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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw
Verfasst: 06.03.2015 20:03
von HerrRosa
Zumindest lese ich heraus, dass der Grund für die gegenwärtige Situation ein Mangel an schwarzen Entwicklern sei. Woraufhin auch ein Fazit gezogen wurde und eine vorsichtige Forderung/Rat formuliert wurde.
Das abschließende Plädoyer der Runde richtete sich an die Firmen, mehr schwarzen Entwicklern eine Chance zu geben und mehr Vielfalt in der Entwicklung zuzulassen. "Wenn du ein Personaler bist, komm zu Events wie diesem und wenn jemand etwas sagt was dich beeindruckt, dann gib ihm deine Karte", so eine Teilnehmerin. "Du musst einsehen, dass du dazu tendierst mit Leuten herzumzuhängen die sind wie du, also musst du aktiv gegen diesen Bias ankämpfen."
Bin dezent verwirrt. Ich sollte wohl mal den Originalartikel auf Polygon lesen.
Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw
Verfasst: 06.03.2015 20:15
von Kobba
Die Beteiligung des Publikums an der Diskussion rund um die Frage, was das schwarze Publikum spielen würde, hätte im Anschluss gezeigt, dass der Stereotyp des hauptsächlich NBA- und Beat-em-Ups spielenden Afroamerikaners weitestgehend widerlegt werden könne.
Achso, und was spielt DAS schwarze Publikum jetzt? Ich finde die Frage als solche schon komplett fehl am Platze, es sei denn es war ne Fangfrage...
Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw
Verfasst: 06.03.2015 20:17
von johndoe981765
Endlich mal wieder eine gewichtige 'News' von polygon.
Das EA Maxis plattgemacht hat scheint hier keinen zu interessieren.
Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw
Verfasst: 06.03.2015 20:25
von HerrRosa
@Kobba
Man bezieht sich wohl auf folgende Äußerung aus dem Publikum:
"It's not just about the genre," said one audience participant. "It's about what you get out of it." He went on to say that many African Americans bought RPGs like Mass Effect and Dragon Age when he worked at GameStop years ago; we just don't hear about it as much because those don't inspire big public events such as fighting game tournaments.
Zu bedenken gebe ich, wie man etwas widerlegen will, das nie belegt wurde.
Schließlich bezieht sich obiges Zitat nur auf eine wage Behauptung:
One audience member brought up the fact that the fighting game community is very diverse. Another audience member identifying himself as a developer working on a fighting game revealed that, according to his statistics, some 60 percent of people who play fighting games in the U.S. are African American.
Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw
Verfasst: 06.03.2015 20:32
von KING_BAZONG
MrPink hat geschrieben:Zumindest lese ich heraus, dass der Grund für die gegenwärtige Situation ein Mangel an schwarzen Entwicklern sei. Woraufhin auch ein Fazit gezogen wurde und eine vorsichtige Forderung/Rat formuliert wurde.
Was ich schon wieder bedenklich finde. Es ist eher wichtig, dass Entwickler schwarz sind statt dass deren Können und Knowhow im Vordergrund stehen.
Mir kann's scheißegal sein, denn was juckt mich die ethnische Zugehörigkeit oder die Pigmentierung eines Entwicklers ?
Ich will nur gute Games. Ganz bescheiden.
Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw
Verfasst: 06.03.2015 20:34
von Kajetan
BattleIsle hat geschrieben:Endlich mal wieder eine gewichtige 'News' von polygon.
Das EA Maxis plattgemacht hat scheint hier keinen zu interessieren.
http://www.4players.de/4players.php/spi ... teilt.html
Du darfst gerne seit gestern mitdiskutieren ...
Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw
Verfasst: 06.03.2015 20:37
von johndoe981765
Kajetan hat geschrieben:BattleIsle hat geschrieben:Endlich mal wieder eine gewichtige 'News' von polygon.
Das EA Maxis plattgemacht hat scheint hier keinen zu interessieren.
http://www.4players.de/4players.php/spi ... teilt.html
Du darfst gerne seit gestern mitdiskutieren ...
