Die Industrie unterschätzt Spiele von unabhängigen Entwicklern: "Wir sollten mehr Geld für Indie-Spiele verlangen"

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solidusbg
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Re: Die Industrie unterschätzt Spiele von unabhängigen Entwicklern: "Wir sollten mehr Geld für Indie-Spiele verlangen"

Beitrag von solidusbg »

Die Indieszene lebt ja gerade WEGEN dieser LowPrice Schiene...
Kein ellenlanger Rattenschwanz an Werbung, kein Team mit 300 Mann, keine riesigen Bürokomplexe...

Zum Teil ist auch die sehr schwankende Qualität der Titel schuld an diesem "Billig Image".
Weil, seien wir mal ehrlich, 90% der IndieGames sind einfach Dreck, 8% sind bemüht aber oft nicht zu ende gedacht,
oder einfach nicht umfangreich genug, und die letzten 2% sind SUPER, darunter Titel wie:
- Binding of Isaac
- Sunless Sea
- State of Dacay
- Darkest Dungeon :Hüpf:
- MineCraft
- Dont Strave
Diese Titel gehören zu meinen Alltime Favorites!

Indie Games sind für mich wie Ü - Eier, um 10 - 15 Euro, nimmt man mit, isses geil freut man sich,
isses kompletter Dreck warens nur 10 Euro :wink:
CritsJumper
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Re: Die Industrie unterschätzt Spiele von unabhängigen Entwicklern: "Wir sollten mehr Geld für Indie-Spiele verlangen"

Beitrag von CritsJumper »

solidusbg hat geschrieben: Zum Teil ist auch die sehr schwankende Qualität der Titel schuld an diesem "Billig Image".
Weil, seien wir mal ehrlich, 90% der IndieGames sind einfach Dreck, 8% sind bemüht aber oft nicht zu ende gedacht,
oder einfach nicht umfangreich genug, und die letzten 2% sind SUPER
Na-ja. Ich finde man kann das so pauschal nicht sagen. Es gibt so viele Titel die sehen übel aus, man erkennt das Spiel Prinzip nicht und erst wenn man sich dann näher beschäftigt stellt man fest das es zwar seltsame Grafik hat aber einem Metal Gear auf der PS1 in Erzählung und Spielmechanik um nichts nach steht.

Aber ich mag so dieses Entdecken und empfehlen der Games. So habe ich mir irgendwie den Handy-Markt vorgestellt mit den Apps. Doch da ist nie etwas in die Richtung geworden dafür finde man dort zu viele Programme die einfach keine NES oder SNES stärke besitzen. Mindestens Game Boy Qualität sollten die halt schon haben.

Spiele die einfach Dreck sind, ist auch immer schwer zu formulieren, das liegt fast nur an den eigenen Erwartungen. So manche AAA-Produktion hat es ja schwer die stärken vergangener Klassiker zu erreichen.
"Ich gewinne aber lieber den Informationskrieg als einen Moralwettstreit." Tara Mcgowan
johndoe984149
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Re: Die Industrie unterschätzt Spiele von unabhängigen Entwicklern: "Wir sollten mehr Geld für Indie-Spiele verlangen"

Beitrag von johndoe984149 »

BStramke hat geschrieben:Den Preis an der Produktionsart (AAA/Indie) festzusetzen ist nur aus Produktionssicht sinnvoll. Der Käufer zahlt 50€ wenn das Spiel ihm den Gegenwert dafür bietet, egal ob von EA oder Indieentwickler. Natürlich zahlt der Käufer keine 50€ für ein AAA Spiel, das ihm nicht genug bietet (natürlich gibt's da Marketing das eben diese Notwendigkeit zu generieren versucht).
Deswegen treiben große Spiele Firmen/Konzerne auch so viel Aufwand mit Illusionen und Treiben Erwartungen in unendlichen Höhen und der Käufer der viel geld ausgibt will das ihm das Spiel gefällt und als folge kauft er auch 1-2 Folge Versionen bis es ihm auffällt das Spiele Version längst weit tief im Keller liegt :D
Ein Produkt ist dann verbraucht wenn der Aufwand der Illusion ein gewisse Höhe überschreitet.

Wer kennt den Unterschied zwischen Künstlichen Süßstoffen und natürlichen Süßstoffen ?
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Sir_pillepalle
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Re: Die Industrie unterschätzt Spiele von unabhängigen Entwicklern: "Wir sollten mehr Geld für Indie-Spiele verlangen"

Beitrag von Sir_pillepalle »

Seltsame Diskussion.

