BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

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Chris Dee
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Chris Dee »

sourcOr hat geschrieben: Du kaufst anscheinend nie Retail, weißt aber darüber Bescheid oder wie? :D
Äh, ganz im Gegenteil, ich kaufe praktisch ausschließlich Retail und per Download absolut nur dann, wenn es gar nicht anders geht. Da mich Retail nach wie vor sehr interessiert und Download mittlerweile omnipräsent ist, ist es auch nicht besonders schwer, sich in beidem auszukennen, und deshalb kann ich Dir sagen, dass eine Aussage wie
sourcOr hat geschrieben: Du kriegst so ziemlich alles als Retail, was nicht bei drei auf den Bäumen is.
schon angesichts des Umstandes, dass
sourcOr hat geschrieben: Indies natürlich nur selten und meist erst weit nach Release
als Retail verfügbar sind, wenig Sinn macht, wenn man bedenkt, wie viele hochwertige Spiele mittlerweile eben keine AAA-Titel mehr sind.
sourcOr hat geschrieben: ... aber gerade der Deutsche kriegt jeden Scheiß als Retail.
Meine aktuelle To-Do-Liste ist ziemlich lang und darunter sind haufenweise Spiele, die ich mir nur deshalb noch nicht gekauft habe, weil sie entweder a) nur als Download verfügbar sind, b) als Retail verfügbar, aber praktisch ohne Daten in der Verpackung geliefert werden, oder c) als Retail verfügbar sind, aber nach der Installation erst mal im zweistelligen GB-Bereich gepatcht werden müssen.

Aber vermutlich spiele ich einfach mehr "Indies" als Du ...
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Kajetan
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Kajetan »

Alter Sack hat geschrieben:Wenn ich mir überlege was Ende der 80er bis Ende der 90er teilweise für ein Schrott rauskam am PC ... meine Fresse ...
Schau Dich auf Steam um ... ist heute nicht arg viel besser ;)
Nein, es gibt eine Handvoll ganz konkreter Gründe, warum Preordering, so bequem es für den einen oder anderen auch sein mag, eben INSGESAMT und LANGFRISTIG keine gute Idee ist. Die oben verlinkten Artikel sollten das alles ausreichend abdecken.
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casanoffi
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von casanoffi »

Vorbestellungen tätige ich nur noch ganz selten.
Wenn, dann ohnehin nur DRM-freie Retails, weil es digital für mich absolut keinen Sinn ergibt.

Allerdings habe ich auch eine schnelle Internetverbindung.
Für einen 25GB download brauche ich vielleicht eine halbe Stunde.

Bei Leuten, die nicht über diesen Luxus verfügen, kann ich es schon verstehen, wenn man allein wegen einem Preload eine Vorbestellung tätigt.

Meine letzte Vorbestellung war Dark Souls 3 für die PS4.
Da wusste ich, dass ich damit nichts falsch machen kann :biggrin:
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Alter Sack
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Alter Sack »

Kajetan hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:Wenn ich mir überlege was Ende der 80er bis Ende der 90er teilweise für ein Schrott rauskam am PC ... meine Fresse ...
Schau Dich auf Steam um ... ist heute nicht arg viel besser ;)
Nein, es gibt eine Handvoll ganz konkreter Gründe, warum Preordering, so bequem es für den einen oder anderen auch sein mag, eben INSGESAMT und LANGFRISTIG keine gute Idee ist. Die oben verlinkten Artikel sollten das alles ausreichend abdecken.
Bei Steam kenne ich mich nicht mehr so aus. :wink:

Die Artikel beruhen aber auch viel auf persönlichen Meinungen. "Meiner" Meinung nach liegt es weniger an den Preordern als an der allgemeinen Internetfähigkeit aller Geräte. Die Hersteller verlassen sich zu stark darauf Patches nachzuschieben und veröffentlichen deshalb früher. Außerdem ist gerade bei den Konsolen zu merken das die QS der Konsolenhersteller nicht mehr so funktioniert wie früher. An einer nicht internetfähigen PS1 oder PS2 mussten die Spiele einfach laufen das ist seid der PS3 vorbei.
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EvilNobody
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von EvilNobody »

Sir Richfield hat geschrieben:
Todesglubsch hat geschrieben:Ah ja, jetzt kommen die üblichen "ich bin besser als alle anderen, weil ich bestelle nichts vor!"-Postings :)
Streng genommen drückt Kajetan das genaue Gegenteil aus.

