Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

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Das Miez
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von Das Miez »

Verdient man denn "gut" als Mitarbeiter einer videospieleproduzierenden Firma?
So ein Stundenlohnvergleich könnte nützlich sein.^^
Ist mir mittlerweile schon zu glücksspielhaft, die Branche...wobei: Erfolg dürfte sich auszahlen.
Alternativ die alljährliche Neuauflage für die als "gesichert" geltende Kundschaft.

#edit# Suchmaschinen kann ich ja auch selbst bemühen:

http://www.gamona.de/games/studien,umfr ... 95860.html

Interessant, wie groß die Unterschiede zwischen dem amerikanischen und europäischen Bereich sind.
Zuletzt geändert von Das Miez am 24.02.2016 17:17, insgesamt 3-mal geändert.
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Mr-Red-M
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von Mr-Red-M »

Jaja, der Kuchen wird langsam aber sicher zu klein um alle satt zu machen...
Denke da werden die nächsten Jahre leider einige verhungern...
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Sir Richfield
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von Sir Richfield »

adventureFAN hat geschrieben:...nur beschweren sich hier Leute die eben nicht diese "kleinen" 8bit/16bit-like-Retro-Indie-Spiele machen, sondern schon weitaus aufwendige 3D-Sachen. The Chinese Room halt. Everybody Gone to the Rapture.
Mal abgesehen davon, dass 8/16bit Retro nicht gleich 8/16bit Retro ist.
Indie ist mittlerweile weitaus mehr.
Ich bin kurz davor zu sagen, dass Indie ein dermaßen verwaschener Begriff ist, dass niemand mehr versteht, wofür er eigentlich steht.

Persönlich hätte ich nichts dagegen, wenn sich aus dem Schlamm der Early Access Greenlight ... DINGE... ein paar Leute erheben, die durchgängig, das klingt jetzt blöd, weiß aber nicht, wie ich es sonst sagen soll: "Qualität für 20 - 30 Einheiten Geld liefern".
Ich glaube, als groben Maßstab könnte man The Darkest Dungeon nehmen. Das ist eigentlich so ein Spiel für eine Nische, dessen Aussehen und Umfang durchaus dafür geeignet scheinen, neben den AAA Titeln im Regal für ca. 25,- € zu stehen. Daneben dann die Grabbelkiste mit Flops oder Titeln der letzten Generation.

Denn da sehe ich (persönlich) eine Lücke. Es scheint überhaupt kein Midprice Segment zu geben.
Klar, es gibt Titel wie Skylines und $Beruf + Simulator, aber sonst? So, gefühlt?

Stellt sich die Frage nach dem "Warum". Ich habe keine Antwort.
Ich kann mir aber schon vorstellen, dass das als Indie ein gewagtes Abenteuer ist. Das erfordert sehr sorgsame Planung, zumal man ja aus eigener Tasche in Vorkasse geht.

So sehr ich eine "Debatte" zu dem Thema begrüße, so seltsam finde ich den Einstieg darin.
Aus meiner Perspektive kamen da zwei Wandersimulatoren mit null Gameplay / Wiederspielwert an und wollen, dass ich ihnen einfach mal so glaube, dass ihr Spiel für mich! das Spiel sein Geld wert zu sein hat.
Finde ich ungeschickt.

Vor einiger Zeit gab es doch hier eine ähnliche News, da habe ich die Replik des Entwicklers deutlich wohlwollender bewertet, auch wenn sie im Kern ins gleiche Horn stieß.

Mir ist vollkommen klar, wo das Problem bei den Entwicklern liegt.
Ich habe auch komplett Verständnis für ihre Aussage... also den Kern.

Mich nervt halt nur, wenn man mir weismachen will, meine "Einstellung" (also die unterstellte, das ist der Witz) wäre an irgendwas "schuld".
Zuletzt geändert von Sir Richfield am 24.02.2016 17:16, insgesamt 1-mal geändert.

