler aus oder filtert Naturschutzgebiete raus. Das lässt sich einfach "fordern", aber die Umsetzung ist eben nicht so einfach, wie sich das mancher vllt. vorstellt.

Das einzige was man Niantic wirklich ankreiden kann ist, dass sie auf die Anfragen nicht reagieren. Hätte Den Haag bzw. die Niederlande gleich mit Klage gedroht, hätte ich mich auch gefragt, welchen Geistes Kind sie sind, aber da sie es ja sogar mehrfach auf freundlichem Wege versucht haben und von Niantic ignoriert wurden, finde ich die Klage mehr als gerechtfertigt. Ich verstehe nicht, warum Niantic nicht längst eine Infrastruktur aufgebaut hat, um solche Anfragen schnell und effektiv aufzunehmen. Ist wohl alles für das überflüssige Buddy-Feature draufgegangen...

MfG Ska

Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Verfasst: 04.10.2016 12:50
von Drachenfuchs
Skabus hat geschrieben:
ronny_83 hat geschrieben: Ich weiß auch zudem nicht, was man hätte besser machen können. Die Orte wurden ja nicht von Hand ausgewählt. Wie sollte man hier eine "Vorab-Auswahl" treffen können? Ich denke das ist technisch kaum machbar, bzw. mit einem nicht vertretbaren Aufwand verbunden.

Das lässt sich einfach "fordern", aber die Umsetzung ist eben nicht so einfach, wie sich das mancher vllt. vorstellt.
Die Pokestops im Spiel wurden allesamt von Menschen manuell eingetragen und mit Name und Bild versehen. Die Einsendung der Punkte war dabei reglementiert und wurde auch (wohl manuell) geprüft. All das passierte noch in Ingress. Niantic hat die Punkte die die Ingress Community erstellt hat einfach in das neue Spiel übernommen. Das wir diesen "Skandal" nicht schon früher hatten lag einfach daran, dass Ingress nicht in so Massen gespielt wurde.

Ich denke daher schon, dass sie nachvollziehen können was sie da für Punkte haben (vor allem wegen der Reglementierung, Prüfung und aktiven Freischaltung). Ich gebe dir aber recht, dass sie wohl einfach die Problematik nicht bedacht haben, dass es da jetzt zu Massenaufläufen kommt. Trotzdem.... Auch Unwissenheit und Passivität schützt halt nicht direkt vor Schuld. Man kann immer vorwerfen, dass man einen Fall hätte erkennen können sollen. Da müssen dann eben Gerichte entscheiden.

BTW: Ist nicht jede Empörung menschgemacht? :-)

Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Verfasst: 04.10.2016 13:09
von Chris2501
Was ist PokemonGO?

Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Verfasst: 04.10.2016 13:34
von EvilReaper
ronny_83 hat geschrieben:Die Klage finde ich richtig. Für mich ist es unverschämt, dass ein Entwickler ein Spiel auf den Markt schmeißt, dass Umgebungen mit einbezieht ohne aber wirklich zu differenzieren, in welchen Umgebungen man das Spiel spielen kann. Das nicht mal Holokaust-Denkmale und Konzentrationslager ausgeschlossen wurden, zeigt doch, dass daran nicht ein Gedanke verschwendet wurde. Das man nebenbei auch durch geschützte Naturbereiche trampelt, ist ein zusätzliches Übel.
Wieso sollten sie auch? Du kannst auf dem Handy jedes Spiel überall spielen, wieso sollte das bei Pokemon GO nicht gehen? Die Klagen sind nur eines: lächerlich und in meisten Fällen gibt es dafür nicht mal eine rechtliche Grundlage. Das Spiel generiert die Pokemons zufällig, da kann dann eben auch ein Pokemon an eine geschützte/für die Öffentlichkeit unzugängliche Stelle landen. Na und? Es ist ja aber nicht die Aufgabe der Entwickler die Kinder fremder Leute zu erziehen bzw. sie von gewissen Orten fern zu halten, sondern die Aufgabe jener, die diese Orte als Denkmäler/Naturschutzbereiche usw. deklariert haben und die der Eltern der Kinder und dieser Verantwortung wollen sie sich jetzt entziehen indem sie dumm rumklagen, was ja auch die Forderung zeigt, das Spiel ab 23 Uhr quasi abzuschalten, weil die Eltern es nicht gebacken bekommen den Kindern einfach das Handy wegzunehmen (ode sie aufzuhalten nachts draußen rumzulaufen).

So schlecht ich Niantec auch als Entwickler finde, hier geht um faule Erwachsene die sich aus ihren Verantwortungen ziehen wollen, wobei sie sogar nicht davor scheuen einem Entwickler das Geschäft zu vermiesen (weniger aktive Spielzeit, wenn um 23 Uhr Schluss wäre, bedeutet weniger Zeit im In-Game-Shop = weniger Umsatz).

Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Verfasst: 04.10.2016 13:48
von Skabus
Drachenfuchs hat geschrieben:Die Pokestops im Spiel wurden allesamt von Menschen manuell eingetragen und mit Name und Bild versehen.
Richtig. Hast du genaue Infos, wie dieser Auswahl- und Review-Prozess abgelaufen ist? Wenn nicht können wir nur spekulieren. Ich vermute, dass Niantic weder Mittel noch Wege hatte, alle Orte auf ihre moralische Eignung zu überprüfen. Ich kann mir zumindest nicht vorstellen, wie das abgelaufen sein soll...?
Drachenfuchs hat geschrieben:Auch Unwissenheit und Passivität schützt halt nicht direkt vor Schuld.
Sehe ich auch so. Niantic hat jetzt auch die moralische Verantwortung. Ganz klar. Aber bei dir klang es so, als wenn du der Meinung warst, dass Niantic das VORHER hätte wissen müssen.
Drachenfuchs hat geschrieben:BTW: Ist nicht jede Empörung menschgemacht? :-)
Ich meinte damit, dass die Dinge die dort passieren, von Menschen "interpretiert" werden und erst durch die Interpretation zu einem "ethischen/moralischen Problem wird". So wie mit dem Smogmog-Beispiel: Pokemon tauchen mehr oder weniger zufällig irgendwo auf. Die Interpretation einer "moralischen Verwerflichkeit" kommt eben durch die Menschen, die darin eine moralische Verwerflichkeit sehen (wollen) bzw. sehen müssen. Natürlich ist es ein No-Go ein Gas-Pokemon ausgerechnet in Ausschwitz erscheinen zu lassen. Aber Niantic hat ja sicher nicht gesagt: "Oh, Ausschwitz! Ich weiß schon, welche Pokemon dort auftauchen werden! Smogons und Smogmogs! Hihi voll lustig!" Das fänd ich zumindest mehr als nur verstörend o.O

Auf der anderen Seite ist halt auch nicht alles so eindeutig, wie das Holocaust-Thema: Ich find es persönlich sehr immersiv und atmosphärisch, auf einem Friedhof ein Nebulak zu fangen. Ich glaube kaum, dass die Toten da irgendwas dagegen haben. Aber ich verstehe durchaus, dass es Menschen gibt, für die das ein sensibles Thema ist und die sich dadurch beleidigt oder verletzt fühlen. Darum ist das imo aber nur bedingt Niantics Verantwortung. Denn es ist ja die Interpretation einer Gruppe von Menschen, die daraus ein Problem machen. Niantic hat ein Spiel gebaut, dass eben solche Funktionen anbietet. Was die Menschen sich dann reininterpretieren ist eben nicht durch das Spiel selbst verursacht, sondern durch die Menschen die es spielen, bzw. sehen. Ergo: Menschgemacht. :)


@EvilReaper: Volle Zustimmung! Sehe ich genauso!

MfG Ska

Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Verfasst: 04.10.2016 14:16
von EvilReaper
ronny_83 hat geschrieben:
EvilReaper hat geschrieben:So schlecht ich Niantec auch als Entwickler finde, hier geht um faule Erwachsene die sich aus ihren Verantwortungen ziehen wollen.
Ja ja, sind wieder die pösen pösen Erwachsenen Schuld, die sich Verantwortung entziehen wollen. Hauptsache, der Entwickler muss diese Verantwortung nicht aufbringen. Lasst doch die Welt mit verantwortungslosem Scheiß zubombardieren. Die Eltern werden´s schon richten.
Was kann der Entwickler, wenn du dein Kind nachts draußen rumlaufen lässt bzw. ihm das Handy nicht wegnimmst, wenn es schlafen gehen soll? Was kann er dafür, wenn du über Zäune kletterst und Naturschutzbereiche bzw. Gesetze und Regelungen nicht respektierst? Zeig mir, wo du im Spiel aufgefordert wirst all das zu machen und wir können über eine Verantwortung der Entwickler sprechen. Erst Kinder in die Welt setzen und dann erwarten, dass sich jeder andere um ihre Erziehung kümmert, nur man selber will seine Ruhe haben.

Rabeneltern sind auch der Grund, weshalb hier lange Zeit Spiele geschnitten/indiziert oder gar beschlagnahmt worden sind, weil es offensichtlich nicht reicht "Keine Jugenfreigabe" drauf zu schreiben, denn die Eltern schauen da ohnehin nicht nach, aber sind ganz groß wenns ums Rumsheulen geht, dass die gewalttätigen Spiele ihre Kinder negativ beeinflussen. Zum Glück hat sich das aber mit der Zeit nun etwas gelegt und die meisten Spiele kommen uncut nach Deutschland. Genau so sollte auch Niantec auf dieses Rumgeheule wenig geben.