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Re: Shuhei Yoshida und sein Hass auf jährlich erscheinende S
Verfasst: 07.02.2015 22:46
von Dr. Fritte
Ich bin auch kein Freund dieser Jahres-Erscheinungen.
Aber nicht wegen Bugs usw., sondern weil ich es langsam als Marktüberschwemmung empfinde.
Ich spiele sicherlich gerne und habe auch kein Elite-Genre, aber bei dem was die Publisher mittlerweile alles auf den Markt schmeißen und dann noch an Sammel-Zeug reinklatschen... Wie soll man das als Nicht-Schüler bzw. Nicht-Arbeitsloser (diese Aussagen sind nicht als Beleidigung gemeint, sondern nur unter dem "Viel mehr Zeit"-Punkt zu betrachten) denn noch unter den Hut kriegen.
Wenn ich alleine dran denke wie viele Stunden ich an Unity gehangen habe um die 300 Truhen zu sammeln...
Man kann mir jetzt sicherlich "Muss man ja nicht tun" an den Kopf schmeißen, aber wenn man die Spiele nur noch für die Story kauft und danach den nächsten Titel abspeist... Was hat man dann noch von den Spielen? Dann hat man eine 6-10h Kampagne, die einem ca. 60€ gekostet hat. Vergleichbar damit, dass man ins Restaurant geht, sich Vorspeise und Nachtisch zum Rahmschnitzel bestellt, aber dann nur das Fleisch isst und Vorspeise, Nachspeise, Beilage und Getränk vom Kellner wegschmeißen lässt.
Ich sehe also aktuell nur 3 Möglichkeiten beim aktuellen Marktumfeld:
a) Spiele kaufen, nur 1/3 des Spiels (Story) spielen und das Spiel dann in der Ecke versauern lassen. Wer kennt "Ok, die Collectibles hole ich irgendwann mal nach" und das Spiel taucht 3 Jahre später beim aufräumen nochmal auf...
b) Nur noch ganz wenige Spiele kaufen und dabei kaum Abwechslung haben, weil die Freizeit eben nicht reicht um 3-4 Spiele gleichzeitig zu spielen
c) Ein anderes Hobby suchen, bei dem man eben nicht so mit Füßen getreten wird....
Re: Shuhei Yoshida und sein Hass auf jährlich erscheinende S
Verfasst: 07.02.2015 23:30
von OriginalSchlagen
Temeter hat geschrieben:Sui7 hat geschrieben:Ach der kleine Shu, immer noch ein echter Gamer und einer der wenigen in der Branche den ich total symphatisch finde und mag.

Sony hat auch seine Leichen im Keller. Abo-Zwang für den MP (selbst mit P2P-Servern), Serienwahn (z.B. Uncharted), etc...
Wahn-sinnig absurd von Serienwahn zu sprechen, wenn man sich das Spieleportfolio von Sony anschaut und mit anderen Entwicklern und Publishern vergleicht.
Re: Shuhei Yoshida und sein Hass auf jährlich erscheinende S
Verfasst: 07.02.2015 23:39
von KING_BAZONG
Natürlich ist das Blödsinn, im Bezug auf Uncharted von "Serienwahn" zu reden. Vier Teile in 8 Jahren (vorrausgesetzt, der 4er kommt noch bis November) ist doch kein Wahn.
Wenn das Wahn ist, was dann mit Gears, Halo, Mariokart, Metroid Prime oder Marioparty ?

Re: Shuhei Yoshida und sein Hass auf jährlich erscheinende S
Verfasst: 07.02.2015 23:48
von Raskir
KING_BAZONG hat geschrieben:Natürlich ist das Blödsinn, im Bezug auf Uncharted von "Serienwahn" zu reden. Vier Teile in 8 Jahren (vorrausgesetzt, der 4er kommt noch bis November) ist doch kein Wahn.
Wenn das Wahn ist, was dann mit Gears, Halo, Mariokart, Metroid Prime oder Marioparty ?

