Seh ich nicht so. Früher™ machten etliche Entwickler aus der Not eine Tugend. Fehlende Rechenleistung animierte sie dazu, kreativ zu werden und mit den wahnwitzigsten Lösungen zu kommen. Daraus resultierte so manche Spielidee. Mit mehr Leistung sind zwar mehr Arten von Spielen möglich, aber ich würde nicht sagen, dass mehr Leistung generell besser ist. Ein einfallsreicher Entwickler kann sich vollends austoben, klar. Aber einfältige Naturen werden von zu viel Power dazu verführt, einfach ihre Spiele nach Schema F zu entwickeln - was erschreckend viele Entwickler heute auch tun.ChrisJumper hat geschrieben: […]
Generell ist mehr Rechenleistung immer besser.
[…]
Allerdings sind wir heute schon auf einem Level angelangt, an dem die Leistung nahezu bedeutungslos geworden ist. Ich behaupte, es gibt keine Art von Spiel, die mit der heutigen Hardware nicht schon längst möglich wäre. Deshalb haben wir in der neuen Generation auch noch kein Spiel, nicht ein einziges, gesehen, welches nicht auch auf einer ollen PS3 möglich gewesen wäre. Es ist einfach das Gleiche in hübscher. Das ist nett, aber mehr nicht und das wird sich auch mit dröfl Teraflops nicht ändern. Die Kreativität der Entwickler ist einfach ungleich wichtiger als CPU, GPU und wie sie alle heißen. Ohne die richtigen Ideen nützt die beste Hardware nichts. Mario 64 war auf dem SNES nicht möglich, da haben die Entwickler die neuen Möglichkeiten eines N64 voll ausgenutzt. Heute sehe ich solche Bestrebungen nicht mehr. Nicht mal im Ansatz. Ein Spiel mit ultra-hochaufgelösten Texturen vollzuballern, den Polycount in die Höhe zu schießen oder es in 4K laufen zu lassen, ist kein kreativer Prozess. Ach, und wo wir gerade davon reden: 4K hat keinen großen Nutzen. Es ist Mumpitz und nichts weiter als eine fadenscheinige Ausrede, damit Samsung und Co. wieder Fernseher verkaufen können.
Zumindest seh ich das so. =P