Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bots
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- 4P|BOT2
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Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bots
Blizzard hat genug von Cheat-Bots, welche die Chancengleichheit in World of Warcraft und anderen Titeln stören: Laut PCGamesN.com hat das Unternehmen den Entwickler James Enright auf Schadensersatz verklagt, weil er eine Reihe von "Change Peddling Bots" entwickelt habe, welche die Integrität von Blizzard-Spielen wie World of Warcraft, Diablo 3 und Heroes of the Storm störten. Er biete z.B. einen &...
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- IEP
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bots
Na endlich, ich dachte die nutzlosen Bann-Wellen werden einfach bis zum dritten Weltkrieg weitergeführt. Das könnte wenigstens mal eine längerfristige Auswirkung haben. Zumindest werden sich die Bot-Entwickler es sich zwei mal überlegen das ganze zu monetarisieren.
- Temeter
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bots
Blizz scheint generell stärker gegen Cheater vorzugehen, bereits Starcrafts 3.0 Update hat anscheinend viel vom Code umgekrempelt und praktisch alle vorhandenen Cheats und Hacks gekillt.
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flashpainter
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bots
Wie genau funktionieren diese Cheat Bots bei so einem Spiel, läuft da ständig ein erstellter Charakter rum und farmt Dinge? Wie kann man sowas überhaupt in ein bestehendes Spiel programmieren, braucht man da nicht Zugriff auf den Quellcode?
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Astorek86
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bots
Genau das, ja.flashpainter hat geschrieben:Wie genau funktionieren diese Cheat Bots bei so einem Spiel, läuft da ständig ein erstellter Charakter rum und farmt Dinge?
Es werden die Methoden angewendet, die auch der Mensch beim Spielen macht: Das Bild auf den Monitor analysieren und darauf basierend bestimmte Tastendrücke oder Mausklicks ausführen. Das dürften so ziemlich die einfachsten Cheatbots darstellen.Wie kann man sowas überhaupt in ein bestehendes Spiel programmieren, braucht man da nicht Zugriff auf den Quellcode?
Das andere Extrem sind Programme, die den Netzwerkverkehr des Spiels analysieren, daraus Infos ziehen die dem Spieler nicht bekannt sein können (z.B. wie der Gegner im Nebel des Krieges umherwandert) und dann über Overlays dem Spieler die nötigen Infos mitteilt. Bei einigen Spielen konnte sogar der Arbeitsspeicher des vom Spiel beanspruchten Bereichs direkt manipuliert werden, sodass bei manchen Cheatprogrammen z.B. gar kein Nebel des Krieges mehr sichtbar war (was heutzutage aber so gut wie garnicht mehr geht, weil auch das inzwischen von Serverbetreibern geprüft wird). Teils mit einer der Gründe, warum Publisher darauf bestehen, dass Online-Matches über eigens gehostete Server stattfinden, um eben sowas zu verhindern. Als abschreckendes Beispiel sei Super Mario Kart für die Wii (nicht Wii U!) genannt, das online quasi nicht mehr spielbar ist, weil jeder Spieler im 3-Sekunden-Takt einen roten oder blauen Panzer ercheatet...
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Liesel Weppen
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bots
Das weiß ich nicht.flashpainter hat geschrieben:Wie genau funktionieren diese Cheat Bots bei so einem Spiel, läuft da ständig ein erstellter Charakter rum und farmt Dinge?
Kommt drauf an, wie das Spiel aufgebaut ist. Diverse APIs kann man auch so aufrufen, nur das setzt vorraus, dass es eine API gibt. Oder, wie das ja bei Viren und anderem Kram gemacht wird, man findet ein Sicherheitsleck, über das man eigenen Code einschleusen und zur Ausführung bringen kann.flashpainter hat geschrieben: Wie kann man sowas überhaupt in ein bestehendes Spiel programmieren, braucht man da nicht Zugriff auf den Quellcode?
Die "einfachste" Möglichkeit ist aber, das Bild zu analysieren und dann "einfach" Steuerungseingaben zu simulieren. Das Spiel merkt nicht, ob ich als Spieler eine Taste drücke, oder ob ein Programm dem kompletten System vorgaukelt, dass da jetzt eine Taste gedrückt wurde.
- Kajetan
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bots
Zumindest diejenigen im Einflussbereich der US-Justiz4P|IEP hat geschrieben:Zumindest werden sich die Bot-Entwickler es sich zwei mal überlegen das ganze zu monetarisieren.
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flashpainter
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bots
Oha, danke für die Aufklärung.Astorek86 hat geschrieben:Genau das, ja.flashpainter hat geschrieben:Wie genau funktionieren diese Cheat Bots bei so einem Spiel, läuft da ständig ein erstellter Charakter rum und farmt Dinge?
