The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

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JackyRocks
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

Beitrag von JackyRocks »

Hier wurde auch GTA V und Fallout 4 erwähnt. Dazu muss man aber eins sagen: Über den Umfang von Fallout 4 kann noch gar nix gesagt werden. Ja Fallout 3 und Skyrim konnten 1.000 Stunden gespielt werden. Wie sinnvoll das Ganze war ist die andere Frage, das war ja nach der Hauptstory mehr die Sims als irgendwas anderes. Ich will das auch nicht abwerten... aber aus einer Sandbox 100 Stunden Plus raus zu kriegen mit Sammelaufgaben, irgendwelchen Kollektionen, irgendwas bauen usw. ist jetzt keine wahnsinnige Herausforderungen... das haben Spiele wie die Siedler schon vor 20 Jahren gemacht.

Wenn ich rein die Quests (selbst Nebenquests) anschaue komme ich bei GTA V vielleicht auf 50 Stunden. Ja, durch Autorennen, Marathon, Golf, Tennis, Sammelaufgaben, Autos modden usw. kommt man locker auf 100+ aber das ist für mich schon nichts mehr wo ich sagen kann: johoho das brauch ich. Bei Fallout 3 war es das Selbe, bei Skyrim wurde man teilweise für Quests ans andere Ende der Karte geschickt und das Pferd war auch noch langsam... da sind es vielleicht 60 Stunden, if that. Und auch hier... wieder wahnsinnig viel drum rum, man kann viel erkunden usw. und ja da kommt man sicherlich auf weit über 100 Stunden, aber das ist für mich Alles was womit ich mit dann weiterhin beschäftige und nicht maßgebend während ich das Spiel an sich zocke.

The Witcher 3, selbst wenn ich die ganzen ? auf der Karte ignoriere außer die die sowieso auf dem Weg liegen (wie verlassene Gegenden usw.) oder aber die, die ich für extra Skillpunkte abgrase bzw. für die speziellen Witcherausrüstungsgegenstände (lohnenswert da immerhin die stärksten Rüstungen/Schwerter im Spiel) und wirklich nur die Nebenquests und Hauptquests daneben nehme... dann kommt man auf 100 Stunden. 20 mehr für die ?. Jetzt haben wir eine DLC die auf 10 Stunden kommt (kann ich so unterschreiben) plus nochmal eine nächstes Jahr mit etwa 20 Stunden Content. Das sind dann mit Allem drum und dran rein für die Story mit Quests 130 Stunden... ich wüßte kein Spiel in den letzten Jahren, dass auf so nem Umfang rein was Story/Quests und Nebenquests angeht und dabei noch so ne große Menge interessanter und gut gemachter Nebenquests hat.

GTA V war toll aber das kann man auf Grund des Sandboxcharakters und des doch etwas anderen Settings und der anderen Spielmechanik nicht mit einem Rollenspiel vergleichen zumal die meisten Nebenquests eben doch in Richtung: fahr dahin, knall den ab, fahr dahin, stiel das Auto usw. verkommt. Was es da raus reißt ist schlicht die Größe und spielerische Freiheit und die tolle Story. Fallout 3... naja ich bin kein Fan genau so wenig wie von Skyrim... da fehlt mir einfach das storytechnische Fleisch am Knochen.

Und dann wäre da ja noch das andere AAA Franchise im RPG Bereich... Dragon Age Inquisition... durchgespielt mit Allem drum und dran und ich komme auf sagenhafte 45 Stunden... na danke. Dazu kommen jetzt 3 DLC zum Preis von jeweils 15 Euro... also effektiv 45 Euro 10 Euro weniger als das Hauptspiel und vom Umfang her wohl so 7-10 Stunden, aber auch nur weil man sich wieder durch Gegnerhorden metzeln muss. Das heißt für etwas weniger als den halben Umfang von The Witcher 3 legt man hier satte 100 Euro auf den Tisch und nochmal 20 Euronen wenn man irgendwelche beknackten Ausrüstungs DLC will... geil. 120 Euro für nicht mal 70 Stunden... Vor Allem find ich die Reviews geil: Die DLC erweitert die Lore und klärt ein paar Fragen aus dem Hauptspiel auf... oder jetzt die letzte DLC: sie bietet das richtige Ende von Dragon Age Inquisition. Sorry aber würde ich mir als Käufer (komme ich mir auch) doch verarscht vorkommen... ich muss nochmal 45 Euro investieren um tatsächlich mal komplett die Story zu raffen und das richtige Ende zu kriegen? Sorry... aber da kann sich CD Project Red schon auf die Schulter klopfen.
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BigEl_nobody
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

