Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Mr Archer und Dominius haben mir die Antwort netterweise abgenommen.
Scipione: Als ob eine Anita Sarkeesian das von dir ins Ring geworfene "Magic Mike"-Gehabe nicht genauso bewerten würde. Woher kommt immer die Unterstellung, Frauen hätten nur ein Problem mit Sexismus gegen Frauen, nicht aber mit Sexismus gegen Männer? Das ist doch völliger Blödsinn. Als würd man einem Vegetarier sagen: Dann darfste aber auch keine Lederschuhe kaufen. Ja, ach, macht der auch nicht.
Überdies dieses ewige Ablenken von den nüchternen Fakten: Je schneller Metroid durchgespielt wird, desto enthüllter wird Samus Aran nach den Credits als Belohnung dargestellt - bis hin zur Bikinipose, weil alles noch Explizitere von Nintendo zensiert worden wäre.
Das ist das, was die Entwickler faktisch getan haben. Tatsache.
Tut's der sonstigen Klasse dieses Spiels einen Abbruch? Nein.
Ist deshalb jeder Konsument automatisch Sexist oder wird durch den Konsum eines solchen Spieles automatisch zum Sexisten erzogen? Nein.
Ist die Intention der Entwickler, das Ende so zu gestalten, sexistisch gewesen? Definitiv. Es sei denn, jemand hat Beweise, dafür, dass dieses Ende seitens der Entwickler bewusst als Satire auf den kontemporären Sexismus gemeint war - ich wär gespannt.
War den Entwicklern bewusst, dass sie sexistisch handeln? Höchstwahrscheinlich nicht, nein - das ändert aber nichts daran, dass ein sexistisches Belohnungsschema vorliegt.
Scipione: Als ob eine Anita Sarkeesian das von dir ins Ring geworfene "Magic Mike"-Gehabe nicht genauso bewerten würde. Woher kommt immer die Unterstellung, Frauen hätten nur ein Problem mit Sexismus gegen Frauen, nicht aber mit Sexismus gegen Männer? Das ist doch völliger Blödsinn. Als würd man einem Vegetarier sagen: Dann darfste aber auch keine Lederschuhe kaufen. Ja, ach, macht der auch nicht.
Überdies dieses ewige Ablenken von den nüchternen Fakten: Je schneller Metroid durchgespielt wird, desto enthüllter wird Samus Aran nach den Credits als Belohnung dargestellt - bis hin zur Bikinipose, weil alles noch Explizitere von Nintendo zensiert worden wäre.
Das ist das, was die Entwickler faktisch getan haben. Tatsache.
Tut's der sonstigen Klasse dieses Spiels einen Abbruch? Nein.
Ist deshalb jeder Konsument automatisch Sexist oder wird durch den Konsum eines solchen Spieles automatisch zum Sexisten erzogen? Nein.
Ist die Intention der Entwickler, das Ende so zu gestalten, sexistisch gewesen? Definitiv. Es sei denn, jemand hat Beweise, dafür, dass dieses Ende seitens der Entwickler bewusst als Satire auf den kontemporären Sexismus gemeint war - ich wär gespannt.
War den Entwicklern bewusst, dass sie sexistisch handeln? Höchstwahrscheinlich nicht, nein - das ändert aber nichts daran, dass ein sexistisches Belohnungsschema vorliegt.
Zuletzt geändert von No Cars Go am 06.09.2015 00:18, insgesamt 2-mal geändert.
"If you wake up at a different time in a different place, could you wake up as a different person?"
Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Zumal der Vergleich noch dazu komplett Banane ist. Auf der einen Seite haben wir eine völlig konsensuale Stripshow von Erwachsenen für Erwachsene (zu der im übrigen auch schwule Männer ganz gern hingehen). Auf der anderen Seite haben wir eine weibliche Actionheldin in einem Videospiel das keine Stripshow ist, die komplett entkontextualisiert zu einem Pin up geeasteregged wird - weil is ja ne Chick. Hö hö. Boobis.
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
"Ja, sorry, Boys, da hat gerade eine Vaginenvertreterin das Universum von Motherbrain befreit. Kein Mann. Kein Rambo. Eine Tussi. Shit, oder?"
Ja ey was soll das das kann eine tussi doch gar nicht ich will kein mädchen spielen seid ihr dumm wie könnt ihr uns das antun ???!!!
