Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Formate über die Präsentation von Männlichkeit in Spielen und will "positive Beispiele zur Frauen-Darstellung" bringen

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Fiddlejam
Beiträge: 843
Registriert: 23.01.2010 16:04
Persönliche Nachricht:

Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von Fiddlejam »

billy coen 80 hat geschrieben:Deine Denkstrukturen sind erschreckend binär... Wer seltsame Auswüchse des Feminismus kritisiert, ist auch gleich ein Antifeminist... :roll:
Wisst ihr, was mich an solchen Diskussionen wirklich ankotzt? Diese permanente "Du wirst das schon wissen"-Mentalität. "Du weißt schon was gemeint ist". Nein, ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, worauf du dich hier beziehst, tut mir Leid. Bei meiner Behauptung "Der Anti-Feminismus geht an der Trivialität seiner Beschwerden zugrunde"? Dann darf ich mal wieder die Frage in den Raum stellen, warum mir jede Übertreibung oder Polemisierung verboten sein soll, wenn andere fröhlich damit umher jonglieren.
Und natürlich ist deine Definition von Gewalt weiter gefasst, als meine. Ungefähr so weit, dass sie auf alles angewandt werden kann.
Staatliche Gewalt IST nun aber mal Gewalt, daran gibt es nichts zu rütteln. Glaubst du, Gesetze setzen sich allein aufgrund des guten Willens der Bevölkerung durch? Und wenn wir dann eben an Punkte wie die Aufklärung kommen, muss man zugeben, dass das kein rein natürlicher Prozess war, sondern an gewissen Punkten staatliche Gewalt benötigt wurde, um eben Säkularismus etc. durchzusetzen.
Und nein, über demokratische Prozesse festgelegte Gesetze, welche in der Regel bereits bestehende, mehrheitlich gepflegte, gesellschaftliche Normen festigen, sind nicht, in einer vernünftigen Definition des Begriffes Gewalt, als solche zu interpretieren.
Moderne Demokratie kann NICHT bestehende Normen widerspiegeln, weil sie dann überhaupt gar nicht erst entstehen würde.
Mal ganz davon abgesehen, dass die hiesige Implikation, dass die Normen automatisch legitim werden, nur weil sie demokratisch sind, einen Rattenschwanz an Problemen mit sich zieht. Moderne Demokratie ist vorrangig pluralistisch, nicht mehrheitlich. Selbst wenn morgen 51% der Deutschen beschließen, wieder Juden zu vergasen, wird das nicht zum demokratisch legitimierten Prozess; weil es dem schieren Prinzip der Demokratie bereits widerspricht. In diesem Fall wird der Staat - erneut, mit der ihm zueignen Gewalt - gegen den Volkswillen agieren müssen, um das Prinzip der Demokratie an sich zu schützen.

Übrigens ist schon die ganze Grundaussage hier Quatsch. Gewalt, auch in diesem Moment staatliche zur Durchsetzung der Gesetze löst sich nicht automatisch auf, nur weil sie halbwegs demokratisch legitimiert ist. Wenn, um das obige aufzugreifen, nur 49% der Deutschen Juden vergasen wollen, mag eine demokratische Entscheidung eben dagegen gefallen sein; aber darum werden die 49% nicht plötzlich ihre Meinung ändern, sondern sich, bestenfalls freiwillig, unter Umständen auch mit erheblicher Gegenwehr, der staatlichen Gewalt unterwerfen müssen.

Dein Problem ist, dass du Gewalt als inherent negativ konnotiert siehst und ignoriert, dass sie Grundlage des Staatsgebildes an sich ist. Ein Staat ist nun einmal keine Anarchie. Also kann man auch nicht behaupten, dass sich in ihm alles natürlich und gewaltlos ergibt.
Gewaltsame Beeinflussung der Gesellschaft kann nur dann ernsthaft so betitelt werden, wenn eine Minderheit, welche meint, es besser zu wissen, mittels Propaganda, Drohung, Unterdrückung oder eben ausgeübter körperlicher Gewalt einer Mehrheit gegen ihren Willen und / oder ihre Überzeugungen ihre Ansichten aufzwängt, sie zum Mitlaufen nötigt.
Falls es dir noch nicht aufgefallen ist, wurde genau so nach Ende des Zweiten Weltkrieges die Demokratie in Deutschland etabliert.
Aber in dieser Ganzheitlichkeit wie du es darstellst, nur um deinen hier propagierten Revolutionärfeminismus (Stichwort Konditionierung) zu legitimieren,
wat.
Ich hab nie auch irgendwo nur von "Revolutionärfeminismus" angefangen. Falls es dir noch nicht aufgefallen ist, habe ich sogar ausdrücklich erklärt, dass Feminismus konditionierte Strukturen AUFBRICHT, nicht etabliert. Diese ganze Diskussion über Gewalt und ihre Definition ist allein daraus entstanden, dass ich dir dargelegt habe dass, wenn du denkst, mit Gewalt durchgesetzte Gesellschaftssysteme seien prinzipiell zum Scheitern verurteilt, der Staat AN SICH nicht funktionieren kann.

