Was hat denn eine uninformierte Meinung mit irreführender, bezahlter Werbung zu tun?Scipione hat geschrieben:Naja, wie willst den Menschen denn auch verklickern, dass diese Art von Verarsche schlimm/schlecht/böse ist, und jene Art von Verarsche sei ok?
9 von 10 Bloggern und Co. erzählen doch nur Mist, sei es aus wirtschaftlichen, oder aus verqueren ideologischen Gründen. Eigentlich ist dieser Fall hier mit so nem kleinen Videospielchen noch eine ziemliche Lappalie. Aber dennoch, ich stehe auf dem Standpunkt, entweder man haut jedem auf die Finger, oder gar keinem
Warner Bros.: Bezahlte Youtube-Videos zu Shadows of Mordor sorgen für behördliche Verwarnung
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Re: Warner Bros.: Bezahlte Youtube-Videos zu Shadows of Mordor sorgen für behördliche Verwarnung
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Re: Warner Bros.: Bezahlte Youtube-Videos zu Shadows of Mordor sorgen für behördliche Verwarnung
Ich denk mal, es kommt zum einen darauf an was für ein mögliches Beispiel dir gerade durch den Kopf geht und zum anderen was genau man überhaupt vergleichen möchte. Auf den einen Aspekt zu beharren, dass hier ganz direkt eine Werbung nicht als solche gekennzeichnet wurde, ist imo ziemlich faul, unoriginell und konformistisch. Gezielte Irreführung oder absichtliches Nichterwähnen von relevanten Informationen, gibt es auch an zig anderen Stellen, und da wird niemandem auf die Finger gehauen. Das ist eine Willkür, die weder logisch noch moralisch, sondern nur mit plumpem "is numal so" zu begründen ist.Temeter hat geschrieben:Was hat denn eine uninformierte Meinung mit irreführender, bezahlter Werbung zu tun?Scipione hat geschrieben:Naja, wie willst den Menschen denn auch verklickern, dass diese Art von Verarsche schlimm/schlecht/böse ist, und jene Art von Verarsche sei ok?
9 von 10 Bloggern und Co. erzählen doch nur Mist, sei es aus wirtschaftlichen, oder aus verqueren ideologischen Gründen. Eigentlich ist dieser Fall hier mit so nem kleinen Videospielchen noch eine ziemliche Lappalie. Aber dennoch, ich stehe auf dem Standpunkt, entweder man haut jedem auf die Finger, oder gar keinem
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Re: Warner Bros.: Bezahlte Youtube-Videos zu Shadows of Mordor sorgen für behördliche Verwarnung
Einigem kann man definitiv zustimmen: Auch ich habe schon ein paar Angebote bekommen, bei denen ich kurz geschaut hab, ob heute nicht doch der 1. April ist. Wenn ich mich sponsern lasse, will ich dahinter stehen können und vermerke das immer zutreffend und sage auch nochmal in entsprechenden Videos, dass etwas, was im Video verwendet wird, von XY gestellt wurde. Die Leute sind damit auch vollkommen d'accord und vielen Fällen bringt es sowohl dem Schaffer als auch dem Zuschauer etwas (Neues Equipment wie Software, PC-Komponenten, Lenkräder etc.).
Was die betreffenden Youtuber gemacht haben, hat jedoch nichts mit dem vorher Geschilderten zu tun. Gegen bezahlte Videos ist für mich nicht groß was einzuwenden, da ich es als legitim erachte, dass Publisher ihre Spiele bei Youtubern ebenso wie bei Zeitschriften oder in anderen Werbungen präsentieren wollen.
Allerdings sollte man als jemand mit über 50 Mio. Followern doch wenigstens so viel Gegenwehr zeigen können, dass man dem Publisher auferlegt, die Passage, nur gut über das Spiel zu berichten, zu streichen und entsprechende Promotion-Videos zu vermerken. Bei Pewdiepie steht da mittlerweile "sponsored bei Warner Bros." - Ich weiß nicht, was vorher dort stand.
