EA Sports UFC 2: Electronic Arts entschuldigt sich bei muslimischem Kämpfer für christliche Siegesgeste

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Temeter 
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Re: EA Sports UFC 2: Electronic Arts entschuldigt sich bei muslimischem Kämpfer für christliche Siegesgeste

Beitrag von Temeter  »

Wenig mehr als ein kleiner Bug. Man bildest die Kämpfer und ihre Stile ja aus gutem Grund so sehr nach, da wäre ein Kreuz bei einem Moslem schon ein bischen albern. Auch gegenüber dem Athleten.

Bin mir aber sicher, dass wir das zu einer großen Debatte aufbauschen können. :mrgreen:
Scipione hat geschrieben:Atheismus ist auch nur ein weiterer Glauben
Guter Anfang! :lach:
Kann noch jemand Kreuzzüge, Jihads und Hitler einbauen? Ohne fehlt dem Thread seine Würze.~
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Usul
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Re: EA Sports UFC 2: Electronic Arts entschuldigt sich bei muslimischem Kämpfer für christliche Siegesgeste

Beitrag von Usul »

Jondoan hat geschrieben:Trotzdem frage ich mich halt immer, ob er nicht im Stillen dafür ist, dass die beiden Gewichtsklassen der Frauen wieder abgeschafft werden... oder ob er will, dass im Hijab gekämpft werden soll (wie es im Iran z.B. der Fall ist).
Genauso wie im Christentum gibt es auch im Islam eine Vielzahl von Ausformungen. Insofern ist es relativ unfair, von jemandem solche Gedanken anzunehmen, wenn man es nicht genau weiß. Es gibt durchaus auch "gläubige" Moslems, die einen liberaleren Weg einschlagen und sich auch der möglichen Widersprüche zwischen der wörtlichen Auslegung des Korans und der heutigen Moderne bewußt sind.

Und auch wenn ich dann höre, dass er einen Kampf für den im Sommer stattfindenden Event UFC 200 (also rein von der Zahl her ein großer Event) ablehnt, weil sein Gott es ihm verbietet, tagsüber was zu essen, kann ich halt nur den Kopf schütteln.
Das Fasten ist nun einmal ein wichtiger Aspekt im Islam (übrigens auch nicht bei allen Moslems). Daß er für sich persönlich die Entscheidung trifft, daß ihm sein Glaube wichtiger ist als die Ausübung seines Berufs in dem Fastenmonat, mag vielleicht für einen Nicht-Moslem befremdlich erscheinen, aber auch das finde ich nun außerordentlich.
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3nfant 7errible
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Re: EA Sports UFC 2: Electronic Arts entschuldigt sich bei muslimischem Kämpfer für christliche Siegesgeste

Beitrag von 3nfant 7errible »

SethSteiner hat geschrieben:Etwas nicht zutun ist keine Form der Sache die man nicht tut.
Doch, in diesem Fall schon. Der eine glaubt an einen Gott mit dieser Interpretation, der andere glaubt an einen Gott nach jener Interpretation und einer glaubt an gar keinen Gott. Das entscheidende Wort lautet hier stets "glauben" :)

Ich finde Religionen bzw die Diskussionen, die sich daraus ergeben sehr nützlich und wichtig für die weitere Entwicklung der Menschheit, weil politische Diskussionen eigentlich nicht viel anders sind. Viele Leute tun bei Themen, bei denen man unterschiedlicher Ansicht sein kann, so als gäbe es nur eine richtige, nämlich ihre, Position. Das würde aber voraussetzen, dass es irgendeine himmlische Macht gibt, irgendein intergalaktisches Regelbuch in dem das so drinsteht. Sowas gibt es aber nicht, oder wenn es das gibt, dann hat es zumindest noch niemand gefunden.
Und jetzt schau dir mal an, wieviele politische Ideologen es gibt, die keinerlei Abweichung tolerieren und nach immer mehr Kontrolle streben. Es gibt da kaum einen Unterschied zu religiösen Fanatikern :)
Armin
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Re: EA Sports UFC 2: Electronic Arts entschuldigt sich bei muslimischem Kämpfer für christliche Siegesgeste

Beitrag von Armin »