Wer meint, sein Produkt sei mehr wert als der Verkaufspreis, hat doch jederzeit die Möglichkeit diesen anzuheben.
Wenn die Absatzzahlen darunter leiden - dann ist das eben so auf einem Markt.

Trotzdem hinterlässt das ganze einen faden Beigeschmack. Eines der Argumente für Indiespiele und den daraus resultierenden Boom war und ist der kurze Absatzkanal. Die meisten Spiele werden ausschließlich digital vertrieben, die wenigsten erhalten Retailversionen. Entsprechend gering dürften die Kosten für Absatz und assoziiertes Marketing ausfallen. Nachdem man sich nun also einen gewissen Markt(anteil) erkämpft hat, auch aufgrund geringerer Kosten und Preise, fängt nun also das Nörgeln an, dass TripleAAA-Titel für mehr Kohle über den Ladentisch gehen.
Sollte eine Software ihre Entwicklungskosten nicht wieder einspielen, scheiterte es übrigens schon bei der Projektplanung und Kostenkalkulation - das seinen "geizigen" Kunden in die Schuhe schieben zu wollen wirft ein wenig vorteilhaftes Licht auf die "Gier" der Entwickler.

Gratulation an alle glorreichen Koriphäen der "Indie-Game-Entwicklung", die diese Einstellung teilen - ihr seid keinen Deut besser als die, von denen ihr euch differenzieren wollt.
Ob ein Spiel seinen Preis wert war, das ist sowieso völlig subjektiv. Preist-Leistungs-Diskussion teilt sich da eine Ebene mit Wertungszahl-Diskussion.
Anstatt also in irgendwelchen Pressetexten verlautbaren zu lassen, dass das eigene Produkt unterpreist angeboten wird - hebt eure Preise an, oder lasst einen für den Verbraucher "fairen" Preis euer Differenzierungskriterium sein.
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Balla-Balla
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Re: Die Industrie unterschätzt Spiele von unabhängigen Entwicklern: "Wir sollten mehr Geld für Indie-Spiele verlangen"

Beitrag von Balla-Balla »

Fordern kann man viel, wenn der Tag lang ist. Sinnvollerweise sollte man aber auch die Realität betrachten.
Gerade haben sich die SOMA Macher beschwert, dass der Verkauf nicht so flutscht. Ein interessantes, kleines Indiegame, das für 30 Euro allein als download angeboten wird. Aus diesen beiden Gründen habe ich es bisher nicht gekauft und stehe wohl nicht alleine damit.

Mehr als Übergang habe ich allerdings gerade das vielgescholtene AC Syndicate gekauft. Gebraucht übrigens. Kann man nicht viel falsch machen, bei Nichtgefallen geht es eben wieder raus.
Allerdings gefällt es sehr. Nicht etwa wegen des immergleichen Spielprinzips, sondern weil es fantastisch aussieht. Der Detailgrad des riesigen Londoner Areals ist unglaublich. Ich zocke am Beamer, schon schier VR. Das bekommt ein Indie Studio nie hin. Dafür braucht es ein großes Team, viel Zeit und vor allem verdammt viel Geld. Natürlich wird´s dann etwas mainstreamig, die Kohle muss ja wieder rein. Ich will das aber nicht mehr missen, die Fortschritte im tec/gra Bereich sind fantastisch, wie bei allem in der Welt steckt dabei leider kein Idealismus dahinter, sondern finanzielle Interessen. Soll mir recht sein, wenn das Ergebnis stimmt.

Nichts gegen Indie Games, die haben genauso ihre Berechtigung. Die Freiheiten zum Experiment sind natürlich viel größer. Dafür nimmt man eben dann einfachere Grafik und kürzere Spielzeit in Kauf, bezahlt aber entsprechend weniger. Nur bei den Großen spielen sie einfach nicht mit, können sie gar nicht. Man sollte sich eben seiner Position schon bewusst sein.
Große Fresse verkauft kein Spiel und aus Mitleid schenkt dem Underdog keiner sein Geld, auch wenn im Forum getönt wird, das kostet ja nix. Kein RM (real money) zumindest. Und da hört bekanntlich der Spass auf. Egal ob Großkapitalist oder Linksradikal.