Beitrag von BigEl_nobody »

Es ist wohl weniger die pure Menge an Umfang sondern mehr wie sie gestaltet wird. Witcher 3 war für mich ein persönliches Beispiel, indem jede Minute einfach nur Spaß gemacht und mich in ihren Bann gezogen hat. Dafür müssen es nicht zwangsläufig 100 Stunden Spieldauer sein. Bei reinen Singleplayer Spielen bin ich eigentlich schon ab 15 - 20 Stunden Mindestspielzeit zufrieden.

Im Anbetracht der derzeitigen Trends hat Witcher 3 mit seinem kommerziellen Erfolg und seinen Traumwertungen eine viel wichtigere Rolle, nämlich die das die Zukunft der Branche nicht nur in forcierten Multiplayer-Only Titeln mit Mikrotransaktionen und geringem Umfang liegt, in denen man schon nach ein paar Stunden für die restlichen 100/1000 Stunden Spielzeit nur noch wie ein Zombie das gleiche macht (Siehe Survival-Horror Spiele, Destiny, Battlefront, Rainbow Six Siege, Evolve usw.)

Das gute ist das Witcher 3 kein einsamer Fels in der Brandung ist, schließlich gibt es ja noch kommende Ableger von Fallout und Dark Souls, die den gleichen Ansatz verfolgen werden.
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johndoe1044785
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

Beitrag von johndoe1044785 »

dann sind deine beispiele wie "Destiny, Battlefront, Rainbow Six Siege, Evolve usw." völlig falsch in diesem kontext, oder?
Highnrich
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

Beitrag von Highnrich »

Geralt steuert sich so hakelig dass ich nach einer stunde schon keine lust mehr hatte. Habe mich dann weitere 5 Stunden gequält und dann ausgeschaltet. Was bringt mir die schönste Welt und tolle story, wenn sich das Spiel einfach nicht gut spielt? Dann schau ich lieber einen Film.
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oppenheimer
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

Beitrag von oppenheimer »

Ich finde, speziell Witcher 3 hat sein rein spielerisches Pulver zu früh verschossen, um mich über die 100+ Stunden zu fesseln. Inhaltlich ist das (fast) alles gut bis großartig, aber rein gameplay-technisch hat man schlicht zu schnell alles gesehen. Da kommt dann nichts mehr dazu. Bei geringerem Umfang wäre mir dieses Manko wohl kaum aufgefallen.
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adventureFAN
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

Beitrag von adventureFAN »

Highnrich hat geschrieben:Geralt steuert sich so hakelig dass ich nach einer stunde schon keine lust mehr hatte. Habe mich dann weitere 5 Stunden gequält und dann ausgeschaltet. Was bringt mir die schönste Welt und tolle story, wenn sich das Spiel einfach nicht gut spielt? Dann schau ich lieber einen Film.
Gibt jetzt eine Option für eine direktere Steuerung/Animationen.
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Kajetan
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

Beitrag von Kajetan »

adventureFAN hat geschrieben: Was die Abmahnanwälte betrifft, haben sie ja jetzt sogar radikal auf DRM-free gesetzt.
What, DRM-freie Anwälte? :)
Irgendwann ist mit nachtragend sein aber auch mal gut.
Es geht nicht um "nachtragend". Ich trage dem Laden nichts nach. Ich habe mich über einige Dinge geärgert, anderes finde ich gut und ich trage weiterhin brav meine Kohle gen Warschau. Es geht darum, dass es hier keine Heiligen und keine Helden gibt. Denn niemand ist perfekt und es werden wieder Fehler passieren. Diese Extremhaltung (nur Top oder nur Flop) führt doch zu gar nix.
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johndoe1703458
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

Beitrag von johndoe1703458 »

Ich sage das nicht oft, aber ich empfand TW3 als zu groß. Sei es die Geschichte, die unnötig gestreckt wurde, oder die schiere Größe der Weltkarte.
Viele Rollenspiele werden für ihre Fetch-Quests kritisiert und in diesem Fall werden beispielsweise die Fragezeichen einfach so hingenommen. Machen wir uns nichts vor, denn genau diese Fragezeichen haben die "Füllung" der Spielwelt zum Ziel.