Grauer_Prophet hat geschrieben:Auch wenn ich Religionen dumm finde in dem Fall haben beide Seiten vernünftig reagiert und nix is passiert keine Hysterie etc.Evtl sollte man Religiöse Siegesgesten gleich sein lassen bei Fußball sind sie ja auch verboten.
100% Jesus
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SethSteiner
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Re: EA Sports UFC 2: Electronic Arts entschuldigt sich bei muslimischem Kämpfer für christliche Siegesgeste

Beitrag von SethSteiner »

@Scipione
Nicht glauben ist so wenig eine Form des glaubens wie nicht fahren eine Form des Fahrens wäre. Wie gesagt, etwas nicht zutun, ist keine Form der Sache die man nicht tut. Und über den Nutzen von Religion oder der Diskussionen kann man sicherlich streiten aber kaum über die negativen Einflüsse. Das trifft natürlich auch auf politische Ideologien zu aber man darf nicht vergessen, wie sehr die politischen Ideologien ihrerseits ihren Ursprung in religiösen Schriften haben, allen voran natürlich im rechten Spektrum.
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Usul
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Re: EA Sports UFC 2: Electronic Arts entschuldigt sich bei muslimischem Kämpfer für christliche Siegesgeste

Beitrag von Usul »

SethSteiner hat geschrieben:@Scipione
Nicht glauben ist so wenig eine Form des glaubens wie nicht fahren eine Form des Fahrens wäre.
Ich glaube nicht, daß hier in diesem Forum die Frage, ob Atheismus nun auch als Glaube bezeichnet werden kann, gelöst werden wird - insofern ist das wohl der Anfang eines Kreislaufs von Wiederholungen. Aber nur zu. :)

Allerdings hinkt dein Vergleich meines Erachtens. Der Atheismus dreht sich bereits um den Gottesbegriff und ist damit per definitionem mit dem Glauben verbunden. Das mit etwas so Eindeutigem wie "Fahren" zu vergleichen, macht die Sache nicht greifbarer.
Mir wäre z.B. keine Definition von Atheismus bekannt, die sich nicht in der einen oder anderen Form mit dem Glauben an Gottes Existenz beschäftigen würde. Und damit gleichzeitig diesem Glauben eine entgegengesetze Überzeugung entgegenstellt. Solange man also nicht "weiß", daß es keine übermenschliche Entität gibt, die für die ihr zugesprochenen Dinge verantwortlich ist, dürfte es sehr schwer fallen dagegenzuargumentieren, wenn jemand behaupten würde, daß auch Atheismus eine Art von Glauben ist.

Anders sieht es etwa bei den Agnostikern aus... die machen es sich schön leicht und sagen, daß sie es einfach nicht wissen - und damit hat es sich. :)
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3nfant 7errible
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Re: EA Sports UFC 2: Electronic Arts entschuldigt sich bei muslimischem Kämpfer für christliche Siegesgeste

Beitrag von 3nfant 7errible »

SethSteiner hat geschrieben:@Scipione
Nicht glauben ist so wenig eine Form des glaubens wie nicht fahren eine Form des Fahrens wäre. Wie gesagt, etwas nicht zutun, ist keine Form der Sache die man nicht tut. Und über den Nutzen von Religion oder der Diskussionen kann man sicherlich streiten aber kaum über die negativen Einflüsse. Das trifft natürlich auch auf politische Ideologien zu aber man darf nicht vergessen, wie sehr die politischen Ideologien ihrerseits ihren Ursprung in religiösen Schriften haben, allen voran natürlich im rechten Spektrum.

Wie Usul schon sagte, ist der Vergleich mit anderen Tätigkeiten hier ziemlich schwierig. Diese Glaubenssache ist da schon ein spezieller Fall.

Davon ab ist es faszinierend zu sehen, wie auf die Aussage, Atheismus sei auch nur eine weitere Religion, ähnlich empfindlich reagiert wird, wie Herr Nurmagomedov auf die Geste einer anderen Religion :Blauesauge:

Atheisten sind bei weitem nicht so entspannt wie sie sich selbst gerne sehen würden. Auch solche Aussagen wie 'ohne Religionen gäbe es viel weniger Konflikte' ist ziemlich schwach, denn der Christ, Muslim, Hindu etc etc sie könnten alle genau das gleiche sagen. Werdet alle Christen, dann gibts keine Konfikte mehr.....

