Das klingt schon wieder so beliebig, als wolle man einfach nur Charaktere erstellen, die eine möglichst breite Kundschaft ansprechen, aber letztendlich niemanden wirklich begeistern werden. Das muss letztendlich nicht stimmen, aber diese Art Marketing weckt nun wirklich keine Vorfreude. Zumal Dishonored 1 jetzt nicht gerade eine Leuchte des Geschichtenerzählens war.
7yrael hat geschrieben:andererseits befinden wir uns aber noch nicht in einer Gesellschaft, in der die Akzeptanz für diese Themen ausreichend geschaffen ist. Daher verstehe ich durchaus das Bestreben, diese Akzeptanz ein bisschen öffentlich zu fördern. Schöner wäre natürlich, wenn das subtil passieren könnte und nicht mit dem Vorschlaghammer.
Schöner? Es wäre produktiver. Der Vorschlaghammer erfüllt eher das Gegenteil: Viele Gamer fühlen sich genervt, lehnen das Thema mehr und mehr ab und werden letztendlich vielleicht sogar homophob. Ich glaube wohl kaum, daß die Köpfe hinter dieser Politik, genau dieses Ziel verfolgen.
Laut dem Tweet im Artikel dreht es sich wohl um einen schwulen Charakter , und auch das ist nicht unbedingt der beste Weg, um die hauptsächlich heterosexuelle, männliche Käuferschaft von Videospielen, für das Thema zu erwärmen. Warum gibt es generell in Kulturprodukten, die das Thema der Homosexualität behandeln, eine Inflation von Schwulen? Lesben sieht man hingegen viel seltener (da könnte man schon fast Sexismus vorwerfen) und mit weiblicher Homosexualität könnte sich die heterosexuell-männliche Käuferschicht ebenfalls viel eher anfreunden.
Ich verstehe auch nicht was dieser Begriff LGBT immer noch soll. Wieso werden diese unterschiedlichen sexuellen Ausrichtungen unter diesem sperrigen Begriff zusammengefasst? LGBT heisst doch nichts weiter als "Anderssexuell" oder "Abnormalsexuell". Klingt wenig schmeichelhaft.
Dabei sind diese Menschen untereinander so verschieden, wie sie auch zu Heterosexuellen unterschiedlich sind. Ich verstehe von daher nicht, warum das in einem politischen Ausdruck zusammengefasst wird, der sich bewusst von der Mehrheitsgesellschaft abgrenzt. Wer kam überhaupt auf diese Idee?
Als Kölner bin ich in meinem Leben schon einigen Schwulen begegnet. Und Lesben. Und Transsexuellen. Keiner von denen hat sich mir jemals als LGBT-Mensch vorgestellt. Ich hoffe das bleibt auch so.