Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw
Verfasst: 13.03.2015 01:33
Aha und wer kauft die Produkte bei einer freien radikalen Marktwirtschaft, wer sorgt für stabile Verhältnisse, wer schützt die nicht ganz so Reichen, oder eigentlich die Reichen, denn das ist ja der Witz, der Staat schützt ja vor allen Dingen die Interessen der Wohlhabenden, und sorgt sogar durch Umlagen dafür, dass vor allen Dingen der übrige Bevölkerungsanteil durch seine Steuern für die Sicherheitskräfte aufkommen, obwohl (und das ist ja die feine Ironie an der Sache) z.B. die Polizei vor allen Dingen die Einrichtungen der Reichen schützt.Lykaner77 hat geschrieben:
Das wir das unterschiedlich sehen ist wohl normal, wenn liberales Denken auf Staatsgläubigkeit trifft. Die Wirtschaft ist es, die einen Staat finanziert und einen Sozialstaat überhaupt erst ermöglicht. Damit profitiert die Gesellschaft weit mehr von der Wirtschaft als umgekehrt. Eine Schuldigkeit der Wirtschaft, wie Du glaubst, gibt es nicht.
Wenn du einerseits Diskriminierungen als "andere Einstellungspolitik" bezeichnest, die gleichen Vorgänge in anderen Bereichen dann aber sehr wohl als Diskriminierung ansiehst, ist das nichts anderes als Doppelmoral. Das mag gesetzlich alles korrekt sein, was es aber keineswegs besser macht und Doppelmoral und Willkür bleibt es damit trotzdem.
Ohne den Staat müssten sich die Reichen private Söldner anheuern, aber selbst das würde nicht genügen, dafür musst du dir nur die Afrikanischen Failed States anschauen, da werden alle Nase lang, die alte Elite durch eine neue ersetzt und ich kann dir sagen, näher an freie Marktwirtschaft wirst du nicht mehr kommen in der Wirklichkeit als genau in solch einen Staat.