Assassin's Creed: Unity - Mikrotransaktionen: Die Unsinnigkeit des 100-Dollar-Pakets

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
Filindrah
Beiträge: 31
Registriert: 02.05.2010 14:35
Persönliche Nachricht:

Re: Assassin's Creed: Unity - Mikrotransaktionen: Die Unsinn

Beitrag von Filindrah »

Microtransactions sind nicht beliebt. Höchstens toleriert. Bei Dead Space wurden sie scharf kritisiert und waren einer der Gründe, weshalb der Teil nicht gut aufgenommen wurde. Neben all den anderen Kritikpunkten. So wie bei ACU auch der technische Aspekt die vorrangige Kritik ist.
In F2P Spielen sind sie eben das Mittel zur Monetarisierung.
Ok, aber wie sollen wir Spieler den Publishern dann zeigen das wir DLC, DRM & Mircotrans. nicht mögen, nicht wollen & mehr. Dead Space hat sich nicht gut verkauft, trotzdem packt EA Microtrans. weiter in ihre Produkte, falls ich mich nicht irre oder ist Dead Space das einzige Spiel mit Microtrans.?

Wie könne wir uns wehren hat einer eine Idee?
Bild

Bild

relain
Beiträge: 64
Registriert: 21.08.2013 13:57
Persönliche Nachricht:

Re: Assassin's Creed: Unity - Mikrotransaktionen: Die Unsinn

Beitrag von relain »

SectionOne hat geschrieben:
relain hat geschrieben: Warum werden Ingameshops in Vollpreis-Titeln angeboten? Weil es der Kunde will? Nein, weil es um Erlössteigerung pro verkauftem Produkt gibt.
Natürlich will es der Kunde, zumindest ein bestimmter Kreis innerhalb der Käuferschaft! Du kannst keine Erlössteigerung erzielen wenn es nicht auch Spieler gibt die das Angebot zusätzliches Geld zu investieren annehmen! Wie ich zuvor schon geschrieben habe, es ist die gleiche Klientel die auch auf eBay digitale Güter kauft. Eher sogar noch mehr, das es wie im Fall von AC:U einfacher und legalisiert ist.
1. Es beeinflusst die Spieleerfahrung auch derjeniger, die gar keine Zusatzprodukte kaufen wollen (Gamedesign)
2. Der Mensch ist kein Homo Oeconomicus. Es gibt einen Grund, warum Lottospielen süchtig macht und warum Kinderschokolade in Greifnähe im Kassenbereich von Kleinkindern liegt. Die Frage die sich stellt: Ist es zulässig, in einem Vollpreistitel einen Ingameshop zu implementieren. Meine Meinung sollte dazu bekannt sein. Leider sieht das die 4 Player Redaktion anscheinend anders - und viele Spieler verfahren nach dem "mich betriffts ja net, höhöhö"-Prinzip.

Damit muss ich wohl leben. ;)

www.tacticalteam.de
ARMA2- und ARMA3 -taktisches Gameplay. Mitstreiter gesucht! ;-)
https://www.youtube.com/channel/UCUywnz ... SqR2f6hP7g
Bild
Benutzeravatar
crewmate
Beiträge: 18865
Registriert: 29.05.2007 15:16
Persönliche Nachricht:

Re: Assassin's Creed: Unity - Mikrotransaktionen: Die Unsinn

Beitrag von crewmate »

Tailog hat geschrieben:
Microtransactions sind nicht beliebt. Höchstens toleriert. Bei Dead Space wurden sie scharf kritisiert und waren einer der Gründe, weshalb der Teil nicht gut aufgenommen wurde. Neben all den anderen Kritikpunkten. So wie bei ACU auch der technische Aspekt die vorrangige Kritik ist.
In F2P Spielen sind sie eben das Mittel zur Monetarisierung.
Ok, aber wie sollen wir Spieler den Publishern dann zeigen das wir DLC, DRM & Mircotrans. nicht mögen, nicht wollen & mehr. Dead Space hat sich nicht gut verkauft, trotzdem packt EA Microtrans. weiter in ihre Produkte, falls ich mich nicht irre oder ist Dead Space das einzige Spiel mit Microtrans.?