Was sicherlich eine sehr diskussionswürdige und interessante Behauptung ist, aber ich bezweifle, dass sie deine persönliche politische Einstellung widerspiegelt.
Die DDR hat dem Atheismus in Deutschland Vorschub gegeben, aber auch schon Mitte des 20. Jahrhunderts war unsere Gesellschaft doch schon sehr weit von einem Gottesstaat entfernt.
Und wenn wir rein in den Extremen von "Gottestaat" und "Atheistisches Paradies" denken, ist das natürlich logisch. Nur dass wie gesagt ORGANISIERTER Säkularismus wieder Staatseingreifen, ergo Gewalt voraussetzt; während durch rein natürliche Prozesse nur INDIVIDUELLER Atheismus entstehen kann.
und mir stattdessen, in deiner üblichen implizit diffamierenden Art zu konstruieren versuchst, ich hätte damit den Feminismus mit dem Stalinismus zu vergleichen versucht.
Ja, das ist natürlich wortwörtlich, was ich hier mache.

Ich meine, ich habe mir bei den "Gamers are Dead" Artikeln nicht in die Hosen gepisst, dass mich die bösen Feministen wortwörtlich umbringen wollen aber ich bin mir sicher dass ICH die Person bin, die total darin versagt, Texte zu lesen und auch zu raffen, was gemeint ist.

Und nochmal mit simplen Worten: Nein, ich habe dir nicht vorgeworfen, Stalinismus und Feminismus gleich zu setzen. Ich habe auch überhaupt nichts von sozialistische Revolution die angeblich Stalinismus wäre, erzählt. Ich habe lediglich, auf offensichtlich zu undurchsichtige Weise, versucht darzulegen, wie lächerlich es ist von "Extremismus" zu reden, wenn eine Frau Tropes vs Women in Videogames diskutiert.
Temeter hat geschrieben:Ein Hardcore SJW
Und jetzt, liebe Leute, versuchen wir mal eine kleine Denkübung. Alle die so gerne "Hardcore SJW", "Linksextremismus" oder "Radikaler Feminismus" schreien, schreiben jetzt mal ganz ruhig und ganz genau auf, WAS denn so extreme Positionen sind, die sie stören, und die tatsächlich von den Leuten, über die wir reden - nicht irgendwelche obskuren ProfXs und The Femitheists und weiß der Geier was - vertreten werden.

Und DANN kann man vielleicht auch mal eine Diskussion führen, ohne sich permanent nur Phrasen an den Kopf zu werfen. Dazu zählt dann auch:
SethSteiner hat geschrieben:Hitman war ein wunderbar exemplarisches Beispiel aber es gibt viele mehr. Die hatten wir hier schon, die gibts in vielen Antwortvideos auf Youtube
Ich habe genügend Videos gesehen. Ich kenne kein anderes Beispiel für ihre angeblichen "Lügen". Ernsthaft. Es wäre schön, wenn wir ENDLICH mal konkret über etwas diskutieren könnten, statt den Fakt dass nur weil ein Youtube Video angeblich irgendein Beispiel geben kann, es bereits beweisen sein muss, dass Anita Sarkeesian eine gemeine Betrügerin ist.
Wulgaru hat geschrieben:Das stimmt doch so einfach nicht, radikaler Feminismus geht nach jedweder Definition die ich kenne wesentlich weiter
Deshalb sagte ich ja "erstmal nur". Bei diese inflationären Nutzung des Begriffs kommt einerseits der Eindruck auf, die Welt wäre voll von Radikalen Feministen - was ja gar nicht mal so falsch ist, nur eben aus anderen Gründen - das aber gleichzeitig radikaler Feminismus erst mit Eierabschneiden und was weiß ich losgeht.
SethSteiner hat geschrieben:Radikal und extremistisch ist ziemlich synonym und du wirst bestimmt nicht sehen, wie ich mich jetzt noch dreißig Seiten streite, weil du lieber extrem als radikal sehen möchtest.
Nur geht es nicht darum, wie ihr im Alltag Worte verwendet, sondern wie Worte eben definiert sind.
Und Wunder, oh Wunder, auch Politikwissenschaften haben klare Definitionen.
Und deine Definition radikalen Feminismus kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, denn radikaler Feminismus muss ja etwas radikales haben und patriarchale Gesellschaftsstrukturen zusehen ist einfach nicht radikal, sondern stinknormaler Feminismus.
Es gibt mehr radikale Feministen als manche denken, das ist korrekt. Eine andere Form aber wäre etwa liberaler Feminismus der sagt dass mit der rechtlichen Gleichstellung der Frau auch deren gesellschaftliche Gleichstellung einhergeht. (Liberal halt: "Der freie Markt wirds schon richten...")
Temeter hat geschrieben:Und ein Linksextremer ist im Normalfall auch nicht besser als ein Rechtsextremer.
Wenn man als "Linksextrem" schon Leute wie Anita Sarkeesian sieht, dann ja, doch, sind sie mir ehrlich lieber als die Rechtsextremen. Ich könnte mir nämlich nicht so konkret vorstellen, was genau die bösen bösen Feminazis mir tun sollen, im Gegensatz zu, du weißt schon, den richtigen Nazis, mit Schlagring und allem.
Solange du also das lesen beherrschst, guck dir den Artikel mal näher an. Unter ihm findest du eine Beschreibung des Autors:
Und "Hardcore SJW" ist offensichtlich die gängige deutsche Übersetzung von "non-binary feminist writer and hardcore gamer", ist klar.
Aber ein klitzekleines bischen hat sie schon zum Tonfall beigetragen, indem sie Kritiker entweder ignoriert oder gerne polemisch als Rechte hinstellte, die bestehende Ungerechtigkeiten verteidigen.
Damit sind wir wieder beim entscheidenden Punkt. Der Artikel den du verlinkt hast bringt - in feministischen Kreisen - viel zirkulierte Punkte zur Rede: Dass sie Anti-Sex-worker Vokabular benutzt, dass sie bei der Intersektionalität ein wenig hinterher hinkt, dass sie teilweise Werke, die als Subversion verstanden werden können, unreflektiert betrachtet, und und und. Das sind legitime Punkte, die man an Anita Sarkeesian kritisieren kann.

