Der Chris hat geschrieben:Marketing ist nochmal so ein Knackpunkt...ich denke nicht dass das Marketing 1 1/2 Jahre braucht um den Stein ins Rollen zu bringen. Viel mehr Sorgen macht mir Nintendos grundsätzliches Verhältnis zum Marketing. Nintendo hat es geschafft in den letzten Jahren seine eigene Sichtbarkeit in Medien und Öffentlichkeit so massiv herunterzufahren, dass die meisten Leute wahrscheinlich die WiiU gar nicht bemerkt haben geschweige denn Lust bekommen hätten sie zu kaufen.
Es braucht natürlich nicht eineinhalb Jahre um den Stein ins Rollen zu bringen. Von Vorstellung zu Release kann aber fast ein Jahr vergehen. Das wäre dann Start E3 rum bis zu einem Release Ende 2016, Anfang Mitte 2017.
Image und Bekanntheitsgrad lassen sich schwerlich innerhalb von zwei Monaten so stark aufbauen. Das braucht Zeit. Sonst fühlen sich die potentiellen Kunden von der Werbung erschlagen und mögen schon dadurch das Produkt weniger.
Wie du schon schreibst mit Sichtbarkeit und eigene Spieleproduktion heruntergefahren: Es braucht auch Dritthersteller. Diese wollen natürlich wissen, was in der neuen Konsole steckt, womit sie arbeiten und wie potentiell Erfolgreich ihre Titel werden. Dafür müssen sie zum einen früh eingebunden werden (Entwicklung von Spielen braucht Zeit) und mit Feedback seitens Spieler und Presse nach der Vorstellung kann auch die Verbreitung der Konsole analysiert werden. Das ist dann zwar reine Theorie, aber als Beispiel: Spieler schätzen die Gameplayqualität und wünschen sich gute Technik. Sollte die neue Konsole die Technik erfüllen - was anhand des Feedbacks auszumachen ist - sind die Chancen höher, dass die Dritthersteller einsteigen.
Wie du selber von einem Release, spätestens, 2017 ausgehst, wäre es vollkommen im Plan. Und würde auch aus wirtschaftlicher Sicht besser funktionieren als ein Release kurzfristig nach Vorstellung - in Relation zu den üblichen zeitlichen Abständen.
Und ja, es gibt Arschlöcher, die so denken. Aber auch viele "normale" Personen. Das übliche Internet. Mit starker Neigung zu Schwarz-Weiß-Denken. Es sind allerdings auch die "neutralen", die vorsichtig sind. Aus Erfahrung heraus. Wie schon gesagt, Spieler sind konservativ. Beispielhaft wird dies am Kontroller deutlich, mit der Forderung: Keine Experimente, keine Neuerungen, ein standardgemäßer Standardkontroller - als Standardeingabegerät. Oder die Multimediafähigkeiten von X1 Und PS4 - beide recht ähnlich, aber unterschiedlich vom jeweiligen Hersteller in den beworben; bei Spielern bleibt die konservative Haltung haften, die, die sie mehr mögen.
Die Internetleute gibt es dennoch als Erste zu überzeugen. Sie tragen durch Mund zu Mund Propaganda den Hype zuerst in die Welt und durch deren Verkaufszahlen lässt sich die breite Masse leichter überzeugen das richtige Produkt gewählt zu haben. Frei nach dem Motto "Wenn der Spieler das gut findet, muss es ja gut sein, er als Spieler hat ja Ahnung".
Damit sind wir auch wieder bei Marketing und öffentliche Wahrnehmung. Speziell im Fall der Wii U und Nachfolgekonsole wäre eine "Informations"dauer von locker sechs bis acht Monate mehr als angebracht. Und sei es nur um wieder ins Bewusstsein zu gelangen und den Leuten deutlich zu machen, was verkauft wird. Was bei der Wii U nicht funktioniert hat, viele waren überzeugt es handele sich lediglich um eine Erweiterung der Wii. (Selbst in Foren, aber dort hing es auch mit Antipathie zusammen, die sich darin äußerte sich erst gar nicht damit beschäftigen zu wollen. Auch die Möglichkeit mehrere, verschiedene Kontroller nutzen zu können, hat Forenpersonen überfordert. Anstatt eine Wahl zu haben, wollen sie lieber einen Nachfolgekontroller, den sie bereits möglichst kennen.)
ps: ...das ging jetzt teilweise ein wenig weg vom "Release 1-2 Monate nach Ankündigung" und kratzt diverse Themen an, aber wie es so ist, eines führt zum anderen und alles ist verkettet. >.>