Davon abgesehen, die Behauptung "Vorbestellung ist Risiko" ist doch zu keinem Zeitpunkt falsch, oder?

Man könnte natürlich auch in den Raum werfen, dass das ein Phänomen dieser Zeit ist, dass alle alles immer SOFORT und JETZT haben müssen, wie die Süchtigen.
Hauptsache Erster, keiner darf eine Minute mehr "Spaß" haben als ich. Typische Gier dieser Generation Spieler.

(Dieser Post enthielt absichtliche und nicht ganz ernst gemeinte Polemik. Welcher Teil davon das ist, das darf sich ein jeder selber festlegen.)

Disclosure: In meinem Leben zwei Spiele vorbestellt: Neverwinter Nights 2 und Battlefield Bad Company 2.
Beides furchtbare Enttäuschungen, jedes auf seine Weise.
Seitdem habe ich Zeit... sooo viel Zeit. Und eh noch einen Haufen ungespielter Spiele.
Ich bin über die Fähigkeit rationalen Denkens hinaus entsetzt - warum war NW2 eine Enttäuschung?!
Ich würde mich gerne geistig mit euch duellieren, doch ich sehe dass ihr unbewaffnet seid!

"Ich war auch schonmal in den Alpen, aber wenn ich dir jetzt Kaiserschmarn auf die Schuhe kotze sieht das auch nicht aus wie eine authentische Nachbildung von Österreich."
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Chris Dee
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Chris Dee »

Kajetan hat geschrieben: All diese Gründe sind ja durchaus so vorhanden ... doch in welchen Relationen zueinander? Was ist der Hauptgrund? Was spielt keine große Rolle? Das ist doch das entscheidente. Nicht das Qualitative, sondern das Quantitative.
ich sehe nur nicht wirklich, wohin dich dieser Erkenntnisgewinn im Bereich des Quantitativen genau bringen soll. Wenn ich selber nicht auf Heino stehe, ist es mir ziemlich egal, ob die Leute, die es tun, das wegen seiner Sonnenbrille, seiner tiefen Stimme oder seiner Melodien tun. Zumal das Ganze - wie die Vorteile einer Vorbestellung - sowieso immer als Paket daher kommt und nicht voneinander getrennt werden kann ...
Gut, das sind Leute, die die gleiche These vertreten wie Du. Das mögen sie auch durchaus wortgewandt tun, aber beweisen tut das trotzdem nicht, dass Spiele dadurch schlechter werden. Der Anschein der Plausibilität alleine reicht da nun mal nicht, zumal es etliche andere, viel grundlegendere, Umstände gibt, die für die schlechte Qualität bestimmter Titel verantwortlich gemacht werden können (und meiner Meinung nach viel relevanter sind). Zudem sind Sätze über das Vorbestellen wie "That just doesn’t make sense." einfach nur ignorant und helfen wirklich niemandem weiter.

Ich persönlich habe auch entschieden, dass Vorbestellen FÜR MICH persönlich keinen Sinn macht, also lasse ich es. Aber aus oben genannten Gründen macht es eben für andere Leute, die es tun, sehr wohl "sense" und denen zu erklären, ihre Gründe seien einfach keine und sie seien einfach nur zu doof, das einzusehen, ist schlicht albern.
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Sir Richfield
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Sir Richfield »

EvilNobody hat geschrieben:Ich bin über die Fähigkeit rationalen Denkens hinaus entsetzt - warum war NW2 eine Enttäuschung?!
Lief scheisse, auch mehrere Grafikkarten später und verhielt sich in meinen Augen zu NW1 wie DA2 zu DA.