Nur sind das nicht die Punkte, die von irgendwem hier kritisiert werden, oder in einem der unzähligen "Feminism vs. Facts" Videos von Leuten wie Thunderf00t und Co. Da wird sich über Lächerlichkeiten wie angebliche Lügen über Spiele, dass sie angeblich keine Gamerin wäre, dass es keinen Sexismus geben kann, weil man auch Männer killt und und und und und aufgeregt.

Diese beiden vollkommen verschiedenen Kritikansätze auf eine Stufe zu stellen, ist, gelinde gesagt, lächerlich. Und so zu tun, als wäre es eine Zurückweisung JEDWEDER Kritik, auf eben diese spezifische und wenig produktive Kritik, die praktisch so tut als gäbe es rein gar nichts zu diskutieren, nicht einzugehen, ist es umso mehr.
Wenn hier ernsthaft es etwas zu beanstanden gibt, dann, dass Anita nicht auf inner-feministische Kritik eingeht. Aber selbst da wird gleichzeitig jeder, der eben diese Kritik äußert, eingestehen, dass sie offensichtlich gerade anderweitig mit weitaus fundamentaleren Aspekten beschäftigt ist.
"Hardcore SJWs" regen sich - zurecht - darüber auf, dass der für die Dritte Welle des Feminismus so relevante und definierende Intersektionalismus vernachlässigt wird. Der durchschnittliche Kritiker weiß bis heute nicht, WAS die Dritte Welle überhaupt ist. Ich denke, unter solchen Umständen wird man keinen "Hardcore SJW" finden, der ernsthaft auf die Details besteht, wenn noch nicht einmal die Grundlagen in den Köpfen der Menschen angekommen sind.
Zugegeben, SJW ist ein polemischer, und unter Umständen sogar dehumanisierender Begriff. In diesem Fall aber weniger, weil ich seine Meinung und Analyse durchaus schätze, obwohl er radikale Perspektiven hat.
Die Logik ist mir jetzt irgendwie zu hoch. Wenn der Begriff an sich beleidigend ist, verliert er die Bedeutung nicht plötzlich, nur weil du selbst ein bisschen weniger negativ über die so benannte Person denkst.

Vielleicht denke ich hier ja viel zu abstrus, aber wäre es nicht einfacher gewesen, den Begriff gar nicht erst einzubringen, wenn man nicht von vornherein beleidigen will? :?
billy coen 80 hat geschrieben:Die größten Differenzen zwischen Fiddlejam und mir liegen eher in der Frage der Erreichung bzw. Umsetzung des ganzen und der temporären Gewichtung und Priorisierung. Also im Prinzip könnte man es als Detailfragen bezeichnen.
Wäre ja auch noch schöner, wenn wir über den Sinn der Gleichberechtigung an sich diskutieren würden. Auch wenn das bei weitem nichts neues wäre. Da muss man tatsächlich sagen, dass die Diskussion hier noch erstaunlich moderat zugeht.

Wobei ich auch alle Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung gleich wieder damit ruinieren muss dass ich denke, dass wir uns doch in mehr uneinig sind als gedacht. Etwa der Definition wo "Extremismus" losgeht, ob tatsächlich in allem eine politische "Mitte" existiert, und, nunja, die Grundlagendiskussion ob ein Staatssystem überhaupt jemals gewaltfrei sein kann. Das sind dann für mich schon eher "Grundlagen", während Dinge wie "Sollte es Gleichberechtigung geben" eher "Selbsverständlichkeiten" sind. (Bitte auch nicht übersehen, dass ich selbst von GleichSTELLUNG rede, nicht bloß GleichBERECHTIGUNG.)
billy coen 80
Beiträge: 1938
Registriert: 02.10.2012 03:39
Persönliche Nachricht:

Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von billy coen 80 »

Kya hat geschrieben:Surf 4P konsequent vom Smartphone an, dann hast Du von alleine keine Lust großartig zu schreiben.
Editieren, links einfügen etc einfach nur :Blauesauge:
So mach ich es. :mrgreen:

PS: Ich lese fast alle Kommentare (zu Themen die mich interessieren) und meist auch die links - auch den letzten von Plor.
Wenn ich darauf eingehen wollen würde, säße ich morgen noch hier und wäre am tippseln. :biggrin:
Alle nach 18 Uhr erstellten Kommentare habe ich auf einer PS Vita getippt...

Glaub mir, ich weiß, was du meinst... :D
Benutzeravatar
SethSteiner
Beiträge: 11879
Registriert: 17.03.2010 20:37
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von SethSteiner »

Fiddlejam hat geschrieben:Ich habe genügend Videos gesehen. Ich kenne kein anderes Beispiel für ihre angeblichen "Lügen". Ernsthaft. Es wäre schön, wenn wir ENDLICH mal konkret über etwas diskutieren könnten, statt den Fakt dass nur weil ein Youtube Video angeblich irgendein Beispiel geben kann, es bereits beweisen sein muss, dass Anita Sarkeesian eine gemeine Betrügerin ist.
Ich habe auch genügend Videos gesehen nud Beiträge gelesen und in denen gibt es viele andere Beispiele für Lug und nicht Betrug, sondern Manipulation.
Nur geht es nicht darum, wie ihr im Alltag Worte verwendet, sondern wie Worte eben definiert sind.
Und Wunder, oh Wunder, auch Politikwissenschaften haben klare Definitionen.
[/quote]

