Yoan Fanise, der Mann hinter Valiant Hearts, kehrt Ubisoft nach 14 Jahren den Rücken - und das, obwohl er nach Angaben von Gamasutra sein ehemaliges Studio in Montpellier als "verrückt und ein bisschen künsterlisch" gelobt hatte.Als Gründe für seine Entscheidung führt er vor allem die zunehmenden Teamgrößen bei AAA-Produktionen an, bei denen der persönliche, direkte Kontakt zwischen den einzelnen ...
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Valiant Hearts: Director verlässt Ubisoft
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- 4P|BOT2
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- NotSo_Sunny
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Re: Valiant Hearts: Director verlässt Ubisoft
Versteh nicht ganz was daran so bedrückend sein soll. Klar erzielt man mit einem ValiantHearts kein AAA-Einnahmen, aber dafür verbrennt man auch keine AAA-Produktions/Marketing-Budgets.Trotzdem sei es bedrückend, der Realität ins Auge zu blicken: Trotz guter Kritiken und Preise sowie verhältnismäßig guten Verkaufszahlen seien mit diesen kleinen, aber leidenschaftlichen Produktionen keine großen Einnahmen zu erzielen, wenn man sie mit Triple-A vergleicht.
Man kann nur hoffen, dass Ubisoft daran gelegen ist, auf Dauer nicht seine ganzen Kreativen zu verlieren und ihnen deswegen immer öfter erlauben wird, sich auch mal zwischenzeitlich mit einem ValiantHearts oder GrowHome auszutoben. Zumal es Ubisoft auch positive Presse beschert und die kann man aktuell ja gut gebrauchen.
- Sir_pillepalle
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Re: Valiant Hearts: Director verlässt Ubisoft
Natürlich bringt ein Spiel wie Valiant Hearts gute Presse. Von dieser guten Presse hat ein Großteil der Kunden, die Assassins Creed & Co. kaufen allerdings keine Ahnung.
Also wird sich das Management fragen, bringt es mehr Geld, ein Valiant Hearts zu entwickeln, oder doch lieber für die gleichen Ressourcen Werbung für AAA-Produktionen zu machen.
Solche Konzerne werden weder von Spielern geführt, noch ist ihr Anliegen, die Spieler glücklich zu machen. Es geht darum, Gewinne zu erwirtschaften.
Ich könnte mir vorstellen, dass es vor allem bedrückend ist, dass seine Chefs ihm klar gemacht haben, dass zwar hin und wieder ein Valiant Hearts drin ist, auf Dauer aber nunmal Umsatzstärkere Projekte in seinen Aufgabenbereich fallen.
Also wird sich das Management fragen, bringt es mehr Geld, ein Valiant Hearts zu entwickeln, oder doch lieber für die gleichen Ressourcen Werbung für AAA-Produktionen zu machen.
Solche Konzerne werden weder von Spielern geführt, noch ist ihr Anliegen, die Spieler glücklich zu machen. Es geht darum, Gewinne zu erwirtschaften.
Ich könnte mir vorstellen, dass es vor allem bedrückend ist, dass seine Chefs ihm klar gemacht haben, dass zwar hin und wieder ein Valiant Hearts drin ist, auf Dauer aber nunmal Umsatzstärkere Projekte in seinen Aufgabenbereich fallen.
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unknown_18
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Re: Valiant Hearts: Director verlässt Ubisoft
Es geht sicherlich auch darum, ob man mit den Einnahmen aus einem solchen Spiel das nächste Spiel finanzieren könnte. Bei AAA Titeln kann man das ja scheinbar, bei solchen kleinen Titeln ist der Gewinn aber wohl so gering, dass das Geld nicht für eine neue Entwicklung auf gleichem Niveau reicht.D_Radical hat geschrieben:Versteh nicht ganz was daran so bedrückend sein soll. Klar erzielt man mit einem ValiantHearts kein AAA-Einnahmen, aber dafür verbrennt man auch keine AAA-Produktions/Marketing-Budgets.Trotzdem sei es bedrückend, der Realität ins Auge zu blicken: Trotz guter Kritiken und Preise sowie verhältnismäßig guten Verkaufszahlen seien mit diesen kleinen, aber leidenschaftlichen Produktionen keine großen Einnahmen zu erzielen, wenn man sie mit Triple-A vergleicht.