Und sowas wie Glitches/Bugs fällt einem spätestens beim Spielen auf und wirkt sich zwar nicht auf die Verkaufszahlen des aktuellen Spiels aus, könnte aber für einen potenziellen Nachfolger schädlich sein. Insofern wird das Problem nur verlagert - wenn auch abgeschwächt.
Hier im Thread wird aber ein wenig zu stark pauschalisiert: Steckt bitte nicht alle Youtuber in eine Schublade, denn ich glaube, dass sich ziemlich viele - vor allem im Gaming-Bereich - nicht vor so etwas beugen. Mich stört dieser "Skandal" nicht groß: Das macht es denen, die transparent damit umgehen, leichter.
Aktuell und passend zum Thema eine Gesprächsrunde bei "Press Select" (garantiert unbezahlt
):
https://youtu.be/jITy4_mqrf8
Was die betreffenden Youtuber gemacht haben, hat jedoch nichts mit dem vorher Geschilderten zu tun. Gegen bezahlte Videos ist für mich nicht groß was einzuwenden, da ich es als legitim erachte, dass Publisher ihre Spiele bei Youtubern ebenso wie bei Zeitschriften oder in anderen Werbungen präsentieren wollen.
Allerdings sollte man als jemand mit über 50 Mio. Followern doch wenigstens so viel Gegenwehr zeigen können, dass man dem Publisher auferlegt, die Passage, nur gut über das Spiel zu berichten, zu streichen und entsprechende Promotion-Videos zu vermerken. Bei Pewdiepie steht da mittlerweile "sponsored bei Warner Bros." - Ich weiß nicht, was vorher dort stand.
Und sowas wie Glitches/Bugs fällt einem spätestens beim Spielen auf und wirkt sich zwar nicht auf die Verkaufszahlen des aktuellen Spiels aus, könnte aber für einen potenziellen Nachfolger schädlich sein. Insofern wird das Problem nur verlagert - wenn auch abgeschwächt.
Hier im Thread wird aber ein wenig zu stark pauschalisiert: Steckt bitte nicht alle Youtuber in eine Schublade, denn ich glaube, dass sich ziemlich viele - vor allem im Gaming-Bereich - nicht vor so etwas beugen. Mich stört dieser "Skandal" nicht groß: Das macht es denen, die transparent damit umgehen, leichter.
Aktuell und passend zum Thema eine Gesprächsrunde bei "Press Select" (garantiert unbezahlt
https://youtu.be/jITy4_mqrf8
21 Jahre alt und seit 18 Jahren leidenschaftlicher Gamer: http://www.youtube.com/DaveGaming
Re: Warner Bros.: Bezahlte Youtube-Videos zu Shadows of Mordor sorgen für behördliche Verwarnung
Nein, da ist ein ganz gewaltiger Unterschied, weil das hier kommerziell war, und sich sowohl die Youtuber als auch Warner selbst darauf eingelassen und Verträge unterzeichnet haben.Scipione hat geschrieben:Ich denk mal, es kommt zum einen darauf an was für ein mögliches Beispiel dir gerade durch den Kopf geht und zum anderen was genau man überhaupt vergleichen möchte. Auf den einen Aspekt zu beharren, dass hier ganz direkt eine Werbung nicht als solche gekennzeichnet wurde, ist imo ziemlich faul, unoriginell und konformistisch. Gezielte Irreführung oder absichtliches Nichterwähnen von relevanten Informationen, gibt es auch an zig anderen Stellen, und da wird niemandem auf die Finger gehauen. Das ist eine Willkür, die weder logisch noch moralisch, sondern nur mit plumpem "is numal so" zu begründen ist.Temeter hat geschrieben:Was hat denn eine uninformierte Meinung mit irreführender, bezahlter Werbung zu tun?Scipione hat geschrieben:Naja, wie willst den Menschen denn auch verklickern, dass diese Art von Verarsche schlimm/schlecht/böse ist, und jene Art von Verarsche sei ok?
