Kajetan hat geschrieben:Levi hat geschrieben:Aber... Aber.... Wissenschaft!
Genau. Und wenn dann mal wieder ein blöder Artikel erscheint, wird wieder rumgejammert, dass sich ja niemand auskennt.
Entscheidet Euch. Entweder soll das Videospiel wissenschaftlich erfasst und somit seriös als Teil der Wirklichkeit beschrieben werden oder das Videospiel bleibt irgendeine obskure Tätigkeit von verschwitzten Pickelnerds, über die man sich selbstredend lustig machen kann ...
Ich muss ja gestehen, dass in jenem Moment, als ich diesen Thread anklickte, sich mein innerer Troll-Voyeur bereits die Hände rieb, erwartete ich doch die volle Kelle Stammtisch-Antiintellektualismus und wissenschaftsfeindliches Geblubber. Stattdessen bislang nur ein Kommentar, der in diese Richtung ging, nämlich der von niq333, und der war wiederum harmlos. Leute, was ist denn hier los? Nun gut, ich schätze wenn das nächste mal von wissenschaftlicher Seite etwas kommt, das unser Hobby in irgendeiner Weise kritisch betrachtet, wird es wohl wieder rund gehen.
niq333 hat geschrieben:Dazu gibt es jetzt nur ne News, weil es ein Professor ist, der diese Aussage getätigt hat und zufällig mal ne Studie zu Pokemon gemacht hat? Um auf alle aufgeführten Punkte zu kommen reicht ein kurzer Smalltalk mit anderen interessierten Leuten über das Thema. Keine bahnbrechende Erkenntnis

Zu entgegnen wäre darauf, dass es doch keineswegs die Wissenschaft obsolet macht, wenn diese am Ende lediglich den Common Sense bestätigt. Dann ist der Common Sense halt ab dato wissenschaftlich untermauert, ist doch gut. Abgesehen davon gibt es ja nun auch zig Fälle (egal aus welchem Wissenschaftsbereich), in denen genau dies nicht der Fall war, also eine wissenschaftliche Analyse den oberflächlichen "gesunden Menschenverstand" effektiv infrage gestellt oder sogar widerlegt hat. Weiß man halt alles immer erst hinterher, demnach kann man auch die letztliche Bestätigung einer bereits zuvor erahnten Annahme durchaus als aussagekräftiges wissenschaftliches Ergebnis werten. Insgesamt ist es relativ naiv zu denken, Wissenschaft solle immer irgendwelche bahnbrechenden, nie angedachten Sensationserkenntnisse liefern.