Ja, sie sind optional, doch letztendlich strecken sie die Spielzeit durch längere Laufwege, selbst wenn ich sie nicht aktiv suche. Die Landschaft ist (meistens) schön gestaltet und bietet durchaus markante Orte, weshalb ich die verhaltene Kritik zumindest nachvollziehen kann.

Was mir ebenfalls negativ auffällt, sind die unzähligen NPCs, die zur Atmosphäre beitragen sollen, jedoch bloße Statisten sind und mir das Gefühl einer geschönten Fassade geben.
Da ist mir ein Gothic lieber, in dem ich fast jeden Bürger ansprechen und eine halbwegs gehaltvolle Konversation führen kann. DAS erzeugt Atmosphäre; trotz der sehr geringen Anzahl an NPCs - zumindest im Vergleich zu TW3.

Vorsichtsmaßnahme: Nein, ich bin kein Hater. TW3 ist trotz meiner Kritikpunkte weit davon entfernt ein schlechtes Spiel zu sein.
Nur...es hätte besser sein können.
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JackyRocks
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

Beitrag von JackyRocks »

Prof_Dr_Faust hat geschrieben:Ich sage das nicht oft, aber ich empfand TW3 als zu groß. Sei es die Geschichte, die unnötig gestreckt wurde, oder die schiere Größe der Weltkarte.
Viele Rollenspiele werden für ihre Fetch-Quests kritisiert und in diesem Fall werden beispielsweise die Fragezeichen einfach so hingenommen. Machen wir uns nichts vor, denn genau diese Fragezeichen haben die "Füllung" der Spielwelt zum Ziel.

Ja, sie sind optional, doch letztendlich strecken sie die Spielzeit durch längere Laufwege, selbst wenn ich sie nicht aktiv suche. Die Landschaft ist (meistens) schön gestaltet und bietet durchaus markante Orte, weshalb ich die verhaltene Kritik zumindest nachvollziehen kann.

Was mir ebenfalls negativ auffällt, sind die unzähligen NPCs, die zur Atmosphäre beitragen sollen, jedoch bloße Statisten sind und mir das Gefühl einer geschönten Fassade geben.
Da ist mir ein Gothic lieber, in dem ich fast jeden Bürger ansprechen und eine halbwegs gehaltvolle Konversation führen kann. DAS erzeugt Atmosphäre; trotz der sehr geringen Anzahl an NPCs - zumindest im Vergleich zu TW3.

Vorsichtsmaßnahme: Nein, ich bin kein Hater. TW3 ist trotz meiner Kritikpunkte weit davon entfernt ein schlechtes Spiel zu sein.
Nur...es hätte besser sein können.
Du kannst keine Gespräche mit NPC's führen aber sie haben einen Tagesablauf, sprechen, wenn man vorbei geht usw. weißt du was es für ein Aufwand gewesen wäre auch nur 2 NPC's pro Dorf zu vertonen nur damit du mit ihnen 3 Sätze wechseln kannst? Das steht doch wirklich in keinem Kosten/Nutzen Verhältnis mehr vor Allem, wenn man bedenkt wieviel in The Witcher 3 vertont ist, wieviele Gespräche man führt und viele Quests und Nebenquests die komplett und mit zig Rollen vertont wurden es gibt. Sei mir nicht böse aber das dann mit 5 generisch vertonten NPC's von vor 15 Jahren zu vergleichen in einem Spiel in dem nicht mal der Hauptcharakter vertont war... das ist schon ein wenig arg weit hergeholt.

Die ? haben keine Laufwege verlängert. Außer bei den Schmugglerfässchen von denen es gerade in Skellige viel zu viele gab, kommt man an fast jedem auf Land vorbei weil sich ein Quest dort abspielt oder man auf dem Weg zu einer anderen Quest daran vorbei reitet. Schau dir doch nur mal wie dicht die Dinger in Velen und auch in White Orchard gestreut sind. Die sind an Orten an denen du im Spielverlauf locker 20x vorbei kommst. Natürlicht gibt es 1-2 Ausnahmen, aber ich würde sagen, dass 90% der versteckten oder bewachten Schätze, der verlassenen Gegenden und der Places of Power an Stellen liegen um die herum du dich so oder so begibst, wenn du questest. Ich finde zu sagen, dass dadurch Laufwege gestreckt werden eher etwas seltsam vor Allem, wenn man bedenkt, dass so gut wie kein Quest oder Nebenquest in the Witcher einen ans andere Ende der Karte schickt. Im Gegenteil dazu stehen Spiele wie Skyrim oder Fallout wo dies ständig der Fall war.