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Kai2k6
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von Kai2k6 »

Ich finde die Band auch scheiße, aber deswegen kann man Nickelback trotzdem richtig schreiben ;)
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greenelve
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von greenelve »

Und nicht alles ist ein "die Spieler sind Schuld", manchmal ist es auch ein "versteht unsere Situation als Entwickler".
Gelangweilt? Unterfordert? Masochistisch veranlagt? http://www.4players.de/4players.php/dow ... 47903.html Jetzt auch auf Steam: store. steampowered .com/app/752490/
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Hacky21031983
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von Hacky21031983 »

Ich bin mir sehr sicher, dass einige Entwickler auf der Strecke bleiben werden. Die Vielzahl an Titeln, die wöchentlich auf den Markt kommen, ist unübersichtlich und hebt sich meiner Meinung so gut wie kaum noch voneinander ab.

Allein diese Welle der ganzen Pixelart-Spiele nimmt in meinen Augen schon wahnwitzige Züge an. Am Anfang war dieser Trend ja noch irgendwie niedlich oder witzig, aber inzwischen langweilt mich diese "Art" schon sehr. Gerade in einer Generation, in der Auflösung ganze Meinungskriege auslösen kann (900p gegen 1080p). Der 2d-Plattformer ist ein weiterer Zweig, der immer öfter den gleichen Aufguss im neuen Gewand darstellt.

Natürlich gibt es auch positive Beispiele, wie sich Indie-Titel durchsetzen können und auch ihr Geld wert sind. Ganz aktuell habe ich Rocket League für'n Zwombo gekauft und siehe da, für mich ist der Titel jeden Cent wert. Auch damals Ori oder Peggle (für die werte Freundin) bzw. Plants vs. Zombies (nicht der Shooter) boten für mich sehr guten Spielwert. Da gebe ich gerne ein paar Mark für aus.
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casanoffi
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von casanoffi »

greenelve hat geschrieben:Und nicht alles ist ein "die Spieler sind Schuld", manchmal ist es auch ein "versteht unsere Situation als Entwickler".
Mir ist schon vollkommen klar, was die Entwickler damit sagen wollten.
Sie wollten halt ein bisschen herumjammern (das meine ich jetzt nicht herablassend, mir fällt nur kein besserer Begriff ein), dass heutzutage eine gewisse Mentalität herrscht, durch welche ihre Arbeit finanziell zu wenig gewürdigt wird.
Verstehe ich vollkommen.

Manchmal ist es aber auch ein "versteht unsere Situation als Kunden".

Es wurde hier bereits erwähnt - dieser enorme Preis- und Werte-Verfall entsteht meiner Meinung nach nicht in erster Linie durch den Geiz der Kunden, sondern durch ein Überangebot auf dem Markt, auf dem ein enormer Konkurrenzkampft herrscht.
Kein Kunde hat Valve angeschafft, dass die an gefühlten 9 Monaten im Jahr einen Sale anbieten müssen, bei dem man Spiele für weniger kaufen kann, als in München eine Breze beim Bäcker kostet...

Bei diesem permanenten Hier-gibts-alles-billiger-Gehabe der Anbieter gewöhnt man sich als Kunde eben an solche Preise.
Das entschuldigt natürlich nicht das Verhälten der Käufer, keine Frage.
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Das Emu
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von Das Emu »

ach... ich habe weniger Geld zur verfügung als früher. Wenn mich ein game interessiert wird es zum Preis gekauft für welches es mir wert ist. Kommt der Preis mittels sale runter, kaufe ich evtl. auch mal etwas das für mich sonst nicht WErt genug wäre.