Es werden die Methoden angewendet, die auch der Mensch beim Spielen macht: Das Bild auf den Monitor analysieren und darauf basierend bestimmte Tastendrücke oder Mausklicks ausführen. Das dürften so ziemlich die einfachsten Cheatbots darstellen.Wie kann man sowas überhaupt in ein bestehendes Spiel programmieren, braucht man da nicht Zugriff auf den Quellcode?
Das andere Extrem sind Programme, die den Netzwerkverkehr des Spiels analysieren, daraus Infos ziehen die dem Spieler nicht bekannt sein können (z.B. wie der Gegner im Nebel des Krieges umherwandert) und dann über Overlays dem Spieler die nötigen Infos mitteilt. Bei einigen Spielen konnte sogar der Arbeitsspeicher des vom Spiel beanspruchten Bereichs direkt manipuliert werden, sodass bei manchen Cheatprogrammen z.B. gar kein Nebel des Krieges mehr sichtbar war (was heutzutage aber so gut wie garnicht mehr geht, weil auch das inzwischen von Serverbetreibern geprüft wird). Teils mit einer der Gründe, warum Publisher darauf bestehen, dass Online-Matches über eigens gehostete Server stattfinden, um eben sowas zu verhindern. Als abschreckendes Beispiel sei Super Mario Kart für die Wii (nicht Wii U!) genannt, das online quasi nicht mehr spielbar ist, weil jeder Spieler im 3-Sekunden-Takt einen roten oder blauen Panzer ercheatet...
Ich bin ein absoluter Noob was programmieren usw. betrifft aber das hört sich ja mal richtig over the top an. Unglaublich das man sowas erstellen und in ein bestehendes und aktives Programm integrieren kann.
Nochmals Danke für die Erklärung...
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Mitaru
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bots
Diese Schadensforderungen sind nett...
Wie kann durch einen Bot der Schaden bei mehreren Millionen liegen? Um den Bot zu nutzen braucht man so oder so entweder ein aktives Abo (WoW) oder muss das Spiel einmal erworben haben (Diablo/HotS). Wie können dann Einnahmen "umgeleitet" werden?
Aber wenn es schon bei einem Botentwickler 10 Millionen angegeben werden, was lässt sich dann bei Pserver-Betreibern verlangen?
Wie kann durch einen Bot der Schaden bei mehreren Millionen liegen? Um den Bot zu nutzen braucht man so oder so entweder ein aktives Abo (WoW) oder muss das Spiel einmal erworben haben (Diablo/HotS). Wie können dann Einnahmen "umgeleitet" werden?
Aber wenn es schon bei einem Botentwickler 10 Millionen angegeben werden, was lässt sich dann bei Pserver-Betreibern verlangen?
- Stalkingwolf
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bots
Früher "fertig" im Programm und Abo dadurch nicht verlängert. Frage ist nur ob Blizzard das beweisen kann.
- sphinx2k
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bots
Mit den richtigen Tools ist das gar nicht so kompliziert (bei einfachen Sinelplayer Spielen). Cheat Engine z.B. macht das ganze einfach.flashpainter hat geschrieben:
Oha, danke für die Aufklärung.
Ich bin ein absoluter Noob was programmieren usw. betrifft aber das hört sich ja mal richtig over the top an. Unglaublich das man sowas erstellen und in ein bestehendes und aktives Programm integrieren kann.
Nochmals Danke für die Erklärung...
Spiel Laden, Cheat Engine starten und sagen welches die Spiel.exe ist.
Im Spiel z.B. Gold Betrag aufschreiben und in Cheat engine einfach den Arbeitsspeicher nach diesem Betrag durchsuchen lassen. Findet er zu viele, im Spiel Gold ausgeben und Cheat Engine noch mal laufen lassen mit neuem Betrag und schon sind es weniger stellen.
Nicht viel komplizierter als in einem Word Dokument ein Wort durch ein anderes zu ersetzen.
Das ist ähnlich wie ein per Filesharing geteiltes Lied ein Millionenschaden darstellt. Es wird einfach ins extreme getrieben, genau wissen kann man es ja nicht.Miteshu hat geschrieben:Diese Schadensforderungen sind nett...
Wie kann durch einen Bot der Schaden bei mehreren Millionen liegen? Um den Bot zu nutzen braucht man so oder so entweder ein aktives Abo (WoW) oder muss das Spiel einmal erworben haben (Diablo/HotS). Wie können dann Einnahmen "umgeleitet" werden?
Aber wenn es schon bei einem Botentwickler 10 Millionen angegeben werden, was lässt sich dann bei Pserver-Betreibern verlangen?
Z.B. in WoW gibt es Bots, wie viele haben aufgehört zu Spielen weil es Bots gibt die ihnen den Spielspaß vermiesen. Man weiß es nicht (nicht jeder gibt einen Grund beim kündigen an) also schätzt man.
Oder "In Diablo 3 gibt es viele Cheater" nur als aussage. Evtl. schreckt das potentielle Käufer ab -> Schaden.
