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Re: UK: Eltern müssen mit Anzeigen von Lehrern rechnen, wenn

Verfasst: 01.04.2015 07:25
von Das_lachende_Auge
Creepwalker hat geschrieben:Sonst wird immer gesagt das Lehrer zu wenig soziale Kompetenz haben und die Probleme ihrer Schüler nicht erkennen.
Wenn sie es dann doch tun und auch noch handeln ist es auch wieder verkehrt.
Wen störts? Natürlich wie sooft die Eltern, die ja nie Fehler machen...und ein paar pickelige Videospielnerds.
+1 Ich gehöre noch zu der Sparte, die tatsächlich nach einem Elternabend Ärger bekommen haben, wenn die Eltern erfahren haben, dass ich mich in der Schule daneben benommen habe.

Re: UK: Eltern müssen mit Anzeigen von Lehrern rechnen, wenn

Verfasst: 01.04.2015 07:31
von Das_lachende_Auge
Temeter  hat geschrieben:Das ganze ist schon ein bischen krank. Oh noes, er spielt die falschen Spiele, besser gleich die Behörden mobilisieren...
Wenn ein Lehrer das als angemessener als z.B. ein Elterngespräch hält, dann ist das schon ziemlich daneben. Abgesehen davon wissen gute Eltern immer noch am besten, womit ein Kind klarkommt. Es gibt schon genug USK12 oder sogar USK6 Filme, die Kinder verstören oder Alpbträume verursachen, weil sie Gewalt oder Ungerechtigkeit durchaus realistisch rüberbringen können.

Dagegen ist die 'Gewalt' im Mehrspieler eines Call of Duty Modern Warfare reinste Commedy.
Ganz dünnes Eis! Man könnte behaupten, dass Eltern, deren Kinder schon durch solche Filme Albträume bekommen eben NICHT wussten, womit ihr Kind klarkommt ;). Hier wird wieder viel zu viel pauschalisiert. Wenn alle Eltern so wie von dir beschrieben wären, dann gäbe es kein Jugendamt und diese ganze Diskussion würde nicht stattfinden. Leider ist das nicht so und es gibt tatsächlich auch ein paar Lehrer die sich um das Wohl ihrer Schüler kümmern.

Re: UK: Eltern müssen mit Anzeigen von Lehrern rechnen, wenn

Verfasst: 01.04.2015 08:36
von muecke-the-lietz
Hier muss man natürlich auch immer schauen, um welches Viertel und welche Gesellschaftsschicht es sich handelt und vor allem um was für Eltern.

Ich weiß, es wird einigen hier nicht schmecken, aber von der Hand zu weisen ist es leider nicht. Gerade (aber nicht nur) in der Unterschicht gibt es viele Eltern, die eklatante Fehler in der Erziehung ihrer Kinder machen. Und die Unterschiede in den kognitiven und motorischen Fähigkeiten zwischen Kindern aus der Unterschicht und Kindern aus der Mittelschicht und Oberschicht bzw. Kindern mit miserabler Erziehung und Kindern mit guter Erziehung sind stellenweise dermaßen offensichtlich, dass man sich als Lehrer durchaus seine Gedanken machen muss.

Und gerade der übermäßige Konsum von nicht altersgerechten Medien kann in gewissen Stadien der Entwicklung durchaus schädlich sein. Dabei geht es nicht mal nur um die oberflächliche Gewalt, sondern schlicht und ergreifend um den fehlenden Erfahrenshorizont der Kinder, das Gesehene in den richtigen Kontext zu setzten und dadurch richtig verarbeiten zu können.

Wir reden hier ja nicht von Schülern der Mittelstufe, die mit 12/13 ein Wolfenstein 3D spielen, sondern von 6-9 Jährigen die GTA V und CoD spielen.

Im richtigen Elternhaus kann der Konsum derartiger Titel ja auch durchaus abgefangen werden, aber wenn du da jetzt sone Flachpfeife von Vater hast, der den ganzen Tag nur an der Pläsi hängt und du Rund um die Uhr unreflektiert mit solchen Inhalten konfrontiert wirst, und ne Mutter hast, für die Kindererziehung nur aus Meckern, Backpfeifen und Fernschauen besteht, bzw. Papi beim Spielen zuschauen, dann kann das durchaus dramatische Folgen für das Kind haben.