Es haben schon mehr als genug Entwickler ausgesagt, das währen der Salephase mehr Geld verdient hätten, als sonst. DIe Entwickler profitieren von Sales. Habe noch nie von einem Supermarkt gehört der sich beschwert hatte, das die Leute nur Scheisshauspapier/Wäschmittel kaufen wenn es Rabatt/in Aktion ist und nicht zum normalen Preis (und auch kein gejammer von scheisshaupapier herstellern)

Am schluss ist es wie es ist, nur weil es mehr Spiele gibt habe ich nicht mehr Geld zu verfügung. Es gibt zwar ein grösseres Angebot, aber ich kaufe trotzdem nicht mehr. Nur, das ich ab und zu etwas zusätzlich kaufe WEIL es gerade günstiger ist.
www.das-emu.ch

Das Emu bloggt, über Games, Gamekultur und andere Dinge
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greenelve
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von greenelve »

casanoffi hat geschrieben:
greenelve hat geschrieben:Und nicht alles ist ein "die Spieler sind Schuld", manchmal ist es auch ein "versteht unsere Situation als Entwickler".
Mir ist schon vollkommen klar, was die Entwickler damit sagen wollten.
Sie wollten halt ein bisschen herumjammern (das meine ich jetzt nicht herablassend, mir fällt nur kein besserer Begriff ein), dass heutzutage eine gewisse Mentalität herrscht, durch welche ihre Arbeit finanziell zu wenig gewürdigt wird.
Verstehe ich vollkommen.

Manchmal ist es aber auch ein "versteht unsere Situation als Kunden".

Es wurde hier bereits erwähnt - dieser enorme Preis- und Werte-Verfall entsteht meiner Meinung nach nicht in erster Linie durch den Geiz der Kunden, sondern durch ein Überangebot auf dem Markt, auf dem ein enormer Konkurrenzkampft herrscht.
Kein Kunde hat Valve angeschafft, dass die an gefühlten 9 Monaten im Jahr einen Sale anbieten müssen, bei dem man Spiele für weniger kaufen kann, als in München eine Breze beim Bäcker kostet...

Bei diesem permanenten Hier-gibts-alles-billiger-Gehabe der Anbieter gewöhnt man sich als Kunde eben an solche Preise.
Das entschuldigt natürlich nicht das Verhälten der Käufer, keine Frage.
Halte ich soweit auch für richtig. Plus, neben dem Überangebot an Spielen und dem damit verbundenen Preiskampf, auch dem Überangebot an Aktionen mit stark reduzierten Preisen (die ich neben dem Preiskampf, zu welchem Preis ein Produkt angeboten wird, nochmal extra als Ursache für die Geiz-ist-Geil-Mentalität zähle).
An die haben sich Spieler ebenfalls gewöhnt. Aus dieser Gewöhnung wird aber kein funktionierender Zustand, der Einfluss auf die Entwicklungskosten hat - und somit den Endverbraucherpreis mitbestimmt.

Mich störte hier besonders, dass die Kritik des Entwicklers als ein "Ihr Spieler seid Schuld" verstanden wird. Quasi ein Angriff auf das eigene Verhalten, die eigene Person.
Du stellst auch selber fest, es entschuldigt nicht das Verhalten der Käufer. Und darauf zielt die Kritik der Entwickler ab.
Das Emu hat geschrieben: Es haben schon mehr als genug Entwickler ausgesagt, das währen der Salephase mehr Geld verdient hätten, als sonst. DIe Entwickler profitieren von Sales. Habe noch nie von einem Supermarkt gehört der sich beschwert hatte, das die Leute nur Scheisshauspapier/Wäschmittel kaufen wenn es Rabatt/in Aktion ist und nicht zum normalen Preis (und auch kein gejammer von scheisshaupapier herstellern)
Genau das ist das Unding bei Spielen. Kunden stellen sich hin und beschweren sich über den normal verlangten Preis und fordern einen reduzierten.
Zuletzt geändert von greenelve am 24.02.2016 17:50, insgesamt 1-mal geändert.
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darthslug
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von darthslug »