Das hier ist kein Forum der Politikwissenschaften, wo man seine eigene Sprache spricht und erwartet, dass die anderen es auch tun. Die Politikwissenschaften haben diese Begriffe nicht für sich gepachtet, wobei ich bezweifle dass da tatsächlich ein allgemein akzeptiertes Wörterbuch existiert und um Begriffe nicht genauso gestritten wird. Wobei es manchmal eben einfach sinnvoller ist, sie synonym zu nehmen. Ich nämlich werde sicher keine ewige Diskussion darüber führen, ob es radikal oder extremistisch heisst.
Benutzeravatar
Temeter 
LVL 2
36/99
29%
Beiträge: 16766
Registriert: 06.06.2007 17:19
Persönliche Nachricht:

Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von Temeter  »

FuerstderSchatten hat geschrieben:Bei euch ist ja doch schon ein Niveau erreicht, in dem es fast nichts mehr zum beanstanden findet. Man muss sich ja regelrecht auf einzelne Wörter stürzen, in der Hoffnung das man da wenigstens noch etwas gefunden hat. Zwischendurch habt ihr dann ja richtig aufgedreht, da hab ich dann wirklich abgeschaltet, als ihr euch mit Fiddlejam geprügelt habt. Ich mags halt einfach und klare Verhältnisse, und ihr macht es mir nicht einfacher, wenn die Fronten so verwischen. Ihr müsst doch auch mal an die weniger begüterten hier denken. :wink:

Mir sind Leute wie Katta oder Highnrich eigentlich lieber, wobei die auch inzwischen ihr Niveau gesteigert haben. Langsam wird's eng für mich. ^^
Du übertreibst, die semantischen Defensivfertigkeiten sind schlichtweg auf Level 99 und durch die polemischen Diskussionen wurde schon zehntausendmal gegrindet, so dass wir keine Lust mehr darauf haben.

Videospielanalogien. :Blauesauge:

Ich denke Fiddlejam sucht einfach einen Feind, den es nicht gibt. Jetzt hat er sogar wieder meinen Hadcore SJW ausgegraben, obwohl ich das Ding schon erklärt habe.
Fiddlejam hat geschrieben:
Temeter hat geschrieben:Ein Hardcore SJW
Und jetzt, liebe Leute, versuchen wir mal eine kleine Denkübung. Alle die so gerne "Hardcore SJW", "Linksextremismus" oder "Radikaler Feminismus" schreien, schreiben jetzt mal ganz ruhig und ganz genau auf, WAS denn so extreme Positionen sind, die sie stören, und die tatsächlich von den Leuten, über die wir reden - nicht irgendwelche obskuren ProfXs und The Femitheists und weiß der Geier was - vertreten werden.
Hab sogar druntergeschrieben, dass man im Notfall die Begriffe googeln soll. Non-binär:
Wiki hat geschrieben:Genderqueer (GQ; alternatively non-binary) is a catch-all category for gender identities other than man and woman, thus outside of the gender binary and cisnormativity.
Es ist in der Tat eine extreme Position, wenn jemand die Existenz der 2 Geschlechter ablehnt und sich außerhalb dessen betrachtet.

Im Gegensatz zu dir informiere ich mich in der Tat über Themen, über die ich diskutiere. Und gleichzeitig habe ich den zitierten Typen nicht wegen seiner Perspektiven genannt, sondern, weil er eine gute Kritik zu FemFreq's Werk geschrieben hat. Eben eins der Dinge, dessen Existenz du so gerne unterschlägst.

Mein deinem 'omg, ein SJW-Nutzer'-Verhalten bis du übrigens kein Stück besser, du stellst im Gegensatz einen Mangel an Differenzierung dar. Ein Haufen Vorwürfe, aber keinen Blick aufs Argument geworfen.
Fiddlejam
Beiträge: 843
Registriert: 23.01.2010 16:04
Persönliche Nachricht:

Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von Fiddlejam »

SethSteiner hat geschrieben:Wobei es manchmal eben einfach sinnvoller ist, sie synonym zu nehmen.
Sicherlich, wenn es der Diskussion nicht schadet, kann man das machen.
Wenn aber, wie hier, dadurch der Strohmann des "bösen" Feminismus plötzlich den selben Namen hat wie eine etablierte und definierte, reale Strömung, sollte man halt schon einmal einsehen, dass es für eine vernünftige Diskussion hilfreich wäre, sich diesbezüglich eben doch mal anzupassen.
Da nämlich radikaler Feminismus, wie du selbst festgestellt hast, alles andere als obskur ist, gelangt man so irgendwann an den Punkt, an dem man darüber redet und die Hälfte kennt die Definition und die andere Hälfte denkt, es geht um Zwangskastrationen und haarige Damenbeine. :roll:
Ich habe auch genügend Videos gesehen nud Beiträge gelesen und in denen gibt es viele andere Beispiele für Lug und nicht Betrug, sondern Manipulation.
Und was genau hält dich nochmal davon ab, sie dann halt einfach mal auf zu zählen.
Temeter hat geschrieben:Es ist in der Tat eine extreme Position, wenn jemand die Existenz der 2 Geschlechter ablehnt und sich außerhalb dessen betrachtet.
Sicherlich, aber ich sehe irgendwie immer noch nicht, wie das die Benutzung des Begriffes "Hardcore SJW" rechtfertigt der, wie schon gesagt, inhärent beleidigend gemeint ist.
Ebene eins der Dinge, dessen Existenz du so gerne unterschlägst.
...in meinen letzten Posten habe drei ganze Absätze über eben jene Kritik geschrieben; warum sie bekannt ist und warum sie von der Mainstream-Kritik, um die es hauptsächlich geht und die man hier hauptsächlich sieht, weit entfernt ist.