Und leider gibt es viele solcher Eltern. Und wenn du dann an einer Schule unterrichtest, in der du viele Kinder aus solchen Elternhäusern unterrichtest, dann kommt schon die Frage auf, ob es nicht Mittel und Wege gibt, die Eltern zu erziehen, die Kinder richtig zu erziehen.

Ich denke viele von uns haben recht früh schon die "bösen" Sachen gezockt. Aber einerseits ist ein Doom und Wolfenstein 3D nicht mit heutigen 18+ Titeln zu vergleichen, desweiteren sicherlich nicht in der Grundschule, sondern erst ab der Mittelstufe mit 11/12 und andererseits in Elternhäusern, die das ganze abfangen konnten.

Ich will jetzt hier auch gar keine Unterschicht vs. Mittelschicht und Oberschicht Diskussion losbrechen. Überall gibt es fantastische und miserable Eltern. Ich will aber auf diese schlechte Eltern Problematik hinaus.

Miserable Eltern müssen ja nicht mal schlechte Menschen sein. Aber wenn schon dein Elternhaus Mist ist, dann muss das einfach durch andere Gesellschaftsorgane abgefangen werden, weil sonst schon im Grundschulalter schon der Grundstein für dein gesellschaftliches Versagen im Erwachsenen Alter gelegt werden kann. Und so hat man vielleicht die Möglichkeit mal an die Eltern ranzukommen und diese vielleicht etwas zu erziehen.

Re: UK: Eltern müssen mit Anzeigen von Lehrern rechnen, wenn

Verfasst: 01.04.2015 08:50
von Alter Sack
Das_lachende_Auge hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:Das ist für mich, wie sagt man so schön im Englischen, ein absolutes NoGo.
Lasse ich meine Tochter, nach meiner Meinung, Spiele oder Filme oder was auch immer benutzen die nicht altersgerecht sind für Sie? Nein! Aber was das ist bestimmen noch immer die Eltern und nicht der Staat oder ein Staatsbediensteter. Ich lasse mir doch nicht vorschreiben wie ich meine Tochter zu erziehen hab. Die Lehrer können gerne auf mich zukommen sollte es nach ihrer Meinung ein Fehlverhalten geben und dann kann man analysieren was zu tun ist. Was ist dann der nächste Schritt? Religion vielleicht ... oder politische Weltanschauungen?
Aber zum Glück ist ja bei uns im GG verankert das die Erziehung der Kinder sowohl das natürliche Recht wie auch die Pflicht der "Eltern" ist. Und da steht ausschließlich das Wort Eltern. Der Staat (oder wie es im Gesetz steht die Gemeinschaft) hat zwar eine bestimmte Wachsamkeit an den Tag zu legen das dies auch geschieht aber mehr auch nicht. Die sollen sich da bloß raushalten auch wenn das mit den Spielen, Filmen ... auf uns nicht zutrifft. Die mischen sich eh schon genug ein ...
Aber kann der Staat nicht von dir verlangen, dass du deine Kinder zur Schule schickst? Nicht falsch verstehen, das mit dem anzeigen finde ich auch zu krass aber wenn man wirklich merkt, dass das Kind z.B. aggressives Verhalten aufweist dann hat die Schule auch das Recht einzugreifen. Aber wie du schon sagtest, als verantwortungsbewusster Vater würdest du deinem kleinen Kind sowas eh nicht spielen lassen. :wink:
Wenn Kinder verwahrlosen muss die Gemeinschaft natürlich eingreifen. Das steht sogar auch im GG. Da bin ich auch vollkommen bei dir.
Aber hier gehts um eine Pauschalverurteilung und Überwachung der Erziehung. Was ist denn wenn meine Tochter GTA zocken würde und es ihr nichts ausmacht? Darf sie das dann trotzdem nicht oder müsste ich dann als Elternteil befürchten das ich ne Anzeige bekomme. Bei uns gabs auch schon Spiele die meine Tochter gespielt hat obwohl das USK-Siegel höher war weil der Vater es als OK eingestuft hat. Ni No Kuni z.B hat sie schon mit 10 gespielt. Und jetzt darf ein Lehrer hergehen weil meine Tochter vielleicht mal Mist gebaut hat und mich anzeigen da es ja sehr wahrscheinlich an den Videospielen liegt?