Diese Denkweise ist und bleibt eine Sackgasse und auch Atheisten steuern absolut nichts neues zu einer Lösung bei. :Hüpf:
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Jondoan
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Re: EA Sports UFC 2: Electronic Arts entschuldigt sich bei muslimischem Kämpfer für christliche Siegesgeste

Beitrag von Jondoan »

Usul hat geschrieben:
Jondoan hat geschrieben:Trotzdem frage ich mich halt immer, ob er nicht im Stillen dafür ist, dass die beiden Gewichtsklassen der Frauen wieder abgeschafft werden... oder ob er will, dass im Hijab gekämpft werden soll (wie es im Iran z.B. der Fall ist).
Genauso wie im Christentum gibt es auch im Islam eine Vielzahl von Ausformungen. Insofern ist es relativ unfair, von jemandem solche Gedanken anzunehmen, wenn man es nicht genau weiß. Es gibt durchaus auch "gläubige" Moslems, die einen liberaleren Weg einschlagen und sich auch der möglichen Widersprüche zwischen der wörtlichen Auslegung des Korans und der heutigen Moderne bewußt sind.

Und auch wenn ich dann höre, dass er einen Kampf für den im Sommer stattfindenden Event UFC 200 (also rein von der Zahl her ein großer Event) ablehnt, weil sein Gott es ihm verbietet, tagsüber was zu essen, kann ich halt nur den Kopf schütteln.
Das Fasten ist nun einmal ein wichtiger Aspekt im Islam (übrigens auch nicht bei allen Moslems). Daß er für sich persönlich die Entscheidung trifft, daß ihm sein Glaube wichtiger ist als die Ausübung seines Berufs in dem Fastenmonat, mag vielleicht für einen Nicht-Moslem befremdlich erscheinen, aber auch das finde ich nun außerordentlich.
Joa, jedem eben das seine, aber vom "Nurmi-Hypetrain" bin ich deswegen runtergehüpft. :mrgreen:
Haha, now wasn't that a toot'n a holla, haha!
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FuerstderSchatten
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Re: EA Sports UFC 2: Electronic Arts entschuldigt sich bei muslimischem Kämpfer für christliche Siegesgeste

Beitrag von FuerstderSchatten »

SethSteiner hat geschrieben:Etwas nicht zutun ist keine Form der Sache die man nicht tut. Dazu liefern Religionen sehr wohl Probleme. Jemand der nicht damit erzogen wird, dass man ein Stück Kinderpenis abschneiden soll, tut es auch nicht. Religionen sind auch nicht das größte Übel der Welt aber man kann auch nicht so tun als wären das nur nette Märchen, die ja überhaupt gar keinen Einfluss hätten und nur benutzt würden.
Ich will die Beschneidung nicht unbedingt verteidigen, aber auch wenn ein gewisses Risiko besteht bei der "Operation", so ist sie dennoch nicht nur schlecht, sondern kann durchaus medizinisch notwendig sein. Jedenfalls schadet es insgesamt auch nicht. Ist nen Nullsummenspiel aus medizinischer Sicht, weil man ohne Vorhaut durchaus weniger Krankheitsanfällig ist.
Usul hat geschrieben: Das Fasten ist nun einmal ein wichtiger Aspekt im Islam (übrigens auch nicht bei allen Moslems). Daß er für sich persönlich die Entscheidung trifft, daß ihm sein Glaube wichtiger ist als die Ausübung seines Berufs in dem Fastenmonat, mag vielleicht für einen Nicht-Moslem befremdlich erscheinen, aber auch das finde ich nun außerordentlich.
Sowas muss man sich leisten können, sonst ist nicht nur befremdlich sondern auch dumm für alle Beteiligten. Wie sieht denn das aus wenn man gerade was kaufen will, aber der Verkäufer rollt eben noch den Gebetsteppich aus. Nicht dass ich das schon erlebt hätte, aber alleine die Vorstellung ist lächerlich.

Sowas hat im Arbeitsleben nix zu suchen, sondern Privatvergnügen. Ist natürlich jedem selbst überlassen, aber solche Leute hängen dann wirklich oft genug in der Hängematte später, andererseits hängen andere dort aus verschiedensten Gründen auch.
Lieber trocken feiern, als trocken trinken.