Mit dem "Ein Haufen Vorwürfe, aber keinen Blick aufs Argument geworfen" würde ich mir also erst einmal selbst an die Nase greifen.
Benutzeravatar
Temeter 
LVL 2
36/99
29%
Beiträge: 16766
Registriert: 06.06.2007 17:19
Persönliche Nachricht:

Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von Temeter  »

Fiddlejam hat geschrieben:
Temeter hat geschrieben:Es ist in der Tat eine extreme Position, wenn jemand die Existenz der 2 Geschlechter ablehnt und sich außerhalb dessen betrachtet.
Sicherlich, aber ich sehe irgendwie immer noch nicht, wie das die Benutzung des Begriffes "Hardcore SJW" rechtfertigt der, wie schon gesagt, inhärent beleidigend gemeint ist.
Ebene eins der Dinge, dessen Existenz du so gerne unterschlägst.
...in meinen letzten Posten habe drei ganze Absätze über eben jene Kritik geschrieben; warum sie bekannt ist und warum sie von der Mainstream-Kritik, um die es hauptsächlich geht und die man hier hauptsächlich sieht, weit entfernt ist.

Mit dem "Ein Haufen Vorwürfe, aber keinen Blick aufs Argument geworfen" würde ich mir also erst einmal selbst an die Nase greifen.
In welchem Kontext ich "Hardcore SJW" nutze, das wirst du mir überlassen müssen. Du bist hier nicht die Sprachpolizei, die Semantik und Interpretation steuert. Wenn du meine Meinung dazu nicht akzeptieren kannst, dann hast in der Tat wohl ein Problem mit Intoleranz.

Dein Umgang mit Kritik zu Sarkeesian ist dazu regelrecht lachhaft. Deine Beschreibung der feministischen Kritik als 'rein feministisch akademische Thematik' zeugt nur davon, dass du den Text entweder nicht gelesen oder nicht verstanden hast, obwohl er eigentlich ziemlich eingängig und durchdacht geschrieben ist.
In der Tat wird dort kritisiert, wie oberflächlich FemFreq analsiert, und dabei Nuance und Relevanz verloren gehen, was teils sogar fälschlich in der negativen Einstufung von Spielen resultiert, die die übliche Dynamik umkehren. Gleichzeitig werden neben diesen unfaire Vorwürfen schlechte Beispiele als ideale Vorbilder zelebriert. Die Videos zeigen wenig Verständnis dafür, wie Tropen tatsächlich interagieren.

Das ich mir nun die Mühe gemacht habe, die Kritik in groben Zügen niederzuschreiben, sollte sie dir in der Tat bekannt vorkommen, denn diese sind hier die konstantesten Themen, wenn es um die schlechten Seiten ihrer Arbeit geht.

Deine Kommentare über die 'Mehrheit' der Spieler sind ebenfalls irrelevant und ein typischer Logikfehler. Was andere Denken, hat keinerlei Bedeutung für die Relevanz der Kritik. Wobei es sich hier weniger um die Denkweise anderer, als Fiddlejams Vermutung über die Denkweise anderer handelt. Ich muss dir wohl nicht sagen, wie wenig Wert diese innerhalb einer Argumentation hat.

Aber da du ja so interessiert an Thunderfoot Videos zu sein scheinst, machen wir eine Rechnung: Dessen erstes Video bei Youtube hat 700.000 Views. Nur ein Teil von den Zuschauern dürfte das Video zu Ende sehen, üblicherweise ist das bei YT die hälfte oder weniger: Ca. 350.000 legitime Views. Da du allerdings keinerlei Statistiken über die Perspektiven der Zuschauer, dürfte es wieder nur ein Bruchteil sein, die wirklich zustimmen.
Die monatlichen unique Visitors, allein von IGN: 20.000.000+. Sprich, statistisch hat eine Menge an Zuschauern Thunderfoots Videos gesehen, die 1.7% der Besucher von IGN darstellen. Ich bin mir nicht sicher, inwiefern du von den Thunderfoot-Videos auf eine Mehrheit schließen willst, und deiner Argumentation ist zu entnehmen, dass dieser der wichtigste Kontrapunkt zu Anita ist. Das ist nicht sehr überzeugend, gelinde gesagt.

Die Mehrheit findest du nicht in Foren oder auf einzelnen Youtube-Videos, sie hat überhaupt keine Ahnung von diesem Drama. Es gibt in der Tat kein Material darüber, was die Mehrheit denkt. Es ist ziemlich arrogant von dir anzunehmen, du könntest für die 'Mehrheit', geschweige denn irgendeine andere Person sprechen.
Ich glaube, die würden sich über die Entmündigung durch Fiddlejam auch nicht sehr freuen. Wenn sie davon wüsste.
Benutzeravatar
Temeter 
LVL 2
36/99
29%
Beiträge: 16766
Registriert: 06.06.2007 17:19
Persönliche Nachricht:

Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von Temeter  »

Kaum spricht man vom Teufel (<-extrem abwertendes Klischee), retweetet jemand schon sowas:

Bild

Wirkt fast, als wäre der Typ ein Mensch mit fragwürdigen Perspektiven. Ein Entführer, der Menschen wie Objekte ohne jegliche Rechte behandelt? Kaum zu glauben.

