Tettsui hat geschrieben:
Jetzt ist es interessant zu sehen, wie ein Großteil der Poster in diesem Thread Angst um ihren Status Quo zu haben scheint, jetzt da einmal darüber Gesprochen wird, dass mehr Schwarze in die Entwicklung von Spielen involviert werden sollten, um diese Demographie besser darstellen zu können.
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Ihr lebt gegenwärtig in dem Zustand, dass eure gesamte Gesellschaft, im Kern, nur auf den durchscnittlichen weißen Mann ausgelegt ist. Andere Ethnien peripherieren eure Welt nur am Rande. Die tatsächliche Wahrnehmung, was es außer eurer eigenen Welt gibt, kennt ihr, zur überwiegenden Mehrheit nur aus klischeebehafteter Darstellung.
Stellen wir mal hin, dass ihr alle weltoffen seid und es euch danach giert, andere Kulturgruppen wahrhaft kennen zu lernen, da solltet ihr dankbar sein, dass endlich die Leute, die von ihrem Leben berichten können, jetzt dazu rangezogen werden sollten, dies umzusetzen.
Wenn die Situation sich ändern würde, wollt ihr dann argumentieren, dass es euch zum Nachteil wäre, weil ihr euch nicht mehr mit den Charakteren identifizieren könntet? Ja, wie ist das denn dann, heute schon, für jede andere Ethnie, die seltenst bis nie dargestellt wird und der gezeigt wird, dass sich die Welt/ weiße Gesellschaft nicht für ihre authentische Darstellung interessiert?
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Diese Aussage geht viel eher von mir an all diejenigen, die Angst haben ihre Position in der Welt zu verlieren, denn dass ist das was ich im Großteil der Posts hier gespürt habe.
Anstatt an euch selbst zu denken, denkt an die, die in eurer Mitte leben, Teil eurer Gesellschaft sind aber nicht dargestellt werden und Gleichgültigkeit begegnen.
Da man die Leute, die an dieser Diskussion teilgenommen haben ja nicht fragen kann und du mehr oder weniger mit den selben subtilen Vorwürfen ankommst, frage ich dich jetzt mal: In welchem Universum denkst du, das sei eine geeignete Art u. Weise eine vernünftige Diskussion einzuleiten?
Mit dieser Voreingenommenheit und haarsträubenden Unterstellungen? So wie die Personen bei der Diskussion nicht alle Entwickler persönlich kennen, so kennst du hier niemanden. Du hast nicht den blassesten Schimmer wo und mit wem ich aufgewachsen bin, nichtmal ob ich selber Deutscher bin oder gar ein ganz "arischer" Weisser.
Aber davon gehst du jetzt einfach mal aus, weil nur das in deiner kleinen, begrenzten Welt und Fantasie die einzige Möglichkeit ist. Es ist dir unmöglich anzunehmen, dass andere Leute schon viel weiter sind als du dir überhaupt vorstellen kannst. Ich werde doch nicht zu einem Rassisten oder Sexisten werden, nur weil ein paar Leute in der Gesellschaft heutzutage eine pervertierte Vorstellung von Gerechtigkeit haben. Was kann ein kleiner weisser Junge, der heute oder in Zukunft aufwächst, für die Vergangenheit an der er nie beteiligt war noch jemals davon profitiert hat? Sich an einem unschuldigen zu rächen ist keine Gerechtigkeit. Es ist grundsätzlich falsch, irgendjemanden aufgrund seiner Hautfarbe, Herkunft, Geschlechts, Religion oder sexueller Ausrichtung zu bevorzugen oder zu benachteiligen, ganz gleich in welcher Richtung.
Seht euch doch mal die jetztige Situation an, erinnert euch zurück in wievielen Spielen der letzten Jahren ihr eine schwarze Hauptfigur gespielt habt. In wie vielen Spielen ihr nicht-weißen NPCs mit tiefer, glaubhafter Charakterentwicklung, begegnet seid.
Ungefähr gleich viele, da männl. weisse Charaktere genauso gut oder schlecht geschrieben sind. Umso wichtiger, dass man den richtigen
Personen den Job gibt, und nicht der "richtigen" Hautfarbe oder Geschlecht.
BTW: Aus Amy Hennig's GDC Vortrag, der kaum irgendwo gepostet wird, weil er nicht zum Empören einlädt...
Amy Hennig, senior creative director and Electronic Arts, a designer whose credits include the Uncharted series, Legacy of Kain and Michael Jordan Chaos in the Windy City Wings took to the podium. Hennig, who rarely speaks at events in public, told of how she was a film studies student when she had a realization that the video game industry “was a new frontier, unencumbered by the prejudices I’d seen in the film industry from my view at film school.”
She described her subsequent experiences working in the video game industry as being overwhelmingly positive. “In my 25 years I virtually never experienced harassment and discrimination,” she said. “In less than two years I went from a junior designer to a lead, and within two more I was a game director. I may just be oblivious, and if so that tactic has worked for me, but the fact is this industry has been a bastion of opportunity.”
Hennig continued: “The internet is a toxic place, and gamer culture can be noxious, but these things are not the game industry. For me, the game industry is a place of joy and camaraderie. It was a place of opportunity when I joined, and it’s still that frontier that seduced me away. Negative elements are unacceptable; they can make the castle seem like a nightmare. But this is not the game industry; we are scaring young women off. We need to fight misogyny. We need to show it as the welcoming castle I believe it to be. We have a lot of work to do: women are underrepresented. For me the reason to be here to tell other women that this is a good place to be: come on in; the water’s fine.”
Zeigt mal wieder schön, dass genau diejenigen, die ja so sehr für Vielfalt sind, genau diejenigen sind, die mit ihren wilden Vorurteilen, Hass und Angstschürerei Minderheiten davon abhalten es überhaupt erst zu versuchen. Hört doch mal mit dieser dämlichen Panikmache auf