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Re: EA Sports UFC 2: Electronic Arts entschuldigt sich bei muslimischem Kämpfer für christliche Siegesgeste

Beitrag von Armin »

Scipione hat geschrieben: Davon ab ist es faszinierend zu sehen, wie auf die Aussage, Atheismus sei auch nur eine weitere Religion, ähnlich empfindlich reagiert wird, wie Herr Nurmagomedov auf die Geste einer anderen Religion :Blauesauge:
In diesem Forum ist das normal,dass man attackiert wird, wenn man Schwachsinn schreibt, da ist diese schwachsinnige Aussage keine Besonderheit. Aber netter Versuch.
Scipione hat geschrieben: Auch solche Aussagen wie 'ohne Religionen gäbe es viel weniger Konflikte' ist ziemlich schwach, denn der Christ, Muslim, Hindu etc etc sie könnten alle genau das gleiche sagen. Werdet alle Christen, dann gibts keine Konfikte mehr.....
Nee das waere nicht das gleiche, denn wenn alle Christen waeren, gaebe es ja immer noch Religion. Dass es ohne Aberglauben weniger Konflikte gaebe, sehe ich aber auch nicht so.
Usul hat geschrieben: Ich glaube nicht, daß hier in diesem Forum die Frage, ob Atheismus nun auch als Glaube bezeichnet werden kann, gelöst werden wird - insofern ist das wohl der Anfang eines Kreislaufs von Wiederholungen. Aber nur zu. :)
Atheismus ist das Fehlen von Glauben an Goetter, was gibts da zu loesen?
Usul hat geschrieben: Allerdings hinkt dein Vergleich meines Erachtens. Der Atheismus dreht sich bereits um den Gottesbegriff und ist damit per definitionem mit dem Glauben verbunden.
per definition mit dem NICHT Glauben verbunden, wenn Dir der Vergleich nicht gefaellt, wie waers dann mit Analphabetismus als eine Art des Lesens?
Usul hat geschrieben: Mir wäre z.B. keine Definition von Atheismus bekannt, die sich nicht in der einen oder anderen Form mit dem Glauben an Gottes Existenz beschäftigen würde. Und damit gleichzeitig diesem Glauben eine entgegengesetze Überzeugung entgegenstellt.
Es geht um alle Goetter, nicht nur einen. Du bist ja anscheinend selber ein Atheist, wenn es um die restlichen Goetter geht. Hey, so wie ich ein Analphabet bin, wenns um arabisch geht!
Usul hat geschrieben: Solange man also nicht "weiß", daß es keine übermenschliche Entität gibt, die für die ihr zugesprochenen Dinge verantwortlich ist, dürfte es sehr schwer fallen dagegenzuargumentieren, wenn jemand behaupten würde, daß auch Atheismus eine Art von Glauben ist.
siehste, fiel mir gar nicht schwer
Usul hat geschrieben: Anders sieht es etwa bei den Agnostikern aus... die machen es sich schön leicht und sagen, daß sie es einfach nicht wissen - und damit hat es sich. :)
Mit denen kann man aber viel Spass haben, einfach nach Xenu oder so fragen, da sind se dann meistens nicht mehr agnostisch, sind alles verkappte Monotheisten, meist christlich.
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Re: EA Sports UFC 2: Electronic Arts entschuldigt sich bei muslimischem Kämpfer für christliche Siegesgeste

Beitrag von CritsJumper »

Ach ich finde es gut! Soll jeder ruhig für seine Religion einstehen. Sehe das ähnlich wie die Meinungsfreiheit. Toleranz braucht aber jeder auch die Atheisten wenn andere das nun mal so sehen das Atheismus nur eine weitere Religion ist wie ich finde.

Man sollte halt einfach nicht vergessen das diese Religionen als eine Form der Bildung entstanden ist. Die ersten Religionen versuchten immer Wissen zu konservieren und mit möglichen Mitteln an die nächste Generation weiter zu reichen. Ja das klingt jetzt für eine Atheisten seltsam, aber diejenigen welche die ersten Religionen gründeten haben durchaus sehr wahrscheinlich genau wie Atheisten heute, angefangen Dinge zu erklären für die es keine Lösung gab. Genau das macht halt diese Neugier aus wenn jemand versucht übersinnliches zu erklären. Allein das Wort über-Sinnlich macht es schon deutlich das es sich in eine Richtung bewegt die mit Mathematik anfängt und bei sich selbst organisierenden und replizierenden Informationsketten aufhört.

