JCD hat geschrieben:bullshit. schmockelberg will doch nur das die kinder am pc oder handy sitzen und werbung klicken.
Da würde ich dir ja noch recht geben.
pc spielen ist nunmal ein zeitfresser ohne ende, auch wenn es mir spaß macht, bin ich froh das ich als kleiner junge nicht einen pc hatte oder dauernd spielen durfte.
Das ist alberne Polemik.
Denn Herr Zuckerberg hat nicht so ganz unrecht, nicht wenige Spieler von damals sind heute diejenigen, die dem Rest der Welt das Arbeiten und andere Dinge des täglichen Lebens ermöglichen.
ABER
Ich bin auch der Meinung, dass das "heute" zu kurz greift, die Kinder einfach spielen zu lassen. Es steckt nämlich bei "modernen" Systemen überhaupt kein Lerneffekt mehr dahinter.
Du kloppst entweder ne Scheibe in die Konsole oder eine Karte in den DS und los geht's.
Auf den vermeintlich offenen Systemen lädst du eine App aus dem Store oder verkaufst deine Seele an Steam, bzw. einen Publisher und legst los.
Der Grad des "Erlernens" durch das Konsumieren von Videospielen sehe ich gerade sehr schön bei Reddit.
Da kommen in letzter Zeit (wahrscheinlich ausgelöst durch das Valve Mod Ding, bzw. Greenlight, Kickstarter, etc) gehäuft Fragen rein, die man eigentlich nur mit einer Diablo 2 Anfrage beschreiben kann: "Plz drag me to Hell".
Sprich, die verlangen (fragen kann man das mitunter nicht mehr nennen), dass man ihnen mitteilt, wie sie morgen, spätestens aber nächste Woche schon supergeile Game Assets bauen können.
Diese Generation, die sich nicht selber zum START des Spiels quälen musste, ist nicht einmal in der Lage, die richtigen Fragen zu stellen.
Richtig lustig wird es dann, wenn sich mal einer der "alten" zu einer Antwort herabläßt. Die dann meist lautet, dass man bei YouTube fragen und erst mal machen soll. Basics lernen und so.
Die Antworten darauf sind dann so frech, da zweifelt man. Da fehlt vollkommen das Verständnis, dass man halt mal selber was tun muss.
Aber ich bin auch Kind meiner Zeit. Meine Eltern haben eh nicht im Ansatz verstanden, was ich da getan habe, das Internet gab es noch nicht, etc. pp.
Rückblickend würde ich dann auch sagen, dass ich mein Wissen und meinen "Lernwillen" nicht von Konsolenspielen habe! Ich habe zwar wegen diesen Englisch lernen müssen (Weshalb ich die "LOCALIZE PLZ" Rufe hier auch immer etwas zweigespalten sehe. Klar ist das bequem und nicht immer schlecht, wenn man mal was in seiner eigenen Sprache genießen kann. Aber ein Mangel an Angebot kann auch ein Ansporn sein...), aber halt nichts darüber gelernt, wie Software an sich funktioniert.
Das kam erst, als ich einen PC kaufte. (Ich oute mich damit als nicht Amiga/Atari/C64_128 Besitzer Habe aber dank Kumpels zu allen Systemen Zugang). Zu der Zeit war an Windows noch nicht zu denken, da musste man erst mal mit. einem. Buch! herausfinden, was man an der Stelle mit dem blinkenden Strich jetzt machen musste.
Damit will ich nicht sagen, dass ich diese Zeit zurücksehne! Ich mag die Einfachheit moderner OS. (Bin aber auch schon alt genug, nicht jede UI Idee mitmachen zu wollen, Microsoft!!!)
Ich möchte aber auch die Basics nicht missen, die mir da beigebracht wurden.
Ich sehe aber auch ein, dass das extrem schwer zu vermitteln ist. In einer Zeit, in der die Smartphonemarke das ist, was damals die Klamottenmarken waren, kannst du dein Kind kaum vor Linux ohne Desktop setzen und sagen "Hier, viel Spaß! Ist Dein Computer!".
Die Frage ist also, wie führt man die junge Generation vernünftig an Technik ran, damit sie was lernt?
Ich glaube nicht, dass "Lasst sie Facebook Spiele klicken" die richtige Antwort ist.