humb0rt hat geschrieben:Bevor ihr diese Menschen und Ihre Äusserungen zu sehr auseinander nehmt, macht euch bitte nochmal klar dass sie mehrere Jahre an einem Produkt gearbeitet haben und nun damit konfrontiert werden, ihr Spiel sei das Geld nicht wert.
Dann sollen sich aber auch die Entwickler darüber klar werden, dass sie an einem Produkt arbeiten, das sie aber an möglichst viele Menschen verkaufen. So gesehen, kann man da in beide Richtungen argumentieren. Ich halte 20€ nicht für überteuert und glaube nicht, dass die meisten es so sehen. Bei The Witness hat Blow auch erstmal rumgeheult, wegen zu hoher Piraterie und das er nie wieder ein Spiel entwickeln können würde und kurze Zeit später, heißt es dann, dass es die Kosten bereits wieder eingespielt hat.

Von mir kriegt ein Spiel nur noch die 20€, wenn es sich die Entwickler verdient haben. Entweder haben sie mich mit einem vorherigen Spiel so sehr überzeugt, dass ich den nächsten Titel gerne zu Release kaufe, oder das Spiel bietet auch mehr als nur 3 Stunden Spiel. Bei etwas wie Danganronpa bin ich gerne bereit 20€ zu bezahlen, wenn ich dafür ein Spiel kriege, was mich locker über 20 Stunden unterhält.
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Sir Richfield
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von Sir Richfield »

greenelve hat geschrieben:Mich störte hier besonders, dass die Kritik des Entwicklers als ein "Ihr Spieler seid Schuld" verstanden wird. Quasi ein Angriff auf das eigene Verhalten, die eigene Person.
Weil es einer ist.
Lies dir die Tweets mal durch, die sprechen implizit auch MICH an, ohne mich oder den Nutzen meiner Kaufkraft auch nur im Ansatz zu kennen.
Die Zitierten haben sich dazu entschieden, nach aussen zu kommunizieren, dass sie nur diejenigen beachten (aka "ihnen Gehör schenken"), die offen ausdrücken, dass ihnen der Preis *grundsätzlich* nicht passt.

Der Umkehrschluss ist dann die gleiche "Glanzleistung" der Publisher, die tatsächlichen Kunden werden nicht nur nicht angesprochen, sie werden offensiv ingoriert. (Aka: "EURE Meinung ist nix wert").

Wenn man sich anguckt, wie brav "der Markt" eine den Kunden hindernde DRM Maßnahme nach der anderen akzeptiert... man kann den Entwicklern auch da nicht wirklich einen Vorwurf machen.

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AkaSuzaku
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von AkaSuzaku »

4players hat geschrieben:[...] was so alles mehr als 20 Dollar in der Anschaffung kostet. Neben Alltagsgegenständen wie einem Mülleimer, [...] manche Poster von Nickelback [...]
Die Vergleiche hinken aber gleich in mehrfacher Hinsicht. Eigentlich torpediert man sogar ein wenig sein eigenes Argument, wenn man sein 5 Stunden langes Spiel mit einem einem Edelstahlmülleimer in guter Qualität vergleicht, der wahrscheinlich auch nach einem Jahrzehnt noch seinen Dienst tut.

Auch die Preisfindung läuft ganz anders ab: Beim Mülleimer addiert man Herstellungskosten, Vertriebskosten, etc. und schlägt dann noch vielleicht 30% Gewinnspanne drauf.
Beim Indie-Spiel versucht man hingegen den Preis zu finden, der den Gewinn maximiert. Mit den Kosten der Herstellung hat das nichts zu tun, denn die lassen sich - für Indie-Studios - unmöglich auf die einzelne Lizenz projizieren.
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greenelve
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von greenelve »