P.s.: Man darf es natürlich auch nicht übertreiben... wichtig war mir halt nur das man diese Vielfalt ruhig abbilden sollte. Schlimmer finde ich halt etwas wie eine starke Vereinfachung der Abbildung oder wenn solche Gesten gar nicht mehr erlaubt wären.
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Usul
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Re: EA Sports UFC 2: Electronic Arts entschuldigt sich bei muslimischem Kämpfer für christliche Siegesgeste

Beitrag von Usul »

FuerstderSchatten hat geschrieben:Sowas hat im Arbeitsleben nix zu suchen, sondern Privatvergnügen.
Wenn man es mit seiner Arbeit vereinbaren kann, ist alles bestens. Und ein Sportler, der dafür eben einen Monat lang auf die Arbeit verzichtet, kann es offenbar mit seiner Arbeit vereinbaren. Insofern ist es seine Sache.

Armin hat geschrieben:Atheismus ist das Fehlen von Glauben an Goetter, was gibts da zu loesen?
Na, wenn es so einfach wäre, würde es diese Streitfrage nicht schon so lange unbeantwortet geben, seitdem es den Atheismus überhaupt gibt. Wenn du die Frage für dich persönlich so beantwortest, ist das schön und gut, aber eine allgemeingültige Antwort ist das nicht.
per definition mit dem NICHT Glauben verbunden
Ganz im Gegenteil. Gäbe es den Glauben an Gott oder an eine übermenschliche Entität nicht, gäbe es auch den Atheismus nicht. Insofern sehr wohl mit dem Glauben verbunden.
wenn Dir der Vergleich nicht gefaellt, wie waers dann mit Analphabetismus als eine Art des Lesens?
Genauso schlechter Vergleich wie mit dem Fahren.
Es geht um alle Goetter, nicht nur einen. Du bist ja anscheinend selber ein Atheist, wenn es um die restlichen Goetter geht. Hey, so wie ich ein Analphabet bin, wenns um arabisch geht!
Zum einen ist das nicht richtig, daß es um "alle Götter" gehe und man anscheinend selbst ein Atheist sei, wenn man an einen Gott glaube - und damit automatisch an keinen der anderen Götter.
Zum anderen habe ich nicht über meinen persönlichen Glauben gesprochen.
siehste, fiel mir gar nicht schwer
Ja, ich hätte noch das Wörtchen "überzeugend" einfügen sollen, da sieht es bei deinem Einwurf bisher eher schlecht aus.
Usul hat geschrieben:Mit denen kann man aber viel Spass haben, einfach nach Xenu oder so fragen, da sind se dann meistens nicht mehr agnostisch, sind alles verkappte Monotheisten, meist christlich.
Seltsam... ich kenn keinen Agnostiker, auf den diese Beschreibung zutreffen würde. Vielleicht kenne ich aber auch nicht so viele wie du.
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FuerstderSchatten
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Re: EA Sports UFC 2: Electronic Arts entschuldigt sich bei muslimischem Kämpfer für christliche Siegesgeste

Beitrag von FuerstderSchatten »

Usul hat geschrieben:
FuerstderSchatten hat geschrieben:Sowas hat im Arbeitsleben nix zu suchen, sondern Privatvergnügen.
Wenn man es mit seiner Arbeit vereinbaren kann, ist alles bestens. Und ein Sportler, der dafür eben einen Monat lang auf die Arbeit verzichtet, kann es offenbar mit seiner Arbeit vereinbaren. Insofern ist es seine Sache.
Ja das muss er wissen, aber das am Ende dann die Gemeinschaft für ihn in der Zeit aufkommt, kann dann auch nicht sein. Nicht dass das in diesem Fall so sein muss. Es gibt Berufe wo jedenfalls nicht einer immer Extra Würste braten, nehme wir beispielsweise Notfallchirug, wenn der da 5 mal am Tag sonstwohin beten muss, ist das eventuell äußerst unpassend. Aber wahrscheinlich kann man überall Arrangements treffen.

Naja Bräuche und Traditionen, wer es braucht. Meinetwegen jeder wie er will. Besonders weise halte ich es nicht, einen Gott anzubeten, der entweder sowieso nicht eingreift oder falls er die ganze Zeit eingreift grausamen Spass mit uns treibt. Die Welt besteht nicht nur aus Sonnenschein, sondern daraus das halbe Leben zu arbeiten und mit dem Tod belohnt zu werden. Und das ist noch der beste Fall.