Ups. Ich nehm alles zurück

Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw
Verfasst: 06.03.2015 20:38
von Antiidiotika
KING_BAZONG hat geschrieben:MrPink hat geschrieben:Zumindest lese ich heraus, dass der Grund für die gegenwärtige Situation ein Mangel an schwarzen Entwicklern sei. Woraufhin auch ein Fazit gezogen wurde und eine vorsichtige Forderung/Rat formuliert wurde.
Was ich schon wieder bedenklich finde. Es ist eher wichtig, dass Entwickler schwarz sind statt dass deren Können und Knowhow im Vordergrund stehen.
Mir kann's scheißegal sein, denn was juckt mich die ethnische Zugehörigkeit oder die Pigmentierung eines Entwicklers ?
Ich will nur gute Games. Ganz bescheiden.
*signed*
Mehr muss man dazu nicht sagen!
Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw
Verfasst: 06.03.2015 20:39
von Kobba
@Mr. Pink
Okay, das wirft nen anderes Licht auf die Sache, ich bin davon ausgegangen das diese Frage quasi vom Veranstalter vorgegeben und dann darüber diskutiert wurde, so Diskussionsrunden mäßig.^^
Nichts für ungut.
Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw
Verfasst: 06.03.2015 20:41
von Kajetan
KING_BAZONG hat geschrieben:Was ich schon wieder bedenklich finde. Es ist eher wichtig, dass Entwickler schwarz sind statt dass deren Können und Knowhow im Vordergrund stehen.
Das verstehst Du falsch. Es geht nicht darum Leute einzustellen, die eine dunkle Hautfarbe haben, nur damit man Leute mit dunkler Hautfarbe eingestellt hat. Es geht darum sich verstärkt in Bereichen nach qualifizierten Personal umzuschauen, wo man sich früher nicht umgeschaut hat.
"Das abschließende Plädoyer der Runde richtete sich an die Firmen, mehr schwarzen Entwicklern eine Chance zu geben und mehr Vielfalt in der Entwicklung zuzulassen. "Wenn du ein Personaler bist, komm zu Events wie diesem und wenn jemand etwas sagt was dich beeindruckt, dann gib ihm deine Karte", so eine Teilnehmerin. "Du musst einsehen, dass du dazu tendierst mit Leuten herzumzuhängen die sind wie du, also musst du aktiv gegen diesen Bias ankämpfen."
Denn zu oft werden Rekrutierungen nur aus einer bestimmten Schicht von Leuten vorgenommen, weil sich andere Leute nicht bei Firmen bewerben, weil sie der Meinung sind, dass man als Mensch mit diesen oder jenen Merkmalen da eh nicht genommen wird. Frauen bewerben sich nicht bei einem Entwickler, der hauptsächlich Ego-Shooter macht, weil sie der Meinung sind, dass dort eh nur Männer eingestellt werden. Ein Blick in die Credits von Shootern bestätigt dieses Vorurteil. Hier spielen Vorurteile ("Die" machen das und das eh nicht) und bestimmte Denkmuster eine Rolle, so dass der Personaler am Ende des Tages halt nur 95% Bewerbungen von männlichen Weißen bekommt.
Es geht hier nicht um Quote, es werden hier keine Kriegsbeile geschwungen. Hier geht es nur um ... "Erweitere Deinen Horizont und schaue Dich mal in Personenkreisen um, die sich sonst nicht bei Deiner Firma bewerben. Trau Dich mal was!" Und wenn man das getan hat, dann bekommt man auch Impulse in der Entwicklung von Spielen, die man sonst nie in der Form bekommen hat.
Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw
Verfasst: 06.03.2015 20:46
von KING_BAZONG
@ Kajetan
Ja aber alleine die Tatsache, dass man sich auf Schwarze so festlegt/fokussiert (pauschal), ist doch schon wieder bescheuert. Muss ich denn nicht alle möglichen "Spielarten" (rassisch, religiös, sexuell usw.) erwähnen (Juden, Moslems, Asiaten, Pygmäen, Dicke, Dünne, Brillenträger, stark behaarte Menschen, Leute mit Schweißfüßen, Rothaarige usw.) oder aber ich lasse eine Spezifizierung ganz bleiben ?