Womit wir wieder ein klares Beispiel für Anita's krassen Mangel an Nuance, und, an diesem Punkt, gesunden Menschenverstand hätten.
Zuletzt geändert von Temeter  am 03.02.2015 03:05, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
FuerstderSchatten
Beiträge: 5157
Registriert: 13.07.2010 01:03
Persönliche Nachricht:

Re: Feminist Frequency - Anita

Beitrag von FuerstderSchatten »

Gott, das sind aber ganz schön große Türme hier. Nicht dass die zusammenfallen und alle andern Posts unter sich begraben.

Jemand der den Begriff nur erklären verwendet, kann durchaus SJW sagen, wenn er wirklich damit klar machen will wer gemeint ist und er weiß, dass das Publikum das auch versteht, sonst müsste er doch vielleicht noch weiter ausholen, nur um zu klären um wen es sich handelt.

Ich habe z.B. auch schonmal den Begriff Gutmensch verwendet, aber in einem völlig anderen Kontext und auch aus einer völlig andern Motivlage heraus und eigentlich sogar mit einer anderen Sinnstiftung als den, welchen die Rechtspopulisten für diesen haben.

Temeter hat sich erklärt, ich finde er hat den Begriff ordentlich verwendet, vielleicht kann man daraus etwas herauslesen über seine politische Meinung, weil er gerade diesen Begriff gewählt hat, aber das muss nicht so sein, wie mein Beispiel zeigt.
Zuletzt geändert von FuerstderSchatten am 03.02.2015 14:20, insgesamt 1-mal geändert.
Lieber trocken feiern, als trocken trinken.

"Ich habe hier, ich habe hier Armleuchter Präsenz festgestellt, Sir." (Larry Roachburn)

"Alter Mann, alter Mann, wo ist diese ältere, alte Mann."
Kya
Beiträge: 3022
Registriert: 01.01.1970 01:00
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von Kya »

billy coen 80 hat geschrieben:
Kya hat geschrieben:Surf 4P konsequent vom Smartphone an, dann hast Du von alleine keine Lust großartig zu schreiben.
Editieren, links einfügen etc einfach nur :Blauesauge:
So mach ich es. :mrgreen:

PS: Ich lese fast alle Kommentare (zu Themen die mich interessieren) und meist auch die links - auch den letzten von Plor.
Wenn ich darauf eingehen wollen würde, säße ich morgen noch hier und wäre am tippseln. :biggrin:
Alle nach 18 Uhr erstellten Kommentare habe ich auf einer PS Vita getippt...

Glaub mir, ich weiß, was du meinst... :D
Du Irrer :lol:
billy coen 80
Beiträge: 1938
Registriert: 02.10.2012 03:39
Persönliche Nachricht:

Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von billy coen 80 »

Temeter  hat geschrieben:Wirkt fast, als wäre der Typ ein Mensch mit fragwürdigen Perspektiven. Ein Entführer, der Menschen wie Objekte ohne jegliche Rechte behandelt? Kaum zu glauben.
- Also mit fragwürdigen Perspektiven?!
- Ja.
- Nein!
- Doch!
- Ohhhh!!!
Spoiler
Show
Bild
Benutzeravatar
Wulgaru
Beiträge: 28593
Registriert: 18.03.2009 12:51
Persönliche Nachricht:

Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von Wulgaru »

Mit diesem sjw-dingens kann man fiddlejam den ursprünglichen Punkt geben das man vermuten kann das jemand der dieses Wort benutzt erstmal in einer bestimmten Ecke steht, da ich es in der Regel auch nur aus dieser Ecke höre. Allerdings hat Temeter ja mehr als nur einmal klargestellt wie er das gemeint hat und wenn man als gegenüber eine solche Klarstellung hört, sollte man es schlicht auch mal akzeptieren und nicht darauf herumhacken wie untragbar dieses Wort wäre. Denn auch wenn es weniger kompliziert wäre sjw überhaupt nicht zu verwenden, wenn man was ganz anderes meint, ist es ja jetzt nichts weiter schlimmes von der Bedeutung her.

Wenn man sich trotz all dieser Aspekte dann immer noch drauf konzentriert ala "temeter hat das böse Wort gesagt", ist man eben recht kindisch.

@Fiddlejam
Radikaler Feminismus hat nichts mit Schwanz abschneiden zu tun. Ich bin mir nicht sicher ob die Frauen die das in den 60ern begonnen haben zu entwickeln, dir für so nen Spruch nicht eher nen Vogel zeigen würden. Es geht wie Temeter schon richtig sagte hauptsächlich um die Abschaffung von Geschlechterrollen und zwar mit der Begründung das diese ein männliches Konstrukt sind. Die Tropes die Anita Zeit ihrer Karriere attackiert, attackiert sie mit genau dieser Logik. Sie ist also eine radikale Feministin. Das bedeutet übrigens nicht das sie männerfeindlich ist, um hier auch nicht zu übertreiben. Das weiß man schlicht nicht, da ihre
Arbeit das grundsätzlich auch nicht her gibt.