Jedes Spiel kann besser sein, aber solche weit hergeholten Kritikpunkte anzubringen bei einem Spiel mit einer, selbst ohne Fragezeichen, Spielzeit von locker 100 Stunden, der Größe, der Grafik, der Preispolitik bei der DLC, der Community Arbeit und dieses Supports ist schon etwas lächerlich wenn man dazu vergleicht wie gleich Alles Gift und Falle spuckt, wenn man Spiele wie Skyrim oder Fallout wegen ihrer effektiven Leere kritisiert.
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Igorsam
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

Beitrag von Igorsam »

Kajetan hat geschrieben:
KaioShinDE hat geschrieben:Ich tue mich sowieso damit schwer dass Publisher angeblich denken dass Leute keine langen Spiele mehr wollen.
Die Publisher denken ganz kaufmännisch. Wenn dreiviertel oder mehr aller Käufer das Ende nicht sehen, warum sollen wir dann Arbeit in ein 40h-Spiel stecken, wenn es doch auch ein 20h-Spiel tut?

Der Schluss heisst also nicht "Die Leute wollen keine langen Spielen mehr!", sondern "Wir wollen keine langen Spiele mehr produzieren!". Nur sagt man es eben nicht so, sondern wälzt das alles auf die Kunden ab. Der Gag dabei ist ... Kunden wollen weiterhin lange Spiele haben, selbst wenn sie diese mehrheitlich nicht durchspielen. Die Vorstellung, dass da noch was ist, wo man eines Tages zurückkommen kann, wenn man wieder Zeit/Lust hat, die ist ziemlich reizvoll.
Sorry, aber ich sehe das anders aber ähnlich. Es geht eher darum, warum Arbeit in ein 40h-Spiel stecken wenn ich ein 5h Spiel um den selben Preis verkaufen kann.

Das viele Spiele Spieler nicht dauerhaft fesseln können liegt meist weniger an den Spielern als an den Spielen.

Am besten fand ich da ja die absurd schlechten SP-Kampagnen mancher Shooter - mit denen man dann danach begründet, dass das keiner will - ja natürlich will keiner absolut schlechte SP-Kampagnen ... :roll:
(ungefähr so als würde eine Fast-Food-Kette einen absurd ekelhaften Burger einführen - und wenn ihn keiner kauft Burger generell abschaffen mit dem Argument Konsumenten wollen keine Burger)
Zuletzt geändert von Igorsam am 16.10.2015 16:58, insgesamt 1-mal geändert.
johndoe1703458
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

Beitrag von johndoe1703458 »

Anscheinend hast du meine Kritik nicht verstanden.
Ich bin mir im Klaren darüber, dass es so gut wie unmöglich wäre nahezu jeden NPC in TW3 zu vertonen, eben weil es zu groß ist. Zumindest in dem Punkt ist die Quantität ganz klar priorisiert und das stört mich. Gleiches Spiel bei der Hauptstory.

Deinen Punkt, dass man an jedem Ort angeblich mehrere Male vorbeiläuft, kann ich überhaupt nicht bestätigen. Kein bisschen. Nord und Nordöstlich von Novigrad musste ich gefühlt null mal entlangwandern. Da kann ich mich an eine einzige Quest erinnern. Genauso das Gebiet südlich des Muhmen-Dorfs, wobei es da eventuell zwei Quests waren, aber das Gebiet per se war riesig. Am südwestlichen Rand der Velen-Karte war sogar nichts, wenn man mal vom Wiederaufstellen der Gebetsstatuen und den Handvoll Kannibalen absieht - außer eben diese ominösen Fragezeichen. Über Skellige hülle ich mal den Mantel des Schweigens.
Ich kenne das Spiel schon recht gut (alle Nebenquests gemacht) und daher weiß ich schon was ich weshalb kritisiere.

Skyrim kritisiere ich übrigens auch - sogar noch viel heftiger.
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

Beitrag von Igorsam »

Aber zur Vertonung, wie teuer kann es sein ein paar Sätze aufzunehmen die NPCs zufällig zugeteilt werden? Kann sich gerne wiederholen bei mehreren NPCs.

