Hat die Architektur denn direkt etwas mit der Leistungsfähigkeit des Prozessors zu tun? Die MIPS hat halt ein bestimmtes System: Wie Speicher abgelegt wird, wie Befehle ausgeführt werden, Pipelining. Die x86-Architektur hat viel mehr Befehle, komplexere Befehle und komplexere Adressierungsmodi und benötigen einen Multizyklen-Datenpfad. Vielleicht liegt in weniger Taktzyklen der Vorteil von Sparen von Strom, was im Weltall ja nicht gerade unwichtig wäre.Liesel Weppen hat geschrieben:Für Laien ist es trotzdem oft faszinierend, dass man so ein komplexes Projekt komplett mit so einer alten, arschlahmen CPU bewältigen kann, zumindest wenn sie mal kurz halbwegs vernünftig nachdenken.
Ich bin kein Softwareentwickler, habe aber schon mit der MIPS (genauer gesagt der Mini-MIPS) programmiert, aber direkt mit den eigentlichen MIPS-Arithmetikbefehlen.Liesel Weppen hat geschrieben:Ich bin ja Softwareentwickler, ich seh das am laufenden Band praktisch vor mir. Was da alles berechnet wird, wenn man einen simplen Button drückt.
Ich hab mal Bilder der Mini-MIPS gemacht, links Steuerwerk, rechts Operationswerk:
Und hier hab ich ein Bild des Befehlssatzes für die ALU gemacht:
Damit kann ich schon ganz gut arbeiten. So maschinennah zu programmieren ist zwar für Windows-Anwendungen (die, welche deine "Buttons" haben) zwar nicht geeignet, aber so lernt man doch am besten, wie Prozessoren funktionieren und Befehle abarbeiten.
Die Frage ist aber nicht, was sich damit alles berechnen lässt, sondern was mit welcher Effizienz. Denn berechnen lässt sich mit dem geringsten Befehlssatzes alles, was sich berechnen lässt. Siehe Turing-Maschine und These von Church.