hoschme hat geschrieben:
Wo soll diese Grenze sein. Ich wüsste kein Genre, bei dem eine Umsetzung auf VR scheitern würde. Mann kann übrigens bereits Wii/Gamecube Spiele über Dolphin mit einer Rift spielen. Damit wirken Levels wie Dioramas, in die man eintauchen kann:
https://www.youtube.com/watch?v=CRKiTB1kgEI
ja, cool, nette spielerei. aber was ändert das am spiel? dass man nicht mehr sieht wie beschissen man sein zimmer eingerichtet hat oder dass man mal wieder staubsaugen sollte? das hat in diesem beispiel spielerisch 0 wert.
und wenn ich dann an rundenbasierte strategiespiele wie civilization oder age of wonders denke, dann löst sich das gleich ganz auf.
wirklich toll ist VR nur bei spielen in der ego-perspektive, also simulationen, shooter und bedingt adventures. ein spiel wie skyrim, mirrors edge oder battlefield mit VR ist sicher absolut genial, aber sobald man die ego perspektive verlässt ist alles was man damit machen kann die kamera rotieren und dann wird es von voller immersion auf 3D grafik reduziert (was im vergleich nur noch ganz nett ist, aber eben nichts weltbewegendes) mit ein bisschen kamerawinkel ändern mit dem einzigen unterschied zu nem 3D TV, dass man keinen rand vom fernseher mehr hat.
bei strategiespielen ist aber selbst das meist nicht besonders relevant. am gameplay ändert es dann sowieso nichts, denn einfluss darauf hat es in diesen genres keines, was bei spielen in der ego-perspektive durchaus möglich ist. da wird die VR brille dann zum reinen monitorersatz degradiert und da muss man sich dann die frage stellen wozu man sich das kaufen soll, wenn man mehrheitlich so etwas spielt.
2D jump'n'runs kann man damit eigentlich komplett vergessen, da sinnlos. da kann man dann eine virtuelle glotze ins sichtfeld setzen auf der man dann spielt. das halte ich dann wieder für ziemlich unnötig.
vielleicht sehe ich das einfach so, weil ich eben viele spiele mag, bei denen der effekt einer VR brille recht unbedeutend ist.
rennsimulationen spiel ich keine, ego-shooter extrem selten, weltraumsimulationen ebenfalls selten, aber für sowas würd ichs definitiv selbst wollen.
ich werd mir auch sicher irgendwann sowas kaufen, aber ich werde sicher nicht alles damit spielen was mir gefällt.
edit@balmung: selbst ein holodeck wie in star trek kann gewisse dinge nicht sinnvoll erweitern.
aber das war ja immer schon so. es gibt neue technologien die mit alten konzepten nicht vereinbar sind. entweder sterben dann die alten, oder sie existieren in der gleichen form weiter. das kommt nur darauf an wie stark die leute daran festhalten bzw wieviele es mögen und weiterhin kaufen.
man kann ja immerhin auch sämtlich brettspiele auf einem computer spielen, aber das wird trotzdem von der mehrheit viel lieber am tisch mit echten würfeln in der hand gemacht. und mit VR und spielen auf einem bildschirm wird es sich genauso verhalten.
speziell im unterhaltungsbereich gibt es konzepte die mit alten technologien besser funktionieren (oder zumindest akzeptiert werden) als mit neuen.