Wie könne wir uns wehren hat einer eine Idee?
Einfach nicht mitmachen. Dead Space 3 hat sich sogar gut verkauft, aber eben nicht gut genug für EA. Das gleiche wie bei Square Enix und dem neuen Tomb Raider. Das war auch "unter deren Erwartungen". Das hat uns als Spieler aber auch maximal am Rande zu orientieren. Es kommt ja trotzdem noch ein neues Tomb Raider. EA hingegen sägt alles ab, was nicht gleich die ganz dicke Kohle macht. (Mit Ausnahmen wie Mirrors Edge 2). EA handelt so schon seit ihrer Gründung. Bullfrog, Origin Systems, Pandemic... Kein Publisher hat mehr Talente und Spieleserien auf dem Gewissen.

"Vote with your wallet" ist das Motto. Das ist das einzig sinnvolle, das du selbst tun kannst. Die großen Publisher werden auch weiterhin versuchen, jeden Cent aus uns raus zu quetschen.
PSNID/NINID/Steam: crewmate
Xbox: cordia96
bird.gif
Beiträge: 350
Registriert: 11.11.2004 14:31
Persönliche Nachricht:

Re: Assassin's Creed: Unity - Mikrotransaktionen: Die Unsinn

Beitrag von bird.gif »

Assassin´s Creed + steckt fest


muahahahahaha made my day der Typ sollte sich ein anderes Hobby suchen :roll:
(wenn ich sowas lese wundert mich gar nix mehr (was dlc) angeht)
Piscatorcompos
Beiträge: 218
Registriert: 22.05.2007 21:57
Persönliche Nachricht:

Re: Assassin's Creed: Unity - Mikrotransaktionen: Die Unsinn

Beitrag von Piscatorcompos »

Alter Sack hat geschrieben:Das eigentlich traurige daran ist nach meiner Meinung nicht das es diese Pakete gibt (obwohl das schon traurig ist) sondern das es Spieler gibt die sich ein Spiel für 60-70 Euro kaufen um es dann für einen weiteren Betrag von 100 Euro schneller durchspielen wollen ... das ist traurig. Man muss ja auch dazusagen das man diese Pakete gar nicht benötigt.
Ansonsten kann ich nur sagen das Spiel hat andere Probleme als die Helix-Pakete oder Bugs und Framedrops (von denen ich zum größten Teil verschont geblieben bin und wenn dann war es unbedeutend). Die totale Übersättigung der Map mit Belanglosigkeiten und das die Revolution an einem quasi komplett vorbeiläuft finde ich 1000mal schlimmer. Eine ihrer Stärken war bis jetzt immer das man Story und Charakter immer in den historischen Kontext integrieren konnte. Das haben sie hier total versaut.

Eines der großen Probleme die ich momentan hab sind das Spiele wie AC Unity und Dragon Age Inquisition es nicht schaffen eine Immersion aufzubauen durch ihren total überzogenen Wimmelbildsuchcharakter.
Ja, sehe ich genauso. Vor Release wird der Hype aufgebaut und danach sind die Spieler so mit Wimmelbilder beschäftigt, dass sie noch nicht mal bemerken welch sinnlosem Treiben sie da eigentlich nachgehen.
Spiele dieser Art haben die Bezeichnung Spiel nicht mehr verdient. Es ist reine Abzocke oder Beschäftigungstherapie.
Aber kauft ruhig weiter diese Spiele. Monetization Design Consultants gibt es noch nicht genug. Das braucht doch jedes Spiel.
Benutzeravatar
Jazzdude
Beiträge: 6143
Registriert: 09.01.2009 16:47
Persönliche Nachricht:

Re: Assassin's Creed: Unity - Mikrotransaktionen: Die Unsinn

Beitrag von Jazzdude »

Gibt wohl immernoch ein paar Idioten, die die Spiele tatsächlich spielen wollen, die sie gekauft haben.