Normaler Feminismus hat mit diesem Geschlechterollending nichts am Hut und will zumindest theoretisch nur die Gleichberechtigung beider Geschlechter. Idealerweise in bestimmten Fällen wie bei Vätern auch auf männlicher Seite. Das kann man in Anitas Arbeit wirklich nicht reinlesen.
Benutzeravatar
sabienchen.banned
LVL 11
15995/6999
0%
Beiträge: 11352
Registriert: 03.11.2012 18:37
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von sabienchen.banned »

LePie hat geschrieben:Hat jemand nach Katzen gerufen?
Bild
https://twitter.com/catfreq
Ich HASSE diese CatNita... Ich will meine Spiele...
Bild
Bild
----------------------------------------------------------------------------------------------
Bild
Bild
Benutzeravatar
Pyoro-2
LVL 1
2/9
12%
Beiträge: 28311
Registriert: 07.11.2008 17:54
Persönliche Nachricht:

Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von Pyoro-2 »

Wulgaru hat geschrieben:Normaler Feminismus hat mit diesem Geschlechterollending nichts am Hut und will zumindest theoretisch nur die Gleichberechtigung beider Geschlechter.
Die Unterscheidung macht mMn keinen Sinn. Gleichberechtigung ist das Ziel, Geschlechterrollen abschaffen die Methode. Das sind zwei ganz unterschiedliche Dinge, die mit radikalen oder gemäßigten Ansichten erstmal überhaupt nüschds zu tun ham' ...
Wenn alle Stricke reißen, kann man sich nicht mal mehr aufhängen
Bild
Benutzeravatar
Wulgaru
Beiträge: 28593
Registriert: 18.03.2009 12:51
Persönliche Nachricht:

Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von Wulgaru »

Pyoro-2 hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Normaler Feminismus hat mit diesem Geschlechterollending nichts am Hut und will zumindest theoretisch nur die Gleichberechtigung beider Geschlechter.
Die Unterscheidung macht mMn keinen Sinn. Gleichberechtigung ist das Ziel, Geschlechterrollen abschaffen die Methode. Das sind zwei ganz unterschiedliche Dinge, die mit radikalen oder gemäßigten Ansichten erstmal überhaupt nüschds zu tun ham' ...
Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Aber radikaler Feminismus in seiner ursprünglichen Form erkennt schlicht nicht an das es Geschlechter gibt. Natürlich ist das jetzt vereinfacht und es gibt nen Riesenkram an Literatur dazu den man wälzen könnte, das sollte klar sein.

Das bedeutet das das Ziel dieser Art von Denkweise ist, dass Geschlechter am Ende keine Rolle mehr spielen. Die klassische Sache mit dem Mädchen das die Puppen kriegt und dem Jungen der die Autos bekommt ist eine dieser Argumentationen, das wir Geschlechterollen eben antrainiert bekommen und sie eigentlich nicht natürlich sind.

Übrigens teile ich diese Art von Argumentation ganz und gar nicht und soweit ich da informiert bin der klassische "normale" Feminismus auch nicht. Der hat natürlich ebenfalls das Ziel eine patriarchalische Gesellschaft abzuschaffen, aber das läuft dann am Ende auf Gleichberechtigung der Geschlechter hinaus und nicht auf letztendliche Gleichmacherei. Gerade im modernen Feminismus gibt es ja diese Diskussion ob die pure Karrierefrau die dann kinderlos den Konzern leitet überhaupt das ist was man ursprünglich erreichen wollte usw. usw. Betonung auf Unterschiede der Geschlechter trotz Gleichberechtigung.

Ich finde schon das das eine grundsätzlich andere Denkweise ist und sich nicht nur in der Methodik unterscheidet.
Fiddlejam
Beiträge: 843
Registriert: 23.01.2010 16:04
Persönliche Nachricht:

Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von Fiddlejam »

Wulgaru hat geschrieben:Allerdings hat Temeter ja mehr als nur einmal klargestellt wie er das gemeint hat und wenn man als gegenüber eine solche Klarstellung hört, sollte man es schlicht auch mal akzeptieren und nicht darauf herumhacken wie untragbar dieses Wort wäre.
Temeters ganzes Argument ist "Ich find den eigentlich gar nicht so schlecht, darum ist es okay, das Wort zu benutzen". Ich renne doch auch nicht rum "Ist schon okay ihr Nigger, einige meiner besten Freunde sind schwarz!"
@Fiddlejam
Radikaler Feminismus hat nichts mit Schwanz abschneiden zu tun. Ich bin mir nicht sicher ob die Frauen die das in den 60ern begonnen haben zu entwickeln, dir für so nen Spruch nicht eher nen Vogel zeigen würden.
...das ist eben dass, was ich schon die ganze Zeit sage. "Radikaler Feminismus" hat eine klare Definition. In Foren wie diesen wird er hingegen als Oberbegriff für allen "bösen" und "extremen" Feminismus gebraucht. Ich weiß jetzt ehrlich nicht, wo deine Vermutung herkommt, das wäre MIR nicht bewusst und dass demzufolge ICH bei den echten radikalen Feministen schlecht ankäme, im Gegensatz zu den Leuten, die wild mit dem Begriff um sich schmeißen und glauben, das wäre so schon legitim.
Normaler Feminismus hat mit diesem Geschlechterollending nichts am Hut und will zumindest theoretisch nur die Gleichberechtigung beider Geschlechter.
Finde ich ja toll, wie wir jetzt schon von "normal" anfangen. Dein "normaler" Feminismus hat, erneut, eine Namen, nämlich liberaler Feminismus.
Der Rest ist dann wahrscheinlich "entarteter" Feminismus oder so. :roll:
(Auch dass du aus unerfindlichen Gründen die Gleichstellung von Männern exklusiv auf eben diese liberale Seite stellst, als würde sich die Dekonstruktion von Geschlechterrollen mit der Gleichstellung von Männern ausschließen...)
Temeter hat geschrieben:Deine Beschreibung der feministischen Kritik als 'rein feministisch akademische Thematik' zeugt nur davon, dass du den Text entweder nicht gelesen oder nicht verstanden hast, obwohl er eigentlich ziemlich eingängig und durchdacht geschrieben ist.
Intersektionalität ist ein akademischer feministischer Begriff. Ein anderer Absatz spricht von "postmoderne Erkundung von Hypermaskulinität", was, erneut, nicht gerade dem Vokabular irgendwelcher Youtuber, sondern der Genderwissenschaften entspringt. Der Artikel kann, so wie er steht, wie auch die Kritik, die er anbringt, nur aus einem bestimmten Milieu kommen, daran gibt es nichts zu rütteln.
In der Tat wird dort kritisiert, wie oberflächlich FemFreq analsiert, und dabei Nuance und Relevanz verloren gehen, was teils sogar fälschlich in der negativen Einstufung von Spielen resultiert, die die übliche Dynamik umkehren. Gleichzeitig werden neben diesen unfaire Vorwürfen schlechte Beispiele als ideale Vorbilder zelebriert. Die Videos zeigen wenig Verständnis dafür, wie Tropen tatsächlich interagieren.
Damit ignorierst du sowohl die von mir nun schon durchgekauten Punkte - was besonders lächerlich ist, wenn man bedenkt dass Intersektionalität der längste und ausführlichste Absatz gewidmet wird, du aber in deiner Zusammenfassung überhaupt nicht darauf eingehst - zweitens repräsentierst du selbst den Rest des Artikels falsch. Er sagt nicht, DASS die Dinge so und so sind und FemFreq sie absichtlich falsch interpretiert, sondern dass beide Interpretationen möglich sind, FemFreq aber nur eine behandelt. Auch sagt der Artikel nicht, dass schlechte Beispiele als ideale Vorbilder zelebriert werden, sondern dass sie keine Verbindung zwischen den von ihr präsentierten Tropen zieht. Fez IST ein gutes Vorbild für das Erzählen einer Story ohne Damsel in Distress, UND es IST ein schlechtes Vorbild für das Verwenden der Ms Male Character Trope.
Sicherlich kann man ihr diesen Partikularfokus vorwerfen, muss aber zugeben, dass er Grundbaustein des Formats ist. Wer daraus ein "Sie widerspricht sich selbst / lobt das, was sie eigentlich kritisieren sollte", der sollte noch einmal überdenken, ob er das Konzept der Serie wirklich verstanden hat.
denn diese sind hier die konstantesten Themen, wenn es um die schlechten Seiten ihrer Arbeit geht.
Ja, der Thread bordet regelrecht über vor Diskussionen über Intersektionalität.