Vielleicht bin ich da seltsam, aber für mich macht das einen sehr großen Unterschied. Als vergleich etwa Skyrim in Dragon Age Inquisition:

Skyrim:
- haufenweise NPCs mit repititiven Aussagen

DA:I:
- haufenweise NPCs die eher wirken wie Pappfiguren die irgendwo kleben (bewegen sich oft wirklich nicht) und keinerlei Interaktion
- die fehlende Party-Interaktion außerhalb festgelegter Interaktionen finde ich auch absurd schlecht für die "Immersion"

Skyrim ist zwar nicht herausragend (hier gibts wie bereits dargestellt Grenzen) - aber schafft immernoch eine wesentlich bessere Atmosphäre als ein Spiel wo NPCs 0 Interaktion haben und teilweise an einer Stelle festgeklebt wirken. Es sind kleine Details, aber diese machen für mich oft die ganze Atmosphäre eines Spiels aus.
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Thommy741
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

Beitrag von Thommy741 »

Ich würde mit dem Statement aufpassen. Ich war bei keinem Spiel so schockiert, dass Quantität auch gleichzeitig Qualität bedeuten kann - tatsächlich ist The Witcher 3 das ERSTE Spiel dieses/ ähnlichen Ausmaßes, das ich bisher gesehen habe und ähnliche Liebe zu jedem Detail aufweist ...und ich glaube kaum, dass es ein ähnliches Spiel gibt. Skyrim (was wahrscheinlich sehr oft mit dem Spiel verglichen wird) ist gegen die Details/Quests in TW3 imo geradezu fahrlässig schlecht und ich muss ehrlich sagen, dass ich vom Spiel weniger erwartet hätte- auch wenn ich noch so gehypt wäre.

Ka. wie Fallout wird aber wenn es so gut wird wie The Witcher 3 (zumindest in seiner Welt/Dialogen) dann ist es das beste Jahr für RPGs, das es je gegeben hat.
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Guffi McGuffinstein
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

Beitrag von Guffi McGuffinstein »

Todesglubsch hat geschrieben:Mein "Luxusproblem" mit dem Hexer ist aber: Ich habe keine Motivation für einen zweiten Durchgang, da Geralt nun einmal Geralt bleibt und ich ihn nicht in eine völlig andere Spielweise umskillen kann. Das ist schade, aber wie gesagt: Ein reines Luxusproblem. Denn ob ich nun zwei spaßige Durchgänge a 50 Stunden - oder nur einen spaßigen Durchgang mit 100 Stunden habe, ist letzten Endes Jacke wie Hose.
Ich hab' es noch nicht so lange, spiel es jetzt zum zweiten Mal durch und mache diesmal einige Sachen anders. Triss hab' ich gehen lassen und bandel mit Yennefer an. Das hat auch noch auf andere Quests Auswirkungen. Genauso wie die anderen kleinen Quests die verschiedene Entscheidungen zulassen. Das macht ja gerade Witcher seit je her aus, dass es eben durch die spürbaren Auswirkungen von unterschiedlichen Entscheidungen einen großen Wiederspielwert hat.
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Todesglubsch
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

Beitrag von Todesglubsch »

Elderbunnie hat geschrieben:...spiel es jetzt zum zweiten Mal durch und mache diesmal einige Sachen anders. Triss hab' ich gehen lassen und bandel mit Yennefer an. Das hat auch noch auf andere Quests Auswirkungen. Genauso wie die anderen kleinen Quests die verschiedene Entscheidungen zulassen. Das macht ja gerade Witcher seit je her aus, dass es eben durch die spürbaren Auswirkungen von unterschiedlichen Entscheidungen einen großen Wiederspielwert hat.
Rede dir das gerne ein. Ja, es werden ein paar Szenen und Gespräche geändert, auch das Ende ist ggfs. anders. Das macht dennoch nur einen winzigen Bruchteil vom Spiel aus. Im Vergleich zu Witcher 2, wo eben das komplette zweite Kapitel geändert wird, ist das halt garnichts.

Wie gesagt, ich beklag mich nicht, selbst ein Durchgang hat mich lange genug unterhalten. Aber wenn man in zukünftigen Spielen das Charaktersystem so gestalten würde, dass ein zweiter Durchgang auch eine andere Spielweise zulässt, wär's halt supi.
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