Inwieweit eine Diskussion interssant ist, ist allerdings nicht entscheidet dafür, ob es sich um den richtigen Ort handelt. Die Frage, inwieweit man in einem Shooter eine Story auf Seiten der Deutschen und oder der Russen spielt, ist auch eine andere Frage, inwieweit die Deutschen die eigene Vergangenheit verarbeitet haben. Schon allein der Einwurf "als Deutscher wird dabei der Finger auf mich gezeigt" hat keinen Zusammenhang zu einem Kunstbegriff.Imperator Palpatine hat geschrieben:Mhm ich finde dass dies ein ganz passender Ort ist, gerade wenn man Themenkomplexe wie den Kunstbegriff mit ein bezieht.greenelve hat geschrieben: Und dies ist schon gar nicht der richtige Ort dafür, dies ist ein Spieleforum.
Warum z.B ist es in Shooterkampagnen kein Problem für die sowjetische Seite unter Stalin anzutreten aber bis heute gibt es meiner Erfahrung nach keinen einzigen WK II Shooter mit einer deutschen Kampagne ?! ( Red Orchestra 2 Single player kann man beim besten Willen nicht als Kampagne bezeichnen )
Bei Strategietiteln wie eben Hearts of Iron oder Company of Heroes ist dies jedoch problemlos möglich.
Vielfach eine interessantere Diskussion als der x-te " XBox vs. Plastation " Thread :wink:
Was die Kampagnen bei Strategietiteln angeht, nur weil etwas nicht gemacht wird, bedeutet dies nicht, es ist nicht möglich. In Ubersoldier spielt man einen deutschen Soldaten, welcher an der Front stirbt, von deutschen Wissenschaftlern als einer von vielen ins Leben zurückgeholt wird und fortan als Supersoldat weiterkämpfen soll - wobei er nach der Erweckung einer Widerstandskämpferin begegnet und sich dieser anschließt. Battlefield 1942 hat eine Aneinanderreihung von Missionen, die im Spiel als Kampagne behandelt wird.
Ich sehe die Wahl der spielbaren Seite auch eher als Entscheidung der Entwickler. Bei einem Shooter ist man auf eine Seite fixiert und spielt eine vorgegebene Geschichte. Hauptsächlich auf Seiten der Allierten, zu denen auch die Russen gezählt werden. Oder um es besser zu sagen: Gegen die Achsenmächte. In Strategiespielen, siehe auch Civilization, geht es darum, möglichst viele Parteien spielbar zu halten. Eine Geschichte wird dabei weniger erzählt. Ebenso konzentrieren sie sich auf ein Szenario dieser - und das ist sie durchaus - faszinierenden Epoche. Eine persönliche Geschichte, mit Motivation für diese Seite einzutreten, fehlt dabei.
Aber ich bezweifel es beantwortet deine, warum es das nicht gibt, denn es führt lediglich zur Frage, warum Entwickler sich nicht dafür entscheiden das dritte Reich eine Motivation zu geben, dafür zu kämpfen. Oder anders gefragt, wie würde sich ein Spiel anfühlen, bei dem einem die Story sagt: "Was du machst ist falsch, du kämpfst auf der falschen Seite, du bekämpfst nicht die Schlechten, du bist auf Seiten der Schlechten, und jetzt mach weiter damit"?
Nochmal: Wie schon gesagt, Strategietitel haben keine Story, keine Wertung der Situation, keine Motivation innerhalb einer Story etwas zu machen.