Games für 69 € kaufen, um dann für 100 weitere € direkt den Abspann freizukaufen. DAS ist gaming!
Bild
Piscatorcompos
Beiträge: 218
Registriert: 22.05.2007 21:57
Persönliche Nachricht:

Re: Assassin's Creed: Unity - Mikrotransaktionen: Die Unsinn

Beitrag von Piscatorcompos »

WizKid77 hat geschrieben:Die Lösung ist an sich ja einfach in dem man Spiele die auf Mikrotransaktionen, DLC oder Season Pass aufbauen einfach mal nicht kaufen tut. Leider gibts da Draußen zu viele Suchtis oder Kinder mit zu viel Taschengeld die kein Wertgefühl besitzen. Also funktioniert das Model leider in den Augen der Publisher.
Deswegen wird es zukünftig weiterhin halberzählte Geschichten wie bei Destiny geben, wo man für monatlich wie bei einem MMO für die "erweiterten Inhalte" zahlen darf, damit man das Spiel irgendwann komplett erleben kann.
Allein bei all diesen dämlichen Smartphone Spielen zeigt sich doch, daß das Model mit Miktrotransaktionen läuft. Die Käufer sind zu geizig 20-40€ für ein richtiges Spiel auszugeben, holen sich lieber ein kostenloses oder sehr sehr günstiges Spiel und bezahlen am Ende deutlich mehr für son Rotz.
Das Problem ist, daß viele gar keine Wahl haben. Kaufen oder nicht steht gar nicht zur Wahl, denke ich, wenn du 13 Jahre alt bist und der Hype deine Klassenkameraden erfasst hat. Dazu brauchst du Charakter, welcher aber einem so jungen Menschen oft noch fehlt. Die Werbung ist zu stark gegenüber der fragilen Psyche.

DA:I hat ja auch gezeigt, wo Bioware seinen Markt inzwischen sieht. Die Dummen und die, die sich nur berieseln lassen wollen. Ich sage mal nur "Schatzsuche". AC ist da nicht viel anders.
Und wer hier sagt: Microtransaktionen stören mich nicht! den möchte ich in ein paar Jahren sehen, denn wie einige hier schon sagten, das ganze Spiel wird um das Wirtschaftsmodell herum designt. Immer mehr wird daran gefeilt Kaufanreize zu geben.

Das eigentliche Spiel und die Spieler, die das Spielen als leidenschaftliches Hobby betreiben sind die Leidtragenden. Es kommt schleichend, deshalb nicht für jeden bemerkbar. Jedoch, ob bewußt oder unbewußt, jeder Käufer dieses Spiels trägt eine Mitschuld an dieser Entwicklung!
Bei mir ist Season Pass oder MT= definitiv kein Kauf. Einfache Formel.

Für Vollpreis erwarte ich ein vollständiges Spiel, aber meine Ansprüche sind eben unrealistisch hoch.

Toll fand ich einen Kommentar aus dem DA:I Test, wo Jörg Luibl vorgeworfen wird, zu alt zu sein und nicht mehr mit der Zeit zu gehen, denn er hat das Wimmelbildsammeln kritisiert. Es ist wohl die Zeit gekommen, wo ein Rollenspiel keines mehr sein muß. Gute Grafik und Wimmelbilder wollen wir, sonst nichts!
sleepingdog
Beiträge: 73
Registriert: 17.11.2014 18:07
Persönliche Nachricht:

Re: Assassin's Creed: Unity - Mikrotransaktionen: Die Unsinn

Beitrag von sleepingdog »

Grauenhaft.

Ich seh mich schon als Dauerabonnent von good old games jeden verfügbaren DRM-freien offline-Titel spielen - damit sollte ich bis zum Tod gut ausgelastet sein.
Zum Denken sind wenige Menschen geneigt, obwohl alle zum Rechthaben.

Arthur Schopenhauer
Oddgamer
Beiträge: 99
Registriert: 30.10.2014 17:58
Persönliche Nachricht:

Re: Assassin's Creed: Unity - Mikrotransaktionen: Die Unsinn

Beitrag von Oddgamer »

Jazzdude hat geschrieben:Gibt wohl immernoch ein paar Idioten, die die Spiele tatsächlich spielen wollen, die sie gekauft haben.

