Kajetan hat geschrieben:
erm ... no! Auch diese Arbeiten sind längst budgetiert und projektiert worden. Da wird nichts "extra" gemacht, weil die Jungs sonst nix zu tun haben. Alles ist Teil der Produktionskette, auch der DLC, der bereits vor Release des Hauptspieles geplant, designed und teilweise auch schon fertiggestellt ist.
"Erm...no!" zurück an dich. DLC ist meist Extra-Content für den ein seperates Extra-Budget existiert.
Dass DLC schon vor dem Release des Hauptspiels geplant wird und in Arbeit ist habe ich selbst bereits geschrieben. Aber nicht weil wir von "ausschließlich gewinngeilen Entwicklern oder Publishern" gepeinigt werden, sondern weil zusätzlicher Content quasi immer gewünscht wird. Warum also die Art/Design-Teams (etc.) Monate vor Fertigstellung des Spiels entlassen, nur um sie ein paar Monate später wieder einstellen zu müssen, weil die Fans sich dann dazu entschlossen haben bereit für Extra-Content zu sein?! Nur damit eben jene Fans dann klagen, dass der zusätzliche Content zu lange auf sich warten lässt?...
Kajetan hat geschrieben:DLC ist größtenteils nur Umsatzmaximierung, um die in den letzten Jahren teilweise enorm gestiegenen Entwicklungskosten bei aber gleichbleibenden Endverkaufspreisen auffangen zu können. Das sagt so aber niemand, weswegen dann so Schwurbelsätze rauskommen, wie jetzt bei Rich Aldridge.
Das ist größtenteils richtig aber in keinster Weise kritikwürdig. Kritisch sollte man hingegen den Ansprüchen der Spieler heutzutage gegenüberstehen.
Ein "normales","zufriedenstellendes","gutes" Spiel sollte vorzugsweise:
- Eine gut inszenierte Singleplayer-Kampagne mit bombastischer Story und abwechslungsreichen Spielelementen haben
- Einen qualitativ hochwertigen Mehrspieler-Modus mit toller Balance und Support-Garantie (Hack-Prevention inklusive) und am besten noch diversen Spielmodi.
- Im Single- sowie Multiplayer Wiederspielwert haben
- State of the Art Grafik (Sound sowieso)
- Innovativ sein
- Content bieten, der rein quantitativ den Vorzeigespielen von vor 10 Jahren ähnelt, qualitativ aber natürlich weitaus besser sein muss
- Day 1 Bug-Frei sein
- Optimale Performance-Verhältnisse bieten
- und natürlich gewährleisten, dass Publisher oder Dev-Studio nicht Pleite gehen. Denn man fordert natürlich ein Sequel in naher Zukunft, das den Vorgänger in allen Punkten übertrumpft.
Natürlich jedes Mal mit neuer Engine.
Und wehe Serverbrowser, Key-Mapping o.Ä. wird aus Kostengründen gestrichen...
Dass Spieleentwicklung einfach teurer geworden ist und das Endprodukt also entweder mehr kostet, oder aber weniger bietet (zum Teil sogar beides) will der Spieler nicht einsehen.
Und DLC ist mmn der optimale Weg dieses Problem anzugehen. Warum? Er wird mir (meist) nicht aufgezwungen.
Würden alle Spiele von nun an 80€-100€ kosten wäre ich genervt. Durch DLCs kann ich aber jederzeit das erwerben, was ich auch tatsächlich haben möchte. Ich kaufe Spiele weiterhin für 40 bis maximal 50€ am Release-Tag und das ohne mich auf dubiose Keyseller verlassen zu müssen. Sales sind so häufig wie nie und ich hatte noch nie das Bedürfnis einen Season-Pass im Vorfeld zu kaufen.
Wer die Chaos also nicht haben will, der kauft sie einfach nicht. Mehr und mehr Content für denselben Preis zu verlangen ist aber schlicht eine unrealistische Erwartungshaltung. Damals hätte man sich so eine neue Fraktion mit eigener Kampagne für 30€ ein Jahr nach Release des Hauptspiels als Erweiterungspaket geholt. Heute geht das schneller und meist mit ähnlichem Preis-Leistungs-Verhältnis.