Re: UK: Eltern müssen mit Anzeigen von Lehrern rechnen, wenn

Verfasst: 01.04.2015 09:13
von muecke-the-lietz
Alter Sack hat geschrieben:
Das_lachende_Auge hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:Das ist für mich, wie sagt man so schön im Englischen, ein absolutes NoGo.
Lasse ich meine Tochter, nach meiner Meinung, Spiele oder Filme oder was auch immer benutzen die nicht altersgerecht sind für Sie? Nein! Aber was das ist bestimmen noch immer die Eltern und nicht der Staat oder ein Staatsbediensteter. Ich lasse mir doch nicht vorschreiben wie ich meine Tochter zu erziehen hab. Die Lehrer können gerne auf mich zukommen sollte es nach ihrer Meinung ein Fehlverhalten geben und dann kann man analysieren was zu tun ist. Was ist dann der nächste Schritt? Religion vielleicht ... oder politische Weltanschauungen?
Aber zum Glück ist ja bei uns im GG verankert das die Erziehung der Kinder sowohl das natürliche Recht wie auch die Pflicht der "Eltern" ist. Und da steht ausschließlich das Wort Eltern. Der Staat (oder wie es im Gesetz steht die Gemeinschaft) hat zwar eine bestimmte Wachsamkeit an den Tag zu legen das dies auch geschieht aber mehr auch nicht. Die sollen sich da bloß raushalten auch wenn das mit den Spielen, Filmen ... auf uns nicht zutrifft. Die mischen sich eh schon genug ein ...
Aber kann der Staat nicht von dir verlangen, dass du deine Kinder zur Schule schickst? Nicht falsch verstehen, das mit dem anzeigen finde ich auch zu krass aber wenn man wirklich merkt, dass das Kind z.B. aggressives Verhalten aufweist dann hat die Schule auch das Recht einzugreifen. Aber wie du schon sagtest, als verantwortungsbewusster Vater würdest du deinem kleinen Kind sowas eh nicht spielen lassen. :wink:
Wenn Kinder verwahrlosen muss die Gemeinschaft natürlich eingreifen. Das steht sogar auch im GG. Da bin ich auch vollkommen bei dir.
Aber hier gehts um eine Pauschalverurteilung und Überwachung der Erziehung. Was ist denn wenn meine Tochter GTA zocken würde und es ihr nichts ausmacht? Darf sie das dann trotzdem nicht oder müsste ich dann als Elternteil befürchten das ich ne Anzeige bekomme. Bei uns gabs auch schon Spiele die meine Tochter gespielt hat obwohl das USK-Siegel höher war weil der Vater es als OK eingestuft hat. Ni No Kuni z.B hat sie schon mit 10 gespielt. Und jetzt darf ein Lehrer hergehen weil meine Tochter vielleicht mal Mist gebaut hat und mich anzeigen da es ja sehr wahrscheinlich an den Videospielen liegt?
Du, es geht hier aber nicht darum, dass deine 10 jährige Tochter, ein Zeichentrickfilm Spiel zockt, dass erst ab 12 freigegeben ist, sondern um 6-10 jährige die GTAV zocken, dass bei uns nicht ganz zu Unrecht ab 18 freigegeben ist.

Desweiteren scheinst du jemand zu sein, der weiß, was seine Tochter tut, und einschätzen kann, was sie verarbeiten kann und was nicht. Das ist aber leider nicht bei allen Eltern der Fall.

Ich weiß jetzt auch nicht im Detail, ob das vielleicht so ne Paranoia Killerspieldiskussion ist, die von einigen uninformierten Kackbratzen losgetreten wurde, weil man nicht versteht, dass die Medienlandschaft sich ändert, oder ob das tatsächlich eine fundierte Forderung von fürsorglichen Pädagogen ist, die schlicht bersorgniserregende Entwicklungen an ihren Schulen festgestellt haben. Aber Eltern für die Taten ihrer Kinder haften zu lassen, ist hinsichtlich des Konsums von modernen Medien recht schwierig, schlicht, weil man den Nachwuchs ja nicht 24/7 überwachen kann, und ja auch gar nicht soll.

Aber als Lehrer gar nicht zu reagieren, wenn man eklatante Vernachlässigungen der Erziehungspflicht seitens der gesetzlichen Vormünde feststellen kann, ist halt auch irgendwie nicht der richtige Weg.