Kann heute nicht mehr detailliert beschreiben warum genau, war aber halt einer der wenigen Käufe, die ich bereut habe.
Bis heute nicht weiter als ca. 1/4 gekommen und das immer mit Schmerzen.

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Sir Richfield
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Sir Richfield »

Chris Dee hat geschrieben:Der Anschein der Plausibilität alleine reicht da nun mal nicht, zumal es etliche andere, viel grundlegendere, Umstände gibt, die für die schlechte Qualität bestimmter Titel verantwortlich gemacht werden können (und meiner Meinung nach viel relevanter sind).
Hmm, so einen Satz in dem Kontext ohne wenigstens einen Hinweis auf diese Umstände, will ich nicht unkommentiert stehen lassen.

Sprich, du kannst Kajetan schlecht dafür kritisieren, dass er Links setzt zu Personen, die seine These stützen, wenn du nicht mindestens denselben Aufwand treiben willst.

Was ich implizieren möchte: Ich lese sehr gerne von allen Seiten Thesen und Argumente.

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moimoi
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von moimoi »

Ich bestelle nur selten vor und storniere diese oftmals auch weit vor Release, da mir dann doch die Zeit fehlt, oder ich Zweifel an dem Titel habe. Zuletzt geschehen bei Recore, da mir den Informationsmangel dann doch zu denken gibt. Downloads habe ich aber bisher noch nie vorbestellt, ... abseits vom Monstercat Sampler, der nur digital erscheint.

Nachteile sehe ich nur bei digitalen Gütern, da ich bis heute noch jedes Disc-Spiel umgetauscht bekommen habe (Battlefield 4 Launch). Meistens lohnt sich aber der Pre-Oder nicht für mich, da mich Sammlerauflagen und irgendwelche DLC-Skins nicht sonderlich interessieren und ich auch noch Monate nach Release die Standard-Version bekomme.

Gut, ... CS:GO habe ich 2012 vorbestellt, da ich schon vorher, wochenlang in der Beta war und wir in einer festen Gruppe bereits den Kauf geplant hatten... :oops:
Ich spiele gerade: The Perils of Man, Too Human, The Sinking City
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EvilNobody
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von EvilNobody »

Sir Richfield hat geschrieben:
EvilNobody hat geschrieben:Ich bin über die Fähigkeit rationalen Denkens hinaus entsetzt - warum war NW2 eine Enttäuschung?!
Lief scheisse, auch mehrere Grafikkarten später und verhielt sich in meinen Augen zu NW1 wie DA2 zu DA.

Kann heute nicht mehr detailliert beschreiben warum genau, war aber halt einer der wenigen Käufe, die ich bereut habe.
Bis heute nicht weiter als ca. 1/4 gekommen und das immer mit Schmerzen.
Ah, okay. Ich erinnere mich auch, dass es anfangs einige technische Probleme gab. Glaub´ mir aber, wenn du heute noch die Muße hast, das Spiel mal fortzuführen: es lohnt sich! Die GoG-Version macht (zumindest bei mir) keine Probleme und die D&D-Regeln sind exzellent umgesetzt. Die Story ist auch klasse, die Charakterentwicklung hat wirklichen Einfluss auf´s Gameplay und die Schauplätze sind sehr abwechslungsreich.
Sorry, NW2 ist eines meiner Lieblingsspiele, da komme ich ins Schwärmen. ;)
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Todesglubsch
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Todesglubsch »

Chibiterasu hat geschrieben:Ich kapier persönlich das Online (bei Steam und Co.) vorbestellen überhaupt nicht, weil ich da immer noch ohne Probleme direkt bei Release zuschlagen kann und dann habe ich Tests und Erfahrungsberichte abgewartet.
Digitale Vorbestellungen hab ich ehrlich gesagt nur bei den Civ Add-ons gemacht, da diese eh an Steam hingegen. Vollpreistitel bestell ich niemals digital vor. Gut, ich spiele eh hauptsächlich auf Konsole und habe somit den Luxus einer Disk, die nicht an Steam hängt ... aber selbst beim PC kauf ich mir lieber ne teure Disk die ich später wegwerfe, als direkt bei Steam zu kaufen. Keine Ahnung wieso :lol:

