greenelve hat geschrieben:Das hängt dann aber an den Spielen, nicht an der Technik. Wie du sagst, teilweise gab es Spiele, die die Bewegungen umgesetzt haben. In Metroid Prime hat man den Waffenarm tatsächlich selber bewegt. Ob es das in anderen Spielen gibt, Just Dance ist so ein Kandidat, der sich sehr leicht austricksen lässt, negiert nicht die Handlungen mit Samus Aran.
Hmm, hier fangen wir an uns verbiegen zu müssen.
Ich gehe soweit mit, als dass sich Prime 3/Trilogy so anfühlt wie Bewegungssteuerung.
Ahallerdings haben die Gyros und Beschleunigungssensoren in diesem Fall nix (bis auf die "Schlüsseldrehschalter" in Prime 3) damit zu tun.
Streng genommen folgt der Arm von Samus dem "Laserpointer" der Wiimote.
Technisch ist der wiederum so umgesetzt, dass die Wiimote "schaut", wo sie sich im Verhältnis zu den beiden infrarot LED in der "Sensor Bar" (Was eine Wortverbiegung) befindet. Bzw. in welchem Winkel.
So gesehen müsste ich auch ein Spiel auf dem PC, dass die Wiimote gegen die Maus ersetzt, als Bewegungssteuerung deklarieren.
ABER!
Natürlich ist es hier so, dass die Bewegung deiner Hand auf dem Bildschim umgesetzt wird, richtig!
Nimm als Vergleich Tennis in Wii Sport und Grand Slam Tennis, Zelda Twilight Princess und Skyward Sword. Red Steel 1 zu Red Steel 2.
Ja, Spiele, die auf die Erweiterung, bzw. Version 2 der Wiimote setzen, habe ich mal unterschwellig ausgelassen und mich auf die Wii im Originalzustand bezogen.
Gestensteuerung wäre dann ohne Hardware, rein mit Hand/Finger - im Sinne wie es beim Gaming benutzt wird.
Also Kinect, quasi.
Wobei ich dabei bleibe, dass mir die Art der Gesten/Bewegungsaufnahme egal ist.
Wenn es dir rein um die nichtausgereifte Technik geht, könnte man auch sagen, der NES Kontroller ist kein Kontroller, weil er zu wenig Buttons hat.
Nee, das gilt nicht, weil der NES Controller exakt genau das tut, was er soll - er schließt Stromkreise, die das Spiel als Signal wertet.
Die modernen Controller tun exakt das gleiche.
Die "Evolution" der Controller wäre der Analogstick.
Da würde ich dem als Beispiel ein Stück weit folgen können, der NES Controller ist aus heutiger Sicht kein vollwertiger Controller, weil ihm komplett analoge Eingabemöglichkeiten fehlen.
Aber ich gebe zu: Mein Beispiel war zu drastisch ausgeführt. Auf den Kern reduziert, ist die Wiimote eine Bewegungssteuerung.
Im Wortsinne, dass eine Bewegung vom Spiel 1:1 interpretiert wird.
Allein, bei der Umsetzung ist noch gewaltig Luft nach oben. Ich prognostiziere mal, dass es in Zukunft eine Technik geben wird, gegen die die Wiimote halt aussieht wie der VB gegen die Oculus.
Edit: Ein wenig das, was Antiidiotikum meint. Die Wiimote Sensoren können nur eine begrenzte Menge Signale liefern, in einem begrenzten Umfang.
Der Umfang scheint groß, ich habe die damals mal an den PC gekoppelt und fand faszinierend, was da alles im Treiber ankam.
Nur müssen diese Signale gedeutet werden können und da wird es haarig.
Ich mache Nintendo da keinen Vorwurf, immerhin musste das Ding so designed werden, dass es nicht teuer als eine komplette PS3 wurde.
Die daraus resultierenden Unschärfen (ver)führen mich dann zu der Aussage, dass man das eigentlich noch nicht "Bewegungssteuerung" nennen sollte.
Uns fehlt allerdings ein Wort zu einer Art Vorstufe. Wäre auch blöd, weil wir das immer nehmen müssten, es kann immer was besseres kommen.
ps: Ich hab nicht alles zitiert, mich auf Sätze im Zitat fokusiert, damit der Beitrag nicht elend groß wird. >.>
Sehr gerne!