Re: UK: Eltern müssen mit Anzeigen von Lehrern rechnen, wenn

Verfasst: 01.04.2015 09:21
von Bambi0815
da bin ich ja überrascht da in deutschland jedes kind 18+ spiele spielen darf. sind ja nur empfehlungen. kaufen / ihnen verkauft werden, darf ihnen es natürlih nicht.


england ist da wohl sehr extrem.

Re: UK: Eltern müssen mit Anzeigen von Lehrern rechnen, wenn

Verfasst: 01.04.2015 09:23
von Philips G7000
Da sag ich mal... es wird heisser gekocht als es gegessen wird. Ich schätze mal das dieses Gesetz in der Praxis kaum Auswirkungen haben wird.

P.S. Kinder sind nicht Eigentum der Eltern. Ein wichtiges Detail wenn man über Erziehung, Eltern, Staat und die Pflichten der einzelnen Parteien diskutiert.

Re: UK: Eltern müssen mit Anzeigen von Lehrern rechnen, wenn

Verfasst: 01.04.2015 09:26
von Bambi0815
Philips G7000 hat geschrieben:Da sag ich mal... es wird heisser gekocht als es gegessen wird. Ich schätze mal das dieses Gesetz in der Praxis kaum Auswirkungen haben wird.
abwarten. die anwälte freuen sich.

wenn ich lehrer wäre würde ich die halbe klasse verklagen aus spass.

nein spass beiseite.

aber stell dir das vor. kind schlägt anderes kind. eltern werden nun verklagt weil er angeblich das in einem videospiel gesehen hat. wo würde man sonst sowas lernen.

Re: UK: Eltern müssen mit Anzeigen

Verfasst: 01.04.2015 09:27
von Renegade02
April, April?

Re: UK: Eltern müssen mit Anzeigen von Lehrern rechnen, wenn

Verfasst: 01.04.2015 09:29
von Worrelix
Kya hat geschrieben:Nein, die wollen zwingend eine Personalausweiskopie haben - ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Es verstößt gegen das Gesetz, a) Kopien von Ausweisen herzustellen und b) diese zu speichern.

siehe:
https://www.datenschutzbeauftragter-inf ... -verboten/
https://ggr-law.com/persoenlichkeitsrec ... erden.html


@topic:
Angemessen fände ich einen Standardbrief an die Eltern, in dem über das entsprechende Spiel sachlich(!) aufgeklärt und auf die Altersbeschränkung hingewiesen wird. Ohne jegliche gesetzliche Strafe.

Re: UK: Eltern müssen mit Anzeigen

Verfasst: 01.04.2015 09:30
von Worrelix
Renegade02 hat geschrieben:April, April?
Leider gab's einen Tweet dazu schon gestern.

Re: UK: Eltern müssen mit Anzeigen

Verfasst: 01.04.2015 09:40
von muecke-the-lietz
Worrelix hat geschrieben:
Renegade02 hat geschrieben:April, April?
Leider gab's einen Tweet dazu schon gestern.
also ist es jetzt offiziell?

weil, es ist zwar ein interessantes gedankenspiel, aber es hört sich doch zu doll an. außerdem wird es gerade übermäßig stark auf der titelseite von 4p beworben. für sone harmlose news irgendwie verdächtig...

Re: UK: Eltern müssen mit Anzeigen von Lehrern rechnen, wenn

Verfasst: 01.04.2015 09:49
von Temeter 
Das_lachende_Auge hat geschrieben:
Temeter  hat geschrieben:Das ganze ist schon ein bischen krank. Oh noes, er spielt die falschen Spiele, besser gleich die Behörden mobilisieren...
Wenn ein Lehrer das als angemessener als z.B. ein Elterngespräch hält, dann ist das schon ziemlich daneben. Abgesehen davon wissen gute Eltern immer noch am besten, womit ein Kind klarkommt. Es gibt schon genug USK12 oder sogar USK6 Filme, die Kinder verstören oder Alpbträume verursachen, weil sie Gewalt oder Ungerechtigkeit durchaus realistisch rüberbringen können.

Dagegen ist die 'Gewalt' im Mehrspieler eines Call of Duty Modern Warfare reinste Commedy.
Ganz dünnes Eis! Man könnte behaupten, dass Eltern, deren Kinder schon durch solche Filme Albträume bekommen eben NICHT wussten, womit ihr Kind klarkommt ;). Hier wird wieder viel zu viel pauschalisiert. Wenn alle Eltern so wie von dir beschrieben wären, dann gäbe es kein Jugendamt und diese ganze Diskussion würde nicht stattfinden. Leider ist das nicht so und es gibt tatsächlich auch ein paar Lehrer die sich um das Wohl ihrer Schüler kümmern.
Kinder werden erschreckt, bekommen Albträume, und müssen sich an die Welt gewöhnen, in der sie leben. Das ist eine Realität, die sich nicht so einfach ändern lässt, auch keine, die man ändern sollte. Die menschliche Psyche funktioniert nunmal so.