"Stripshow! Surprise surprise!"
O__O ^__^
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Und das sind wohlgemerkt nicht mal zwingend die Gedanken der absoluten Mehrheit der männlichen Spielerschaft. Das ist vielmehr das, was die Entwickler hier als "männliche Denke" suggerieren. Letztlich müsste man als Kerl hier nicht auf Anita sauer sein. Sondern auf die Coder, die einen offensichtlich für einen dämlichen Sack voll Testosteron und Hormone halten, der außer Erektionen sonst nicht allzu viel hinbekommt.No Cars Go hat geschrieben: Ja ey was soll das das kann eine tussi doch gar nicht ich will kein mädchen spielen seid ihr dumm wie könnt ihr uns das antun ???!!!
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
@ mr archer
Dann sollte man das den Entwicklern und Publishern ankreiden und nicht sowas schreiben:
"Und das Ganze funktioniert tatsächlich nur vor dem Hintergrund eines korrekt angenommenen heterosexuellen männlichen Spielers, der mit einem tief internalisiertem Sexismus vor der Glotze hockt. "
Das ist Küchenpsychologie. In seinem Post weiter unten hat er es wenigstens etwas differenzierter betrachtet.
Was soll ein Gamer machen, wenn in einem guten Spiel auf Titten und Ärsche gesetzt wird so als Beiwerk? Oder wenn man als Belohnung ne Frau bekommt digital?
Soll er das Spiel links liegen lassen, obwohl es ansonsten top ist? Ist das dann ein internalisierter Sexist? ....
Da ich AS nicht studiert habe, will ich ihr das nicht vorwerfen, aber in Foren wie diesen schon.
Dann sollte man das den Entwicklern und Publishern ankreiden und nicht sowas schreiben:
"Und das Ganze funktioniert tatsächlich nur vor dem Hintergrund eines korrekt angenommenen heterosexuellen männlichen Spielers, der mit einem tief internalisiertem Sexismus vor der Glotze hockt. "
Das ist Küchenpsychologie. In seinem Post weiter unten hat er es wenigstens etwas differenzierter betrachtet.
Was soll ein Gamer machen, wenn in einem guten Spiel auf Titten und Ärsche gesetzt wird so als Beiwerk? Oder wenn man als Belohnung ne Frau bekommt digital?
Soll er das Spiel links liegen lassen, obwohl es ansonsten top ist? Ist das dann ein internalisierter Sexist? ....
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Nun ja, ein Anfang wäre schon mal, nicht wie von Sinnen Zeter und Mordio zu schreien, wenn eine Frau um die Ecke kommt und mal ein bisschen Tacheles redet.douggy hat geschrieben:
Was soll ein Gamer machen, wenn in einem guten Spiel auf Titten und Ärsche gesetzt wird so als Beiwerk? Oder wenn man als Belohnung ne Frau bekommt digital?
Soll er das Spiel links liegen lassen, obwohl es ansonsten top ist? Ist das dann ein internalisierter Sexist? ....
Ich werde einen Teufel tun, den Leuten ihre Lust an sexualisiertem Content ausreden zu wollen. Könnte ich eh nicht. Aber sagen lassen, sollte man sich das als erwachsener Mensch dann vielleicht doch. Was man dann mit der Information anfängt, ist die Sache jedes/jeder einzelnen.
Um mehr geht's Sarkeesian im übrigen auch nicht. Ach nein, stimmt nicht, hab ich ja vergessen - die Feministen wollen die männliche Bevölkerung ja zu reinen Samenmaschinen degenerieren und ansonsten unterjochen. Wahrscheinlich über Chemtrails. Zu den Waffen!
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Ja, da geh ich doch mit. Deswegen mein Einwurf zu AS. Die sachliche Ebene haben manche eh schon verlassen.
Aber nur als Einwurf, ich meinte eher die, die nicht unbedingt Lust drauf haben, es einfach hinnehmen bei einem Spiel. Prioritäten halt.
Aber nur als Einwurf, ich meinte eher die, die nicht unbedingt Lust drauf haben, es einfach hinnehmen bei einem Spiel. Prioritäten halt.