Aber mal wieder ein netter Beitrag aus der beliebten Serie: Wir fordern von anderen das, wozu wir selbst nicht bereit sind. Argumente hat jeder gute, ich kann sie nur echt nicht mehr hören, letztlich läuft es immer auf genau eines heraus: ICH
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Veldrin
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Re: Die Industrie unterschätzt Spiele von unabhängigen Entwicklern: "Wir sollten mehr Geld für Indie-Spiele verlangen"

Beitrag von Veldrin »

Bei Life is strange gebe ich auch gerne mehr als 20€ aus (hab glaub ich knapp 25 bezahlt, recht günstig für den Umfang). Bei einem Trine, Swapper oder Whispered World vielleicht 20€ maximal. Aber bei den Wandersimulatoren, Pixel- oder RPG-Makerspielen kann keiner ernsthaft mehr als 10€ verlangen. Nicht weil die Spiele schlecht wären, sondern weil es einfach vom Umfang nicht passt. Ich bezahl ja auch keine 100€ für nen guten Döner, weil er schmeckt, nur weil mir auch ein 5-Gänge-Menü schmeckt. Ne, dem Döner den Preis den er verdient. Ein Dönerteller mit allem drum und dran aus Bio und Ayran darf gerne um die zehn € kosten. Aber keine 30!

Wenn Qualität und Umfang stimmt, spricht sich das eh rum und man bekommt seine Absätze, daran kann man dann sehen ob man beim nächsten Teil etwas(!) mit dem Preis hochgehen sollte oder lieber nicht.
Zuletzt geändert von Veldrin am 04.04.2016 13:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Vinterblot
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Re: Die Industrie unterschätzt Spiele von unabhängigen Entwicklern: "Wir sollten mehr Geld für Indie-Spiele verlangen"

Beitrag von Vinterblot »

Seh ich leider gar nicht so. Auch wenn Spielspaß und Spielzeit nicht in Zusammenhang stehen, so sind 20€ für 3 Stunden Titel wie Firewatch einfach über der Schmerzgrenze. Ich habe knapp 16€ für Salt & Sanctuary bezahlt und es war jeden Cent wert, sowohl spielerisch als auch vom Umfang. Aber die meisten Indies können das einfach nicht bieten. In einer idealen Welt würde ich ausschließlich nach Spielspaß entscheiden, aber solange ich ein begrenztes Budget hab und damit auskommen muss, werde ich mir keine 3 Stunden Walkingsimulatoren für 20€ oder mehr kaufen.
johndoe984149
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Re: Die Industrie unterschätzt Spiele von unabhängigen Entwicklern: "Wir sollten mehr Geld für Indie-Spiele verlangen"

Beitrag von johndoe984149 »

Von einer Firma die sich Indy Endwickler nannte habe ich 15 Euro für Grav ausgegeben und hatte 5 Monate Spaß aber im 6 Monat war es mir vielleicht aus gewissen Änderungen nur noch 3 E Wert aber ab den 8ten Monat war mir das Spiel eher 0 cent wert :)

CCP war auch mal Indy und es war mir damals eine menge Geld wert bis hin Monatlich 3 Acc jeden Monat zu bezahlen also fast 6 Jahre bezahlt aber ab 2012 war es mir kein cent mehr wert :)

Jeder der ein Produkt erzeugt will immer mehr verdienen aber viele zahlen ihren Mitarbeitern immer weniger Geld egal um welches Produkt es geht.Sei es um Lebensmittel oder Kleidung oder Spenden in allen Bereichen wird seid Jahren gejammert.

Jeder Mensch hat ein X Betrag zum Auszugeben und wird dieser X Betrag immer kleiner muss der Mensch darauf Achten das er auch immer weniger ausgibt und Produkte immer stärker auf die Waage legt und besonders im Spiele Bereich hat darunter zu leiden bis hin zu großen Spiele Konzernen.
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Sir Richfield
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Re: Die Industrie unterschätzt Spiele von unabhängigen Entwicklern: "Wir sollten mehr Geld für Indie-Spiele verlangen"

Beitrag von Sir Richfield »

Balla-Balla hat geschrieben:Gerade haben sich die SOMA Macher beschwert, dass der Verkauf nicht so flutscht. Ein interessantes, kleines Indiegame, das für 30 Euro allein als download angeboten wird.
Bzw. der 500ste Walking Simulator mit "BUH, da ist was hinter dir her" "Horrorelement", je nach Sichtweise.
Alleinstellungsmerkmal: "ABA wir ham doch SO viel mehr Zeit in das Projekt gesteckt als andere!!! Ehrlich!"