Der schwachsinnige Teil an der News ist ja, dass die Eltern völlig ignoriert werden, sondern stadessen eine flächendeckende Drohung ausgesprochen und Angst vor dem Staat heraufbeschworen wird. Und das ist meiner Meinung nach einfach völlig daneben.

Re: UK: Eltern müssen mit Anzeigen von Lehrern rechnen, wenn

Verfasst: 01.04.2015 09:50
von Das_lachende_Auge
Alter Sack hat geschrieben:
Das_lachende_Auge hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:Das ist für mich, wie sagt man so schön im Englischen, ein absolutes NoGo.
Lasse ich meine Tochter, nach meiner Meinung, Spiele oder Filme oder was auch immer benutzen die nicht altersgerecht sind für Sie? Nein! Aber was das ist bestimmen noch immer die Eltern und nicht der Staat oder ein Staatsbediensteter. Ich lasse mir doch nicht vorschreiben wie ich meine Tochter zu erziehen hab. Die Lehrer können gerne auf mich zukommen sollte es nach ihrer Meinung ein Fehlverhalten geben und dann kann man analysieren was zu tun ist. Was ist dann der nächste Schritt? Religion vielleicht ... oder politische Weltanschauungen?
Aber zum Glück ist ja bei uns im GG verankert das die Erziehung der Kinder sowohl das natürliche Recht wie auch die Pflicht der "Eltern" ist. Und da steht ausschließlich das Wort Eltern. Der Staat (oder wie es im Gesetz steht die Gemeinschaft) hat zwar eine bestimmte Wachsamkeit an den Tag zu legen das dies auch geschieht aber mehr auch nicht. Die sollen sich da bloß raushalten auch wenn das mit den Spielen, Filmen ... auf uns nicht zutrifft. Die mischen sich eh schon genug ein ...
Aber kann der Staat nicht von dir verlangen, dass du deine Kinder zur Schule schickst? Nicht falsch verstehen, das mit dem anzeigen finde ich auch zu krass aber wenn man wirklich merkt, dass das Kind z.B. aggressives Verhalten aufweist dann hat die Schule auch das Recht einzugreifen. Aber wie du schon sagtest, als verantwortungsbewusster Vater würdest du deinem kleinen Kind sowas eh nicht spielen lassen. :wink:
Wenn Kinder verwahrlosen muss die Gemeinschaft natürlich eingreifen. Das steht sogar auch im GG. Da bin ich auch vollkommen bei dir.
Aber hier gehts um eine Pauschalverurteilung und Überwachung der Erziehung. Was ist denn wenn meine Tochter GTA zocken würde und es ihr nichts ausmacht? Darf sie das dann trotzdem nicht oder müsste ich dann als Elternteil befürchten das ich ne Anzeige bekomme. Bei uns gabs auch schon Spiele die meine Tochter gespielt hat obwohl das USK-Siegel höher war weil der Vater es als OK eingestuft hat. Ni No Kuni z.B hat sie schon mit 10 gespielt. Und jetzt darf ein Lehrer hergehen weil meine Tochter vielleicht mal Mist gebaut hat und mich anzeigen da es ja sehr wahrscheinlich an den Videospielen liegt?
Nee ich sagte ja, anzeigen ist zu viel des Guten und sollte nur in schweren Fällen eine Lösung sein. Ausserdem reden wir hier von Spielen wie GTA und nicht Ni No Kuni. Hier könnten die Lehrer sich nur beschweren, dass sich deine Tochter irgendwann wie eine JRPG Figur aufführt. Stichwort: Chinpokemon^^

Re: UK: Eltern müssen mit Anzeigen von Lehrern rechnen, wenn

Verfasst: 01.04.2015 10:05
von QPDO
April April! Die Beweislast läge beim Kläger, der über eine Hörensagen-Aussage hinaus keinen Beweis für die Beschuldigung hat. Die entsprechenden Klagen würden alle im Sande verlaufen.