Games für 69 € kaufen, um dann für 100 weitere € direkt den Abspann freizukaufen. DAS ist gaming!
In solch einem Fall maße ich mir sogar mal die Arroganz an zu sagen: Die haben einen an der Waffel...
Benutzeravatar
Lex-kun
Beiträge: 614
Registriert: 08.04.2009 13:47
Persönliche Nachricht:

Re: Assassin's Creed: Unity - Mikrotransaktionen: Die Unsinn

Beitrag von Lex-kun »

Piscatorcompos hat geschrieben: Und wer hier sagt: Microtransaktionen stören mich nicht! den möchte ich in ein paar Jahren sehen, denn wie einige hier schon sagten, das ganze Spiel wird um das Wirtschaftsmodell herum designt. Immer mehr wird daran gefeilt Kaufanreize zu geben.
Microtransaktionen stören mich nicht da ich sie nicht nutze und auch nicht gezwungen bin sie zu nutzen. Und sollten es anfangen mich in Zukunft zu stören und mein Spiel negativ genug beeinflussen dann ist das Spiel halt nichts für mich und wird nicht gekauft.

Was den Heinz und seine 100$ angeht ... sollte man vielleicht vor dem Kauf prüfen ob man überhaupt genug Gegenwert findet.
Man geht auch nicht in ein Autohaus und drückt dem Händler 100000$ in die Hand. Schnappt sich nen Auto für 20k$ und beschwert sich dann, dass man noch 80k$ übrig hat und eigentlich nur 1 Karre braucht.
Keine Ahnung was seine Jobbezeichnung aussagen soll ... aber mit Geld umgehen kann er offensichtlich nicht.
Insert a coin to continue...
keldana
Beiträge: 624
Registriert: 26.11.2008 23:07
Persönliche Nachricht:

Re: Assassin's Creed: Unity - Mikrotransaktionen: Die Unsinn

Beitrag von keldana »

Der muß einfach nur warten, bis die weiteren DLCs raus kommen. Dann kann er seine Credits sicher verprassen.
Oddgamer
Beiträge: 99
Registriert: 30.10.2014 17:58
Persönliche Nachricht:

Re: Assassin's Creed: Unity - Mikrotransaktionen: Die Unsinn

Beitrag von Oddgamer »

Lex-kun hat geschrieben:
Piscatorcompos hat geschrieben: Und wer hier sagt: Microtransaktionen stören mich nicht! den möchte ich in ein paar Jahren sehen, denn wie einige hier schon sagten, das ganze Spiel wird um das Wirtschaftsmodell herum designt. Immer mehr wird daran gefeilt Kaufanreize zu geben.
Microtransaktionen stören mich nicht da ich sie nicht nutze und auch nicht gezwungen bin sie zu nutzen. Und sollten es anfangen mich in Zukunft zu stören und mein Spiel negativ genug beeinflussen dann ist das Spiel halt nichts für mich und wird nicht gekauft.

Was den Heinz und seine 100$ angeht ... sollte man vielleicht vor dem Kauf prüfen ob man überhaupt genug Gegenwert findet.
Man geht auch nicht in ein Autohaus und drückt dem Händler 100000$ in die Hand. Schnappt sich nen Auto für 20k$ und beschwert sich dann, dass man noch 80k$ übrig hat und eigentlich nur 1 Karre braucht.
Keine Ahnung was seine Jobbezeichnung aussagen soll ... aber mit Geld umgehen kann er offensichtlich nicht.
Etwas sinnfrei, der Autovergleich. Man könnte schon eher den Vergleich zu einer DSL Leitung ziehen. Du zahlst ne 100MBit Leitung, aber kannst nur 2K nutzen.

Toll oder?

Hätte man dir das vorher gesagt, das nur 2k möglich sind, hättest du natürlich nur 2k gekauft.

Der Witz bei Assassins Crap ist allerdings, das niemand die 100k nutzen kann, weil total wertlos. Damit sähe ich sogar gute Chancen vor Gericht zu ziehen, denn das ist vorsätzlicher Betrug. Da der Betroffene in den USA lebt, könnten die Karten sogar recht gut stehen.