Man kann nur hoffen, dass Ubisoft daran gelegen ist, auf Dauer nicht seine ganzen Kreativen zu verlieren und ihnen deswegen immer öfter erlauben wird, sich auch mal zwischenzeitlich mit einem ValiantHearts oder GrowHome auszutoben. Zumal es Ubisoft auch positive Presse beschert und die kann man aktuell ja gut gebrauchen.
Oder wärst du zufrieden, wenn du 1 Million in die Entwicklung und Vermarktung eines Spiels steckst und am Ende verdienst du damit gerade mal 10.000?
Edit: hab die letzte Zahl zur Verdeutlichung noch mal reduziert. Gewinn ist Gewinn und wirkt daher erst mal positiv, ist es aber für eine Firma eben nicht immer.
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Isterio
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Re: Valiant Hearts: Director verlässt Ubisoft
Man kann wohl behaupten, dass Pillars of Eternity ein eher kleines Projekt ist. Bald sehen wir, wie sich dieses verkauft und ob die Einnahmen reichen, um weitere Projekte zu finanzieren. Ist dies der Fall, kommt es wohl auch auf Genre und Qualität an, als nur auf die Grösse.
Die Diskussion über AAA Titel irritiert mich sowieso. Wieso braucht es x-hundert Leute in der Entwicklung, wenn man ohnehin Ableger für Ableger Schema Y folgt, sich nur Klischees bedient (Story/Dialoge), die Grafik sich meiner Meinung nach kaum verbessert, Pfade stark eingeschränkt oder offene Welten leer sind und die Atmospähre an eine Kirmis erinnert? Ach und am Ende ist dann alles noch voller Bugs...
Die Diskussion über AAA Titel irritiert mich sowieso. Wieso braucht es x-hundert Leute in der Entwicklung, wenn man ohnehin Ableger für Ableger Schema Y folgt, sich nur Klischees bedient (Story/Dialoge), die Grafik sich meiner Meinung nach kaum verbessert, Pfade stark eingeschränkt oder offene Welten leer sind und die Atmospähre an eine Kirmis erinnert? Ach und am Ende ist dann alles noch voller Bugs...
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oliver74
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Re: Valiant Hearts: Director verlässt Ubisoft
Weil selbst die klischeehafte Story vom Text her erst geschrieben, vertont, mit Sounds versehen, und unzählige 3D-Modelle modelliert und texturiert werden wollen... und damit das möglichst schnell geschieht, am besten mit mehreren Teams in verschiedenen Zeitzonen die die Arbeit nahtlos übernehmen wenn das jeweils andere Team schlafen geht damit das Ding auch pünktlich fertig ist... so macht es wohl Ubisoft.Isterio hat geschrieben: Die Diskussion über AAA Titel irritiert mich sowieso. Wieso braucht es x-hundert Leute in der Entwicklung, wenn man ohnehin Ableger für Ableger Schema Y folgt, sich nur Klischees bedient (Story/Dialoge), die Grafik sich meiner Meinung nach kaum verbessert, Pfade stark eingeschränkt oder offene Welten leer sind und die Atmospähre an eine Kirmis erinnert? Ach und am Ende ist dann alles noch voller Bugs...
Hätten Sie eine Möglichkeit, das alles per Knopfdruck mit nur wenigen Leuten zu machen, sie würden es tun... aber die Tools haben mit der Entwicklung der AAA-Spiele wohl schon seit Jahren nicht mehr Schritt halten können...
- crewmate
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Re: Valiant Hearts: Director verlässt Ubisoft
In den jährlichen Anlegern nach zu kommen. Und alles Bitte Quartal s gerecht, damit die Zahlen für Investoren und Aktionäre da sind.
Das ist, ganz kurz zusammen gefasst, der Hintergrund.
Das ist, ganz kurz zusammen gefasst, der Hintergrund.
- Wulgaru
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Re: Valiant Hearts: Director verlässt Ubisoft
Ich glaube das ist jetzt gar nicht mal so sehr auf die logische Goldwaage zu legen, für mich ist schon relativ klar war worauf er abzielt...Valiant ist ein wunderschönes Spiel, aber eben ganz klar "ein kleiner Titel".