Stimme dir zu außer mit Mario Kart. 8 Teile in über 20 Jahren ist wohl nicht übertrieben. Bzw. 1 pro Konsole

Re: Shuhei Yoshida und sein Hass auf jährlich erscheinende S
Verfasst: 08.02.2015 00:17
von Temeter
OriginalSchlagen hat geschrieben:Wahn-sinnig absurd von Serienwahn zu sprechen, wenn man sich das Spieleportfolio von Sony anschaut und mit anderen Entwicklern und Publishern vergleicht.
KING_BAZONG hat geschrieben:Natürlich ist das Blödsinn, im Bezug auf Uncharted von "Serienwahn" zu reden. Vier Teile in 8 Jahren (vorrausgesetzt, der 4er kommt noch bis November) ist doch kein Wahn.
Wenn das Wahn ist, was dann mit Gears, Halo, Mariokart, Metroid Prime oder Marioparty ?

Jetzt fangt doch nicht wieder an, in eure dümmlichen Verteidigungsreflexe zu verfallen, nur weil jemand die Perfektion eures Lieblings angezweifelt hat. Das ist ja schon wieder peinlich.
Reihen wie Uncharted, Gran Turismo, Resistance, Infamous, Killzone, LittleBigPlanet, etc waren alles große Spiele, die mit extrem iterativ fortgeführt worden sind.
Und nein, 'aber andere sind schlimmer' war noch nie eine gute Verteidigung.
Re: Shuhei Yoshida und sein Hass auf jährlich erscheinende S
Verfasst: 08.02.2015 00:25
von SethSteiner
eLZorro hat geschrieben:Ach, wenn die Marketingstrategen wüssten, dass mir jährlich erscheinende "Marken" pe se die Schuhe aufblasen können...
ist im Kino ja leider auch nicht mehr anders:
Harry Potter 7.2
Der Hobbit (2 Teile davon so nützlich wie die Testikel vom Papst)
Panem 3.2
Twilight 3.2
Da spreche ich die einzige Sprache, die vernommen wird: dann halt NICHT.
Stell dir vor es ist Call of Duty und keiner geht hin.
Auffällig: Alles davon hat eine Buchvorlage. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie bei Harry Potter gut gemeckert wurde, weil wieder einiges gefehlt hatte. Die Filme sind in den letzten 15 Jahren ziemlich lang geworden und die Zweiteilung hat sich n icht nur eingebürgert, weil man Geld verdienen kann, sondern auch weil es sich anbietet. Ob es wirklich immer sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Bei Tribute von Panem fand ich das durchaus, bei Harry Potter ist es was dazwischen, beim Hobbit dazwischen mit Tendenz zu unnötig und bei Twilight kann ich es nicht beurteilen.
Re: Shuhei Yoshida und sein Hass auf jährlich erscheinende S
Verfasst: 08.02.2015 00:33
von Raskir
Temeter hat geschrieben:OriginalSchlagen hat geschrieben:Wahn-sinnig absurd von Serienwahn zu sprechen, wenn man sich das Spieleportfolio von Sony anschaut und mit anderen Entwicklern und Publishern vergleicht.
KING_BAZONG hat geschrieben:Natürlich ist das Blödsinn, im Bezug auf Uncharted von "Serienwahn" zu reden. Vier Teile in 8 Jahren (vorrausgesetzt, der 4er kommt noch bis November) ist doch kein Wahn.
Wenn das Wahn ist, was dann mit Gears, Halo, Mariokart, Metroid Prime oder Marioparty ?

Jetzt fangt doch nicht wieder an, in eure dümmlichen Verteidigungsreflexe zu verfallen, nur weil jemand die Perfektion eures Lieblings angezweifelt hat. Das ist ja schon wieder peinlich.
Reihen wie Uncharted, Gran Turismo, Resistance, Infamous, Killzone, LittleBigPlanet, etc waren alles große Spiele, die mit extrem iterativ fortgeführt worden sind.
Und nein, 'aber andere sind schlimmer' war noch nie eine gute Verteidigung.