Aber ist ja eh bezeichnend, das sich die Fans von Assassins Crap lieber über zu wenige Prozentpunkte bei Wertungen beschweren, als über dreiste Abzocke. 8)
Benutzeravatar
Lex-kun
Beiträge: 614
Registriert: 08.04.2009 13:47
Persönliche Nachricht:

Re: Assassin's Creed: Unity - Mikrotransaktionen: Die Unsinn

Beitrag von Lex-kun »

Oddgamer hat geschrieben: Etwas sinnfrei, der Autovergleich. Man könnte schon eher den Vergleich zu einer DSL Leitung ziehen. Du zahlst ne 100MBit Leitung, aber kannst nur 2K nutzen.

Toll oder?

Hätte man dir das vorher gesagt, das nur 2k möglich sind, hättest du natürlich nur 2k gekauft.

Der Witz bei Assassins Crap ist allerdings, das niemand die 100k nutzen kann, weil total wertlos. Damit sähe ich sogar gute Chancen vor Gericht zu ziehen, denn das ist vorsätzlicher Betrug. Da der Betroffene in den USA lebt, könnten die Karten sogar recht gut stehen.

Aber ist ja eh bezeichnend, das sich die Fans von Assassins Crap lieber über zu wenige Prozentpunkte bei Wertungen beschweren, als über dreiste Abzocke. 8)
Wenn mir 100Mbit zugesagt werden und ich nur 2 bekomme dann ist das in der Tat ungut.
Wenn ich mir aber 100 bestelle ohne mich vorher zu informieren ob ich die überhaupt nutzen kann dann ist das dämlich.

Ich kenne den Inhalt vom ACU Shop nicht aber ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass es da sicher möglich ist 100$ auszugeben wenn man will. (Ich tippe neben SP boosts und Kartenaufdeckungen wie in AC4 auch auf etliches an Skins für den MP) Somit ist der Typ selbst Schuld wenn er blind 100 Tacken auf den Tisch knallt und einfach mal davon ausgeht das er damit genug findet was ihn persönlich interessiert und das Geld wert ist. (sollte es nicht so sein möge mich jemand mithilfe von Quellenangaben vom Gegenteil überzeugen, ich bin ja lernfähig und offen neuen Erkänntnissen gegenüber)

Die Käufe nicht nutzen können weil nicht vorhanden und nicht nutzen wollen weil für einen persönlich "wertlos" sind zwei paar Schuhe und sicher kein Betrug. Wild mit dem Begriff "Abzocke" um sich werfen ist daher selbst dreist und in diesem Fall eher ne persönliche Meinung.
Insert a coin to continue...
Vinterblot
Beiträge: 618
Registriert: 12.05.2013 23:03
Persönliche Nachricht:

Re: Assassin's Creed: Unity - Mikrotransaktionen: Die Unsinn

Beitrag von Vinterblot »

SectionOne hat geschrieben:
arillo hat geschrieben:Geschlagen gehören einzig und allein die Leute bei Ubisoft.
Seh ich ganz und gar nicht so! Du kannst einem Konzern nicht vorwerfen eine Nachfrage zu bedienen. Das Problem hinter Microtransaktionen sind einzig und alleine die Spieler, die das Angebot nutzen! Und das es genug Spieler gibt, die bereit sind zusätzliches Geld abzudrücken hat sich schon vor Jahren gezeigt, als auf eBay Charaktere, Items oder Gold für diverse Onlinespiele zu Mondpreisen gekauft wurden.

Bedankt euch bei dieser Zielgruppe, denen haben wir das zu verdanken!
Ich denke, da liegst eher du falsch, aus folgendem Grund:
Nun ist AC zwar nicht gerade bekannt für forderndes Gamedesign, so dass im konkreten Beispiel der Einsatz von Mikrotransaktionen für Spieler, die nicht zum ersten Mal ein Gamepad in der Hand halten, tatsächlich relativ blödsinnig ist.