Sir Richfield hat geschrieben:
greenelve hat geschrieben:Mich störte hier besonders, dass die Kritik des Entwicklers als ein "Ihr Spieler seid Schuld" verstanden wird. Quasi ein Angriff auf das eigene Verhalten, die eigene Person.
Weil es einer ist.
Lies dir die Tweets mal durch, die sprechen implizit auch MICH an, ohne mich oder den Nutzen meiner Kaufkraft auch nur im Ansatz zu kennen.
Die Zitierten haben sich dazu entschieden, nach aussen zu kommunizieren, dass sie nur diejenigen beachten (aka "ihnen Gehör schenken"), die offen ausdrücken, dass ihnen der Preis *grundsätzlich* nicht passt.
Ich les da nur wie sie sich über die Situation aus ihrer Sicht äußern. Ich hab auch das Gefühl du willst dich angesprochen fühlen, in einer negativen Weise, da sie dir nicht Honig ums Maul schmieren. :/

Wie wäre folgendes: Wenn jeder bei einem Spiel mit dem Kauf wartet bis es eine GotY Edition gibt, werden Entwickler weniger Spiele rausbringen, da Verkaufszahlen an ihren Spiel zu gering sind. GotY Editionen bekommen hauptsächlich die großen, erfolgreichen Titel. Das ist keine Raketenwissenschaft.
Fühlst du dich davon auch angegriffen?
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niq333
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von niq333 »

Naja. Diejenigen, denen das Spiel keine 20€ "wert" ist und es lieber im Sale für z.B. 5€ kaufen sind eigentlich die Leute, die sich nicht brennend für das Spiel interessieren. Die Möglichkeit, das Spiel für ein paar Euro im Sale zu kaufen führt deshalb dazu, dass diese nicht stark interessierte Gruppe trotzdem Geld ausgibt und dadurch verdienen die Entwickler sogar mehr.

Indie-Entwickler müssen sich halt auch an die Regeln des Marktes halten und eine Nische finden. Das wäre so, als wenn ich mich dazu entschließe, künftig als Bildhauer mein Geld zu verdienen, aber rumjammere, weil niemand eine Skulptur für 500€ kaufen will....
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Nightmare King Grimm
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von Nightmare King Grimm »

Das ist so ne Diskussion, bei der es keinen grünen Zweig gibt.

Ich verstehe die Entwickler total: wenn alle Welt meint, das Produkt sei sein Geld nicht wert, dann verteidigt man sich eben. Ist eine normale Reaktion, immerhin spielt hier auch die Leidenschaft fürs eigene Projekt eine Rolle. Würde auf mich jemand zukommen und mir sagen, meine Arbeit sei ihr Geld nicht wert, dann würde ich auch versuchen dagegen zu argumentieren, warum sie es eben doch ist.

Aber...

...es ist zu vereinfacht, hier alles am Ende auf eine "Mentalität" schieben zu wollen. Wir sind kein Kollektiv, welches nach den selben Motiven handelt. Dem einen ist Spiel X 20€ wert, Spiel Y aber nicht. Und dem nächsten gehts genau anders herum. Dann gibts sicher noch genug Leute, die auf ihren Geldbeutel achten müssen und sich aus dem Meer an Spielen eben nur die 2,3 rauspicken. Und natürlich gibt es auch Spieler, die bei Sales only zuschlagen - aber selbst da ist es überzogen, die Schuld beim Kunden zu suchen.

Denn, und das wurde schon mehrfach gesagt, wir haben eben ein Überangebot. Ich selbst suche gern in neu erschienenen Early Access Titeln herum und es ist schier unfassbar was für eine Menge an Spielen jeden verdammten Tag herauskommt. Also frage ich mich auch: lieber ein Spiel Vollpreis? Oder nicht doch 2-3 Spieler auf meiner Wunschliste beim nächsten Sale? Auch, weil eben gefühlt 3/4 des Jahres Sale ist...

Die ganze Geschichte hat zwei Seiten und einem kleinen Entwickler (ich meide mal bewusst den Begriff Indie) muss klar sein, dass immer die Chance besteht, auf die Fresse zu fliegen. Besonders wenn der Markt so und nicht anders aussieht. Anstatt also die Gründe beim Kunden und irgendeiner angeblichen Mentalität zu suchen, sollte man lieber sich selbst hinterfragen um beim nächsten Mal bessere Entscheidungen zu treffen.
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