In der von dir geschilderten Reihenfolge haben die spiele bisher 4, 6, 3, 3, 4 und 3 Teile spendiert bekommen. Dazu hat Sony aber noch verdammt viele Titel von denen bisher nur ein Teil rausgekommen ist. Sollen sie etwa von jedem Spiel immer nur einen Teil machen und gut ist? Das wäre schade denn von den meisten von dir genannten Spielen war der erste Teil der schwächste der Reihe, bzw konnte sich im Nachfolger steigern. Sony bringt ja zu ihren bereits bekannten Marken auch mindestens genauso viele neue raus. Auch wurden schon erfolgreiche Marken nicht weiter fortgeführt.
So wie sie es machen finde ich es gut. Keine jährlichen Ableger, dafür aber bekannte Marken kombiniert mit neuen.
Ich wiederhole also meine Frage. Wäre es dir lieber wenn sie nur 1Teiler hätten?
Re: Shuhei Yoshida und sein Hass auf jährlich erscheinende S
Verfasst: 08.02.2015 00:50
von Steppenwaelder
KING_BAZONG hat geschrieben:Natürlich ist das Blödsinn, im Bezug auf Uncharted von "Serienwahn" zu reden. Vier Teile in 8 Jahren (vorrausgesetzt, der 4er kommt noch bis November) ist doch kein Wahn.
Wenn das Wahn ist, was dann mit Gears, Halo, Mariokart, Metroid Prime oder Marioparty ?

Metroid Prime 3 Teile in 14 Jahren? Ich warte ewigkeiten auf ein neues metroid und du nennst das wahn
Und Mario Kart gibts auch "nur" alle 3 jahre.
Wobei Wahn bei Uncharted natürlich auch der falsche Begriff ist.
Re: Shuhei Yoshida und sein Hass auf jährlich erscheinende S
Verfasst: 08.02.2015 01:06
von Temeter
Raskir hat geschrieben:In der von dir geschilderten Reihenfolge haben die spiele bisher 4, 6, 3, 3, 4 und 3 Teile spendiert bekommen. Dazu hat Sony aber noch verdammt viele Titel von denen bisher nur ein Teil rausgekommen ist. Sollen sie etwa von jedem Spiel immer nur einen Teil machen und gut ist? Das wäre schade denn von den meisten von dir genannten Spielen war der erste Teil der schwächste der Reihe, bzw konnte sich im Nachfolger steigern. Sony bringt ja zu ihren bereits bekannten Marken auch mindestens genauso viele neue raus. Auch wurden schon erfolgreiche Marken nicht weiter fortgeführt.
So wie sie es machen finde ich es gut. Keine jährlichen Ableger, dafür aber bekannte Marken kombiniert mit neuen.
Ich wiederhole also meine Frage. Wäre es dir lieber wenn sie nur 1Teiler hätten?
Die Frage ist Unsinn, das hast du da alleine reininterpretiert. Und wenn du davon redest, sie verbesserten sich nach dem zweiten Teil, dann mag das stimmen. Nur unterscheidet sich ein U1 abseits der Technik von einem U2 nur marignal, und U3 war reines melken, welches unzählige Ideen des Vorgängers recycelte. Das große Sony-Zugpferd der PS4 soll U4 werden, anscheinend ebenfalls ein extrem iterativer Nachfolger. Siehst du schon das Muster?
Sony ist außerdem in der zweiten Hälfte der PS3 eine ganzes Stück kreativer geworden, als es Microsoft mit ihrer Box war. Allerdings auch nur angesichts des ziemlich armseligen Niveaus, auf dem sich die Publisher in den letzten Jahren angesiedelt haben.
Fast jede einzelne Großproduktion von Sony, in die tatsächlich Marketing-Millionen gepumpt wurden, war ein Seriennachfolger. Ich lege dir mal diese
Liste nahe. Dass sind nicht nur die meistverkauften, sondern auch meistbeworbenen Titel. Herausstechen tut nur The Last of Us, welches auch nur eine Amalgation sämtlicher treibender Klischees der Konsolengeneration war. Und natürlich Heavy Rain, eins der wenigen wirklich unkonventionellen Beispiele.