Aber wenn wir mal den konkreten Fall beiseite lassen und das Problem als ganzes betrachten wird schnell etwas anderes deutlich: Das dauernde Argument "DU brauchst es ja nicht zu kaufen" oder "Schuld ist nicht der Entwickler, sondern die Idioten, die es kaufen" funktioniert leider nicht. Denn es geht uns ja darum, dass wir von Mikrotransaktionen nicht in unserem Spielspaß beeinflusst werden wollen.

Nun liegt das Problem aber tiefer, als dass es lediglich mit "nicht kaufen" behoben werden könnte. Denn selbstverständlich sind Mikrotransaktionen nicht etwas, was an das fertige Spiel drangepappt wird. Stattdessen wird das Beim Design des Spiels gezielt so geplant, dass der Einsatz von Mikrotransaktionen 'attraktiv' erscheint. Man könnte zum Beispiel gezielt unfaire Stellen einbauen. Man könnte zum Beispiel zu wenig Währung/Ausrüstung erspielbar machen. Man könnte zum Beispiel bestimmte langwierige und langweilige Spielabschnitte einbauen oder übermäßig ausdehnen. Gibts da auch nen konkretes Beispiel für? Na klar: Diablo 3 mit seinem Aktionshaus. Zwar keine klassische Mikrotransaktionen in dem Sinne, dass die Items aus der Luft entstehen, aber Blizzard verdiente an jeder Auktion mit. Entsprechend war das Beutesystem kundenfeindlich ausgelegt und die Lösung hieß: Geh ins Auktionshaus.

Es stimmt also nicht, dass dich als Nicht-Käufer das Problem Mikrotransaktionen nichts angeht, oder dass die 'Zielgruppe' schuld wäre. Die Zielgruppe wird erst durch den Entwickler geschaffen, deren Spiele nicht mit der Frage "Was macht Spaß" im Hinterkopf design werden, sondern mit "Wie verkaufen wir Mikrotransaktionen".

Wer übrigens schon ein paar Jährchen spielt, der kennt Mikrotransaktionen noch unter einem anderen Namen: Cheatcodes. Damals waren die Gratis und waren seitenlang in jedem Heft abgedruckt oder im Netz zu finden. Mehr muss man eigentlich nicht sagen um zu sehen, was mit der Industrie seit ca. 10 Jahren falsch läuft.
Das Problem ist, daß viele gar keine Wahl haben. Kaufen oder nicht steht gar nicht zur Wahl, denke ich, wenn du 13 Jahre alt bist und der Hype deine Klassenkameraden erfasst hat. Dazu brauchst du Charakter, welcher aber einem so jungen Menschen oft noch fehlt. Die Werbung ist zu stark gegenüber der fragilen Psyche.
Und nicht nur das. Man unterschätzt, wie schnell eine Generation groß wird. Wer heute 20 kennt nichts anderes mehr als Steam, Kontenbindung, Microtransaktionen und DLC. Steam kam 2004. Ich erinnere mich noch daran, wie die Leute damals auf die Barrikaden gingen. Heute interessierts kein Schwein mehr (und ja, auch ich hab mich daran gewöhnt). Es hat also nicht unbedingt was mit Charakter zu tun, sondern mit Erziehung. Ein Großteil der Zielgruppe ist es gar nicht anders gewohnt als wie es heute läuft, entsprechend stellen sie die Zustände nicht in Frage.
Benutzeravatar
traceon
Beiträge: 1312
Registriert: 30.05.2007 10:59
Persönliche Nachricht:

Re: Assassin's Creed: Unity - Mikrotransaktionen: Die Unsinn

Beitrag von traceon »

Primär geht es Etan Levy natürlich um kostenlose Eigenwerbung in Hinblick auf seine Beratertätigkeit. Aber davon abgesehen sind Mirkotransaktionen, die Einfluß auf das Gameplay haben, eine Pest und in einem AAA Vollpreistitel ohnehin eine bodenlose Frechheit. Unglaublich, dass in AC Unity überhaupt ein 100-Dollar-Paket für In-Game-Money angeboten wird.
Antworten