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Mr-Red-M
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Re: Die Industrie unterschätzt Spiele von unabhängigen Entwicklern: "Wir sollten mehr Geld für Indie-Spiele verlangen"

Beitrag von Mr-Red-M »

Ich hab ja so ein bischen das Gefühl, das diese ganze "Indie"-Blase laaangsam zu platzen anfängt.
Es gibt mittlerweile viel zu viele.
Und Ihre ganzen innovativen Ideen haben Sie vermutlich auch mehr oder weniger verballert.
Mit höheren Preisen werden Sie sich in der Masse sicher schwer tun,
da es ja mittlerweile schon einigen zu viel ist 45Euro für ein gebrauchtes, fast neues Spiel auszugeben.
Aber vermutlich wird sich hier eh nicht viel tun, der Markt regelt den Preis schon...
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Re: Die Industrie unterschätzt Spiele von unabhängigen Entwicklern: "Wir sollten mehr Geld für Indie-Spiele verlangen"

Beitrag von Vinterblot »

Sir Richfield hat geschrieben: Bzw. der 500ste Walking Simulator mit "BUH, da ist was hinter dir her" "Horrorelement", je nach Sichtweise.
Alleinstellungsmerkmal: "ABA wir ham doch SO viel mehr Zeit in das Projekt gesteckt als andere!!! Ehrlich!"
Da unterschätzt du Soma leider vollständig. Weder ist es ein Walking-Simulator, noch ein Horrorspiel, sondern möglicherweise eines der cleversten, durchdachtesten und zeitgeistigsten Adventures der letzten Jahre.
Liesel Weppen
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Re: Die Industrie unterschätzt Spiele von unabhängigen Entwicklern: "Wir sollten mehr Geld für Indie-Spiele verlangen"

Beitrag von Liesel Weppen »

bigod66 hat geschrieben: Ja, Banished ist genial, habe ich 20$ bezahlt.
Es von 1 Mann in einer Qualität programmiert wovon einige 3A Entwickler nur träumen können.
Hab Banished glaub ich auch für 20$ gekauft. Mehr ist es aber auch nicht wert. War zwar anfangs schon ganz spassig, wird aber dann doch sehr schnell langweilig, weil es doch immer nur das gleiche wieder von vorne ist. Änderungen oder wirklich freie Entscheidungsmöglichkeiten gibts nicht.

Was mich auch enorm stört, ich hab es gekauft, bevor es auf Steam kam. Ich hätte jetzt gerne die Steamversion, aber ohne das Spiel nochmal kaufen zu müssen.
Balla-Balla hat geschrieben: Gerade haben sich die SOMA Macher beschwert, dass der Verkauf nicht so flutscht. Ein interessantes, kleines Indiegame, das für 30 Euro allein als download angeboten wird. Aus diesen beiden Gründen habe ich es bisher nicht gekauft und stehe wohl nicht alleine damit.
Jup, da gehöre ich auch dazu. 28€ sind mir zu viel für Soma. Für <20€ nehm ichs, war aber bisher leider auch im Sale nur auf 24€ reduziert.
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Sir Richfield
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Re: Die Industrie unterschätzt Spiele von unabhängigen Entwicklern: "Wir sollten mehr Geld für Indie-Spiele verlangen"

Beitrag von Sir Richfield »

Vinterblot hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben: Bzw. der 500ste Walking Simulator mit "BUH, da ist was hinter dir her" "Horrorelement", je nach Sichtweise.
Alleinstellungsmerkmal: "ABA wir ham doch SO viel mehr Zeit in das Projekt gesteckt als andere!!! Ehrlich!"
Da unterschätzt du Soma leider vollständig. Weder ist es ein Walking-Simulator, noch ein Horrorspiel, sondern möglicherweise eines der cleversten, durchdachtesten und zeitgeistigsten Adventures der letzten Jahre.
Deshalb schrieb ich das mit der Sichtweise!

Abgesehen davon nennt SOMA sich selber "Horrorgame": http://somagame.com/info.html

Wenn ich das richtig sehe, geht man in dem Spiel die ganze Zeit herum, wird ab und an von etwas verfolgt und erst die Geschichte macht das Ding "clever".
Ich habe das in "" geschrieben, weil die Story IMHO!!! so das Niveau einer passablen Dr. Who Folge hat.