In einem Punkt liegst du allerdings falsch: Serien wurden nicht unbedingt
trotz einem nicht allzuversprechendem Erstling fortgeführt. Nicht selten werden diese Spielen von vorneherein als Serien geplant, weil sich diese besser bewerben ließen. Aus dem gleichen Grund werden Spiele wie God of War fortgesetzt, obwohl der erste Teile eine in sich geschlossene Story hatte.
Der nächste Schritt dieser Logik wäre, in einer gewissen Ironie, der jährliche Releasezyklus. Genau das ist mein Punkt. Mit diesen Konsolen wurde der Serienwahn erst so richtig populär. Und Sony ist da nicht unschuldig.
Re: Shuhei Yoshida und sein Hass auf jährlich erscheinende S
Verfasst: 08.02.2015 01:24
von Raskir
Naja die Liste mit dem Marketingbudget ist auch ein bisschen wenig aussagekräftig. Natürlich pumpt man mehr Geld ins Marketing für bekannte Serien, da man hofft noch weitere Teile zu veröffentlichen. Würde man sie für geplante Einteiler verwenden würde es sich im Verhältnis nicht so lohnen da ja die Verkäufe von den Nachfolgern die des Vorgängers meist übersteigen. Es ist für mich absolut logisch, Geld in bekannte Serien zu stecken oder in Serien bei denen man Fortsetzungen plant.
Denn Geld in Journey, The Puppetier, Rain, Shadow of Colossus, Demon Souls zu stecken lohnt sich nicht, da Fortsetzungen in den Sternen standen. Dazu muss man auch sagen, dass Sony auch binnen 15 Monaten einige neue IP´s rausgebracht hat/rausbringen wird für die PS4 (von deren Qualität kann man streiten). Knack, Drive Club, Order, Bloodborne.
Was Uncharteds Qualität angeht, finde ich dass Teil 2 zu Teil 1 ein gewaltiger Sprung war und ich dankbar dafür bin. Teil 3 empfand ich als noch besser aber da war es dann nur Feinschliff. War im Grunde ein sehr ähnlicher Teil das stimmt. Wieso du Teil 4 schon verurteils kann ich aber noch nicht nachvollziehen. 4 Jahre später und eine neue Konsolengeneration. Denke ein neuer Teil hat weder Abnutzungserscheinungen noch, dass er sich identisch wie Teil 3 anfühlen wird. Aber das wird die Zukunft zeigen.
Re: Shuhei Yoshida und sein Hass auf jährlich erscheinende S
Verfasst: 08.02.2015 01:49
von Temeter
Raskir hat geschrieben:Naja die Liste mit dem Marketingbudget ist auch ein bisschen wenig aussagekräftig. Natürlich pumpt man mehr Geld ins Marketing für bekannte Serien, da man hofft noch weitere Teile zu veröffentlichen. Würde man sie für geplante Einteiler verwenden würde es sich im Verhältnis nicht so lohnen da ja die Verkäufe von den Nachfolgern die des Vorgängers meist übersteigen. Es ist für mich absolut logisch, Geld in bekannte Serien zu stecken oder in Serien bei denen man Fortsetzungen plant.
Womit du einen Schritt von jährlichen Produktionen entfernt bist. Call of Duty und Assassins Creed machen auch sehr viel Sinn aus geschäftlicher Perspektive. Genug Leute kaufen es.
Ich glaube, in diesem Punkt reden wir auch ein bischen anneinander vorbei. Mit 'Fortsetzungswahn' meine ich tatsächlich das Phänomen, von dem du gerade sprichst. Das kam nicht plötzlich, der Markt hat sich lange Zeit bis zu den jährlichen Fortsetzungen hin entwickelt. Das hat gerade um den anfänglichen Zeitraum von PS3/XBox360 immer extremeren Maße angenommen.