Beyond Good and Evil war damals ein großes Ding, einer der wichtigsten Titel die in der gesamten Branche entwickelt wurden....natürlich ist es gefloppt wie nur was, aber damals hat man sich bei Ubi einiges davon erhofft, denn Ancel und seine Mitarbeiter waren damals die Goldesel. Das hat sich danach natürlich verschoben und Montpellier ist immer unwichtiger geworden für den Gesamtkonzern Ubi Soft. Ich frage mich auch immer noch dieses "wir entwickeln immer noch an Beyond 2" einfach nur Marketing ist um ein bischen Street-Cred bei den Gamern zu erhalten, denn schließlich hat Ancel ja längst ein sehr großes Spiel in seinem eigenem neuen Studio in der Entwicklung.....und von genau sowas träumt dieser gute Herr glaube ich auch.
Beyond Good and Evil war damals ein großes Ding, einer der wichtigsten Titel die in der gesamten Branche entwickelt wurden....natürlich ist es gefloppt wie nur was, aber damals hat man sich bei Ubi einiges davon erhofft, denn Ancel und seine Mitarbeiter waren damals die Goldesel. Das hat sich danach natürlich verschoben und Montpellier ist immer unwichtiger geworden für den Gesamtkonzern Ubi Soft. Ich frage mich auch immer noch dieses "wir entwickeln immer noch an Beyond 2" einfach nur Marketing ist um ein bischen Street-Cred bei den Gamern zu erhalten, denn schließlich hat Ancel ja längst ein sehr großes Spiel in seinem eigenem neuen Studio in der Entwicklung.....und von genau sowas träumt dieser gute Herr glaube ich auch.
- NotSo_Sunny
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Re: Valiant Hearts: Director verlässt Ubisoft
Wahrscheinlich hast du Recht und er wollte damit nur nochmal darauf anspielen, dass große Titel in der Art leider nicht mehr gemacht werden. Womit er traurigerweise richtig liegt.
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unknown_18
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Re: Valiant Hearts: Director verlässt Ubisoft
Und mit ein Grund wieso ich AGs hasse. ^^crewmate hat geschrieben:In den jährlichen Anlegern nach zu kommen. Und alles Bitte Quartal s gerecht, damit die Zahlen für Investoren und Aktionäre da sind.
Das ist, ganz kurz zusammen gefasst, der Hintergrund.
- Eirulan
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Re: Valiant Hearts: Director verlässt Ubisoft
Ja man muss aber halt auch sagen,Balmung hat geschrieben:Es geht sicherlich auch darum, ob man mit den Einnahmen aus einem solchen Spiel das nächste Spiel finanzieren könnte. Bei AAA Titeln kann man das ja scheinbar, bei solchen kleinen Titeln ist der Gewinn aber wohl so gering, dass das Geld nicht für eine neue Entwicklung auf gleichem Niveau reicht.D_Radical hat geschrieben:Versteh nicht ganz was daran so bedrückend sein soll. Klar erzielt man mit einem ValiantHearts kein AAA-Einnahmen, aber dafür verbrennt man auch keine AAA-Produktions/Marketing-Budgets.Trotzdem sei es bedrückend, der Realität ins Auge zu blicken: Trotz guter Kritiken und Preise sowie verhältnismäßig guten Verkaufszahlen seien mit diesen kleinen, aber leidenschaftlichen Produktionen keine großen Einnahmen zu erzielen, wenn man sie mit Triple-A vergleicht.
Man kann nur hoffen, dass Ubisoft daran gelegen ist, auf Dauer nicht seine ganzen Kreativen zu verlieren und ihnen deswegen immer öfter erlauben wird, sich auch mal zwischenzeitlich mit einem ValiantHearts oder GrowHome auszutoben. Zumal es Ubisoft auch positive Presse beschert und die kann man aktuell ja gut gebrauchen.
Oder wärst du zufrieden, wenn du 1 Million in die Entwicklung und Vermarktung eines Spiels steckst und am Ende verdienst du damit gerade mal 10.000?
Edit: hab die letzte Zahl zur Verdeutlichung noch mal reduziert. Gewinn ist Gewinn und wirkt daher erst mal positiv, ist es aber für eine Firma eben nicht immer.
1.) das ww1 Szenario "zieht" in der Masse sicher nicht so wahnsinnig.
2.) auch bei AAA Produktionen ziehen wenige Hammerhits viele weniger Erfolgreiche ausm Dreck. Meinte nicht mal der Sony-WWS Chef, von 10 1st Party Spielen wären 4 gewinnbringend und müssen alle anderen mittragen?
... ich für meinen Teil habe Valiant Hearts sehr genossen (und am Ende sogar ein Tränchen verdrückt