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Das ist ein zweischneidiges Schwert. Der unvoreingenommene Spieler hätte tatsächlich niemals wissen können, dass Samus in Wirklichkeit überhaupt eine Frau ist, ergo ist es recht weit hergeholt, ihm zumindest im Bezug auf das erste Metroid pauschal internalisierten Sexismus vorzuwerfen.douggy hat geschrieben:Dann sollte man das den Entwicklern und Publishern ankreiden und nicht sowas schreiben:
"Und das Ganze funktioniert tatsächlich nur vor dem Hintergrund eines korrekt angenommenen heterosexuellen männlichen Spielers, der mit einem tief internalisiertem Sexismus vor der Glotze hockt. "
Allerdings war Mund-zu-Mund-Propaganda schon damals so verbreitet wie effektiv - gerade im Bezug auf Easter Eggs und Cheat Codes, die den Zugang zu 'verbotenen' Inhalten ermöglichen (siehe etwa den Blood Code für die Genesis-Version von Mortal Kombat) - sodass so einige testosterongeschwängerte Adoleszenten Metroid ausschließlich wegen der finalen Samus-Stripshow in Bestzeiten durchgespielt haben dürften.
Zuletzt geändert von LeKwas am 06.09.2015 00:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Wir schreiben das Jahr 1986, als die Entwickler von Nintendo Research & Development 1 dransitzen, das erste Metroid-Spiel zu kreieren und zu programmieren. Wenn ich nun unterstelle, dass Nintendo sich zu diesem Zeitpunkt eine (heterosexuelle) männliche Spielerschaft als Zielgruppe ausmalte, liege ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht daneben.douggy hat geschrieben:"Und das Ganze funktioniert tatsächlich nur vor dem Hintergrund eines korrekt angenommenen heterosexuellen männlichen Spielers, der mit einem tief internalisiertem Sexismus vor der Glotze hockt. "
Das ist Küchenpsychologie.
Wenn ich überdies unterstelle, dass der durchschnittliche Mann in den 1980er Jahren einen unsichtbaren Sexismus ganz selbstverständlich ansozialisiert bekommt, ihn geradezu mit der Muttermilch aufnimmt, ist das ebenfalls eine alles andere als steile These. Das hat mit Küchenpsychologie nicht das Allergeringste zu tun.
Sexistische Sozialisation (die selbstverständlich nicht als solche wahrgenommen wird und für die meisten Menschen unsichtbar greift) war in den 1980er Jahren gang und gäbe - und ist es auch heute noch.LePie hat geschrieben:ist es recht weit hergeholt, ihm zumindest im Bezug auf das erste Metroid pauschal internalisierten Sexismus vorzuwerfen.
Wenn ich behaupte, dass der westliche Durchschnittsbürger in den 1950er Jahren Raucher war, wird mir doch auch niemand widersprechen.
Offensichtlich wurde Metroid seinerzeit nicht sexistisch beworben. Das muss es aber auch gar nicht, um inhaltlich dennoch mit einem sexistischen Bonus zu schließen. Und dieser Bonus wurde von den Entwicklern niemals als Gratisstunde Biologieunterricht implementiert.
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
@ No Cars Go
Dein Text hatte sich wie allgemeingültig gelesen und nicht nur auf Metroid bezogen.
Ja damals warens andere Zeiten.
Heute würde ich das aber etwas anders sehen.
Sorry für das Missverständnis.
Dein Text hatte sich wie allgemeingültig gelesen und nicht nur auf Metroid bezogen.
Ja damals warens andere Zeiten.
Heute würde ich das aber etwas anders sehen.
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Kein Problem.douggy hat geschrieben:@ No Cars Go
Dein Text hatte sich wie allgemeingültig gelesen und nicht nur auf Metroid bezogen.
Ja damals warens andere Zeiten.
Heute würde ich das aber etwas anders sehen.
Sorry für das Missverständnis.
Was Sexismus angeht, muss ich dir widersprechen; da leben wir heute allenfalls nuanciert in anderen Zeiten. Hast du dir Anitas Video in Gänze angesehen? All die Beispiele für offensichtlichsten Sexismus der jüngeren und jüngsten videoludologischen Geschichte? Mir wurd ein wenig schlecht, als in dem Video sehr dicht zusammengefasst wurde, wie Resident Evil als Franchise im Bereich Unlockables geradezu übersprudelt vor plumpem Sexismus - insbesondere bei der Darstellung einer ethnisch zentralafrikanischen Frau in rassiger (sic!) Eingeborenenaufmachung.