Auch wurde die Entwicklung zwischen Teilen einer Serie immer geringern: Der Unterschied zwischen U2 und U3 ist ungefähr, was man früher in einem konservativen Addon wie noch bei Kanes Rache zu CnC erwartet hätte (das zudem 2/3 billiger war). Selbst CoD ist mit MW2 kreativer gewesen. Man kann natürlich mit steigenden Produktionskosten argumentieren (und mit einem rasant wachsendem Publikum dagegen), aber das ist nur Teil der aktuellen Richtung:
Massive Investitionen in Budget und Marketing von einzelne Reihen mit so wenig Neuerungen wie möglich. Eben, weil sie sich so einfach bewerben lassen. Hat ordentlich dazu beigetragen, dass die Spielvielfalt so arg gelitten hat. Sony hat am Rande desöfteren coole Dinger wie Demon Souls ausgespuckt, aber bei größeren Produktionen sah es eben ähnlich aus.
Atm ist die Auswahl allerdings wieder besser.
Re: Shuhei Yoshida und sein Hass auf jährlich erscheinende S
Verfasst: 08.02.2015 02:09
von Solidus Snake
Grundsätzlich finde ich seine Aussage gut, allerdings weiß ich nicht ob es so einfach ist wie er sich das vorstellt.
1. Man muss sagen: Spiele sind in ihrer Produktion deutlich teurer geworden. Gleichzeitig werden auch die technischen Ansprüche der Spieler immer höher. Sie wollen eine gute Engine, passable Story. Am besten noch Openworld und sehr langer Spielzeit, weil man will ja für seine 60€ die man ausgibt auch was bekommen. Leider lassen sich diese Punkte nicht dadurch vereinen, das man "Ein" großes Spiel raushaut. Ich kann was das angeht die Publisher einfach schon verstehen, zumindestens Ubisoft. AC ist ein großes Franchise mit einer großen Fanbase und diese Fanbase hat vielleicht andere Ansprüche, als die meisten hier in diesem Forum. Denen reicht im Prinzip eine neue Location im alten AC Gerüst. Das ist natürlich wenig innovativ. Und natürlich würde auch ich lieber eine Steigerung dieser Serie sehen, die dem von AC1 zu AC2 entspricht. Aber dennoch glaube ich, dass durch die AC Reihe andere Spiele von Ubisoft wie z.B. Valient Hearts, Rayman oder Child quersubventioniert sind. Das mag auch nicht so sein, aber man sieht Ubisoft setzt "nicht nur" auf nur ein Franchise.
2. Bei COD sieht das ganze aber anders aus. Activision nimmt das Geld von den Einnahmen durch COD, WOW & Hearthstone nicht dazu um andere kleinte Titel quer zu subventionieren. Dort trifft genau das zu, was Yoshida auch meint. Die letzten CODs waren langweilig und selbst die COD-Fanbase wird immer kritischer. Hier gilt die Melkuh wie sie im Buche steht.
3. Leider ist die Aussicht nicht besonders gut. Ich sehe da gerade Capcom als Beispiel dafür. Ich habe den verdacht, das Capcom nun versucht pro Jahr mindestens ein Resident Evil rauszubringen.