Oh nein, halt. Es sind größtenteils haltlose Beschwerden wie "Ist eigentlich gar kein Gamer", "Will alles zensieren", "Schaut nie auf die Männer", "Soll es halt selber besser machen", "Betrügt Leute um ihr Geld", "Hat Hitman falsch präsentiert", mein persönlicher Favorit: "Aber warum schminkt sie sich???" und so weiter und so fort.

Und bevor mich irgendwer beschuldigt, das wäre ein Strohmann, sollte man vielleicht mal kurz innehalten und tatsächlich alle Beiträge lesen, statt die Augen zu zu kneifen und alles auszublenden, was einem gerade nicht so ins Bild der vollkommen rationalen und hochintellektuellen Diskussion passt.
Dann merkt man nämlich, dass die Scheune vor überaus realem Heu längst überquillt.
Wirkt fast, als wäre der Typ ein Mensch mit fragwürdigen Perspektiven. Ein Entführer, der Menschen wie Objekte ohne jegliche Rechte behandelt? Kaum zu glauben.
Oh, cool, und das Spiel macht dann aktive Bestreben, eben jenes Denken zu dekonstruieren?
Pyoro-2 hat geschrieben:Die Unterscheidung macht mMn keinen Sinn. Gleichberechtigung ist das Ziel, Geschlechterrollen abschaffen die Methode.
Na, eben doch, wie ich oben mal kurz angedeutet habe als ich sagte, es ginge mir um Gleichstellung, nicht bloß Gleichberechtigung.

Gleichberechtigung bedeutet z.B., dass sowohl Männer als auch Frauen als Vergewaltigungsopfer wie auch -täter rechtlich anerkannt werden können. Solange aber beispielsweise die gesellschaftliche Mentalität herrscht, dass Männer eigentlich gar nicht wirklich vergewaltigt werden können, gibt es keine Gleichstellung.

Liberaler Feminismus sagt, dass sobald eine rechtliche Gleichberechtigung vollbracht ist, die gesellschaftliche Gleichstellung automatisch folgen wird. Radikaler Feminismus nimmt an, dass Geschlechterrollen - in diesem Sinne jedwede gesellschaftlich konditionierte Vorstellung über Geschlecht, Sexualität, etc. - diese selbstständige Gleichstellung blockieren und den Status Quo trotz veränderter Rechtslage erhalten. Sodass dementsprechend, zur Erreichung der Gleichstellung, eben diese gesellschaftliche konditionierten Vorstellungen aufgebrochen werden müssen.
(Was ich auch schon vorher einmal angedeutet habe: Es geht nicht darum, den Leuten Ideologie einzudreschen. Es geht darum, eingedroschene Ideologie wieder aufzulösen.)
Wulgaru hat geschrieben:Aber radikaler Feminismus in seiner ursprünglichen Form erkennt schlicht nicht an das es Geschlechter gibt.
Wobei hier anzumerken ist, dass, je nach konkreter Strömung, "Geschlecht" sowohl tatsächlich biologisch-genetisches Geschlecht ("sex") wie auch die soziale Geschlechterrolle ("gender") meinen kann.
Moderatere Strömungen halten nur letzteres für ein soziales Konstrukt, radikalere beides.
Zuletzt geändert von Fiddlejam am 03.02.2015 11:47, insgesamt 1-mal geändert.
Antworten