Warum dann diese Fixierung auf Schwarze ? Oder herrscht bereits Vielfalt, wenn neben Weißen noch Schwarze berücksichtigt werden ? Ist das deren Definition von Vielfalt ?
Ist das nicht schon wieder rassistisch gegenüber dem Rest, neben Schwarz und Weiß ?
Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw
Verfasst: 06.03.2015 20:54
von HerrRosa
@Kajetan
Nicht ganz. Das "Plädoyer" war lediglich eine Einzelaussage aus dem Publikum:
Another audience member noted that change needs to start on an individual level, particularly with hiring managers. "If you're a hiring manager, come to events like this, and if someone says something that impresses you, introduce yourself and exchange cards," she said. "You have to realize that you yourself have a bias to hang out with people like you and hire people like you, so you have to actively fight against that bias."
Derek Manns, einer der Veranstalter äußerte sich schon drastischer und addressierte auch nur Afroamerikaner (Bitte nicht mit Schwarzen verwechseln):
Finishing with a discussion on how the industry can better address these issues, Manns said that more opportunities need to be given to black developers, especially by platform operators like Microsoft and Sony.
Ich halte es schon für vermessen einer internationalen Industrie ins Gewissen zu reden, eine Bevölkerungsgruppe von Vielen eines einzigen Landes stärker zu berücksichtigen.
Sony z.B. sehe ich trotz globalisierung noch immer als Japaner oder Ubisoft als Franzosen.
Die haben ganze andere Sorgen wie Kryat originär darzustellen.
Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw
Verfasst: 06.03.2015 20:56
von Kajetan
KING_BAZONG hat geschrieben:@ Kajetan
Ja aber alleine die Tatsache, dass man sich auf Schwarze so festlegt/fokussiert (pauschal), ist doch schon wieder bescheuert.
Weil es hier nun mal um Schwarze ging.
Muss ich denn nicht alle möglichen "Spielarten" erwähnen (Juden, Moslems, Asiaten, Pygmäen, Dicke, Dünne, Brillenträger, stark behaarte Menschen, Leute mit Schweißfüßen, Rothaarige usw.) oder aber ich lasse eine Spezifizierung ganz bleiben ?
Wieso muss man denn ständig alle andere Minderheiten mitauflisten, wenn man sich über die Situation einer spezifischen Midnerheit unterhält?
Warum dann diese Fixierung auf Schwarze ?
Weil es das Thema dieser Diskussionsrunde war. NATÜRLICH sollte man gerade als Produzent kreativer Werke sehr viel stärker auf Vielfalt in den eigenen Reihen achten, um das Arbeitsklima frisch zu halten. Aber nirgendwo wird gesagt, dass man jetzt nur noch Schwarze oder nur noch Frauen oder nur noch lesbische Juden mit Gehbehinderung einstellen darf. Oder dass man männliche Weiße überhaupt nicht mehr einstellen darf.
@MisterPink: Und was spricht gegen diesen Satz? Ist er Dir zu "drastisch"? Ich sehe hier nur eine zusammenfassende Aussage. Die man natürlich wieder aus dem Kontext reissen kann, um sich besser aufregen zu können.
Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw
Verfasst: 06.03.2015 20:56
von Imperator Palpatine
Kajetan hat geschrieben:KING_BAZONG hat geschrieben:Was ich schon wieder bedenklich finde. Es ist eher wichtig, dass Entwickler schwarz sind statt dass deren Können und Knowhow im Vordergrund stehen.
Das verstehst Du falsch. Es geht nicht darum Leute einzustellen, die eine dunkle Hautfarbe haben, nur damit man Leute mit dunkler Hautfarbe eingestellt hat. Es geht darum sich verstärkt in Bereichen nach qualifizierten Personal umzuschauen, wo man sich früher nicht umgeschaut hat.
"Das abschließende Plädoyer der Runde richtete sich an die Firmen, mehr schwarzen Entwicklern eine Chance zu geben und mehr Vielfalt in der Entwicklung zuzulassen. "Wenn du ein Personaler bist, komm zu Events wie diesem und wenn jemand etwas sagt was dich beeindruckt, dann gib ihm deine Karte", so eine Teilnehmerin. "Du musst einsehen, dass du dazu tendierst mit Leuten herzumzuhängen die sind wie du, also musst du aktiv gegen diesen Bias ankämpfen."