Re: Shuhei Yoshida und sein Hass auf jährlich erscheinende S
Verfasst: 08.02.2015 02:15
von Raskir
Nein wir reden nicht aneinander vorbei. Ich verstehe dich voll und ganz und auch die Problematik die du ansprichst. Ich stimme sogar mit dir großteils überein. Ich wollte nur schildern warum ich es als sinnvoll erachte, dass es auch Fortsetzungen von erfolgreichen Spielen gibt. Und das die Politik wie sie Sony betreibt, zumindest in dem Fall vorbildlich ist. Zumindest aus meinen Augen. Damit mein ich, dass sie ein breit gefächertes Portfolio haben, welches sowohl qualitativ hochwertige Spiele hat die keine Fortsetzungen bekommen als auch welche die Mehrteiler sind. Noch dazu fallen sie nicht auf durch jährliche Releases oder Melken von Serien, da sie bis jetzt zumindest fast alle Spiele die qualitativ schlechter wurden oder Abnutzungserscheinungen hatten, eingestellt haben (außer vielleicht Gran Turismo)
Bezüglich Uncharted 3 kann ich dich insbesondere verstehen. Es ist für mich gut nachvollziehbar warum es so vorkommt als sei er ein Aufguss vom 2. Teil. Ich empfinde das aber nicht so. Tat ich auch nie. Liegt aber auch daran, dass ich viel Hintergrundinformationen zu dem Spiel habe und ich weiß wie viel sie vor allem auf technischer Ebene noch rausgeholt und realisiert haben, was im 2. Teil noch nicht möglich war. (Meine Quelle ist ein Uncharted 3 Buch welches eine Zeit lang bei Saturn, Mediamarkt und Müller verkauft wurde, inklusive Soundtrack. Es hat sich so wenig verkauft, dass ich mir eines für 3 Euro mitnehmen durfte). Die Mechaniken wurden zwar nur um Nuancen erweitert (mehr Animationen, Granaten zurückwerfen und ein paar weniger auffällige sachen) aber alles wurde besser aufeinander abgestimmt.
Teil 3 war für mich insofern eine Best of Uncharted Arbeit. Wären die Rätsel schwerer gewesen, wäre es vermutlich sehr nah an dem perfekten Spiel gewesen, gemessen an dem was es sein wollte. Teil 2 war aber so gut, bzw schon sehr nah an der Qualität vom 3-er dran, sodass es wie ein warmer Aufguss wirken kann. Ich finde damit wird man aber dem Entwicklerteam nicht gerecht, wenn man weiß wie viel Arbeit, Mühe und vor allem Liebe zum Detail da reingesteckt wurde

Re: Shuhei Yoshida und sein Hass auf jährlich erscheinende S
Verfasst: 08.02.2015 02:37
von Temeter
Da verstehen wir uns wohl (und unsere unterschiedlichen Meinungen). Soweit möchte ich aber mal hinzufügen, dass ich Fortsetzungen durchaus mag, gerade wenn sie wie bei Mass Effect (trotz dessen Fehler) zusammenhängt. Z.B würde ich die 3 PS2-Ratchet and Clank's schon vermissen, die Evolution der Waffensystem von Teil zu Teil war wunderbar und genau, was ich von einem guten Sequel erwarte. Nach Teil 3 konnte man es einfach nicht mehr toppen.
Prinzipiell ist an Fortsetzungen sowieso nichts schlechtes, nur bleibt halt oft die Gefahr, dass Innovationen und neue IP's keinen Platz haben, wenn man sich zu sehr auf bewärtes verlässt. Sowas wie Grey Goo oder Alien Isolation gabs vor einer Weile gar nicht mehr.
Re: Shuhei Yoshida und sein Hass auf jährlich erscheinende S
Verfasst: 08.02.2015 02:52
von Raskir
Ja das ist absolut wahr. Fortsetzungen sind bei mir auch nur dann erwünscht, wenn sie eine zusammenhängende Story haben und diese in einem Teil nicht zu Ende erzählt werden kann (ME 1-3, God of war 2+3 seien mal als Beispiele genannt) oder wenn sie sich nicht auf dem bewährten Konzept ausruhen, sondern die Spielewelt durch eine sichtbare Verbesserung des Konzeptes bereichern (Uncharted 2, Bioshock Infinte (im Vergleich zu Bioshock 2 der sich wirklich auf Teil 1 ausgeruht hat), Arkham City, diverse Zelda Teile, nur um ein paar Beispiele zu nennen). Es gibt viele gute Beispiele. Leider aber auch wie du schon sagtest (zu) viele die noch auf den guten Ruf des Vorgängers aufbauen, aber ohne nennenswerten Mehrwert zu bieten oder sogar Verschlimmbesserungen machen(Ao2 Teil 2 und 3, Dragonage 2, RE 6, Genji 2(Gott habe ich mich darauf gefreut und wurde stark enttäuscht. Einen regelrechten New Gen Schock habe ich da erlitten) und diverse jährliche Spiele dienen hier der argumentativen Basis meinerseits ^^).