Als Jugendlicher hätt ich das total cool gefunden, klare Sache. Ich entsprach auch perfekt der Zielgruppe.
Zuletzt geändert von No Cars Go am 06.09.2015 01:17, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Sorry, mein Fehler, ich habe mich hier missverständlich ausgedrückt. Die sexistische Sozialisation an sich möchte ich nicht abtreiten, ich hinterfrage eher, welche Rolle diese für die Motivation des unvoreingenommenen, männlichen Spielers während des eigentlichen Spielens von Metroid einnehmen soll.No Cars Go hat geschrieben:Sexistische Sozialisation (die selbstverständlich nicht als solche wahrgenommen wird und für die meisten Menschen unsichtbar greift) war in den 1980er Jahren gang und gäbe - und ist es auch heute noch.LePie hat geschrieben:ist es recht weit hergeholt, ihm zumindest im Bezug auf das erste Metroid pauschal internalisierten Sexismus vorzuwerfen.
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Okay, ich verstehe. Und es wäre ja auch falsch, Metroid als sexistisches Machwerk zu verunglimpfen. Es ist lediglich ein Spiel mit einem sexistischen Aspekt in der letzten Franse des Endgames.LePie hat geschrieben:Sorry, mein Fehler, ich habe mich hier missverständlich ausgedrückt. Die sexistische Sozialisation an sich möchte ich nicht abtreiten, ich hinterfrage eher, welche Rolle diese für die Motivation des unvoreingenommenen, männlichen Spielers während des eigentlichen Spielens von Metroid einnehmen soll.No Cars Go hat geschrieben:Sexistische Sozialisation (die selbstverständlich nicht als solche wahrgenommen wird und für die meisten Menschen unsichtbar greift) war in den 1980er Jahren gang und gäbe - und ist es auch heute noch.LePie hat geschrieben:ist es recht weit hergeholt, ihm zumindest im Bezug auf das erste Metroid pauschal internalisierten Sexismus vorzuwerfen.
Komplett sexistisch designte Videospiele sind sowas wie Lollipop Chainsaw. Damit hatte Metroid nichts zu tun.
Edit: Und die Möglichkeit, per entsprechendem Passwortcode Metroid mit einer Samus Aran in Unterwäsche spielen zu können, war leider sogar mehr als nur eine Franse, sondern die versteckte Option, ein von der ersten bis zur letzten Minute sexualisiertes Spielerlebnis zu haben.
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Mir kommt es so vor, als wäre nun alles, was "sexy" ist, jetzt automatisch auch "sexistisch".
Man darf sich nicht mehr in Ruhe aufgeilen ohne angemacht zu werden (pun intended).
Man darf sich nicht mehr in Ruhe aufgeilen ohne angemacht zu werden (pun intended).

Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Anders sehen in Bezug auf die Konsumenten/GamerNo Cars Go hat geschrieben:Kein Problem.douggy hat geschrieben:@ No Cars Go
Dein Text hatte sich wie allgemeingültig gelesen und nicht nur auf Metroid bezogen.
Ja damals warens andere Zeiten.
Heute würde ich das aber etwas anders sehen.
Sorry für das Missverständnis.
Was Sexismus angeht, muss ich dir widersprechen; da leben wir heute allenfalls nuanciert in anderen Zeiten. Hast du dir Anitas Video in Gänze angesehen? All die Beispiele für offensichtlichsten Sexismus der jüngeren und jüngsten videoludologischen Geschichte? Mir wurd ein wenig schlecht, als in dem Video sehr dicht zusammengefasst wurde, wie Resident Evil als Franchise im Bereich Unlockables geradezu übersprudelt vor plumpem Sexismus - insbesondere bei der Darstellung einer ethnisch zentralafrikanischen Frau in rassiger (sic!) Eingeborenenaufmachung.
Als Jugendlicher hätt ich das total cool gefunden, klare Sache. Ich entsprach auch perfekt der Zielgruppe.
Die Spiele haben sich sicherlich nicht geändert. Aus Unternehmenssicht sells sich Sex.
Nur ob es die Spiele nötig haben .. naja. Ich glaub bei Dead or Alive war der Drops schon nach paar Sekunden gelutscht. Ist dann nur noch Gähn.
Ich hab nur teils Videos von AS gesehen. Deswegen beziehe ich mich nicht direkt auf sie.
Zu deinen Beispielen kann ich leider nichts sagen oder werten.
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