Denn zu oft werden Rekrutierungen nur aus einer bestimmten Schicht von Leuten vorgenommen, weil sich andere Leute nicht bei Firmen bewerben, weil sie der Meinung sind, dass man als Mensch mit diesen oder jenen Merkmalen da eh nicht genommen wird. Frauen bewerben sich nicht bei einem Entwickler, der hauptsächlich Ego-Shooter macht, weil sie der Meinung sind, dass dort eh nur Männer eingestellt werden. Ein Blick in die Credits von Shootern bestätigt dieses Vorurteil. Hier spielen Vorurteile ("Die" machen das und das eh nicht) und bestimmte Denkmuster eine Rolle, so dass der Personaler am Ende des Tages halt nur 95% Bewerbungen von männlichen Weißen bekommt.
Es geht hier nicht um Quote, es werden hier keine Kriegsbeile geschwungen. Hier geht es nur um ... "Erweitere Deinen Horizont und schaue Dich mal in Personenkreisen um, die sich sonst nicht bei Deiner Firma bewerben. Trau Dich mal was!" Und wenn man das getan hat, dann bekommt man auch Impulse in der Entwicklung von Spielen, die man sonst nie in der Form bekommen hat.
Es ist nicht die Schuld des/der Personaler wenn Menschen sich selbst in ihren Vorurteilen gefangen halten.
Wenn Schwarze oder andere Gruppierungen bereits aufgrund der Vorstellung sie könnten nicht genommen werden keine simple Bewerbung abschicken bzw. dazu anscheinend nicht in der Lage sind liegt das Problem sicher nicht auf Seiten der Industrie.
Viele Zweige müssen aktiv um qualifiziertes Personal kämpfen aber es gibt eine Grenze bis wohin ich den Bewerbern entgegen kommen muss. Das ist das berühmte Engagement dass nun einmal den Unterschied ausmacht. Unabhängig von der Hautfarbe oder anderen Merkmalen.
Ganz abgesehen von der Lächerlichkeit dass man zum einen sagt die schwarze Bevölkerung spielt z.B Rollenspiele wie Weiße und Asiaten und gleichzeitig deren " Lebenswirklichkeit " abbilden möchte.
Die Tatsache dass sie die entsprechenden Videospiele kaufen zeigt doch im Gegenteil dass die entsprechenden Kreise zufrieden sind bzw. auf eine andere Darstellung gar keinen Wert legen.
Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw
Verfasst: 06.03.2015 21:03
von Kajetan
Imperator Palpatine hat geschrieben:Es ist nicht die Schuld des/der Personaler wenn Menschen sich selbst in ihren Vorurteilen gefangen halten.
Betreibt hier jemand Schuldzuweisungen?
Wenn Schwarze oder andere Gruppierungen bereits aufgrund der Vorstellung sie könnten nicht genommen werden keine simple Bewerbung abschicken bzw. dazu anscheinend nicht in der Lage sind liegt das Problem sicher nicht auf Seiten der Industrie.
Das Problem ist vielschichtiger um daraus einfache Schuldzuweisungen konstruieren zu können. Es braucht hier mehr Mut von allen Seiten. Den Bewerbern und den Personalern.
Ganz abgesehen von der Lächerlichkeit dass man zum einen sagt die schwarze Bevölkerung spielt z.B Rollenspiele wie Weiße und Asiaten und gleichzeitig deren " Lebenswirklichkeit " abbilden möchte.
Die Tatsache dass sie die entsprechenden Videospiele kaufen zeigt doch im Gegenteil dass die entsprechenden Kreise zufrieden sind bzw. auf eine andere Darstellung gar keinen Wert legen.
Und wieder die gleiche Argumentation wie bei der Darstellung von weiblichen Charakteren. Es wird gekauft, was angeboten wird. Würde mehr Vielfalt angeboten, würde mehr Vielfalt wahrgenommen werden. Denn darum geht es: Vielfalt im Angebot. Und nicht mit dem Status Quo den Status Quo zu rechtfertigen.