Aber ja, normale Gründe zum Vorbestellen:
Vorbestellerboni einheimsen.
Man hat das Spiel zu Release (nicht jeder hat nen Laden wo man mal eben vorbeigehen kann).
Man hat das Gefühl zu einem der ersten zu gehören.
Man kann sich ggfs. eine CE sichern (nein, nicht jede CE sinkt beim Release um 50%. Hier muss man Fingerspitzengefühl beweisen und vorher wissen, welche CEs tatsächlich weg sind und welche Ladenhüter werden.)

Weniger normale Gründe zum Vorbestellen:
Damit man das Spiel bloß nicht vergisst ("Stornieren kann man ja immer")
und das beliebte
"Amazon hat's mit nem falschen Preis gelistet!"
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Sir Richfield
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Sir Richfield »

EvilNobody hat geschrieben:Sorry, NW2 ist eines meiner Lieblingsspiele, da komme ich ins Schwärmen. ;)
Kein Problem. NW2 hat aber auch abseits der technischen Probleme nie bei mir "geklickt". Und ich habe es ein paar Mal versucht, kannst du mir glauben.
Und *jetzt* ist für mich nicht die Zeit für Rollenspiele. Keine Muße. Konnte mich zu 85% Xenoblades Chronicles zwingen (literally zwingen!) und seitdem steht das auf meinem Schreibtisch und schaut mich vorwurfsvoll an.

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sourcOr
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von sourcOr »

Chris Dee hat geschrieben:
sourcOr hat geschrieben: Du kaufst anscheinend nie Retail, weißt aber darüber Bescheid oder wie? :D
Äh, ganz im Gegenteil, ich kaufe praktisch ausschließlich Retail und per Download absolut nur dann, wenn es gar nicht anders geht. Da mich Retail nach wie vor sehr interessiert und Download mittlerweile omnipräsent ist, ist es auch nicht besonders schwer, sich in beidem auszukennen, und deshalb kann ich Dir sagen, dass eine Aussage wie
sourcOr hat geschrieben: Du kriegst so ziemlich alles als Retail, was nicht bei drei auf den Bäumen is.
schon angesichts des Umstandes, dass
sourcOr hat geschrieben: Indies natürlich nur selten und meist erst weit nach Release
als Retail verfügbar sind, wenig Sinn macht, wenn man bedenkt, wie viele hochwertige Spiele mittlerweile eben keine AAA-Titel mehr sind.
Warum ergibt das keinen Sinn? Die traditionellen AAA-Spiele, die eben noch einen riesigen Teil des Markts ausmachen, gibt es nachwievor als Retail, wie immer. Klar, wenn du dich auf Indies konzentrierst, findest du wenig Retails, aber das war nie anders mit Indies. Die Situation bzgl. Retail ist also weitgehend unverändert, worauf ich auch hinauswollte :wink: Man könnte sogar behaupten, dass es besser geworden ist was Indies angeht, wenn man sich mal anschaut, was alles auch physisch herausgebracht wurde.
Chris Dee
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Chris Dee »

Sir Richfield hat geschrieben: Sprich, du kannst Kajetan schlecht dafür kritisieren, dass er Links setzt zu Personen, die seine These stützen, wenn du nicht mindestens denselben Aufwand treiben willst.
Berechtigter Einwand.

Erstens haben Majors - insbesondere börsennotierte - Zeitpläne für Investitionen, Entwicklung, Marketing, Werbung etc. etc., die auf eine bestimmte Weise getaktet und auch miteinander verzahnt sind (z.B. auch mit Quartalsberichten oder damit, Verluste oder Gewinne aus steuerlichen Gründen in bestimmte Monate zu schieben). Da sieht man es nun mal gerne, wenn ein Spiel, das für Tag X geplant ist, dann auch tatsächlich am Tag X erscheint. Natürlich sind Verschiebungen prinzipiell möglich, verursachen aber nun mal Kosten und einen Rattenschwanz von unerwünschten Folgeänderungen, und werden deshalb logischerweise nur dann vorgenommen, wenn es wirklich absolut gar nicht anders geht.