Das ganze etwas Magie des Schätzens und Übertreibens und man hat schnell ein Paar Millionen schaden.
- Kajetan
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bots
Blizzards Anwälte argumentieren wohl über die negative Beeinflussung des Spielerlebnisses, welches zu Nichtverlängerungen von Abos führt. Und angesichts der tatsächlich nachweisbaren Rückgänge hat man eine gute Grundlage für Forderungen in dieser Höhe.Miteshu hat geschrieben:Wie kann durch einen Bot der Schaden bei mehreren Millionen liegen? Um den Bot zu nutzen braucht man so oder so entweder ein aktives Abo (WoW) oder muss das Spiel einmal erworben haben (Diablo/HotS). Wie können dann Einnahmen "umgeleitet" werden?
Die sind Blizzard derzeit ziemlich wurscht, weil sie nichts mit dem Betrieb des offiziellen WoW zu tun haben. Sollte aber WoW weiterhin Spieler in diesem Ausmaß verlieren und Blizz hat dann noch keinen Titel im Angebot, der diese Umsatzrückgänge ausgleichen kann, könnte ich mir durchaus eine Klage gegen greifbare Server-Betreiber vorstellen. Viel helfen wird das den Umsätzen auch nicht, aber zumindest kann ActiBlizz den Investoren gegenüber nachweisen, dass man alles getan hat, dass man sich "bemüht" hatAber wenn es schon bei einem Botentwickler 10 Millionen angegeben werden, was lässt sich dann bei Pserver-Betreibern verlangen?
Abgesehen davon ... wer ein Spiel zentral um ein ausgewachsenes Timesink-Gameplay baut, der wird einen nicht zu gewinnenden, endlosen Kampf gegen Bot-Nutzer und Bot-Schreiber führen. Weil hier das Spiel selbst die Nachfrage nach solchen Tools generiert. Und irgendjemand wird immer da sein und solche Tools zur Verfügung stellen.
- sphinx2k
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bots
Grad nen sehr guten Artiel dazu gelesen der sich mit der letzten Activision Blizzard Bilanz auseinander gesetzt hat. Zum einen das Activision Blizzard nur auf 3 Spielen als Standbein gestanden hat. Skylanders, Call of Duty und WoW was eine gefährliche Situation war.Kajetan hat geschrieben: Die sind Blizzard derzeit ziemlich wurscht, weil sie nichts mit dem Betrieb des offiziellen WoW zu tun haben. Sollte aber WoW weiterhin Spieler in diesem Ausmaß verlieren und Blizz hat dann noch keinen Titel im Angebot, der diese Umsatzrückgänge ausgleichen kann, könnte ich mir durchaus eine Klage gegen greifbare Server-Betreiber vorstellen.
Blizzard für sich betrachtet hatte 2011 einnahmen die zu 90% durch woW genereriert wurden. Jetzt ist es nicht mal mehr für die Mehrheit der einnahmen verantwortlich.
Ah grad den Artikel gefunden:
http://www.fool.com/investing/general/2 ... lrf0000001
That's incredible when you consider that as recently as 2011 the World of Warcraft franchise was worth a whopping 90% of Blizzard's sales.
But last quarter marked an important turning point on that score. Warcraft wasn't responsible for anything close to 90% of Blizzard's revenue.
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Liesel Weppen
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bots
Der "Schaden" entsteht nicht durch Kosten, sondern durch verloren gegangene Einnahmen. Andere Spieler sind von Bots genervt und hören deswegen auf zu spielen, kündigen das Abo, und kaufen dann auch keine weiteren DLCs mehr.Miteshu hat geschrieben:Diese Schadensforderungen sind nett...
Wie kann durch einen Bot der Schaden bei mehreren Millionen liegen? Um den Bot zu nutzen braucht man so oder so entweder ein aktives Abo (WoW) oder muss das Spiel einmal erworben haben (Diablo/HotS). Wie können dann Einnahmen "umgeleitet" werden?
Solche verlorengegangenen Einnahmen sind natürlich nicht direkt bezifferbar, weil die ja nie stattgefunden haben, die werden als geschätzt. Die USA ist da ganz vorne dabei, deswegen wird man da ja auch mal schnell auf 10Mio Schadensersatz verklagt, weil mal kurz in einer Tauschbörse 5 Musiktitel von einem ladbar waren. Da wird dann geschätzt, dass 100.000 Leute diese 5 Lieder von dir geladen haben und demnach jeweils 5 Musikalben a 20€ nicht mehr kaufen = 10Mio "Schaden".
Unter "umleiten" verstehe ich ganze einfach, der Bot-Entwickler verdient Geld, dem Urheber gehen dadurch aber Einnahmen verloren.
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Highnrich
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bots
Meanwhile in Diablo 3 ...Rosbot läuft schon auf dem PTR für den neuen Patch lol 