SOMAs Herausforderung bleibt weiterhin, dass es nicht das einzige visuell starke Spiel mit guter Geschichte und wenig Gameplay-Elementen ist.
Und schon jetzt steht SOLUS in den Startlöchern, mit bisher sehr guter Grafik und Vertonung (Effekte, nicht Sprache).

Vinterblot
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Re: Die Industrie unterschätzt Spiele von unabhängigen Entwicklern: "Wir sollten mehr Geld für Indie-Spiele verlangen"

Beitrag von Vinterblot »

Nicht mal die Geschichte - Soma ist nicht wirklich handlungs- oder ereignisbasiert. Sondern einzelne Szenen, die einen zum Nachdenken anregen über ganz wesentliche Fragen des Lebens. Insbesondere gut gelungen ist, wie das Spiel es schafft, denn Spieler nicht zum stillen Beobachter zu machen, sondern ihn elementar durch seine Perspektive mit in das Erlebnis mit einzubeziehen. Soma ist ein einziges, sehr cleveres Gedankenexperiment, dass den Spieler durch einige Kniffe sehr, sehr eindrucksvoll mit einbezieht und ihn beschäftigt, auch wenn der Monitor längst aus ist. Ich hab selten erlebt, dass sich das simulierte Erlebnis des Charakteres im Spiel mit dem Erlebnis des Spielers vor dem Monitor so sehr gleichen. Mehr kann ich dazu nicht sagen, ohne zu spoilern.

Horror ist es nicht wirklich. Es gibt einzelne Abschnitte, in denen man ala Amnesia mit Gegnern konfrontiert wird - aber die sind imho sogar die schwächsten Teile des Spiels. Sie nehmen deutlich weniger Zeit ein und sind deutlich weniger ängstigend. Und ich glaube, die Entwickler haben auch absichtlich in den Trailern eine falsche Fährte gelegt.
CritsJumper
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Re: Die Industrie unterschätzt Spiele von unabhängigen Entwicklern: "Wir sollten mehr Geld für Indie-Spiele verlangen"

Beitrag von CritsJumper »

Vinterblot hat geschrieben:Seh ich leider gar nicht so. Auch wenn Spielspaß und Spielzeit nicht in Zusammenhang stehen, so sind 20€ für 3 Stunden Titel wie Firewatch einfach über der Schmerzgrenze.
Ich kann das total verstehen Vinterblot! Andererseits fand ich Firewatch so innovativ und habe mich so sehr auf das Spiel gefreut, es war schon um einiges besser als EgtTR, das ich gerne 20 Euro bezahlt habe. Mich auf das Spiel aber auch sehr gefreut habe.

Was den Umfang betrifft... ja genau da war das Problem. Lieber hätte ich für den Titel 60 Euro bezahlt mit einer drei oder vierfachen Dauer von 12 bis 20 Stunden. Ich habe mich in dem Spiel übrigens knappe 6 Stunden amüsiert bevor ich es durch hatte. War aber enttäuscht das es scheinbar kaum alternative Möglichkeiten gibt, oder andere Rätsel zu entdecken obwohl die Welt, wie sich später heraus stellte. Belanglose Schnipsel verteilt. :/

Deswegen meinte ich ja auch am Anfang, die Publsiher die in solche Ideen einfach keine vollwertiges Team einsetzen, weil sie das Risiko nicht einschätzen können, weil es halt etwas neues ist.. finde ich halt sehr sehr schade.
Vinterblot hat geschrieben: Da unterschätzt du Soma leider vollständig. Weder ist es ein Walking-Simulator, noch ein Horrorspiel, sondern möglicherweise eines der cleversten, durchdachtesten und zeitgeistigsten Adventures der letzten Jahre.
Echt?! Mir waren von den Machern die PigsMachine und wie die heißen zu Gruselig, daher habe ich SOMA nicht gestartet obwohl mich das interessiet. Wenn ich da KEINE Gegner habe dessen Patroullienwege ich auswendig lernen müsste und oder mich dauernd irgendwo verstecken, würde ich mir das jetzt sogar sofort kaufen...?
Ich lese nachher noch mal den Test.
"Ich gewinne aber lieber den Informationskrieg als einen Moralwettstreit." Tara Mcgowan
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