NewRaven hat geschrieben:Also ehrlich gesagt fällt mir zu deiner Argumentation auch nicht mehr viel ein (und das liegt nicht daran, dass sie so gut ist... ganz nebenbei bemerkt). Nehmen wir mal an, du hättest mit allem recht, was du sagst und Sony war über jeden Schritt des Spiels genau informiert (was wohl durchaus bezweifelt werden darf),
Sie waren gewiss nicht über jeden Entwicklungsprozess informiert den solch ein Projekt in sich birgt, würde auch völlig den Rahmen sprengen. Die Frage die sich mir stellt, wie wurde untereinander kommuniziert? Bei Sony zeigte man sich sehr früh, eigentlich schon direkt nach der Erstpräsentation Ende 2013 interessiert an No Man’s Sky und kündigte an sich mit Hello Games in Verhandlungen zu befinden um es auf die PS4 zu holen.
Man hat sich also in einem sehr frühen Entwicklungsstadium an Sony gebunden, welches das Projekt im Gegenzug subventioniert hat, dies geschah sicherlich mit Erwartungen welche von japanischer Seite aus an NMS geknüpft wurden, über vertragliche Details kann man natürlich nur spekulieren.
Sie begleiteten es also mehr als 2 Jahre bis zur endgültigen Fertigstellung, große Teile des Budgets wurden von ihnen „Sony“ gestellt, da komme ich dann für mich persönlich zu dem Schluss, dass sie eine Einschätzung gegenüber ihrem Investment in der Lage zu treffen sind.
NewRaven hat geschrieben:selbst dann ist Sony als Publisher doch in keinster Weise dafür zuständig, dem Entwickler zu sagen, was dieser über sein Projekt zu erzählen hat. Dass Themen über eine möglichen Veröffentlichung auf einer Konkurrenzplattform da vorher vertraglich in den Publishingverträgen mit einer Stillschweigensklausel gesichert werden ändert daran nicht das Geringste, weil der Publisher eben für die Veröffentlichung und nichts weiter verantwortlich ist.
Wir wissen nicht was in den Verträgen steht, zugegebenermaßen hast du bei dem Punkt vielleicht Recht, zumindest ist er nicht wiederlegbar, aber bei dem Punkt, dass der Publisher nur für die Veröffentlichung zuständig ist muss ich wiedersprechen, der Publisher ist „auch“ für Großteile des Marketings zuständig, welches nicht nur das herausgeben von spielen beinhaltet, sondern auch Werbung!
Fassen wir mal kurz meine Sicht der Dinge zusammen:
Sean Murray lobpreist NMS, Sony weiß schon etwas genauer wie es ist, macht große Mittel für Werbung frei, da sich das Investment auszuzahlen scheint, NMS verkauft sich Millionenfach, Sean Murray gerät in die Kritik „Lügner“, Yoshida begräbt Murray und spricht von fantastischen Verkaufszahlen. Da frage ich mich, war Sony von NMS „wirklich“ überzeugt „Große Werbekampagne“ oder haben sie schlicht den Hype ausgenutzt.
Sozusagen gab es entweder eine Fehleinschätzung Sony’s bezüglich der Qualität von NMS, oder sie haben gewusst, dass nicht geliefert werden konnte was von Murrays Seite versprochen wurde, anbei sich doch eine große Diskrepanz zu vorab öffentlich getätigten Aussagen Murrays gegenüber dem schlussendlichen Spiel auftut, aber warum dann das große Werbebudget? sie müssen ja überzeugt gewesen sein! oder vielleicht doch nicht?
Der Hype war jedenfalls in vollem Gange, dass große Geld nicht fern.
NewRaven hat geschrieben:Das heißt: wenn HG das Spiel für mehrere Plattformen ankündigt, könnte es weniger Gewinne auf der eigenen Plattform abwerfen (-> Publisherentscheidung). Daran, was aber wie im Spiel eingebaut ist und wie man darüber in der Öffentlichkeit kommuniziert ist, bei einem unabhängigen Entwicklerstudio, der Publisher nicht wirklich beteiligt - dessen Aufgabe ist es einzig, dass Ding gut auf den Markt zu positionieren. Oder kurz: wenn jemand Mist erzählt, ist immer erstmal derjenige selbst der Idiot, nicht der, der ihn nicht den Mund zugehalten hat (und dessen Aufgabe das auch gar nicht gewesen wäre).
Hab ich oben schon geschrieben, magst du Recht haben, darum ging es mir letztendlich aber nie, Sony hat gut daran verdient, Schelte haben sie auch keine bekommen sondern Sean Murray. Warum stellt sich der Hr. Yoshida jetzt da hin und greift seinen Partner an und behauptet er wäre PR technisch nicht gut beraten gewesen, da muss ich anfangen zu Lachen. Murray war wohl wirklich nicht gut beraten, im Nachhinein damit zu kommen und ihn selbst nicht mal zur Seite genommen zu haben ist aber … vor allem wenn man bedenkt wie stark dadurch Sony erst profitiert hat.
Es ist einfach Lächerlich und extrem dreist
NewRaven hat geschrieben:Nicht Sonys Werbung für das Spiel hat hier gelogen, sondern Sean Murray. Und nicht Sony, die übrigens für die PC-Version nicht mal als Publisher geführt sind, sind kurz nach Release quasi spurlos untergetaucht, sondern Sean Murray.
Ja Murray hat gelogen, und Sony hat es vielleicht besseren Wissens gebilligt anstatt sich mal mit ihm hinzusetzen und auszumachen die Erwartungshaltung nicht ins unermessliche zu treiben.
Und nochmal, haben ja auch mehr als genug davon profitiert
NewRaven hat geschrieben:Du gibst dir ja redlich Mühe, jetzt hier Sony noch einen Teil des schwarzen Peters zuzuschieben - wirklich Sinn macht allerdings nicht viel davon - wie gesagt, nicht einmal dann, wenn man deiner gewagten These folgt, in der Sony quasi per Live-Schaltung direkt den Entwicklungsprozess in Echtzeit nachverfolgt hat.
Völliger Blödsinn was du da ablässt
Lg.