Zweitens (und das ergänzt sich mit dem ersten Punkt), sind wir - zumindest wird das publisherseitig angenommen - alle permanent breitbandonline, d.h. Spiele können in nahezu jedem beliebigen Zustand veröffentlicht werden. Je schlechter der Zustand, desto umfangreicher halt der gegebenenfalls erforderliche Day-One-Patch. Und wenn ein Spiel in den ersten ein, zwei Wochen unter Hochdruck gleich mehrere Patches verpasst bekommt, beschwert sich mittlerweile auch keiner mehr. So wird der Druck für einer Verschiebung des Veröffentlichungstermins weiter reduziert.

An diesem generellen und sehr grundlegenden Szenario würde sich absolut null ändern, wenn man nun plötzlich auf Vorbestellungen verzichtet. Die sind einfach nur eine totale Randerscheinung obiger Gegebenheiten und dienen dazu, möglichst frühzeitig und möglichst vollständig an das Geld interessierter Käufer zu kommen. Natürlich fühlt man sich verarscht, wenn man ein Spiel Monate zuvor vorbestellt, nur um dann am Veröffentlichungstag eine Software-Ruine in die Hand gedrückt zu bekommen, aber an die These zu glauben, dass das Spiel deutlich besser geworden wäre, wenn man keine Gelegenheit zur Vorbestellung gehabt hätte, dafür fehlt mir ehrlich gesagt die Fantasie.

Letztlich ist das Ganze auch eine natürliche Reaktion auf Leute wie mich: Ich kaufe niemals ein Spiel zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung, sondern frühestens nach einem Jahr oder als GOTY. Neben den üblichen Vorteilen, die jedem bekannt sind, liegt das bei mir auch daran, dass ich meinen Rechner sowieso nur alle paar Jahre mal aufrüste und daher auch gar nicht immer in der Lage bin, topaktuelle Titel in all ihrer Pracht zu spielen. Deswegen lasse ich für Spiele auch nur einen Bruchteil des Geldes im Laden wie das Leute tun, die diese sofort kaufen (oder vorbestellen). Natürlich kann ich verstehen, dass die Publisher da irgendwelche Anreize schaffen wollen, sofort 50 Euro abzudrücken (und eben nicht 10 oder 20 Euro nach ein oder zwei Jahren) und da sind Preorder-Boni halt eine - etwas perfide und lästige, aber trotzdem nicht ganz illegitime - Methode, insbesondere wenn man den schnellen Preisverfall und die häufigen Sales bei PC-Spielen bedenkt.
GrinderFX
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von GrinderFX »

casanoffi hat geschrieben:
Generell spielen Download-Plattformen ... für Games eine wichtige Rolle. Sie haben sich für den Vertrieb von Computer- und Konsolenspielen in Deutschland als wichtige Alternative zum Kauf auf Datenträgern etabliert.
Bei diesen Worten musste ich herzhaft lachen.
Dieser Satz hätte für den PC-Bereich vielleicht vor 10 Jahren so gestimmt...

Plattform-übergreifend ist es allerdings kein Wunder, dass immer noch viele Retails verkauft werden.
Auf der Konsole hat man diesen Luxus halt noch.

Aber auch auf Konsole gibt es ja immer mehr digital-only.
Nicht zuletzt, weil es die Kundschaft gerne annimmt.

Die Zahlen zeigen leider ein sehr trauriges Bild für den PC, da beim PC mittlerweile die digitalen Verkäufe bei 98+% sind und wenn immer noch 66% der Gesamtkäufe (PC + Konsole) Retail sind, kann man ungefähr ausrechnen wie viel auf der Konsole und wie wenig am PC verkauft wird.
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