9 von 10 Bloggern und Co. erzählen doch nur Mist, sei es aus wirtschaftlichen, oder aus verqueren ideologischen Gründen. Eigentlich ist dieser Fall hier mit so nem kleinen Videospielchen noch eine ziemliche Lappalie. Aber dennoch, ich stehe auf dem Standpunkt, entweder man haut jedem auf die Finger, oder gar keinem
Anders gesagt, nur weil jemand dumm ist, macht ihn das nicht gleich kriminell. Denkst du nicht das ist ein bissl absurd das gleichzusetzen?
Re: Warner Bros.: Bezahlte Youtube-Videos zu Shadows of Mordor sorgen für behördliche Verwarnung
Haben die ernsthaft ausgesagt, sie seien “stets bemüht“, sich an die Regeln zu halten? xD Geil!
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Re: Warner Bros.: Bezahlte Youtube-Videos zu Shadows of Mordor sorgen für behördliche Verwarnung
Ich verstehe schon, auf welchen Aspekt du dich beziehst.Temeter hat geschrieben:Nein, da ist ein ganz gewaltiger Unterschied, weil das hier kommerziell war, und sich sowohl die Youtuber als auch Warner selbst darauf eingelassen und Verträge unterzeichnet haben.Scipione hat geschrieben:Ich denk mal, es kommt zum einen darauf an was für ein mögliches Beispiel dir gerade durch den Kopf geht und zum anderen was genau man überhaupt vergleichen möchte. Auf den einen Aspekt zu beharren, dass hier ganz direkt eine Werbung nicht als solche gekennzeichnet wurde, ist imo ziemlich faul, unoriginell und konformistisch. Gezielte Irreführung oder absichtliches Nichterwähnen von relevanten Informationen, gibt es auch an zig anderen Stellen, und da wird niemandem auf die Finger gehauen. Das ist eine Willkür, die weder logisch noch moralisch, sondern nur mit plumpem "is numal so" zu begründen ist.Temeter hat geschrieben:
Was hat denn eine uninformierte Meinung mit irreführender, bezahlter Werbung zu tun?
Anders gesagt, nur weil jemand dumm ist, macht ihn das nicht gleich kriminell. Denkst du nicht das ist ein bissl absurd das gleichzusetzen?
Das ist mir aber, wie gesagt, zu simpel, zu vorgegeben und zu unkritisch. Ausserdem denke ich hier nicht an irgendeinen John Doe Blogger, der aus Ignoranz irgendwas ins Netz kritzelt, sondern von Leuten/Medien, die relativ gesehen eine ähnliche Reichweite haben wie der PewdiPups unter den LetsPlayern, und die auch sehr genau wissen welche Informationen sie gezielt weglassen.
Ich betrachte es eher so: Was genau ist denn hier passiert? Hier hat so ein Youtube-Internetz-Mensch in etwa so getan als würde ein Videospiel eine Wertung von 9.0 verdienen, obwohl er vielleicht in Wirklichkeit denkt, dass es nur eine 8.0 verdient hätte. Und er tat dies auf einen Anreiz hin.
Und dann kommt eben noch hinzu, dass irgendwelche Leute irgendwann mal entschieden haben, dass Werbung als solche klar erkenntlich sein muss, Trennungsgebot und VerbraucherDings und bla und blub.....
So, und an anderer Stelle spielt sich genau das gleiche ab. Es wird so getan als würde unvoreingenommen berichtet werden, obwohl es das nicht wird.
Das ist das was passiert. Es gibt keinen Unterschied. In beiden Fällen wird der Leser/Zuschauer in die Irre geführt. Punkt. Einen Unterschied gibt es nur in der unterschiedlichen Bewertung des einen und des anderen. Dem kann man sich anschliessen..... oder auch nicht, weil es willkürlich ist