Wie kann man so jemanden anbeten, wenn man doch eh weiß, dass er uns im Endeffekt alle töten wird inklusive jeglicher Amöbe, ja er wird irgendwann alle Lichter auslöschen, es wird rabenschwarz im Himmel. Was für ein Mordskerl oder Mordsfrau.
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Usul
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Re: EA Sports UFC 2: Electronic Arts entschuldigt sich bei muslimischem Kämpfer für christliche Siegesgeste

Beitrag von Usul »

FuerstderSchatten hat geschrieben:Ja das muss er wissen, aber das am Ende dann die Gemeinschaft für ihn in der Zeit aufkommt, kann dann auch nicht sein. Nicht dass das in diesem Fall so sein muss. Es gibt Berufe wo jedenfalls nicht einer immer Extra Würste braten, nehme wir beispielsweise Notfallchirug, wenn der da 5 mal am Tag sonstwohin beten muss, ist das eventuell äußerst unpassend. Aber wahrscheinlich kann man überall Arrangements treffen.
Und wenn man keine Arrangements treffen kann, würde ich das dann unter "Kann nicht mit der Arbeit vereinbart werden" verbuchen. Der Chirurg hätte dann die Wahl, ob er sich einen anderen Job sucht oder seinen Glauben seiner Arbeit unterordnet. Im Islam ist es übrigens so, daß es keine strikte Pflicht zu beten gibt - wer z.B. auf Reisen ist, muß nicht. Oder wer eben arbeitet und keine Möglichkeit hat, muß auch nicht. Bzw. kann später "nachholen". Auch beim Fasten gibt es Ansichten, die das nicht so eng sehen, wenn es zu Konflikten mit anderweitigen Pflichten kommt. Wie gesagt: Da ist nicht alles so in Stein gemeißelt, wie wir das oftmals denken. Wie in anderen Religionen auch.

Wie kann man so jemanden anbeten, wenn man doch eh weiß, dass er uns im Endeffekt alle töten wird inklusive jeglicher Amöbe, ja er wird irgendwann alle Lichter auslöschen, es wird rabenschwarz im Himmel. Was für ein Mordskerl oder Mordsfrau.
Willkommen bei der ebenfalls nicht ganz neuen Theodizee. :)
Armin
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Re: EA Sports UFC 2: Electronic Arts entschuldigt sich bei muslimischem Kämpfer für christliche Siegesgeste

Beitrag von Armin »

Usul hat geschrieben: Na, wenn es so einfach wäre, würde es diese Streitfrage nicht schon so lange unbeantwortet geben, seitdem es den Atheismus überhaupt gibt.
Genau wie bei vielen anderen Fragen ist die Antwort tatsaechlich so einfach, das heisst noch lange nicht, dass es nicht Leute gibt, die es nicht verstehen wollen.
Usul hat geschrieben: Ganz im Gegenteil. Gäbe es den Glauben an Gott oder an eine übermenschliche Entität nicht, gäbe es auch den Atheismus nicht. Insofern sehr wohl mit dem Glauben verbunden.
Natuerlich gaebe es dann den Atheismus, es gaebe nur kein Wort dafuer. Es ist einfach das Fehlen von Glauben an Goetter. Man glaubt nicht, man liest nicht, man faehrt nicht, das ist keine Art zu glauben, zu lesen oder zu fahren.
Usul hat geschrieben: Genauso schlechter Vergleich wie mit dem Fahren.
Nee, der ist schon einen Tick besser, denk mal mehr drueber nach.
Usul hat geschrieben: Ja, ich hätte noch das Wörtchen "überzeugend" einfügen sollen, da sieht es bei deinem Einwurf bisher eher schlecht aus.
Naja, auch Einstein koennte einem Pferd das lesen nicht beibringen...
Usul hat geschrieben: Seltsam... ich kenn keinen Agnostiker, auf den diese Beschreibung zutreffen würde. Vielleicht kenne ich aber auch nicht so viele wie du.
Vielleicht, aber eher hast Du einfach nicht mit ihnen darueber geredet. Frag sie doch mal nach den uebermenschlichen Fabelwesen, die allgemein als laecherlich gelten, wie Xenu, Thor oder dem Weihnachtsmann , dann siehst Du, wie agnostisch sie sind. Am Ende wird es darauf hinauslaufen, dass sie nur gegenueber dem einen Gott Yahwe agnostisch sind, also passt die Beschreibung verkappte Christen gut.
(je nach dem, was einem anerzogen wurde, in Indien waeren es wohl verkappte Hindus, usw.) :lol:
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